300 Jahre moderne Freimaurerei

"Freemasons Hall" in London (Foto: fotolia)

Vor 300 Jahren fand etwas statt, das wir heute verstehen könnten als einen Zusammenschluss von vier schon existierenden Logen zu einer öffentlichkeitswirksamen Institution, die mit der Gründung einer „Großloge“ sich auch das Recht aneignete, allen anderen in England und Schottland noch im Verborgenen arbeitenden Logen ein verbindliches Regelwerk zu geben und damit sicherzustellen, dass die Ideale der schon bestehenden Freimaurerei korrekt und regelgerecht weitergegeben würden.

Da könnte man die Frage stellen: „Warum feiern deutsche Logen und deutsche Großlogen ein Ereignis, das doch zuallererst die Brüder in England interessieren sollte, warum feiern wir nicht zum Beispiel die Gründung der ersten deutschen Loge im Jahre 1737 in Hamburg?“ – Nun, die Begründung liegt darin, dass mit diesem Datum im Jahre 1717 die Freimaurer weltweit auf ein Ereignis blicken, das wie ein „Leuchtfeuer“ oder „Richtfeuer“ auf sie wirkt. Dieses Datum und dieses Ereignis können aber nur stellvertretend betrachtet werden als Möglichkeit, der Freimaurerei so etwas wie eine geschichtliche Verankerung zu geben.

Trotz aller Bemühungen ist es Historikern und freimaurerischen Forschern bis heute nicht gelungen, so etwas wie ein Gründungsdatum der Freimaurerei zu finden und sozusagen „dingfest“ zu machen. Dokumente belegen, dass lange vor 1717 Männer in den Bund der Freimaurer aufgenommen wurden. Man könnte, dass der Bund der Freimaurer vor langer Zeit als ein Schutzbund fungiert hat, der Männern, die zum Beispiel mit den Lehren der Kirche nicht einverstanden waren, tätige Hilfe und Unterschlupf gewährte.

Das würde zumindest erklären, warum die Brüder damals mit ihrem öffentlichen Auftreten warteten, bis sie sicher sein konnten, nicht mehr von Staats wegen verfolgt zu werden. Das war der Fall, nachdem als Folge der sogenannten „Glorreichen Revolution“ in England 1668 so etwas ähnliches wie Religionsfreiheit beschlossen wurde. Man kann diesen Männern auch nicht verdenken, dass sie noch etwa 50 Jahre ins Land gehen ließen, bevor sie sich an die Öffentlichkeit wagten.

Viel weiter verbreitet ist allerdings die Vorstellung, dass die Freimaurerlogen sich aus den Werkmaurer-Logen der Steinmetzen entwickelt haben, die am Bau der Kathedralen beteiligt waren und ihr Wissen gerne in ihren Bauhütten bewahrt wissen wollten und deshalb gezwungen waren, abgeschottet von möglichen Spionen zu agieren. Aus diesen Bauhütten sollen im Laufe der Zeit, nach dem Abklingen der Kathedralen-Bautätigkeit, sogenannte „spekulative Bauhütten“ entstanden sein, in denen frei und offen über alles gesprochen werden konnte und die deshalb frei denkende Interessenten aus dem Adel, der Geistlichkeit und dem Bildungsbürgertum anzogen, sie aufnahmen und sich letztlich allmählich zu dem wandelten, was wir heute Freimaurerlogen nennen.

Sicherlich hat sich im Laufe der Zeit vieles in der Freimaurerei verändert, geblieben ist das weltweit für alle Brüder wichtige und gültige Symbol der „Weltbruderkette“, wie sie sich in jedem Logenhaus und in jedem offiziellen Siegel der internationalen Freimaurerei symbolisch angedeutet findet. Sie soll als sichtbarer Beleg dafür dienen, dass die Freimaurerei in der Tat sich als einen weltumspannenden Bruderbund mit ebenso weltumspannenden Idealen versteht.

