Meinungen achten und Brücken bauen

Grußadresse des Großmeisters zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel

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„Wer wird Weihnachten recht feiern? Wer alle Gewalt, alle Ehre, alles Ansehen, alle Eitelkeit, allen Hochmut, alle Eigenwilligkeit endlich niederlegt an der Krippe.“

Dietrich Bonhoeffer, evangelischer Theologe, *4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg

Am kommenden Sonntag ist bereits der 3. Advent und es sind nur noch wenige Tage zum Jahreswechsel. Es ist die Zeit, in der man innehalten will, das vergangene Jahr Revue passieren lässt und dem kommenden Jahr vielleicht nachdenklich, vor allem aber hoffnungsfroh entgegensieht.

Ein wichtiges Ereignis 2019 war das 70. Jubiläum unserer Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. Am 19. Juni 1949 wurde in der Geburtsstadt unseres Bruders Johann Wolfgang v. Goethe in der Paulskirche zu Frankfurt am Main unsere Großloge gegründet. Die damals formulierten „freimaurerischen Grundsätze“ sind noch immer richtungweisend und wesentlicher Teil der “Freimaurerischen Ordnung”.

Artikel 2 unserer freimaurerischen Grundsätze formuliert wie folgt: „In den Mitgliedslogen der Großloge arbeiten Freimaurer, die in bruderschaftlichen Formen und durch überkommene rituelle Handlungen menschliche Vervollkommnung erstreben. In Achtung vor der Würde jedes Menschen treten sie ein für die freie Entfaltung der Persönlichkeit und für Brüderlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft und Erziehung hierzu. Glaubens-, Gewissen- und Denkfreiheit sind den Freimaurern höchstes Gut. Freie Meinungsäußerung im Rahmen der Freimaurerischen Ordnung ist Voraussetzung freimaurerischer Arbeit.“

Für das zurückliegende Jahr sind zunehmende Beschimpfungen und Gewalt, so zum Beispiel gegen Migranten, gegen Juden, gegen Rettungshelfer und Ordnungskräfte, gegen Journalisten und Politiker, in Einzelfällen bis hin zum Mord, Hasskommentare im Internet sowie die Verrohung der Sprache als Bestandteil der politischen Auseinandersetzung festzustellen. Einem für eine demokratische Weiterentwicklung wünschenswerten und unerlässlichem gesellschaftlichem Zusammenhalt sind diese Tendenzen nicht förderlich.

Für uns Freimaurer ist der oben zitierte Artikel 2 unserer Verfassung der Auftrag, Zivilcourage zu zeigen und Brücken zu bauen. Es gilt, unsere elementaren humanistischen Tugenden wie Humanität, Solidarität, Toleranz, Vertrauen, Kooperationsbereitschaft, Mut zum Widerspruch, bis hin zum einfachen Zuhören können alltäglich zu leben, um zumindest in unserem Umfeld den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Die Jahreswende ist allerdings auch die Zeit, Dank auszusprechen. So danke ich allen Brüdern in ihren Logen für ihr gutes Wirken und ihr Engagement, ich danke den Stuhlmeistern für die Fort- und Weiterentwicklung unserer Logen, ich danke den Arbeitskreisen, Ausschüssen, Gremien und Kollegien unserer Großloge für ihre Arbeitsergebnisse, ich danke den Großbeamten und Mitgliedern des Großlogenrates sowie den Mitgliedern des Vorstandes für ihre guten und zielführenden Beschlüsse auf solider Basis und ich danke unserer Kanzlei für die kontinuierliche Bearbeitung der Anfragen und Arbeitsaufträge aus der Bruderschaft und für ihre stete Unterstützung bei all meinen Aktivitäten. Nicht zuletzt möchte ich mich auch bei der Leserschaft unseres Newsletters für das Interesse an unserer Bruderschaft bedanken.

Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich eine frohe und stimmungsvolle Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein privat wie beruflich erfolgreiches sowie friedvolles Jahr 2020. Dies verbinde ich mit der Hoffnung, dass auch Sie über die Feiertage Gelegenheit finden, abseits der Hektik des Alltags neue Kraft für das vor uns liegende Jahr mit all seinen vielfältigen Facetten und Herausforderungen zu schöpfen. 

Stephan Roth-Kleyer

Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

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Freimaurerei ist für Menschen da

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Wie sich aus den Menschenrechten und -pflichten eine Zukunftsperspektive für unseren Bruderbund ableitet.

