36. Walkenried-Masonicum im August

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Die Südharzer Loge "Porta patet cor magis" lädt zum 36. Walkenried-Masonicum und Johannisfest in die historische Klosteranlage Walkenried ein.

Walkenried (pw). In diesem Jahr findet vom 9. bis 11. August das 36. Walkenried-Masonicum wieder in klassischer Form nach dem Güttler-Ritual mit Abmessung des Teppichs unter Auflegung realer Werkzeuge statt. Es ist zugleich die erste Wiederkehr des Stiftungsfestes der Südharzer und Walkenrieder Johannisloge PORTA PATET COR MAGIS. “Im Namen der Bruderschaft dieser Johannisloge lade ich herzlich zu unserer ganz besonderen Festarbeit ein, die wie bisher im doppelten Kreuzgang des UNESCO Welterbes Kloster Walkenried stattfindet”, teilt der Meister vom Stuhl der Loge mit.

Das Rahmenprogramm wird nach der überaus positiven Aufnahme in den letzten beiden Jahren in Qualität und Umfang wieder an 2017 und 2018 anknüpfen, um den mitreisenden Partnern und Freunden eine Harzreise schmackhaft zu machen. Wie schon 2017 und 2018 sind auch diesmal die Schwestern zu einer Arbeit im ersten Grad eingeladen, die im Zaubersaal des Klosters (parallel zur Arbeit der Brüder im Kreuzgang) stattfindet.

Es wird um eine kurzfristige Anmeldung gebeten. Details sind unter der Mailadresse walkenried@null.net zu erfragen.

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Humanität Heft 4 erscheint Anfang Juli

Das aktuelle Heft beschäftigt sich in erster Linie mit dem Großlogentreffen 2019 in Mannheim. Neben einem Bericht finden sich die Ansprache des Großmeisters, die Festzeichnung und die Beiträge der Referenten: “Alte und neue Konflikte in unserer Welt” von Prof. Dr. Thomas Meyer, “Humanismus als politischer Auftrag der Freimaurerei” von Prof. Dr. Dieter Binder, “Vernetzte Intelligenz — Freimaurer in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts” von Thomas Forwe sowie “Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland im 21. Jahrhundert” von Karl-Henning Kröger. Diese Texte werden nach und nach auch auf dieser Website erscheinen.

Daneben sind wichtige Themen 100 Jahre Bauhaus und Parallelen zur Freimaurerei, eine Betrachtung der Symbolik der Notre Dame de Paris nach der Brandkatstrophe. Beiträge mit Themen wie “Wandel und Beständigkeit”, “Ein gelingendes Leben” und “Freimaurerei ist Jazz” runden das umfangreiche Heft ab, natürlich ergänzt um Neuigkeiten aus der Freimaurerei im Allgemeinen und den Logen im Besonderen.

Abonnenten erhalten das Heft Anfang Juli per Post.

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Mannheimer Großlogentreffen mit kulturvollem Rahmenprogramm

„Die Brüder haben ein sehenswertes Rahmenprogramm in der Stadt der Quadrate zusammengestellt“, fasst Br. Ralph Meixner, der Distriktmeister Baden-Württemberg, ­zusammen und ruft alle Brüder unserer Großloge auf: „Nutzt dieses Großlogentreffen für Begegnungen der Freundschaft und den persönlichen Gedankenaustausch mit Gleich­gesinnten, um neue Impulse mit nach Hause zu nehmen.“

Die Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland lädt vom 29. bis 31. Mai zu ihrem Großlogentreffen nach Mannheim ein. Es findet unter dem Motto „Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“ im Jubiläumsjahr der Großloge statt, die ihren 70. Geburtstag feiert. Gemeinsam mit der Kanzlei der Großloge haben die gastgebende Loge „Carl zur Eintracht“ und der Distrikt Baden-Württemberg ein spannendes Rahmenprogramm für die drei Tage zusammengestellt.