Diese Ideale sind treffend zusammengefasst vom Großmeister der Großloge der Alten Freien und angenommenen Maurer von Deutschland, unseres Bruders Stephan Roth-Kleyer:

„Die Freimaurerei ist eine weltweite Bewegung in allen demokratischen Gesellschaften. Unsere humanitäre Freimaurerei versteht sich als Einheit von tragender Idee, verbindender Gemeinschaft und symbolischer Ausdruckskraft. Sie definiert sich nicht nur über Menschen hoher politischer, gesellschaftlicher, künstlerischer und wissenschaftlicher Bedeutung. Freimaurerei macht vor allem aus, dass sie als Baustelle der Persönlichkeitsbildung das lebt und umsetzt, was unter anderem als Zweck und Aufgabe einer Loge benannt ist: Männer zusammenzuführen, die sich ansonsten im Leben nicht begegnet wären. Die Antwort lautet auch sehr kurz gefasst: Freimaurerei ist ethische, ist soziale, ist integrative Praxis, nicht Theorie.“

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Schon wieder Zauberflöte? Aber ja: und lesenswert!

Ekhart Wycik,

Schon wieder ein Buch über die Zauberflöte, die beliebte Oper von Mozart und Schikaneder? Ja, warum denn nicht? Diese Oper ist unergründlich vielschichtig, und wenn jemand sie gleichermaßen kenntnisreich wie unterhaltsam präsentiert und dabei auch noch neue Blickwinkel erlaubt? Dann hat es seine Berechtigung.

Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, das geben sogar Mozart-Kritiker zu, ist genial. Vielleicht manchmal etwas zuckersüß, ein bisschen viel Entlehnungen aus dem Volksliedgut. Und das Libretto von Schikaneder? Gilt gerne als vollkommener Müll, von Mozarts grandiosen Einfällen gerade mal so zusammengehalten. Freimaurer wissen, dass das Libretto weit mehr ist und reklamieren die Zauberflöte als Freimaureroper. Nichts von alledem lässt der Autor Ekhart Wycik so gelten. Jedenfalls nicht einfach so. Und erklärt deshalb erst einmal dem geneigten Leser, was Freimaurerei ist und wie man sie im Zusammenhang mit der Zauberflöte, insbesondere der Geschichte des Entstehens, verstehen muss, um einen tieferen Zugang zu finden.

Zum Entstehen der Oper gehört aber auch das Ansinnen der beiden Schöpfer der Zauberflöte. Den Schwärmern gilt bis heute die Vorstellung, dass diese Oper nur in dem unbedingten Willen entstanden sei, dem Volke etwas zur Unterhaltung und den Wissenden zur Erbauung zu liefern, die Weltgeschichte zu beinflussen und die Menschheit mit Tugenden zu versorgen. Davon mag etwas mitgeschwungen sein, aber zunächst einmal waren beide, insbesondere Schikaneder wird es nachgesagt, Entertainer des damaligen Kulturbetriebes, die das Theater an der Wieden ebenso füllen wollten wie ihre Kassen. Das ist nicht unredlich, und vielleicht ist es einer der wichtigen Gründe der ungebrochenen Beliebtheit dieses Opernwerkes.

Ich empfehle dir Bey deiner arbeit nicht einzig und allein für das musikalische, sondern auch für das ohnmusikalische Publikum zu denken ... Vergiss also das so genannte populare nicht, das auch die langen Ohren kitzelt.

Leopold Mozart 1780

Schikaneders Libretto als Schund oder Machwerk abzutun, wie dies in der Vergangenheit oft geschah, ist sicherlich falsch. Zweifellos hat Emanuel Schikaneder gut geklaut, und zweifellos hat er für sein Publikum geschrieben, aber schon mehrere verständige Historiker haben auf verschiedene Ebenen in seinem Werk hingewiesen, die interessante Deutungen erlauben. Wycik geht darauf nicht weiter ein, sondern verteidigt das Libretto in erster Linie als gute Theaterkunst, die mit lyrischer Dichtung schon aus ihrer Funktion heraus nicht zu messen ist. “Operntexte sind Gebrauchsware!”, verteidigt er das Libretto und weist letztlich darauf hin, dass eines dem Librettisten Recht gibt und den Kritikern Unrecht: der bis heute anhaltende Erfolg.

