Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

200 Jahre Loge in Nienburg — Miteinander für eine bessere Welt

Horst Achtermann

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Zur letzten ihrer vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr „200 Jahre Freimaurerei“ in Nienburg, hat die Loge Georg zum silbernen Einhorn am Donnerstag in das Quaet-Faslem-Haus zu einem öffentlichen Vortrag geladen. Referent war Jens Oberheide, Freimaurer seit 1964, Altgroßmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer (A.F.u.A.M.) von Deutschland von 2002 bis 2010.

Oberheide beleuchtete in seinem Vortrag die Freimaurerei und brachte sie den Zuhörern, darunter überraschend viele Frauen, näher. Freimaurerei stehe als Synonym für die uralte Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. „Es hat schon immer Bemühungen für eine bessere Welt und ein besseres Miteinander gegeben, dass hat allerdings nicht immer Freimaurerei geheißen“. Er rezitierte Moses Mendelssohn, ein Weggefährte Lessings und Vorbild für dessen Toleranzstück „Nathan der Weise“: „Nach Wahrheit forschen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun“. Jeder Mensch muss menschlich behandelt werden, gemessen an Wertevorstellungen, wie die zehn Gebote. „Wenn es Problemfälle gibt, dann sei das Menschenwerk“, unterstreicht der freischaffende Buch-, Film- und Theaterautor.

Freimaurerei kann nicht die Welt verbessern, sie kann aber gute Menschen dazu anstiften, bessere Menschen zu werden und sich dann für ein besseres Miteinander einsetzen. Die freimaurerischen Symbole sind Werkzeuge, die aus der Welt des Bauens kommen und übertragen werden. Die Wasserwaage steht für ausgewogenes Handeln, auf gleicher Ebene. Mit dem Senkblei lässt sich die eigene Tiefe ausloten. Der rechte Winkel erinnert daran, es richtig zu machen, rechtschaffend sein. Der Zirkel versinnbildlicht die Menschenliebe, nur die menschliche Qualität sollte zählen. Die Freimaurerei stehe gegen Dogmen und Zwänge. „Brüderlich begegnen, Auge in Auge auf gleicher Ebene“, nennt das Jens Oberheide. Die Charta der allgemeinen Menschenrechte der UNO von 1948, sollten für alle Menschen Rechte und Pflichten sein.

Die Freimaurer seien der absichtsfreien Menschlichkeit verpflichtet, den Anderen in seinem Anderssein anzunehmen. „Miteinander für eine bessere Welt ist ein Lösungsansatz, man muss es wollen, die Freimaurerei ist ein Weg dorthin, nicht mehr“, sagt Jens Oberheide zum Abschluss seiner mit Beifall bedachten Ausführungen.

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