Ist unser Friede in Gefahr?

Prof. Dr. Herfried Münkler Foto: Stefan Röhl

Die Mannheimer Logen "Kurpfalz" und "Carl zur Eintracht" gestalten die Abschlussveranstaltung der Unterzeichner der "Mannheimer Erklärung" am 26. Oktober 2019, die auch im Internet verfolgt werden kann.

Mannheimer Freimaurerlogen haben die »Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt« unterzeichnet. Dadurch sind sie Mitglieder eines Bündnisses von Vereinigungen, die sich im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt engagieren. Die Bündnispartner wollen im Sinne einer freiwilligen Partnerschaft zusammenwirken, um die Kräfte zur Gestaltung eines gleichberechtigten Miteinanders zu verbinden. Das Bündnis veranstaltet jedes Jahr etliche »einander.Aktionstage«, dabei kommt es zu vielen interessanten Begegnungen. In diesem Rahmen gestalten die Mannheimer Logen KURPFALZ und CARL ZUR EINTRACHT im Jahr 2019 gemeinsam mit der Stadt Mannheim die Abschlussveranstaltung, welche am 26. Oktober 2019 stattfindet.

Die freimaurerischen Beweggründe für die Partnerschaft im Bündnis entstehen aus der freimaurerischen Metapher vom »Bau am Tempel der Humanität«, wie sie schon seit Jahrhunderten besteht. Diese Metapher begreifen wir im Sinne einer gesellschaftlichen Mitverantwortung. Wir wollen einen sozialpolitischen Raum mitgestalten, in welchem Unrecht, Not und Elend gemildert werden.

Die Logen konnten als Hauptredner des Abends Prof. Herfried Münkler gewinnen. Der im Oktober 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin emeritierte Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte zählt im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs zu den wirkungsmächtigsten Stimmen. Vor allem bekannt ist er für die Analyse des »Großen Ganzen« der Weltpolitik. Professor Münkler befasst sich damit, wie die Weltpolitik mit den Veränderungsprozessen gesellschaftlicher Ordnung auf nationaler Ebene zusammenhängt.

Prof. Münkler ist Autor zahlreicher bemerkenswerter Werke, u. a. »Kriegssplitter – Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert«, »Imperien« und »Die neuen Kriege«. Er ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) und gehörte zu den Experten, die an dem vom Auswärtigen Amt durchgeführten Projekt »Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken« teilnahmen. Prof Münkler hat zahlreiche renommierte Preise erhalten. Viele seiner Bücher wurden auf der »Liste der Sachbücher des Monats« empfohlen.

Der Votrag findet am 26. Oktober 2019 ab 19 Uhr im Mannheimer “Marchivum” statt. Die Veranstaltung kann live über die Internetseite www.humanitas-mannheim.de gestreamt werden.

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Noch Sonderhefte der Zeitschrift “Humanität” verfügbar

Foto: candy1812/ Adobe Stock

Von Sonderheften der "Humanität", dem deutschen Freimaurermagazin, gibt es noch Exemplare. Logen, Freimaurer und Nichtfreimaurer können bei der Großloge Hefte erwerben.

Einmal jährlich erscheint eine Sonderausgabe der Zeitschrift “Humanität”, die speziell für die Öffentlichkeitsarbeit der Logen gedacht ist. Von den folgenden Ausgaben gibt es noch Hefte, die bei der Großloge bestellt werden können.

Heft 1 / 2004

Grußwort des Großmeisters Jens Oberheide

Vorwort der Redaktion zum Heft, insbesondere dem Schwerpunktthema Lessing.

Übersicht über die wichtigsten Lebensstationen Lessings

Aufklärung, das geistige Projekt des 18. Jahrhunderts und seine Gültigkeit

Zwischen Idee und Wirklichkeit: Lessing und das Theater

1997 wurde die Lessing-Gesellschaft in Hamburg mit dem Ziel gegründet, das Werk Lessings der Öffentlichkeit durch eigene Schrift- und Vortragsreihen sowie Studienfahrten heranzutragen.

Moses Mendelssohn zwischen orthodoxen Juden und Christen

Lessings Neugestaltung der historischen Ring-Parabel in “Nathan der Weise”

Vorstellung zweier Gesellschaften, die sich mit Lessing beschäftigen

Lessings “Ernst & Falk”, Gespräche für Freimaurer

Kamenz, hier wurde Lessing geboren, beherbergt ein Lessing-Museum

Heft 1 / 2006

Grußwort des Großmeisters Jens Oberheide

Mozart zum 250. Geburtstag

Zitate von Wolfgang Amdeaus Mozart

Das Rätsel namens Mozart

Aufklärung und Maurerei in Wien

“Man sieht recht wie sehr und immer wieder die Oper steigt.”

