36. Walkenried-Masonicum im August

© HerrKaiser / Adobe Stock

Die Südharzer Loge "Porta patet cor magis" lädt zum 36. Walkenried-Masonicum und Johannisfest in die historische Klosteranlage Walkenried ein.

Walkenried (pw). In diesem Jahr findet vom 9. bis 11. August das 36. Walkenried-Masonicum wieder in klassischer Form nach dem Güttler-Ritual mit Abmessung des Teppichs unter Auflegung realer Werkzeuge statt. Es ist zugleich die erste Wiederkehr des Stiftungsfestes der Südharzer und Walkenrieder Johannisloge PORTA PATET COR MAGIS. “Im Namen der Bruderschaft dieser Johannisloge lade ich herzlich zu unserer ganz besonderen Festarbeit ein, die wie bisher im doppelten Kreuzgang des UNESCO Welterbes Kloster Walkenried stattfindet”, teilt der Meister vom Stuhl der Loge mit.

Das Rahmenprogramm wird nach der überaus positiven Aufnahme in den letzten beiden Jahren in Qualität und Umfang wieder an 2017 und 2018 anknüpfen, um den mitreisenden Partnern und Freunden eine Harzreise schmackhaft zu machen. Wie schon 2017 und 2018 sind auch diesmal die Schwestern zu einer Arbeit im ersten Grad eingeladen, die im Zaubersaal des Klosters (parallel zur Arbeit der Brüder im Kreuzgang) stattfindet.

Es wird um eine kurzfristige Anmeldung gebeten. Details sind unter der Mailadresse walkenried@null.net zu erfragen.

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Humanität Heft 4 erscheint Anfang Juli

Das aktuelle Heft beschäftigt sich in erster Linie mit dem Großlogentreffen 2019 in Mannheim. Neben einem Bericht finden sich die Ansprache des Großmeisters, die Festzeichnung und die Beiträge der Referenten: “Alte und neue Konflikte in unserer Welt” von Prof. Dr. Thomas Meyer, “Humanismus als politischer Auftrag der Freimaurerei” von Prof. Dr. Dieter Binder, “Vernetzte Intelligenz — Freimaurer in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts” von Thomas Forwe sowie “Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland im 21. Jahrhundert” von Karl-Henning Kröger. Diese Texte werden nach und nach auch auf dieser Website erscheinen.

Daneben sind wichtige Themen 100 Jahre Bauhaus und Parallelen zur Freimaurerei, eine Betrachtung der Symbolik der Notre Dame de Paris nach der Brandkatstrophe. Beiträge mit Themen wie “Wandel und Beständigkeit”, “Ein gelingendes Leben” und “Freimaurerei ist Jazz” runden das umfangreiche Heft ab, natürlich ergänzt um Neuigkeiten aus der Freimaurerei im Allgemeinen und den Logen im Besonderen.

Abonnenten erhalten das Heft Anfang Juli per Post.

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Mannheimer Großlogentreffen mit kulturvollem Rahmenprogramm

„Die Brüder haben ein sehenswertes Rahmenprogramm in der Stadt der Quadrate zusammengestellt“, fasst Br. Ralph Meixner, der Distriktmeister Baden-Württemberg, ­zusammen und ruft alle Brüder unserer Großloge auf: „Nutzt dieses Großlogentreffen für Begegnungen der Freundschaft und den persönlichen Gedankenaustausch mit Gleich­gesinnten, um neue Impulse mit nach Hause zu nehmen.“

Die Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland lädt vom 29. bis 31. Mai zu ihrem Großlogentreffen nach Mannheim ein. Es findet unter dem Motto „Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“ im Jubiläumsjahr der Großloge statt, die ihren 70. Geburtstag feiert. Gemeinsam mit der Kanzlei der Großloge haben die gastgebende Loge „Carl zur Eintracht“ und der Distrikt Baden-Württemberg ein spannendes Rahmenprogramm für die drei Tage zusammengestellt.