Und so geht es weiter in dem wissens- und facettenreichen und gleichzeitig äußerst unterhaltsamen Buch von Ekhart Wycik: Er bricht mit der Bruchtheorie der Zauberflöte, begeistert sich an den fantastischen musikalischen Einfällen des Komponisten und bringt eine Fülle von Erklärungen zur Musiktheorie, zur Entstehungsgeschichte, zum berühmten Wiener Vorstadttehater “An der Wieden”, über die Zeit der Aufklärung, über Symbole und zahllose Fakten, die zum wirklichen Verstehen der Oper wichtig sind.

Die Zauberflöte – ein Machwerk? Das wird dieser kunstreich gearbeiteten Oper nun wirklich nicht gerecht. Wer es sich bei einem so komplexen Werk so einfach macht, hat sich selbst und nicht der Oper das Urteil gesprochen.

Ekhart Wycik

Ekhart Wycik scheint es gelungen zu sein, das Unmögliche möglich zu machen: Als international arbeitender Dirigent, als Musiker und als Mensch hat er sich akribisch und umfänglich mit der sogenannten Freimaureroper auseinandergesetzt. Und es ist ihm gelungen, im Sinne von Mozart und Schikaneder die Zauberflöte dem Einsteiger zu erläutern und schmackhaft zu machen, dem sich schon wissend Wähnenden gleichermaßen noch weitere Versatzstücke an Denkansätzen zu liefern oder alte Fehler zu korrigieren. Spannend, sachkundig, und augenzwinkernd bringt er Leserinnen und Lesern ein Stück europäischer (und freimaurerischer?) Musikgeschichte näher – auch denen, die sich sonst weniger mit klassischer Musik beschäftigen.

Ja, noch ein weiteres Buch in der schier unendlichen Flut von Werken über die berühmteste Oper, die bis heute auch die erfolgreichste und beliebteste ist. Dieses Buch erklärt erfreulich leicht lesbar, warum es so ist.

Ekhart Wycik, “Zauberflöte”, mit Illustrationen von Cornelius Rinne, Salier-Verlag, ISBN: 978-3-943539-61-5, Hardcover, 180 Seiten, Format: 22 x 23,5 cm, Preis: 24,00 EUR
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Lustspiel über Freimaurer neu aufgelegt

Lustspiel in drei Aufzügen von Friedrich Ludwig Schröder

Lustspiel in drei Aufzügen von Friedrich Ludwig Schröder

Friedrich Ludwig Schröder war ein bedeutender Theatermann und Freimaurer des 18. Jahrhunderts. Bis heute verdankt ihm die Freimaurerei viele Einflüsse. Im Jahr 1784 schrieb er ein Lustspiel mit dem Titel die “Die Freimaurer”, das nun von Jens Oberheide überarbeitet und kommentiert wurde.

Dieses Lustspiel wurde am Wiener Burgtheater aufgeführt und war sehr erfolgreich. Zur Premiere kamen mehr als 1.000 Zuschauer, das Stück musste zehn Mal wiederholt werden. Dieser große Erfolg ist wohl weniger auf die Qualität des Stückes zurückzuführen, sondern mehr auf die Neugier des Publikums. Der Widerspruch aus Neugierde und Verschwiegenheit ist es auch, was den Kern dieses dennch unterhaltsamen Stückes ausmacht.

Jens Oberheide kommt das Verdienst zu, dieses Werk in einer kommentierten und sprachlich überarbeiteten Fassung neu aufgelegt zu haben. Es erzählt von dem Wunsche mehrerer Männer, aus unterschiedlichen Gründen dem Freimaurerbund anzugehören, teils aus innerer Berufung, teils aus Geltungssuch und um die Neugier der Angebeteten zu befriedigen, die auf diesem Wege endlich das Geheimnis der Freimaurer zu entdecken glauben. Die Damen sind neugierig, die Geltungssüchtigen erfolglos, die Feinde der Freimaurer feige, die Männer reinen Herzens standhaft und auch in amouröser Hinsicht siegreich. Die Geschichte ist einfach, das Ende vorhersehbar.