Im Deutschen Freimaurermuseum

Mit den Augen des Malers

“Die Zauberflöte – Oper und Mysterium” von Jan Assmann sowie “Von der Säule der Schönheit – Zur ästhetischen Dimension der Freimaurerei”, Quatuor Coronati

Heft 2 / 2018

Herzlich willkommen bei den Alten Freien und Angenommenen Maurern von Deutschland – Begleitwort zur Sonderausgabe der „Humanität“ – Von Großmeister Stephan Roth-Kleyer

16 gute Gründe, ein Freimaurer zu sein. Oder: Warum es sich lohnt, einen Schurz zu tragen. Von Carlos Urban.

“Meine Mutterloge” — Von Rdyard Kipling

Freimaurer … was sind sie, was tun sie, was sind sie nicht und warum gibt es sie? Einge Antworten.

Die Deutschen Logen feierten das Jubiläumsjahr auf vielfältige Weise. Ein Rückblick.

Von den Bauhütten des Mittelalters zur humanitären Freimaurerei – Von Hartwig Kloevekorn, Jens Oberheide und Bastian Salier

Von Klischees und Verschwörungstheorien: „Wo kann man Ihre schwarzen Messen besuchen?“ – Von Thomas Müller
Kann Freimaurerei heute noch etwas bewirken? Gedanken zur Zukunft unseres Bruderbundes – Von Rolf Appel
„Ich wurde sofort auf Augenhöhe angenommen.“ Interview mit einem jungen Bruder

Charity: Tue Gutes und rede darüber …

Frauen und Freimaurerei

Mit dem Mikroskop neue Welten entdecken. Der Fotograf und Freimaurer Karl Deckart.
Alte und neue Pflichten für Freimaurer. Vom Betragen und Umgang unter den Menschen
Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland stellt sich vor
Das Deutsche Freimaurermuseum in Bayreuth: Geschichte bewahren und Zukunft sichern.
„Kehr niemals der Not und dem Elend den Rücken“: Das Freimaurerische Hilfswerk e.V.
Quatuor Coronati e. V. – „Die vier Gekrönten“ mit Blick auf die Wissenschaft; Kunst und Kultur: Pegasus – Freimaurerischer Verein für Kunst, Kultur und Kommunikation e.V.

Hannover / Leipzig / Darmstadt

Regensburg / Wildeshausen / Passau

Eine Wunde wird geschlossen. Statue für den freimaurerischen Reformer Friedrich Ludwig Schröder in Hamburg rekonstruiert.
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4,50 € zzgl. Versandkosten

Ihre Bestellung richten Sie bitte vorzugsweise per E-Mail an die Kanzlei der Großloge unter kanzlei@freimaurerei.de. Postalische Bestellungen bitte an Großloge A.F.u.A.M.v.D., Emser Straße 11, 10719 Berlin. Telefonische Rückfragen unter 030-86422034.

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Anstehende Termine

Foto: Basti93 / pixabay

Die Logen, Distrikte und Großloge haben viele Veranstaltungen im Jahr, viele davon öffentlich. Schauen Sie, ob etwas für Sie dabei ist. Die Logen freuen sich über Ihren Besuch.

Januar

25Jan13:00Erfurt: Musik und Freimaurerei13:00 Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt Organisator: Alpha Ori Öffentlich:Anmeldung erbeten,Öffentlich

25Jan18:30Gummersbach: Burns Supper18:30 Wyndham Garden Hotel Gummersbach, Hückeswagener Str. 4, 51647 Gummersbach Organisator: Zur oberbergischen Treue Öffentlich:Anmeldung erbeten,Öffentlich

Februar

Keine Termine

Eine vollständige Übersicht können Sie unter https://freimaurerei.de/termine/ abrufen.

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Der Freimaurer Alphonse Mucha

„Omladina“ aus dem „Slawischen Epos“ von Mucha, 1926 © mit freundlicher Genehmigung von „Praga Masonica“

Der tschechische Jugendstilmaler Alphonse Mucha erlangte um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert in Paris weltweite Berühmtheit. Seine Plakate für die Schauspielerin Sarah Bernhardt brachten ihm Anerkennung, ebenso wie später die zahlreichen Aufträge und Arbeiten in dem Stil, der manchmal „Le Style Mucha“ genannt wurde.

Obwohl er im Zentrum der Weltkunst aktiv war, blieb er ein Patriot seines Landes, was er mit seinem Zyklus „Slawisches Epos“ (Slovanská epopej) demonstrierte, der eine Reihe von großformatigen Gemälden mit bedeutenden Ereignissen aus der tschechischen und slawischen Geschichte darstellt. Mucha hatte aber auch eine kosmopolitische Seite, die sich durch seine lebhaften Aktivitäten in der Freimaurerei bemerkbar machte, die er als einen Weg ansah, um universellen Frieden, Brüderlichkeit und Glück zu erreichen.