Die 1756 gegründete Loge „Carl zur Eintracht“ ist die älteste aktive Freimaurerloge Baden-Württembergs. „Die Brüder unserer wie auch einiger verwandter Logen – wir sind die ‚Mutter‘ zahlreicher Logen in und um Mannheim – werden in bewährter Teamarbeit alles daransetzen, dass Ihr Euch in Mannheim wohlfühlen und ein gut organisiertes, schönes und erkenntnisreiches Großlogentreffen in Erinnerung behalten werdet“, verspricht der Mannheimer Meister vom Stuhl, Br. Alexander John.

Mittwoch, 29. Mai: Begrüßungsabend

Los geht es am Mittwochabend mit einem Empfang im Haus der Loge „Carl zur Eintracht“. Das gemütliche „Come together“ mit Speisen und Getränken wird von der Loge und dem Distrikt Baden-Württemberg organisiert. Brüder der Rhein-Neckar-Logen holen die Teilnehmer jeweils um 17.45 Uhr von den Hotels Dorint und Leonardo Royal ab und begleiten sie auf dem kurzen Spaziergang zum Logenhaus.

Das hat übrigens eine sehr eigenwillige Adresse, nämlich: L 9,9. Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims zwischen Rhein und Neckar ist nämlich als Gitter angelegt, wodurch die sogenannten „Mannheimer Quadrate“ entstehen. Die Bismarckstraße verläuft vor der Front des Schlosses und verbindet die Enden der Ringstraßenabschnitte miteinander. Dazwischen liegen rechtwinklig angelegte Straßenzüge, die bis heute keine Namen tragen. Die Häuser sind deshalb aus einer Kombination von Buchstabe und Zahl benannt. Das Logenhaus trägt somit die Nummer L9, 9. Die Planung dieses Straßennetzes geht auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz um 1600 zurück.

Donnerstag, 30. Mai, vormittags: Ausflug zum Schwetzinger Schloss und Park

Am Donnerstagmorgen steht – parallel zur Sitzung des Großlogenrates – für alle Gäste eine Fahrt zum Schwetzinger Schloss mit fachkundiger Führung durch Schloss und Park auf dem Programm. Das Schloss Schwetzingen diente vor allem den pfälzisch-bayerischen Kurfürsten Karl Philipp und Karl Theodor als Sommerresidenz. Besonders der Freimaurer Karl Theodor förderte die Aufklärung in seinem Land, empfing Voltaire und Mozart. Zwischen 1975 und 1991 wurde das Schloss restauriert und im Stil des 18. Jahrhunderts eingerichtet. Der Schlossgarten gliedert sich in einen französischen und einen englischen Teil, wobei zwischen dem „Garten der Allegorien“ und dem „Garten der Vernunft“ unterschieden wird. Zum „Garten der Vernunft“ zählen Minerva- und Merkurtempel, Moschee, Apollotempel, ein Tempel der Botanik, das römische Wasserkastell sowie das Arboretum, als jene Gartenteile, in denen im Sinne aufklärerischen Denkens die Vernunft gefeiert wird.

Die Abfahrt ist um 9 Uhr am Dorint Hotel. Die Führung dauert etwa zwei Stunden, die Rückkehr zum Dorint Hotel ist für 13 Uhr geplant.

Donnerstag, 30. Mai, nachmittags: Führung durch die Kunsthalle Mannheim

Um 14 Uhr beginnt dann für alle Brüder die Tempelarbeit im Lehrlingsgrad im Beethoven-Saal I und II des Dorint-Hotels. Für die Vorbereitung der Brüder sind die beiden Räume „Haydn/Orff“ und „Bach“ in unmittelbarer Nähe vorgesehen. Hier gibt es Ablagetische für Taschen.