Es jedoch für ein minder wertvolles Stück aus der Feder Schröders zu halten, wäre zu kurz gegriffen. Man muss sich die Theaterlandschaft des 18. Jahrhunderts vor Augen führen, in der Theater weit weniger Kunstbetrieb als heute war, sondern der Unterhaltung und der Kommunikation diente und von allen Schichten der Gesellschaft besucht wurde. Hieran wird Schröder, der Reformer des Theaters wie der Freimaurer, gedacht und das Stück entsprechend geschrieben haben. Der vorgenannte Erfolg gibt ihm recht.

Insofern ist die verdienstvolle Neuauflage ein Stück Zeitgeschichte. Für Freunde der blumigeren Sprache klassischer Werke ist durch die aus Sicht des Herausgebers notwendige Überarbeitung “nach aktuellen Sprachverständnis” vielleicht etwas verloren gegangen, möglicherweise ist diese Bearbeitung zum besseren Verständnis tatsächlich notwendig. Als ein kurzweiliger Blick in die Welt Friedrich Ludwig Schröders ist dieses Buch durchaus empfehlenswert, für Schröder-Fans beinahe ein Muss. Vor der kurzweiligen Lektüre empfiehlt sich dem Schröder-Laien zum besseren Verständnis das Lesen des Nachwortes aus der Feder von Jens Oberheide.

Friedrich Ludwig Schröder, “Die Freimaurer — Ein Lustspiel in drei Aufzügen”. Herausgegeben, bearbeitet und mit einem Nachwort versehen von Jens Oberheide. Erschienen im Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-66-0, 60 Seiten, Broschur, 9,00 €

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Ausstellung “Freimaurer in der Karikatur” in Nienburg/Weser

Ohne Titel, Jiri Silva

Ohne Titel, Jiri Silva

Im Rahmen ihrer 200-Jahr-Feier hatten die Nienburger Freimaurer einmal mehr zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Am vergangenen Donnerstag, den 01.Oktober 2015 um 19:00 Uhr wurde mit einer Vernissage im Nienburger Quaet-Faslem-Haus die Ausstellung „Freimaurerei in der Karikatur“ eröffnet.

Der Vorsitzende des Museumsvereins Nienburg, Heinrich Sieling, begrüßte die zahlreichen Gäste ebenso wie der Meister vom Stuhl der Nienburger Freimaurerloge, Dr. med. Wilhelm Cohrs. Letzterer freute sich sehr, dass die Ausstellung in der Leinstraße 4 stattfindet, war doch der Erbauer des Hauses, Emanuel Bruno Quaet-Faslem, selbst überzeugter Freimaurer und Mitglied der Nienburger Freimaurerloge „Georg zum silbernen Einhorn“.

Freimaurer gelten allgemein als besonders verschwiegen, doch ganz ohne öffentliche Beachtung halten es die Logenbrüder offensichtlich auch nicht aus. Das kann man u.a. an der Vielzahl der Webseiten und der zunehmenden Pressearbeit erkennen. Michael Rother, Kurator dieser besonderen Ausstellung und selbst bekennender Freimaurer seit 30 Jahren, sagte in seiner Ansprache: „Freimaurerei ist an sich nicht komisch. Grundsätzlich kann sich aber ein Cartoon über alles im Leben lustig machen.“

Auf Rothers Initiative hin wurden durch den freimaurerischen Künstlerverein PEGASUS 90 bekannte deutsche Karikaturisten angesprochen von denen 54 – darunter auch Freimaurer – ihre Bilder mit Motiven über die sogenannte Königliche Kunst geliefert haben. Das Ergebnis ist einmalig vielfältig, bunt und ungewohnt heiter, erwartet man doch eher dunkle und geheimnisvolle Bildinterpretationen zum Thema Freimaurerei. Mal schlicht, mal knallig bunt, auch kindlich-komisch interpretieren die Künstler auf ihre ganz eigene Art das gestellte Thema.