Von Sylvio J. Godon

Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von den Vereinten Nationen proklamiert, als direkte Reaktion auf die schrecklichen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Ihre Vorläufer sind die amerikanische Unabhängigkeitserklärung sowie die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Nationalversammlung vom 26. August 1789. Unter den Verfassern befanden sich zahlreiche Brüder Freimaurer. Und: Vor 22 Jahren wurde die „Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten“ verfasst.

Freimaurerei sollte sich immer wieder erkennbar in die Tradition beider Erklärungen stellen und dazu positionieren, wenn Menschrechte verletzt oder Menschenpflichten versäumt werden. Als Lebensschule kann sie weltweit für alle Menschen da sein. Gelingt ihr das, hat sie eine Zukunftsperspektive, leistet sie einen Beitrag zu dauerhaftem Frieden und zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Das Zitat aus Artikel 1 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ vom 10. Dezember 1948 dürfte jedem von uns hinlänglich bekannt sein. Leider verhallen diese und die Sätze der 29 folgenden Artikel der Menschrechtscharta der Vereinten Nationen in unserer bewegten Zeit immer wieder.

Weniger präsent sind uns die beiden anderen Zitate der Artikel 1 und 7 aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten“. Ich bin sehr froh, dass es sie gibt. Menschenpflichten! Als Zusatz, als Ergänzung, Erweiterung oder, wie wir in Wikipedia lesen können, als Gegengewicht zu den Menschenrechten.

Wobei ich diese Pflichten nicht als Gegengewicht empfinde. Rechte und Pflichten gehören meiner Ansicht nach zusammen. Unzertrennlich. Wer auf seinem Recht besteht, hat auch die Pflicht, es zu wahren und es seinem Nächsten zuzugestehen.
Anders als die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten“ kein offizielles Dokument der Vereinten Nationen. Sie wurde 1997 vom InterAction Council (IAC) der Öffentlichkeit übergeben.
Das IAC wurde 1983 vom inzwischen verstorbenen japanischen Premierminister Takeo Fukuda gegründet, als lose Verbindung früherer Staats- und Regierungschefs. Nach Angaben von Loki Schmidt war der deutsche Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt an der Idee und der Planung beteiligt.

Die Freimaurerei beschneidet sich in ihrer Wirkkraft

Wir erinnern uns: Helmut Schmidt war nicht nur Staatsmann, er war auch derjenige, der uns Freimaurern vor geraumer Zeit diese Worte ans Herz legte: „Wenn ich es richtig verstehe, so stellen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität die Grundideale der Freimaurerei dar. Diese Grundwerte sind notwendig. Ohne sie kann Europa nicht wirklich zusammenhalten.”

Ich würde das ergänzen: Ohne sie kann die Welt nicht zusammenhalten. Schmidt sagte dies anlässlich der Verleihung des Gustav-Stresemann-Preises im Januar 2015. Unsere Großloge vergab diesen Preis verbunden mit einer Medaille erstmals und würdigte damit die Lebensleistung des früheren Kanzlers.

Schmidt sagte aus diesem Anlass auch:

„Freimaurerei hat prinzipiell keinen Unterschied gemacht hinsichtlich der Nationalität oder der Hautfarbe. Wohl aber hat sie sich durch eine weit ausgedehnte Geheimhaltung ihrer Aktivitäten selbst in ihrer Reichweite eingegrenzt. Ich habe deshalb vor eineinhalb Jahrzehnten schon einmal an die Freimaurer appelliert, ihre begrüßenswerten Gründungen, ihre Spenden, ihre Aktivitäten öffentlich zu machen.“

Der Kanzler spricht hier von einer Freimaurerei, die sich durch Schweigen und Geheimhalten selbst in Wirkung und Reichweite eingrenzt. Seine Worte bergen Zündstoff. Kaum etwas taugt mehr dazu, die Bruderschaft in Wallung zu bringen, als die Frage, wie das, was die Freimaurerei an Gutem tut, nach außen zu kommunizieren wäre. In den vergangenen 30 Jahren ist von der Großloge allerdings sehr viel zur Öffnung unternommen worden, um gegenüber der Öffentlichkeit transparenter zu werden.

Ich würde noch weiter gehen als Helmut Schmidt, der uns den Spiegel vorgehalten hat. Die Freimaurerei hat sich nicht allein durch Geheimhalten ihrer Aktivitäten in ihrer Reichweite und Wirkkraft selbst begrenzt. Auch anderweitig ist es ihr „gelungen“, sich selbst zu beschneiden. Sie hat den ihr in die Wiege gelegten globalen Anspruch in zweifacher Hinsicht vernachlässigt.