Parallel dazu sind alle Gäste eingeladen, ab 15 Uhr an einer Führung durch die Kunsthalle Mannheim teilzunehmen. Sie prägt seit 110 Jahren das kulturelle Leben der Stadt. 1909 gegründet, ist sie eine der ersten Bürgersammlungen der Moderne weltweit. Das Spektrum der Ausstellung reicht von Édouard Manet bis Francis Bacon und setzt einen Schwerpunkt auf Skulpturen – von Auguste Rodin und Wilhelm Lehmbruck über Henry Moore und Marino Marini bis zu Mario Merz und Richard Long. Am 1. Juni 2018 wurde der Neubau des Museums mit seiner außergewöhnlichen architektonischen Struktur eröffnet. An das zentrale Atrium docken sieben individuell gestaltete Kuben an, die sich nebeneinander reihen, übereinander stapeln und ineinander verschränken. Dazwischen gibt es immer wieder Freiräume, die als Wege, Blickachsen und Dachterrasse dienen. Eine durchlässige Hülle aus Metallgewebe umhüllt die Kunsthalle und hält ihre Einzelteile formal zusammen.

Der Treffpunkt für einen kurzen Spaziergang zum Museum ist um 14.45 Uhr am Dorint-Hotel oder um 15 Uhr direkt an der Kunsthalle (Friedrichsplatz 4). Es ist eine Führung durch die Sonderausstellung „Henri Laurens – Wellentöchter“ und eine Sammlungs-Präsentation zur Architektur der Kunsthalle vorgesehen.

Donnerstag, 30. Mai, abends: geselliges Beisammensein im Technoseum

Ab 18.30 Uhr lädt die Großloge zu einem geselligen Beisammensein im Technoseum (Museumsstraße 1). Das Technoseum bietet Anschauuungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens in Geschichte und Gegenwart. Für Speisen und Getränke ist gesorgt und die „Blue Note Jazz Company“ liefert den angenehmen musikalischen Hintergrund mit einem Bogen von klassischem New-Orleans-Jazz bis zum eleganten Swing der 30er und 40er Jahre.

Der Weg zum Technoseum ist ein angenehmer Spaziergang von etwa 2,5 Kilometern Länge über die Mannheimer Kunstmeile. Auch diesmal werden Brüder der Rhein-Neckar-Loge die Gäste von den Hotels Dorint und Leonardo Royal abholen. Treffpunkt ist um 18 Uhr vor den jeweiligen Hotels.

Möglich ist auch die Fahrt mit der Straßenbahn (Linie 6 – vom Wasserturm zur Haltestelle Luisenpark/Technoseum) und es fährt ab 17.45 Uhr ein kleiner Pendelbus zwischen Dorint-Hotel und Technoseum. Die Rückfahrt ist zwischen 22 und 22.45 Uhr mehrmals im Pendelverkehr geplant. Die Kapazität ist leider begrenzt und sollte deshalb nur Gästen vorbehalten sein, die weniger gut zu Fuß sind.

Freitag, 31. Mai: Ausflug nach Heidelberg

Während am Freitagvormittag, ab 9 Uhr, das Großlogentreffen unter der Fragestellung „Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“ mit Vorträgen und Diskussionen zur Freimaurerei in einer veränderten Welt weitergeht, können Gäste an einem Ausflug ins nahe gelegene Heidelberg teilnehmen. Dort ist eine Stadt- und Schlossbesichtigung vorgesehen und ein gemeinsames Mittagessen im Alt-Heidelberger „Brauhaus Vetter“. Anschließend ist Zeit für einen individuellen Bummel durch die Stadt mit der ältesten Universität Deutschlands. Um 9 Uhr fährt der Bus ab Dorint-Hotel. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Für 15.30 Uhr ist die Rückkehr nach Mannheim geplant.

Anmeldung bis 25. März über die Kanzlei der Großloge

Anmeldungen zum Großlogentreffen 2019 in Mannheim sind über das an alle Stuhlmeister versendete Formular oder direkt über die Kanzlei der Großloge – kanzlei@freimaurerei.de – bis zum 25. März möglich.