Die 1756 gegründete Loge „Carl zur Eintracht“ ist die älteste aktive Freimaurerloge Baden-Württembergs. „Die Brüder unserer wie auch einiger verwandter Logen – wir sind die ‚Mutter‘ zahlreicher Logen in und um Mannheim – werden in bewährter Teamarbeit alles daransetzen, dass Ihr Euch in Mannheim wohlfühlen und ein gut organisiertes, schönes und erkenntnisreiches Großlogentreffen in Erinnerung behalten werdet“, verspricht der Mannheimer Meister vom Stuhl, Br. Alexander John.

Mittwoch, 29. Mai: Begrüßungsabend

Los geht es am Mittwochabend mit einem Empfang im Haus der Loge „Carl zur Eintracht“. Das gemütliche „Come together“ mit Speisen und Getränken wird von der Loge und dem Distrikt Baden-Württemberg organisiert. Brüder der Rhein-Neckar-Logen holen die Teilnehmer jeweils um 17.45 Uhr von den Hotels Dorint und Leonardo Royal ab und begleiten sie auf dem kurzen Spaziergang zum Logenhaus.

Das hat übrigens eine sehr eigenwillige Adresse, nämlich: L 9,9. Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims zwischen Rhein und Neckar ist nämlich als Gitter angelegt, wodurch die sogenannten „Mannheimer Quadrate“ entstehen. Die Bismarckstraße verläuft vor der Front des Schlosses und verbindet die Enden der Ringstraßenabschnitte miteinander. Dazwischen liegen rechtwinklig angelegte Straßenzüge, die bis heute keine Namen tragen. Die Häuser sind deshalb aus einer Kombination von Buchstabe und Zahl benannt. Das Logenhaus trägt somit die Nummer L9, 9. Die Planung dieses Straßennetzes geht auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz um 1600 zurück.

Donnerstag, 30. Mai, vormittags: Ausflug zum Schwetzinger Schloss und Park

Am Donnerstagmorgen steht – parallel zur Sitzung des Großlogenrates – für alle Gäste eine Fahrt zum Schwetzinger Schloss mit fachkundiger Führung durch Schloss und Park auf dem Programm. Das Schloss Schwetzingen diente vor allem den pfälzisch-bayerischen Kurfürsten Karl Philipp und Karl Theodor als Sommerresidenz. Besonders der Freimaurer Karl Theodor förderte die Aufklärung in seinem Land, empfing Voltaire und Mozart. Zwischen 1975 und 1991 wurde das Schloss restauriert und im Stil des 18. Jahrhunderts eingerichtet. Der Schlossgarten gliedert sich in einen französischen und einen englischen Teil, wobei zwischen dem „Garten der Allegorien“ und dem „Garten der Vernunft“ unterschieden wird. Zum „Garten der Vernunft“ zählen Minerva- und Merkurtempel, Moschee, Apollotempel, ein Tempel der Botanik, das römische Wasserkastell sowie das Arboretum, als jene Gartenteile, in denen im Sinne aufklärerischen Denkens die Vernunft gefeiert wird.

Die Abfahrt ist um 9 Uhr am Dorint Hotel. Die Führung dauert etwa zwei Stunden, die Rückkehr zum Dorint Hotel ist für 13 Uhr geplant.

Donnerstag, 30. Mai, nachmittags: Führung durch die Kunsthalle Mannheim

Um 14 Uhr beginnt dann für alle Brüder die Tempelarbeit im Lehrlingsgrad im Beethoven-Saal I und II des Dorint-Hotels. Für die Vorbereitung der Brüder sind die beiden Räume „Haydn/Orff“ und „Bach“ in unmittelbarer Nähe vorgesehen. Hier gibt es Ablagetische für Taschen.