Freimaurerei als weltweites Angebot wahrnehmen

Als globale Lebensschule für alle Menschen, gerichtet in alle Länder und in alle Nationen der Welt, hat Freimaurerei es zum einen bisher versäumt, als solche weltweit erkennbar aufzutreten. In der Freimaurerei, vor allem in ihren weiterführenden Graden, gibt es nicht gerade wenige landes-, europa- und weltweite Treffen oder Konferenzen. Aber wer erfährt davon? In der Regel der Bruderkreis. Das ist schön und gut. Aber reicht das heute wirklich noch aus?
Wenn ich ein weltweites Angebot für Menschen habe, eine humanitäre Bewegung global initiieren oder befördern will, dann muss das auch entsprechend kommuniziert werden. Allen Verschwörungstheorien über eine angeblich durch die Freimaurerei angestrebte Weltregierung zum Trotz. Es kommt eben darauf an, wie ich die Freimaurerei als globale Lebensschule, als weltweites Angebot für Menschen kommuniziere. Dies dürfte jedoch kein Problem darstellen, denn in unseren Reihen gibt es genügend Brüder, die sich damit auskennen.

Freimaurerei strebt Weltherrschaft oder eine Weltregierung nicht an. Sie strebt danach, dass Menschen einander im Geist der Menschlichkeit frei, offenen Herzens und ohne Vorbehalte begegnen können und sollen, schwesterlich und brüderlich.

Ja, sie möchte, dass die Welt menschlicher wird und die Menschen dadurch besser, friedvoller und toleranter miteinander umgehen, respektvoller und füreinander interessierter. Ja, sie möchte, dass es uns Menschen gelingt, mehr Kraft für die Bewahrung unserer Erde aufzuwenden, indem wir die weltanschaulichen und religiösen Gegensätze zwischen uns zu überwinden suchen und uns auf das uns allen Gemeinsame, das Menschsein, konzentrieren. Ja, sie möchte, dass Menschen fähiger werden, sich stärker mit sich selbst, mit ihren Schicksalen, mit ihrer Zukunft zu beschäftigen, als damit, einander Schaden zuzufügen, die gemeinschaftlichen Ressourcen auszubeuten und damit die Natur und ihre eigene Lebensgrundlage zu zerstören. Nein, sie hat nicht vor, die Menschheit unter ihre Fuchtel zu bekommen und alle Menschen in einer Weltdiktatur gleichzuschalten, aber sie will die Menschheit zur Menschlichkeit und menschlichem Umgang wachrufen. Nein, sie will nicht das Ende der Religionen herbeiführen und auch nicht deren Vielfalt abschaffen, aber das Zeitalter der unabdinglichen religiösen Toleranz einläuten. Nein, ihr Ziel ist es nicht, Relativität und Relativismus in allem und von allem zu mehren, ihr Ziel ist es, das Menschsein und die Menschlichkeit in allem und von allem zu fördern.

Wenn es tatsächlich einmal so etwas wie eine Weltregierung in freimaurerischem Geist geben sollte, sie wirklich der Humanität diente, sich mit ihr Hunger, Not und Krankheit auf der Erde beseitigen ließen und sie uns vor den gegenwärtigen Bestrebungen bewahren könnte, die Grenzen zwischen Menschen und digitalen Maschinen aufzuheben, wäre sie dann so schlecht, wie Verschwörungstheorien uns das nahelegen wollen?

Freimaurerei geht alle Menschen an

Als globale Lebensschule hat Freimaurerei es zum anderen vernachlässigt, hervorzuheben und zu betonen, dass sie ihrem Wesen und ihrer Natur nach ein Angebot darstellt, das sich zuallererst an Menschen wendet, an Männer wie Frauen, nicht an Geschlechter. Dadurch ist der Eindruck entstanden – und er besteht vielerorts immer noch –, Freimaurerei sei nur etwas für Männer. Schlimmer noch: Freimaurerei sei antiquiert, machoistisch, altbacken, frauenfeindlich. Was sie aber partout nicht ist und auch nicht sein will. Freimaurerei, zwar auf das vorwiegend von Männern geprägte Zunftwesen zurückzuführen, ist aus ihrem Entstehen, ihren Statuten und Lehren heraus eine auf den Menschen, nicht auf die Geschlechter zielende Lehre.

An der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 haben acht Männer und Frauen aus Australien, Chile, China, Frankreich, dem Libanon, der Sowjetunion, Großbritannien und den Vereinigten Staaten zwei Jahre gearbeitet, und Eleanor Roosevelt, Vorsitzende der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen, eine Frau, hat sie verkündet.