Das Tagungshotel ist das Dorint Kongresshotel Mannheim am Friedrichsring 6. Es liegt im Zentrum Mannheims, unweit des Bahnhofs. Von dort sind es nur ein paar Schritte zur Einkaufsmeile und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. So liegt eine der schönsten Jugendstilanlagen Europas gleich neben dem Wahrzeichen der Stadt, dem Mannheimer Wasserturm. Im Dorint-Hotel ist für die Teilnehmer des Großlogentreffens ein Kontingent von 120 Zimmern reserviert. Weitere 100 Zimmer sind im 300 Meter entfernten Leonardo Royal Hotel reserviert und können ebenfalls von den Teilnehmern abgerufen werden. Die Reservierung und Bezahlung der Zimmer wird von den Teilnehmern individuell vorgenommen und kann nicht über die Großloge erfolgen.

Wer nach dem offiziellen Ende des Großlogentreffens am Freitag noch weiter in Mannheim verweilen möchte, ist ab 18 Uhr herzlich eingeladen zum Ausklang-Dinner mit einem 4-Gänge-Menü und ausgesuchten Weinen in der „Badischen Weinstube Keller’s“ in Mannheim. Für maximal 40 Gäste ist die Teilnahme zum Preis von 45 Euro (inkl. Menü und Wein) möglich. Die Anmeldung erfolgt in diesem Falle bis zum 31. März über den Sekretär der Loge „Carl zur Eintracht“ unter der E-Mail-Adres­se sekretaer@carlzureintracht.de.

Der Beitrag entstammt der Zeitschrift “HUMANITÄT — Das Deutsche Freimaurermagazin”, Ausgabe 2-2019.

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Humanität 2-2019 erscheint Anfang März

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Großlogentreffen 2019 in Mannheim

Wasserturm in Mannheim Foto domeckopol / pixabay

Das Großlogentreffen 2019 findet vom 29. bis 31. Mai in Mannheim statt und steht unter dem Motto "Die Welt verändert sich dramatisch — und wir?" Viele Besucher werden erwartet.

Die Großlogentreffen finden alle zwei Jahre in unterschiedlichen Orten statt. Anders als die ebanfalls alle zwei Jahre stattfindenen Großlogentage sind sie keine vereinsrechtliche Zusammenkunft, sondern konzentrieren sich einerseits auf Vorträge und Diskussionen zu Themen der Freimaurerei sowie auf Geselligkeit.

Das inhaltliche Thema dieses Jahres orientiert sich an einem Ausspruch des italienischen Schriftstellers Giuseppe Tomasi de Lampedusa “Die Welt verändert sich dramatisch — und wir?” In Lampedusas einzigem Roman “Der Leopard” geht es um die Frage der Anpassung an geänderte Verhältnisse. Viele Logen beschäftigen sich mit dem Wandel der Gesellschaft und mit der Frage, wie Freimaurer damit umgehen, etliche Beiträge auch auf dieser Website und in der Zeitschrift “Humanität” spiegeln die Fragen wider. In Mannheim will man sich einen ganzen Tag damit beschäftigen und auf die eine oder andere Frage Antworten finden.

"Unser diesjähriger Gastgeber und Ausrichter, die Loge "Carl zur Eintracht", ist die älteste Freimaurerloge im Rhein-Neckar-Raum. Seit dem Jahr 1756 ist sie gesellschaftspolitisch nicht mehr aus Mannheim wegzudenken. Das ständige Angebot zwischen Tradition und Moderne, Besinnlichkeit und Geselligkeit sowie Kultur und tagesaktuellen Themen ist täglicher Anspruch an alle Brüder."

Ralph Meixner, Distriktmeister Baden-Württemberg

Für die große Zahl an erwarteten Brüdern, Damen und Gästen haben die Organisatoren ein anspruchsvolles Programm geschnürt. So ist beispielsweise für Damen und Gäste eine Führung durch die Kunsthalle Mannheim geplant, die bereits seit mehr als hundert Jahren das kulturelle Leben in Mannheim prägt. 1909 gegründet ist sie eine der ersten Bürgersammlungen der Moderne weltweit. Deutschlandweit zählt sie mit Werken von Édouard Mant bis Francis Bacon und einen Skulpturenschwerpunkt zu den angesehensten bürgerschaftlichen Sammlungen der deutschen und internationalen Moderne bis zur Gegenwart.