Parallel dazu sind alle Gäste eingeladen, ab 15 Uhr an einer Führung durch die Kunsthalle Mannheim teilzunehmen. Sie prägt seit 110 Jahren das kulturelle Leben der Stadt. 1909 gegründet, ist sie eine der ersten Bürgersammlungen der Moderne weltweit. Das Spektrum der Ausstellung reicht von Édouard Manet bis Francis Bacon und setzt einen Schwerpunkt auf Skulpturen – von Auguste Rodin und Wilhelm Lehmbruck über Henry Moore und Marino Marini bis zu Mario Merz und Richard Long. Am 1. Juni 2018 wurde der Neubau des Museums mit seiner außergewöhnlichen architektonischen Struktur eröffnet. An das zentrale Atrium docken sieben individuell gestaltete Kuben an, die sich nebeneinander reihen, übereinander stapeln und ineinander verschränken. Dazwischen gibt es immer wieder Freiräume, die als Wege, Blickachsen und Dachterrasse dienen. Eine durchlässige Hülle aus Metallgewebe umhüllt die Kunsthalle und hält ihre Einzelteile formal zusammen.

Der Treffpunkt für einen kurzen Spaziergang zum Museum ist um 14.45 Uhr am Dorint-Hotel oder um 15 Uhr direkt an der Kunsthalle (Friedrichsplatz 4). Es ist eine Führung durch die Sonderausstellung „Henri Laurens – Wellentöchter“ und eine Sammlungs-Präsentation zur Architektur der Kunsthalle vorgesehen.

Donnerstag, 30. Mai, abends: geselliges Beisammensein im Technoseum

Ab 18.30 Uhr lädt die Großloge zu einem geselligen Beisammensein im Technoseum (Museumsstraße 1). Das Technoseum bietet Anschauuungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens in Geschichte und Gegenwart. Für Speisen und Getränke ist gesorgt und die „Blue Note Jazz Company“ liefert den angenehmen musikalischen Hintergrund mit einem Bogen von klassischem New-Orleans-Jazz bis zum eleganten Swing der 30er und 40er Jahre.

Der Weg zum Technoseum ist ein angenehmer Spaziergang von etwa 2,5 Kilometern Länge über die Mannheimer Kunstmeile. Auch diesmal werden Brüder der Rhein-Neckar-Loge die Gäste von den Hotels Dorint und Leonardo Royal abholen. Treffpunkt ist um 18 Uhr vor den jeweiligen Hotels.

Möglich ist auch die Fahrt mit der Straßenbahn (Linie 6 – vom Wasserturm zur Haltestelle Luisenpark/Technoseum) und es fährt ab 17.45 Uhr ein kleiner Pendelbus zwischen Dorint-Hotel und Technoseum. Die Rückfahrt ist zwischen 22 und 22.45 Uhr mehrmals im Pendelverkehr geplant. Die Kapazität ist leider begrenzt und sollte deshalb nur Gästen vorbehalten sein, die weniger gut zu Fuß sind.

Freitag, 31. Mai: Ausflug nach Heidelberg

Während am Freitagvormittag, ab 9 Uhr, das Großlogentreffen unter der Fragestellung „Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“ mit Vorträgen und Diskussionen zur Freimaurerei in einer veränderten Welt weitergeht, können Gäste an einem Ausflug ins nahe gelegene Heidelberg teilnehmen. Dort ist eine Stadt- und Schlossbesichtigung vorgesehen und ein gemeinsames Mittagessen im Alt-Heidelberger „Brauhaus Vetter“. Anschließend ist Zeit für einen individuellen Bummel durch die Stadt mit der ältesten Universität Deutschlands. Um 9 Uhr fährt der Bus ab Dorint-Hotel. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Für 15.30 Uhr ist die Rückkehr nach Mannheim geplant.

Anmeldung bis 25. März über die Kanzlei der Großloge

Anmeldungen zum Großlogentreffen 2019 in Mannheim sind über das an alle Stuhlmeister versendete Formular oder direkt über die Kanzlei der Großloge – kanzlei@freimaurerei.de – bis zum 25. März möglich.

