Ausverkauftes Haus bei Vox Jubalis

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Chor Vox Jubalis im Osnabrücker Lortzing- Haus

Wie auf dieser Seite angekündigt war der Chor “Vox Jubalis” am 14. Juni 2015 im Rahmen des “Jahreskonzert — Fest der Stimmen” zu Gast bei der Loge “Zum Goldenen Rade” im Osnabrücker Lortzing-Haus. Vor ausverkauftem Haus wusste der Chor sein Publikum zu begeistern.

“Vox Jubalis”, von Freimaurern gegründet, zunächst nur aus Logenbrüdern bestehend und anfangs vorwiegend Logenlieder singend, ist mittlerweile ein gemischter Chor mit einem umfangreichen Repertoire. So umfangreich, dass es für einen, die Pause eingeschlossenen, fast dreistündigen Konzertabend einschließlich der Zugaben und einschließlich einer kurzen Wartezeit für die Glocken der dem Lortzing-Haus benachbarten Katharinenkirche reichte.

Auf dem umfangreichen Programm standen Werke von Giacomo Carissimi, Spirituals wie “Nobody knows the trouble” und “Go down Moses”, das wenig bekannte Requiem von Andrew Lloyd Webber, “Die Meere” von Johannes Brahms, weiter Werke von Giacomo Puccini, Sergei Rachmaninow, Guiseppe Verdi, Franz Liszt, Giovanni Battista Pergelosi. Der zweite Teil begann mit mehreren afrikanischen Liedern der Zulu sowie dem bekannten “The lion sleeps tonight”, sehr zur Erheiterung des Publikums unterhaltsam präsentiert. Klassischer ging es weiter mit Stücken von Guiseppe Verdi, Franz Lehar, Ernesto Lecuona, Augustin Lara, dem “Gefangenenchor aus Verdis “Nabucco”, abgeschlossen wurde mit der Ode “An die Freude” von Ludwig van Beethoven.

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Berücksichtigt man, dass es sich um einen Laienchor handelt, der — trotz aller Unterstützung der Herforder Loge “Zur roten Erde” — nur sporadisch in voller Besetzung üben kann, kann man dem Initiator und Chorleiter Jordan Hristoskov nur ein großes Lob aussprechen. Und auch wenn die Stärke der Chorgesang ist, so wussten doch auch die Solisten über weite Strecken zu überzeugen.

Sämtliche Darbietungen wurden mit viel, teilweise stürmischem, Applaus belohnt. Mit viel Beifall wurden zwei Zugaben gefordert, und es wäre vermutlich noch zu einer dritten gekommen, wenn nicht der Meister vom Stuhl, Ludger Steinkamp, den Abend charmant und humorvoll mit den Worten beendet hätte, auch das schönste Konzert fände einmal ein Ende, und überdies gäbe es heute noch einen weiteren Termin: den Tatort in sechs Minuten.

Der Osnabrücker Loge darf man bescheinigen, mit diesem “Jahreskonzert” ein echtes “Fest der Stimmen” veranstaltet zu haben, wie es der Titel versprochen hat.