Das Technoseum in der Museumsstraße bietet Anschauungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens in Geschichte und Gegenwart. In dieser Technikatmophäre treffen sich die Teilnehmer des Großlogentreffens zu einem geselligen Beisammensein, die “Blue Note Jazz Company” begleitet die Veranstaltung mit einer Zusammenstellung von New Orleans Jazz bis zum eleganten Jazz der Swing-Zeit.

Während die Brüder Freimaurer sich im Tagungshotel mit den Zukunftsfragen ihres Bundes beschäftigen, können die Damen und Gäste bei einer Führung durch die verwinkelten Gassen die vielen Facetten der Heidelberger Altstadt kennenlernen und mit der Berbahn hinauf zum Schloss fahren.

Detaillierte Informationen liegen jeder Loge bereits vor oder können bei der Kanzlei der Großloge unter kanzlei@freimaurerei.de angefordert werden. Anmeldungen sind bitte an die Kanzlei zu richten.

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Grüße des Großmeisters zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel

In wenigen Tagen ist Weihnachten und der Beginn eines neuen Jahres steht bevor. Die Zeit des Jahreswechsels ist stets auch eine Zeit der Besinnlichkeit, des Innehaltens, des Rückbesinnens sowie der Konzentration auf künftige Aufgaben.

Wenn wir, somit jeder von uns, den Blick auf die vergangenen zwölf Monate richten, so können wir mit Stolz sagen, dass wir nicht nur unsere zahlreichen Aufgaben in gewohnt hoher Qualität bewältigt, sondern auch so manche zusätzliche Herausforderung gemeinsam in Angriff genommen, professionell vorangebracht und vielfach auch bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Dies alles bei einer oftmals hohen Belastung, die wir mit viel Energie, Engagement und Konzentration auf das Wesentliche auf uns genommen haben. Hierfür danke ich allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, herzlich.

Obwohl an dieser Stelle möglicherweise ein Rückblick erwartet wird lassen Sie uns nach vorne schauen, wenn auch viele Ereignisse des Jahres 2018 an dieser Stelle zu würdigen bzw. hervorzuheben wären.

In seinem viel beachteten Buch „Homo deus“ stellt Yuval Noah Harari unter anderem fest, „Algorithmus ist vermutlich der wichtigste Begriff in unserer Welt. Das ist deshalb von großer Bedeutung, … weil das 21. Jahrhundert von Algorithmen beherrscht werden wird.“ Diese These ist uns Freimaurern durchaus nicht neu. Schon 2015 widmeten wir das Großlogentreffen in Osnabrück dem Thema „Freimaurerei im Informationszeitalter – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Welt“.

Spätestens seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist klar: Die digitale Überwachung ist allgegenwärtig. Fest steht auch, dass die digitale Kommunikation mit enormer Geschwindigkeit die Welt verändert und zunehmend Einfluss auf unser Leben nimmt. Die globale Überwachung lässt Orwells »Big Brother« ziemlich klein wirken. In Osnabrück tauschten wir uns darüber aus, welche Konsequenzen diesbezüglich für uns, für die Freimaurerei zu erwarten sein werden und erörterten, wie mit diesen Instrumenten zum Wohle der Königlichen Kunst umzugehen ist. Das waren einige Eckpunkte unseres Diskurses in Osnabrück 2015.

Das Großlogentreffen 2019 in Mannheim wollen wir aus gutem Grund dem Thema „Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“ widmen. Dabei wollen wir uns nicht alleine auf die Digitalisierung beschränken. Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896 -1957) formulierte „Wenn wir wollen, das alles bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich verändert“ (Der Leopard. Übersetzung von Charlotte Birnbaum. 1. Kapitel (Fürst Salina zu Tancredi). Piper-Verlag, 1959. S. 32).

