Kulturpreis deutscher Freimaurer an Hans Küng

Von: Carlos Urban


Köln. Der Theologe Prof. Dr. Hans Küng erhielt in Köln den Kulturpreis der Deutschen Freimaurer. Der Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland würdigte damit insbesondere sein Wirken für das Verständnis der Kulturen in der Stiftung Weltethos, deren Präsident Hans Küng ist.


Prof. Dr. Hans Küng

Der Widerspruch, einen Kulturpreis der Freimaurer ausgerechnet an einen katholischen Theologen zu vergeben, besteht nur vordergründig. Die Freimaurer verhalten sich zu religiösen Einstellungen vollkommen neutral; in Hans Küng ehrten sie einen Mann, der sich in ähnlicher Weise wie die Freimaurer für die Verständigung zwischen den Völkern und Kulturen einsetzt.

 

"Unsere freimaurerischen Vorväter", begann der Großmeister Jens Oberheide seine Ansprache, " haben vor fast 300 Jahren die so genannten 'Alten Pflichten' verfasst, mit denen sie die Brüder Freimaurer auf ein nicht näher definiertes 'Sittengesetz' verpflichteten. Sie sagten: 'das Sittengesetz', so, als meinten sie eine Ethik für eine Welt." In diesem Sinne hat sich auch Hans Küng als streitbarer Geist zeitlebens eingesetzt.

 

In einer gleichermaßen unterhaltsamen wie tiefgreifenden Laudatio unterstrich der Preisträger des Jahres 2004, Fritz Pleitgen, den besonderen Einsatz und die bemrkenswerte Persönlichkeit des Preisträgers.







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