Nirgendwo in den Vorläufern der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ ist die Rede von Männern. Immer wird von Menschen, manchmal auch Bürgern, gesprochen, in der „Virginia Declaration of Rights“ von 1776, in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten aus demselben Jahr, in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Nationalversammlung von 1789. Auch die „Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten“ spricht von Menschen und Personen, nicht von Männern und Frauen.

Die Freimaurerei steht in der Tradition der Menschenrechte, nicht der alleinigen Männerrechte oder Frauenrechte. Ebenso in der Tradition der Menschenpflichten. Niemand, der Freimaurerei wirklich verstanden hat, kann allen Ernstes sagen, Freimaurerei richte sich nur an Männer. Freimaurerei geht den Menschen an, nicht das Geschlecht. Sie ist für den Menschen da.

Ziele und Zwecke der Bruderschaft nach außen kommunizieren

Die Begrenzung in Wirkung und Reichweite, die sich die Freimaurerei selbst auferlegt hat, besteht also nicht nur in Bezug auf das Geheimhalten ihrer Aktivitäten und den Umgang mit der Öffentlichkeit. Auch ein fehlendes weltweit sichtbares Bekenntnis, von Beginn an in der Tradition der Menschenrechte und inzwischen auch in der der Menschenpflichten zu stehen, das fehlende Hervorheben, eine globale Bewegung mit Jahrhunderte alter Menschenrechtstradition zu sein, beschränkt die Freimaurerei hinsichtlich ihrer Reichweite und Wirksamkeit überdeutlich und zu Unrecht.

Was also sollte Freimaurerei unternehmen, um überhaupt eine Zukunftsperspektive zu haben?

Sie sollte erstens für sich selbst ein entspanntes Verhältnis zur Geheimhaltung ihrer Aktivitäten und zum Arkanum gewinnen. Letzteres kann nicht preisgegeben werden, soviel man auch darüber sagen, debattieren oder schreiben mag. Es kann nur erlebt werden. Das wird immer so sein.

Noch weiter als bisher gehende Kommunikation der Ziele, Zwecke und Wirkweise der Freimaurerei ist das Gebot der Stunde, in allen Medien, auch in den sozialen, in denen sie nur rudimentär vertreten ist, und zwar auf der gesamten Breite und Palette der mittlerweile vorhandenen digitalen Möglichkeiten und Kanäle. Über die aufklärerische Tradition, die humanistische Lehre und das Gute, das Humanitäre zu sprechen, das der Freimaurerei innewohnt, ist nicht verwerflich. Es verrät kein Geheimnis. Es nimmt Einzuweihenden nicht einen Deut vom Erlebnis.

Freimaurerei sollte sich zweitens ganz bewusst und freien Mutes, sichtbar und dauerhaft immer wieder weltweit erkennbar in die Tradition der Menschenrechte und -pflichten stellen, aus der sie sich entwickelt hat. Dazu gehört es, dass sie sich lokal, national und global positioniert, wenn Menschenrechte verletzt oder Menschenpflichten versäumt werden.

Es gibt dazu eine Einschätzung von John McCain, dem 2018 verstorbenen republikanischen Gegenspieler Donald Trumps und ehemaligen US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten: „Wenn man die Verpflichtung Amerikas, international zu führen, zurückweist, ebenso wie unsere Pflicht, die letzte große Hoffnung der Welt zu bleiben, um einem halb garen, zweifelhaften Nationalismus nachzugeben, der auf Leute zurückgeht, die lieber Sündenböcke suchen, als Probleme zu lösen, dann ist das unpatriotisch. Ebenso unpatriotisch, wie anderen Lehren der Vergangenheit zu folgen, die die Amerikaner schon auf dem Aschehaufen der Geschichte sahen. Wir leben in einem Land, das aus Idealen gemacht ist, nicht aus Blut und Boden.“ Wir können in diesem Zitat Amerika gegen Europa austauschen und erhalten denselben wichtigen Aufruf.

Freimaurerei sollte drittens den alten Zopf abschneiden, zu meinen und zu publizieren, sie sei eine Einrichtung und Lebensschule ausschließlich für Männer. Das ist sie ihrem Geist nach nicht. In meinen Augen war sie es nie. Ihre durchaus vorhandenen und männlich geprägten Traditionen muss sie deswegen nicht verwerfen oder aufgeben. Das bedeutet auch anzuerkennen und zuzulassen, dass es Männerlogen, Frauenlogen und gemischte Logen geben kann, dass vom freien und offenen Besuch untereinander keinerlei Gefahren für das Wesen und Überleben der Freimaurerei ausgehen. Natürlich, sofern gewährleistet ist, dass alle jene Logen im humanistischen freimaurerischen Geist arbeiten.