Auch die Frauen werden in einigen Darstellungen in diesen verschworenen Männerbund einbezogen. Gut so, denn es gibt mittlerweile mehrere Frauenlogen in Deutschland.

Den Betrachter erwarten mit über 70 Exponaten die unterschiedlichsten Motive, die allesamt (fast) selbsterklärend sind. Auch 3 Einmachgläser kommen zum „Einsatz“. „Und sollten Sie sich jetzt fragen,“ so Rother, „lohnt sich das eigentlich? Sind Karikaturen überhaupt Kunst? Dann versichere ich Ihnen: aber klar! Der Unterschied ist ganz einfach: Der bildende Künstler schneidet gelegentlich ein Ohr ab. Der Karikaturist nicht“.

In der Ausstellung präsentieren sich eine ganze Reihe auch sehr bekannter Künstlerinnen und Künstler auf dieser Premiere für Nienburg.

Die Ausstellung ist bis zum 29.11.2015 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums im Quaet-Faslem-Haus zu sehen.

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Ausverkauftes Haus bei Vox Jubalis

Chor Vox Jubalis im Osnabrücker Lortzing- Haus

Wie auf dieser Seite angekündigt war der Chor “Vox Jubalis” am 14. Juni 2015 im Rahmen des “Jahreskonzert — Fest der Stimmen” zu Gast bei der Loge “Zum Goldenen Rade” im Osnabrücker Lortzing-Haus. Vor ausverkauftem Haus wusste der Chor sein Publikum zu begeistern.

“Vox Jubalis”, von Freimaurern gegründet, zunächst nur aus Logenbrüdern bestehend und anfangs vorwiegend Logenlieder singend, ist mittlerweile ein gemischter Chor mit einem umfangreichen Repertoire. So umfangreich, dass es für einen, die Pause eingeschlossenen, fast dreistündigen Konzertabend einschließlich der Zugaben und einschließlich einer kurzen Wartezeit für die Glocken der dem Lortzing-Haus benachbarten Katharinenkirche reichte.

Auf dem umfangreichen Programm standen Werke von Giacomo Carissimi, Spirituals wie “Nobody knows the trouble” und “Go down Moses”, das wenig bekannte Requiem von Andrew Lloyd Webber, “Die Meere” von Johannes Brahms, weiter Werke von Giacomo Puccini, Sergei Rachmaninow, Guiseppe Verdi, Franz Liszt, Giovanni Battista Pergelosi. Der zweite Teil begann mit mehreren afrikanischen Liedern der Zulu sowie dem bekannten “The lion sleeps tonight”, sehr zur Erheiterung des Publikums unterhaltsam präsentiert. Klassischer ging es weiter mit Stücken von Guiseppe Verdi, Franz Lehar, Ernesto Lecuona, Augustin Lara, dem “Gefangenenchor aus Verdis “Nabucco”, abgeschlossen wurde mit der Ode “An die Freude” von Ludwig van Beethoven.

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Berücksichtigt man, dass es sich um einen Laienchor handelt, der — trotz aller Unterstützung der Herforder Loge “Zur roten Erde” — nur sporadisch in voller Besetzung üben kann, kann man dem Initiator und Chorleiter Jordan Hristoskov nur ein großes Lob aussprechen. Und auch wenn die Stärke der Chorgesang ist, so wussten doch auch die Solisten über weite Strecken zu überzeugen.

Sämtliche Darbietungen wurden mit viel, teilweise stürmischem, Applaus belohnt. Mit viel Beifall wurden zwei Zugaben gefordert, und es wäre vermutlich noch zu einer dritten gekommen, wenn nicht der Meister vom Stuhl, Ludger Steinkamp, den Abend charmant und humorvoll mit den Worten beendet hätte, auch das schönste Konzert fände einmal ein Ende, und überdies gäbe es heute noch einen weiteren Termin: den Tatort in sechs Minuten.

Der Osnabrücker Loge darf man bescheinigen, mit diesem “Jahreskonzert” ein echtes “Fest der Stimmen” veranstaltet zu haben, wie es der Titel versprochen hat.

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