Das Tagungshotel ist das Dorint Kongresshotel Mannheim am Friedrichsring 6. Es liegt im Zentrum Mannheims, unweit des Bahnhofs. Von dort sind es nur ein paar Schritte zur Einkaufsmeile und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. So liegt eine der schönsten Jugendstilanlagen Europas gleich neben dem Wahrzeichen der Stadt, dem Mannheimer Wasserturm. Im Dorint-Hotel ist für die Teilnehmer des Großlogentreffens ein Kontingent von 120 Zimmern reserviert. Weitere 100 Zimmer sind im 300 Meter entfernten Leonardo Royal Hotel reserviert und können ebenfalls von den Teilnehmern abgerufen werden. Die Reservierung und Bezahlung der Zimmer wird von den Teilnehmern individuell vorgenommen und kann nicht über die Großloge erfolgen.

Wer nach dem offiziellen Ende des Großlogentreffens am Freitag noch weiter in Mannheim verweilen möchte, ist ab 18 Uhr herzlich eingeladen zum Ausklang-Dinner mit einem 4-Gänge-Menü und ausgesuchten Weinen in der „Badischen Weinstube Keller’s“ in Mannheim. Für maximal 40 Gäste ist die Teilnahme zum Preis von 45 Euro (inkl. Menü und Wein) möglich. Die Anmeldung erfolgt in diesem Falle bis zum 31. März über den Sekretär der Loge „Carl zur Eintracht“ unter der E-Mail-Adres­se sekretaer@carlzureintracht.de.

Der Beitrag entstammt der Zeitschrift “HUMANITÄT — Das Deutsche Freimaurermagazin”, Ausgabe 2-2019.

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Humanität 2-2019 erscheint Anfang März

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Großlogentreffen 2019 in Mannheim

Wasserturm in Mannheim Foto domeckopol / pixabay

Das Großlogentreffen 2019 findet vom 29. bis 31. Mai in Mannheim statt und steht unter dem Motto "Die Welt verändert sich dramatisch — und wir?" Viele Besucher werden erwartet.

Die Großlogentreffen finden alle zwei Jahre in unterschiedlichen Orten statt. Anders als die ebanfalls alle zwei Jahre stattfindenen Großlogentage sind sie keine vereinsrechtliche Zusammenkunft, sondern konzentrieren sich einerseits auf Vorträge und Diskussionen zu Themen der Freimaurerei sowie auf Geselligkeit.

Das inhaltliche Thema dieses Jahres orientiert sich an einem Ausspruch des italienischen Schriftstellers Giuseppe Tomasi de Lampedusa “Die Welt verändert sich dramatisch — und wir?” In Lampedusas einzigem Roman “Der Leopard” geht es um die Frage der Anpassung an geänderte Verhältnisse. Viele Logen beschäftigen sich mit dem Wandel der Gesellschaft und mit der Frage, wie Freimaurer damit umgehen, etliche Beiträge auch auf dieser Website und in der Zeitschrift “Humanität” spiegeln die Fragen wider. In Mannheim will man sich einen ganzen Tag damit beschäftigen und auf die eine oder andere Frage Antworten finden.

"Unser diesjähriger Gastgeber und Ausrichter, die Loge "Carl zur Eintracht", ist die älteste Freimaurerloge im Rhein-Neckar-Raum. Seit dem Jahr 1756 ist sie gesellschaftspolitisch nicht mehr aus Mannheim wegzudenken. Das ständige Angebot zwischen Tradition und Moderne, Besinnlichkeit und Geselligkeit sowie Kultur und tagesaktuellen Themen ist täglicher Anspruch an alle Brüder."

Ralph Meixner, Distriktmeister Baden-Württemberg

Für die große Zahl an erwarteten Brüdern, Damen und Gästen haben die Organisatoren ein anspruchsvolles Programm geschnürt. So ist beispielsweise für Damen und Gäste eine Führung durch die Kunsthalle Mannheim geplant, die bereits seit mehr als hundert Jahren das kulturelle Leben in Mannheim prägt. 1909 gegründet ist sie eine der ersten Bürgersammlungen der Moderne weltweit. Deutschlandweit zählt sie mit Werken von Édouard Mant bis Francis Bacon und einen Skulpturenschwerpunkt zu den angesehensten bürgerschaftlichen Sammlungen der deutschen und internationalen Moderne bis zur Gegenwart.