Freimaurerei als weltweit wirksame Lebensschule

Dazu, um eine wirkliche, letztlich tiefgreifende und von Grund auf erneuernde Veränderung in Gang zu setzen, kann es und muss es vielleicht sogar notwendig werden, dass sich Freimaurerei von der langen Tradition verabschiedet, das Entstehen neu gegründeter, regulärer Logen allein von der Anerkennung der freimaurerischen Institutionen des freimaurerischen Mutterlandes abhängig zu machen und die Arbeitsweise bereits existierender Logen allein von den Reglements des freimaurerischen Mutterlandes aus zu beurteilen. Eines freimaurerischen Mutterlandes, das es übrigens erst kürzlich zugelassen hat, dass es sich selbst von einer zutiefst freimaurerischen Idee verabschiedet hat: von Europa.

Könnte Freimaurerei lokal, national und global diesen Gedanken durchsetzen, ergäben sich durchaus Zukunftsperspektiven, die folgendermaßen aussähen:

Aus der Freimaurerei würde tatsächlich die erste weltweit wirksame Lebensschule für Menschen aller Nationen, zu der nicht nur alle Menschen Zutritt haben, sondern in der auch alle Menschen gemäß den Allgemeinen Menschenrechten und Allgemeinen Menschenpflichten unterrichtet würden.  Aus der Freimaurerei könnte, gerade weil sie eine Schule der Humanität und Toleranz ist, endlich weltweit die Wirkkraft werden, die es vermag, die seit Jahrtausenden währenden Gegensätze zwischen den Weltreligionen und allen anderen Religionen zu überwinden und die damit verbundenen Feindseligkeiten und Kriege zwischen den Menschen auf der Erde.
Sie könnte das, weil sie eine Lebensschule ist, die es Menschen unterschiedlichster Weltanschauung und Religion ermöglicht, sie zu besuchen, ohne dabei die eigenen Lebenseinstellungen und Glaubensgrundsätze aufgeben zu müssen, solange sie nicht gegen die allgemeinen Menschenrechte und -pflichten verstoßen.

Religionen sind dazu nicht in der Lage, weil Missionsgeist, Selbstbezogenheit und Tunnelblick sie in der Regel bremsen und oft gerade das Gegenteil bewirken.

Schließlich könnte Freimaurerei dazu beitragen, dass es der Menschheit immer mehr gelingt, dauerhaft in Frieden zu leben, dauerhaft ohne Hunger und Not auszukommen und sich endlich gemeinsam und dauerhaft der Erhaltung und Pflege unserer Lebensgrundlage zu widmen: der Erde. Nicht nur die Menschen auf diesem Planeten sind in Bedrängnis, sondern auch der Planet selbst.

Hierfür müsste es der Freimaurerei jedoch gelingen, sich aus dem Stadium absolut nicht mehr zeitgemäßer Traditionen, übertriebener Selbstbeschau und fortwährender männlicher Selbstbezogenheit zu befreien.

Der Beitrag entstammt der Zeitschrift “HUMANITÄT — Das Deutsche Freimaurermagazin”, Ausgabe 2-2019.

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Stuttgarter Freimaurer unterstützen “KinderHelden”

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Die „Humane Welt e.V.“, der humanitäre Arm der Freimaurerloge „Furchtlos und Treu“ Stuttgart, sponsorte einen Ausflug des Vereins „KinderHelden gemeinnützige GmbH“ Stuttgart zur Experimenta nach Heilbronn.

Der Verein KinderHelden fördert Kinder mit schwierigen Startbedingungen mit Mentoring-Programmen.

Für 18 KinderHelden-Tandems ging es 26. Oktober gut gelaunt los. Nach der gemeinsamen Zugfahrt von Stuttgart nach Heilbronn startete der Ausflug im “Science Dome”, einer weltweit einzigartigen Kombination aus Planetarium und Theater mit einem 700 qm großen Kuppelscreen. Die Tandems konnten dort eine spektakuläre 3D Reise über den Traum des Fliegens erleben und staunten nicht schlecht.