In Mannheim werden wir den Focus auf die sozialen und damit gesellschaftlichen Veränderungen sowie auf die Rolle des Einzelnen, die Funktion und Wirkung der Königlichen Kunst, des Humanismus und der Humanität in der Gesellschaft legen. Es freut mich besonders, dass wir für diese Themen hervorragende Referenten gewinnen konnten und dass wir uns einen ganzen Tag lang diesem spannenden Thema widmen können.

Großlogentreffen sollten grundsätzlich einen gewissen Kongresscharakter haben, bei denen Inhalte auf der Tagesordnung stehen und nicht Regularien. Unsere Großlogentreffen sollten frei von vereinsrechtlichen Vorgängen sein. Manchmal lässt sich dieses Prinzip leider nicht durchhalten. Wir haben es tatsächlich geschafft, alles Vereinsrechtliche für unser Großlogentreffen in Mannheim zu vermeiden. Es gibt keine Anträge, keine Wahlen. Am Donnerstagnachmittag findet die Tempelarbeit statt, der Freitag dient der Bearbeitung des Themas „Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“. Unser Großlogentreffen 2019 dient damit dem Diskurs, dem Gespräch, der Information, dem Austausch, der Meinungsbildung und nicht zuletzt der Geselligkeit. Dieses Großlogentreffen haben wir gezielt auf zwei Tage beschränkt, um so möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen. Über ein Wiedersehen freue ich mich.

Der Jahreswechsel ist auch die Zeit, Dank auszusprechen. So danke ich allen Brüdern in ihren Logen für ihr gutes Wirken und ihr Engagement, ich danke den Stuhlmeistern für die Fort- und Weiterentwicklung unserer Logen, ich danke den Arbeitskreisen, Ausschüssen, Gremien und Kollegien unserer Großloge für ihre Arbeitsergebnisse, ich danke den Großbeamten und Mitgliedern des Großlogenrates sowie den Mitgliedern des Vorstandes für ihre guten und zielführenden Beschlüsse auf solider Basis und ich danke unserer Kanzlei für die kontinuierliche Bearbeitung der Anfragen und Arbeitsaufträge aus der Bruderschaft und für ihre stete Unterstützung bei all meinen Aktivitäten. Und nicht zuletzt möchte ich mich auch bei der Leserschaft unserer Internetseite, unseres Newsletters und unserer Zeitschrift „Humanität“ für das Interesse an unserer Bruderschaft bedanken.

Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich ein frohes und stimmungsvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein privat wie beruflich erfolgreiches sowie friedvolles Jahr 2019. Dies verbinde ich mit der Hoffnung, dass auch Sie über die Feiertage Gelegenheit finden, abseits der Hektik des Alltags neue Kraft für das vor uns liegende Jahr mit all seinen vielfältigen Facetten und Herausforderungen zu schöpfen. Für 2019 wünsche ich Ihnen viele schöne Momente und spannende wie erfolgreiche Projekte.

Schließen möchte ich mit einem Zitat von Brad Paisley: „Morgen haben wir die erste leere Seite eines Buches mit 365 Seiten. Machen wir ein gutes Buch daraus.“

 

Stephan Roth-Kleyer
Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

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Flensburger Freimaurer laden zum Weihnachtsmarkt ein

Foto: Wolfilser / Adobe Stock

Zu zauberhafter Feuerzangenbowle, wohltuendem Glühwein und geselligem Beisammensein mit guten und entspannten Gesprächen bei weihnachtlicher Musik lädt der Förderverein "Flensburger Logenhaus" e. V. alle Brüder sowie ihre Familienangehörige, Gäste und an der Freimaurerei bzw. an einem geselligen Miteinander interessierte Menschen ein.

(Flensburg/ar) Die karitative Hütte wird am 20.12.2019 um 10 Uhr geöffnet. Sie schließt täglich um 22 Uhr. Am 23.12.19 schließt die Hütte letztmalig in diesem Jahr um 20 Uhr.

Unterstützt wird die Veranstaltung obödienzübergreifend und international von allen in Flensburg arbeitenden Logen, den dänischen Brüdern und den Förderern des Logenhauses zu Flensburg. Der Gesamterlös kommt dem Erhalt des Logenhauses zu Gute.

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