Das Technoseum in der Museumsstraße bietet Anschauungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens in Geschichte und Gegenwart. In dieser Technikatmophäre treffen sich die Teilnehmer des Großlogentreffens zu einem geselligen Beisammensein, die “Blue Note Jazz Company” begleitet die Veranstaltung mit einer Zusammenstellung von New Orleans Jazz bis zum eleganten Jazz der Swing-Zeit.

Während die Brüder Freimaurer sich im Tagungshotel mit den Zukunftsfragen ihres Bundes beschäftigen, können die Damen und Gäste bei einer Führung durch die verwinkelten Gassen die vielen Facetten der Heidelberger Altstadt kennenlernen und mit der Berbahn hinauf zum Schloss fahren.

Detaillierte Informationen liegen jeder Loge bereits vor oder können bei der Kanzlei der Großloge unter kanzlei@freimaurerei.de angefordert werden. Anmeldungen sind bitte an die Kanzlei zu richten.

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Ein Basketball-Riese mit Herz für die Kleinen

Foto: eks / Adobe Stock

Shaquille O‘Neal ist ein Multitalent. Er hat sich als Sportler, Musiker, TV-Moderator und Schauspieler einen Namen gemacht. Zudem führt er einen Doktortitel in Bildungswissenschaften. Und er ist bekennender Freimaurer.

Am 6. März 1972 kam Shaquille O’Neal im Bundesstaat New Jersey zur Welt. Sein Stiefvater war Sergeant der US-Army und einige Jahre im unterfränkischen Wildflecken stationiert, weshalb Shaq teilweise in Deutschland aufwuchs und in Fulda zur Schule ging. Seine Zeit in Deutschland bezeichnete er in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ als „prägend“. Zurück in den USA avancierte O’Neal zum Starspieler der Cole Highschool in San Antonio, auch während seines Studiums wurde er innerhalb kürzester Zeit zum herausragenden Spieler der College-Liga.

Vom Sport zu Musik und Schauspiel

Mit 2,16 Metern Körpermaß und der Schuhgröße 60 nach europäischem Maß war er prädestiniert für den Basketballsport und begann 1992 eine beeindruckende Profikarriere, während der er mehrmals das Team wechselte. Trotz seiner 150 Kilogramm Körpergewicht zeichnete er sich nicht nur durch außergewöhnliche Kraft, sondern auch durch hohe Beweglichkeit aus. Als einer der besten Spieler der National Basketball Association (NBA) und damit einer der besten Spieler weltweit, gehörte er 15 Jahre lang zur Auswahl der All-Star-Games. 1996 wählte man ihn zu einem der 50 besten NBA-Spieler aller Zeiten. 2011 trat Shaquille O’Neal vom Profisport zurück. Erst im vergangenen Jahr wurde er in die Hall of Fame der Basketball-Weltorganisation FIBA aufgenommen und seine ehemalige Trikotnummer 32 wird bei den Miami Heat nicht mehr vergeben.

O’Neal ist dem Basketball in anderer Hinsicht treu geblieben. Seit 2011 zeichnet er für das TV-Format „Shaqin a Fool“ verantwortlich, das zum festen Bestandteil der Sendung „Inside the NBA“ gehört. Er ist auch in anderen Belangen ein Mann der Superlative. So arbeitete er als Rapper mit der obersten Liga dieser Musikrichtung zusammen und verkaufte sein erstes Album „Shaq Diesel“ über eine Million Mal. O’Neal hat zudem in 15 Spielfilmen mitgewirkt.