Im Anschluss ging es in die Entdeckerwelt, welche mit über 275 interaktiven Exponaten spannende wissenschaftliche Phänomene aus Wissenschaft und Technik erlebbar und begreifbar macht. Gerade das spielerische Erkunden der Exponate war für jedes Tandem eine perfekte Gelegenheit, das eigene Wissen und Geschick zu prüfen und gemeinsam Neues zu erkunden. In den gläsernen Studios konnten die Tandems daraufhin selbst kreativ werden und unter anderem ein Fahrzeug basteln, einen eigenen Film produzieren oder zusammen Musikstücke komponieren. All dies ganz nach dem Motto der Experimenta: Erleben schafft Wissen.

Die Experimenta bot den Tandems die Möglichkeit, ganz individuell den eigenen Interessen nachzugehen und Neues gemeinsam auszuprobieren. Beim Aufbruch zurück nach Stuttgart war die einhellige Meinung der Mentees, dass man doch hätte noch länger bleiben können.

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Großlogen unterzeichnen Unvereinbarkeitserklärung

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Aus gegebenem Anlass veröffentlichten die Vereinigten Großlogen von Deutschland — Bruderschaft der Freimaurer — am 27. November 2019 eine Unvereinbarkeitserklärung.

Die Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) und die ihnen angehörenden Großlogen und Logen fußen auf der verfassungsrechtlichen Grundordnung unseres Landes.

Gedankengut, das dieser Ordnung und den demokratischen Grundprinzipien unseres Landes entgegensteht, ist mit den Grundgedanken, Prinzipien und Tugenden der Freimaurerei nicht vereinbar.

Dies ist insbesondere der Fall bei Erklärungen und Handlungsweisen, wie sie seit einiger Zeit seitens gewisser Gruppierungen und ihrer Sympathisanten (u.a. UNITER e.V., Reichsbürger) publiziert und praktiziert werden.

Die VGLvD und ihre Großlogen rufen ihre Logen zu erhöhter Aufmerksamkeit gegenüber den beschriebenen Tendenzen und erforderlichenfalls zu personellen Konsequenzen auf.

Christoph Bosbach, Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland

Die Unvereinbarkeitserklärung wurde unterzeichnet von allen in den Vereinigten Großlogen zusammengeschlossenen Großlogen, vertreten durch die Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, der Großen National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln, der American Canadian Grand Lodge und der Grand Lodge of British Freemasons Germany.

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Karlsruher Loge veranstaltet Themenabend Demokratie

Links der Gastredner Prof. Kirchberg, rechts der Meister vom Stuhl Michael Dietrich

Die Karlsruher Freimaurerloge "Leopold zur Treue" lud zu einem Themenabend zur Demokratie in Deutschland ein. Es ging um Theorie und Praxis der Verfassungsbeschwerde.

Karlsruhe (md). Der renommierte Verfassungsrechtler Herr Prof. Dr. Christian Kirchberg sprach über „Theorie und Praxis der Verfassungsbeschwerde“. Anschaulich berichtete er den interessierten geladenen Gästen, darunter auch mehrere Stadträte und ein Richter des BGH, aus der Praxis.

Die Verfassungsbeschwerde ermöglicht insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern, ihre grundrechtlich garantierten Freiheiten gegenüber dem Staat durchzusetzen. Besonders beeindruckend ist die hohe Anzahl der jährlichen Beschwerden (über 6.000), von denen nur ein niedriger einstelliger Prozentsatz erfolgreich ist. Der dahinterstehende Arbeitsaufwand für das Bundesverfassungsgericht, das Gericht und Verfassungsorgan zugleich ist, ist jedoch enorm. Wird ihm damit doch eine herausragende Stellung als Hüter des Grundgesetzes zuteil zum Schutze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Viele bekannte Juristen finden sich in den historischen Mitgliederlisten der Loge. Daher beschäftig sich die Loge regelmäßig mit dem gesellschaftlichen Vermächtnis dieser Brüder. Auch dem Meister vom Stuhl, Br. Michael Dietrich ist es wichtig, dass die Freimaurerei klar Stellung bezieht für ihre Ideale: Toleranz und Menschenliebe, für Grundrechte und Demokratie sowie für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.

Die Geschichte der Loge “Leopold zur Treue” ist eng mit der Entstehung der badischen Verfassung und den ersten demokratischen Strömungen in Deutschland verbunden. Karl Friedrich Nebenius, der Schöpfer der badischen Verfassung von 1818, deren Entstehung sich vergangenes Jahr das 200. Mal jährte, war Mitglied der Loge. Im Jahr 1813 musste er, wie alle badischen Beamten, auf Drängen von Großherzog Karl aus der Loge austreten. Im selben Jahr erfolgte das generelle Verbot. Einige Jahre später war es vor allem seinem Einsatz zu verdanken, dass die “Leopold zur Treue” unter dem Protektorat von Großherzog Leopold im Jahr 1847 wiedereröffnet werden konnte, die sich ihm zu Ehren umbenannte (von „Carl zur Einigkeit“).