Mucha wurde am 25. Januar 1898 in die zum Grand Orient de France gehörende Loge „Les Inséparables du Progres“ in Paris aufgenommen. Der Slogan der Französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ inspirierte ihn; er sah eine Stärke in der Freimaurerei, die auch seinem Land Freiheit bringen konnte, das damals Teil der Habsburger Monarchie war. Während dieser Zeit lebte und arbeitete Mucha im Ausland, hauptsächlich in Paris. Nach seiner Rückkehr in die Heimat gestaltete Mucha 1910 die Bürgermeisterhalle im Prager Gemeindehaus aus, in der auf dem Wandtriptychon neben patriotischer Symbolik auch verborgene Freimaurersymbole zu sehen sind. Auch auf einigen Leinwänden des „Slawischen Epos“ sind Verbindungen zur Freimaurerei zu erkennen.

Mucha war Mitbegründer der ersten tschechisch-sprachigen Loge „Jan Amos Komenský“, die 1918 in Prag von einer Gruppe tschechischer Maurer gegründet wurde, die Mitglieder ausländischer Logen waren. Der Direktor des Nationaltheaters und Rusalka-Opernlibrettist Jaroslav Kvapil war ebenfalls sehr aktiv an der Gründung dieser Loge beteiligt. Mucha war fest davon überzeugt, dass die Freimaurerei das Rückgrat für den Aufbau einer jungen demokratischen und freien Republik sein würde. 1922 wurde Mucha zum Oberbefehlshaber des tschechischen schottischen Ritus gewählt. In den Jahren der Ersten Republik (1918–1938) galt er als höchster Vertreter der tschechoslowakischen Freimaurerei. Von dieser Position aus unterstützte er die Gründung der Nationalgroßloge der Tschechoslowakei im Jahr 1923, der Dachorganisation der dortigen Freimaurerei.

Mucha besuchte oft das Schloss Zbiroh, wo er am „Slawischen Epos“ arbeitete. Von dort hatte er es nicht weit bis Pilsen, wo er die „Dobrovsky“-Loge besuchte und unterstützte. Zum 10-jährigen Bestehen der Tschechoslowakischen Republik (1928) wurde er Mitbegründer der Loge „Pravda vítězí“ (Die Wahrheit siegt) in Prag. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde er zum Ehrenmitglied aller Freimaurerlogen unter der Obödienz der Nationalen Großloge der Tschechoslowakei ernannt. Trotz seines Patriotismus war er auch offen für die deutschsprachigen Freimaurer im Land und entwickelte eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit ihnen. Dank dieser Aktivitäten wurde er 1930 zum Ehrenmitglied der deutschen Großloge „Lessing zu den drei Ringen“ in Prag ernannt. Mucha vertrat die tschechoslowakischen Maurer auch im Ausland. Beispielsweise war er 1926 aktiver Teilnehmer der „Internationalen Freimaurer-Friedenskonferenz“ in Belgrad. Er pflegte auch eine enge persönliche Freundschaft mit J. H. Cowles, dem amerikanischen Großkommandeur des Schottischen Ritus in Washington.

Als Künstler war Mucha auch maßgeblich an der Schaffung verschiedener Artefakte für die tschechoslowakischen Logen beteiligt. Er entwarf zum Beispiel das Design für die Briefpapiere des Schottischen Ritus und der Nationalen Großloge sowie die Grafiken auf der Titelseite der Zeitschrift „Svobodný zednář“ (Der Freimaurer). Muchas Entwürfe von freimaurerischen Bijous wurden weltweit populär. Diese Bijous zeigen seinen unverwechselbaren Stil mit den unverkennbaren Jugendstil-Schwüngen und angenehmen farbigen Nuancen. Die Bijous sind immer flach, aus Bronze und mit farbigem Emaille gefüllt. Er kombinierte nationale und freimaurerische Elemente zu Formen, die die Mission einer bestimmten Loge zum Ausdruck brachten. Sein Gespür für dekorative Effekte drückte sich sowohl in der Darstellung des Schmuckstücks selbst als auch in den ungewöhnlichen Formen aus. Sein erster Entwurf war für die Loge „Jan Amos Komenský“ bestimmt. Das Bijou zeigt das Datum 1918, das Gründungsjahr, und das Jahr 1919, das Weihejahr. Es folgten Bijous für die Logen „Dílo“, „Dobrovský“, „Pravda vítězí“ und „Vyšehrad“ (Vierter Grad des Schottischen Ritus). Die Verzierungen der Schurze für den 4. und 18. Grad zeigen ebenfalls deutlich Muchas Stil, ähnlich wie der Hammer und die Aufbewahrungsbox für das „Buch des heiligen Gesetzes“ und wichtige Dokumente der Loge „Dobrovský“. Er malte ein Bild eines Maurers mit dem Titel „Poslední dílo“ (Letztes Werk) für den Freimaurertempel in der Dittrich-Straße in Prag.