Moslem und Freimaurer

Doch der gewichtige Mann hat durchaus eine intellektuelle und spirituelle Seite. So erwarb er 2012 an der Barry University in Florida einen Doktortitel in Bildungswissenschaften. Er ist zudem gläubiger Muslim und wurde 2011 in den Bund der Freimaurer aufgenommen. Er gehört seither der Bostoner Bauhütte „Widow‘s Son Lodge No. 28“ an. Ebenfalls 2011 wurde er Prince-Hall-Mason und damit Mitglied der ältesten und größten Loge mit Brüdern vorwiegend afroamerikanischer Herkunft. O‘Neal hat verschiedentlich für Hilfswerke und philantropische Zwecke gespendet, setzt sich etwa für die Boys & Girls Clubs of America ein. Auch arbeitet er als Reserve-Polizist in Los Angeles, Miami und Phoenix. Außerdem hat er in Orlando eine Organisation gegründet, die Hausbesitzer vor der Zwangsvollstreckung schützt.

Eine hübsche Geschichte, die weltweit von den Medien aufgegriffen wurde, spielte sich im Jahre 2016 ab. Der Polizeibeamte Bobby White hatte in Gainesville/Florida am helllichten Tag einen Anruf von einem Anwohner erhalten, der sich beschwerte, dass Kinder in seiner Straße zu laut Basketball spielten. Daraufhin fuhr der Polizist an den „Tatort“, aber nicht, um das Spiel zu untersagen, sondern um selbst mitzuspielen. Auch Shaq, wie O’Neal von seinen Fans genannt wird, bekam von dem Vorfall Kenntnis, flog nach Gainesville zu dem berühmt gewordenen „Basketball-Cop“. Der nahm den Star mit zu dem Basketball-Court, ging auf die Kinder zu und sagte augenzwinkernd: „Ich habe euch doch gesagt, dass ich Verstärkung anfordern werde.“ Großer Jubel brach aus, als der ehemalige NBA-Riese aus dem Polizeiwagen stieg und sich auf eine Partie mit den Kids einließ.

Der Beitrag erschien zuerst in der schweizerischen Zeitschrift „Alpina“ Ausgabe April/2016 und wurde für die „Humanität“ ergänzt und aktualisiert.

Der Beitrag entstammt der Zeitschrift “HUMANITÄT — Das Deutsche Freimaurermagazin”, Ausgabe 6-2018.

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Freimaurerei im postfaktischen Zeitalter

© blackdogvfx / Adobe Stock

Seit 18 Jahren bin ich nun Freimaurer. Inzwischen kann ich diese Zeit grob in zwei Perioden einteilen. Die erste, in der ich mich in einem Bund von höchst unterschiedlichen, aber auf einer bestimmten Abstraktionsebene auch gleichgesinnten Menschen wähnte. Die zweite heißt „Facebook“.

Ich bin dem vielgeschmähten sozialen Netzwerk dafür sehr dankbar. Es hat mich auf eine drastische Weise desillusioniert, wie es keine hundert Logenbesuche geschafft hätten. Viele Jahre war ich der irrigen Ansicht, dass Menschenliebe, Toleranz, Humanität und Brüderlichkeit eine gemeinsame Minimalbasis bildeten. Aber Facebook ist gnadenlos. Es verhilft jedem dazu, seine dunkelsten Seiten hemmungslos und freiwillig offenzulegen. Da wird geholzt, was das Zeug hält: Ausländer, Moslems, Flüchtlinge — immer feste druff. Die postfaktischen Wutbrüder verbreiten gerne und oft Fake-News und wildeste Verschwörungstheorien aus dubiosesten Quellen. Kritische Reflexion? Sorgfältige Abwägung? Ach was, das trifft schon die Richtigen. Erst schießen, dann fragen. Wo kämen wir denn da hin, und überhaupt wird man das ja wohl noch sagen dürfen! Die Würde des Deutschen ist jedenfalls unantastbar. Sofern er nicht zu den „linksgrünversifften Merkel-Untertanen“ gehört.

Ihr meint, ich übertreibe? In der Tat handelt es sich um einen ganz persönlichen und subjektiven Eindruck. Seriös quantifizieren könnte ich es nicht. Aber es ist mehr als auffällig, wie viele der auf Facebook aktiven Brüder sich in dieser Weise äußern. Die Koordinatenverschiebung nach rechts hat inzwischen auch unsere Bruderschaft erfasst. Dass die Grenzen des Sagbaren durchlässig geworden sind, ist schlimm genug. Aber wenigstens erfährt man dadurch, was viele wohl schon immer gedacht haben.