Seine Verfassung war die modernste seiner Zeit. Als erste demokratische Verfassung Deutschlands war sie geprägt von freimaurerischen Idealen. Insbesondere enthalten war ein Katalog von Grundrechten für alle Bürgerinnen und Bürger. Vielleicht war sie noch etwas zu fortschrittlich im damaligen gesellschaftlichen Zusammenhang. So setzten bereits 1819 die Karlsbader Beschlüsse die in der Verfassung enthaltenen Grundrechte wieder außer Kraft. Bis zur Ausrufung der Republik in Deutschland sollten dann noch 100 Jahre (1918) vergehen. Die Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen jährte sich letztes Jahr erst zum 70. Male. Nebenius kann aus heutiger Sicht als Vordenker, Visionär und Wegbereiter angesehen werden. Er setzte die Ideale der Freimaurerei und damit der Aufklärung um und integrierte sie in seinen Entwurf der badischen Verfassung.

Sein Ehrengrab besuchten die Brüder der Loge erst kürzlich.

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Jahrestreffen der „Masonic Biker Süd“

Aufstellung der Biker nach der letzten Ausfahrt

Vom 30. August bis 1. September 2019 trafen sich bei herrlichem Spätsommerwetter 35 Brüder und Schwestern in Bayreuth zum 2. Treffen der „Masonic Biker Süd“.

Die Teilnehmer kamen aus nah und fern und absolvierten ein perfekt organisiertes Touren- und Kulturprogramm. Sehr beeindruckend war die Teilnahme von elf rumänischen Brüdern, die die bei weitem längste Anreise auf sich genommen hatten. Dies zeugt von tiefer Verbundenheit mit der Idee der „Masonic Biker“ und macht deutlich, dass die Kette für die Biker-Brüder auch weit über die Landesgrenzen hinaus zu funktionieren scheint. Aber auch weit gereiste Brüder und Schwestern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland haben das Treffen durch ihre Teilnahme bereichert. Für vorzeitig Angereiste ging es bereits am Freitag mit einem interessanten Vorprogramm los, das zunächst eine kleinere Tour in die Umgebung von Bayreuth vorsah. Mit einer Besichtigung des Freimaurer-Museums in Bayreuth unter fachkundiger Führung des Leiters, Br. Thad Peterson, und der anschließenden Besichtigung des Freimaurer-Tempels fand der erste Tag seinen Abschluss.

Am Samstag begaben sich die Teilnehmer dann auf große masonische Rundreise durch die schöne Fränkische Schweiz, die mit dem „Biker-Zeremoniell nach Kauli“ eingeleitet und auch wieder beendet wurde. Vor dem Mittagessen in einem urigen fränkischen Landgasthof führten die Biker in einer wild-romantischen Höhle ein spezielles Zeremoniell in Anlehnung an das Freimaurerritual durch, das noch einmal die brüderliche und obödienzübergreifende Verbundenheit aller Biker-Brüder bekräftigte. Atmosphärisch war das ein absolutes Highlight des diesjährigen Treffens, das wohl jeden Bruder zutiefst berührt haben mag.

Ein Stopp bei dem weithin bekannten Motorradtreff „Kathi Bräu“ in der Gemeinde Aufseß stand auch auf dem Programm. Ihren Ausklang fand die Tour mit der Besichtigung der Bayreuther Katakomben. Eine deftige fränkische Brotzeit in einem Traditionslokal beendete das Programm am Samstag. Am Sonntag verabschiedeten sich die Teilnehmer in großer Dankbarkeit und wünschten sich eine gute und unfallfreie Heimreise.

Die „Masonic Biker Süd“ sind Ende 2017 auf Initiative einiger Brüder aus Ingolstadt nach dem Ende der Aktivitäten der „Masonic Biker“ in Thüringen entstanden. 15 erfolgreiche Treffen der „Masonic Biker“ in Thüringen und die daraus entstandenen Gruppen in der Schweiz, Österreich und in vielen anderen europäischen Ländern unterstreichen die Erfolgsgeschichte dieser Idee. So sollte diese Tradition hier im Süden Deutschlands fortgeführt werden, wozu eine lokale Gruppe gegründet wurde, die sich schlicht „Masonic Biker Süd“ nennt.