Aber Moment: „Grenzen des Sagbaren“? Ich höre schon die Rufe, dass wir politisch neu­tral seien, und die Toleranz gegenüber anderen Meinungen sei doch ein hohes Gut. Will ich etwa andere, konservative Meinungen unterdrücken? So, wie es die „systemkonforme Lügenpresse“ tut?

Nun, es besteht immer noch ein deutlicher Unterschied zwischen Meinung und Unfug. So, wie die Leugnung des Holocausts eben keine Meinung darstellt, ist auch offen verbreiteter Rassismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Leider sind offenbar einige Brüder den rhetorischen Tricks der Neuen Rechten inzwischen auf den Leim gegangen, wo sich rein rassistische Motive hinter vorgeschobenen scheinbaren Problemen verbergen. Das ist alles, aber bestimmt nicht konservativ. Wie soll ich als Freimaurer solche „Meinungen“ tolerieren, die den Boden jeder Humanität längst verlassen haben? Dazu muss man auch nicht links sein, Mensch genügt.

Aber nicht nur auf politischem Gebiet, auch entlang der Großlogengrenzen tun sich die alten Bruchlinien wieder überdeutlich auf. Wenn man als Bruder der Großloge A.F.u.A.M.v.D. gelegentlich eine Loge des Freimaurerordens besucht, so überwiegt in der persönlichen Begegnung doch der brüderlich-gesellige Aspekt, gepaart mit Verwunderung über eine etwas fremdartige Ritualfolklore. Die tiefgreifenden weltanschaulichen Unterschiede lernt man aber bei Facebook schonungslos kennen. Nun wäre die Tolerierung ebensolcher Unterschiede eigentlich als freimaurerische Kernkompetenz zu verstehen. Dachte ich jedenfalls. Wenn man aber als atheistisch oder agnostisch denkender Bruder in schöner Regelmäßigkeit die Regularität abgesprochen bekommt, dann ist das mehr als grenzwertig. Es wird jeder Glaube toleriert — sofern es sich um den christlichen handelt. Die unsägliche Diskussion nebst der hanebüchenen Reaktion auf das jüngste Buch von Br. Klaus-Jürgen Grün wäre ohne die Facebook-typische Empörungsspirale sicherlich etwas milder verlaufen.

Für Kopfschütteln sorgt bei mir — neben diesen inhaltlichen Komponenten — auch der Stil der Diskussionen. Man kann sich sicher sein, dass spätestens beim dritten Kommentar zu einem kontroversen Thema die Sachebene verlassen und durch Beschimpfungen ersetzt wird. Wenn nicht die reine Sachfrage bereits als persönliche Beleidigung aufgefasst wurde.

Deshalb halte ich es sogar für erfreulich, dass sich unsere Großloge aus den sozialen Medien heraushält. Die Beiträge und Kommentare der Brüder wären voraussichtlich die beste Möglichkeit, uns vor aller Öffentlichkeit komplett zu blamieren. Ganz offensichtlich sind auch wir nur ein Spiegel der Gesellschaft unserer Zeit. Ich verspüre sehr deutlich, dass die allgemein bemerkbare Polarisierung und Radikalisierung auch viele von uns erfasst hat. Noch steht eine politische Entwicklung wie in Polen oder Ungarn nicht unmittelbar vor der Tür. Aber sollte es in Deutschland je wieder zu einer rechtsextremen Regierung kommen, bleibt zu hoffen, dass nicht, wie schon einmal in der Geschichte, zu viele Brüder den opportunistischen Weg der Anpassung gehen.

Dann hätte unser Bund versagt.

Der Beitrag entstammt der Zeitschrift “HUMANITÄT — Das Deutsche Freimaurermagazin”, Ausgabe 6-2018.

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