Natürlich sollte das Rad dabei nicht neu erfunden werden und so setzten die Organisatoren auf der schönen Tradition der „Masonic Biker“, die von Br. Dietmar Jürgen vor etlichen Jahren ins Leben gerufen wurde, auf. Es wird dabei bewusst auf jegliche hierarchisch gegliederte Organisationsstruktur verzichtet und alles vermieden, was die „Masonic Biker Süd“ in die Nähe eines rockermäßigen Motorradclubs rücken könnte. Es gibt somit keine Funktionen und Begriffe, die der MC-Szene entlehnt sind. Entschieden wird von einem Kernteam engagierter Brüder. Die Aktivitäten beschränken sich auf den süddeutschen Raum und Ziel ist es, in jedem Jahr ein neues attraktives Reiseziel anzubieten.

Die Schwestern sind selbstverständlich immer mit dabei und verleihen den Treffen durch ihre Teilnahme einen ganz besonderen Charme. Auch der Charity-Aspekt sollte weiter in den Vordergrund rücken und so haben sich die „Masonic Biker Süd“ entschieden, das „Kinderhospiz St. Nikolaus“ im Allgäu, das sich der Begleitung von Familien mit unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kindern während der Krankheits-, Sterbe- und Trauerphase verschrieben hat, nachhaltig zu unterstützen. So konnten dem Hospiz im Jahre 2018 anlässlich eines Charity-Runs erstmalig 1500 Euro übergeben werden. Diese Summe konnte 2019 mit 2000 Euro sogar noch übertroffen werden.

Brüder, die mehr über die „Masonic Biker Süd“ erfahren wollen, wenden sich bitte an Br. Michael Schubert (schubox@gmx.de) oder an Br. Bernhard Dimmelmeier (bdimmelmeier@t-online.de). Das nächste und 3. Meeting der „Masonic Biker Süd“ findet vom 28. bis 30. August 2020 in Füssen/Neuschwanstein statt.

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Ist unser Friede in Gefahr?

Prof. Dr. Herfried Münkler Foto: Stefan Röhl

Die Mannheimer Logen "Kurpfalz" und "Carl zur Eintracht" gestalten die Abschlussveranstaltung der Unterzeichner der "Mannheimer Erklärung" am 26. Oktober 2019, die auch im Internet verfolgt werden kann.

Mannheimer Freimaurerlogen haben die »Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt« unterzeichnet. Dadurch sind sie Mitglieder eines Bündnisses von Vereinigungen, die sich im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt engagieren. Die Bündnispartner wollen im Sinne einer freiwilligen Partnerschaft zusammenwirken, um die Kräfte zur Gestaltung eines gleichberechtigten Miteinanders zu verbinden. Das Bündnis veranstaltet jedes Jahr etliche »einander.Aktionstage«, dabei kommt es zu vielen interessanten Begegnungen. In diesem Rahmen gestalten die Mannheimer Logen KURPFALZ und CARL ZUR EINTRACHT im Jahr 2019 gemeinsam mit der Stadt Mannheim die Abschlussveranstaltung, welche am 26. Oktober 2019 stattfindet.

Die freimaurerischen Beweggründe für die Partnerschaft im Bündnis entstehen aus der freimaurerischen Metapher vom »Bau am Tempel der Humanität«, wie sie schon seit Jahrhunderten besteht. Diese Metapher begreifen wir im Sinne einer gesellschaftlichen Mitverantwortung. Wir wollen einen sozialpolitischen Raum mitgestalten, in welchem Unrecht, Not und Elend gemildert werden.

Die Logen konnten als Hauptredner des Abends Prof. Herfried Münkler gewinnen. Der im Oktober 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin emeritierte Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte zählt im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs zu den wirkungsmächtigsten Stimmen. Vor allem bekannt ist er für die Analyse des »Großen Ganzen« der Weltpolitik. Professor Münkler befasst sich damit, wie die Weltpolitik mit den Veränderungsprozessen gesellschaftlicher Ordnung auf nationaler Ebene zusammenhängt.

Prof. Münkler ist Autor zahlreicher bemerkenswerter Werke, u. a. »Kriegssplitter – Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert«, »Imperien« und »Die neuen Kriege«. Er ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) und gehörte zu den Experten, die an dem vom Auswärtigen Amt durchgeführten Projekt »Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken« teilnahmen. Prof Münkler hat zahlreiche renommierte Preise erhalten. Viele seiner Bücher wurden auf der »Liste der Sachbücher des Monats« empfohlen.

Der Votrag findet am 26. Oktober 2019 ab 19 Uhr im Mannheimer “Marchivum” statt. Die Veranstaltung kann live über die Internetseite www.humanitas-mannheim.de gestreamt werden.

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