Neben anderen kunsthandwerklichen Arbeiten mit masonischem Hintergrund gerieten Muchas Freimaurer-Gläser fast in Vergessenheit. Sie wurden um 1930 als repräsentatives Geschenk geschaffen. Gleichzeitig sollten die Verkaufserlöse den Bau eines Freimaurerzentrums in Prag finanzieren.

Viele dieser Stücke waren vom 8. Dezember 2018 bis 30. März 2019 erstmals in einer Ausstellung versammelt. Das „Dačického-Haus“ in Kutná Hora, Tschechien, widmete eine Schau dem „Freimaurer Alphonse Mucha“. Den Hintergrund für dieses Projekt gab das einhundertjährige Bestehen der ersten tschechisch-sprachigen Loge „Jan Amos Komenský“ im Jahr 1918, deren Mitbegründer Mucha war. Die meisten der freimaurerischen Ausstellungsstücke stammten ausschließlich aus privaten Quellen, darunter von Mitgliedern der „Praga Masonica Society“, der Großlogen von Tschechien und vom „Mucha Trust“.

Dieser Beitrag ist im Original in englischer Sprache erschienen in:
Quatuor Coronati Berichte
Wiener Jahrbuch für historische Freimaurer-Forschung
Nr. 39/2019
Salier, Leipzig, 2019
Klappenbroschur, 448 Seiten
ISBN 978-3-96285-029-6
überall im Buchhandel

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240 Jahre Freimaurerei in Saarbrücken

Die Stuhlmeisterin der Saarbrücker Frauenloge "Europa im Licht", referiert im Logentempel vor interessierten Saarbrückerinnen und Saarbrückern über Freimaurerei

Es war ein langes maurerisches Wochenende für die Saarbrücker Freimaurerei. Am 21 Oktober 2019 kamen Brüder der AFuAM- und ACGL-Logen aus Saarbrücken, Saarlouis, dem grenznahen Frankreich und Luxemburg zu einer Festarbeit zusammen.

Es war ein langes maurerisches Wochenende für die Saarbrücker Freimaurerei. Am Samstag, dem 21.09., kamen Brüder der AFuAM- und ACGL-Logen aus Saarbrücken, Saarlouis, dem grenznahen Frankreich und Luxemburg zu einer Festarbeit zusammen. Großmeister Stephan Roth-Kleyer war zu diesem Anlass nach Saarbrücken gereist und bereicherte die Arbeit durch die ihm eigene Herzlichkeit und Brüderlichkeit.

Die Festarbeit diente dabei weniger der Rückschau auf die lange Saarbrücker Freimaurertradition, die mit dem Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken begann und aufgrund der Grenzlage Unterbrechungen und Wendungen erlebt hat, die Brüdern im Norden Deutschlands möglicherweise fremd sind. Vielmehr ging es darum, den Blick nach vorne zu richten.

Das verdeutlichte der Sinnspruch, den der MvSt. der gastgebenden Loge Bruderkette zur Stärke und Schönheit i. Or. Saarbrücken Nr. 13,  Br. Albert Augustin, für die Öffnung der Loge ausgewählt hatte: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Schüren der Flamme“.

In seiner Zeichnung beschäftigte sich Sokrates Evangelidis, Redner der Bruderkette, deshalb mit der Spannung zwischen maurerischem Geheimnis, das existiere, aber unaussprechbar sei, und der Notwendigkeit von Öffentlichkeitsarbeit.

Freimaurerei habe kein einzigartiges Markenversprechen, das durch Werbung penetriert werden könne, jeder einzelne Maurer für sich sei ein einzigartiges Argument für die Königliche Kunst. Letztlich müssen Maurer im Kontakt mit Profanen nicht mehr und nicht weniger tun als maurerisch zu handeln.

Dazu hatten die Saarbrücker Brüder nach einer recht kurzen Nacht am darauffolgenden Tag reichlich Gelegenheit: Am Sonntag, dem 22.09. öffnete das Saarbrücker Logenhaus seine Pforten für die Öffentlichkeit.

Kurz war die Nacht wegen der Weißen Tafel, an der nicht nur Brüder der AFuAM-Logen teilnahmen, sondern auch die Saarbrücker Frauenloge und französische Brüder und Schwestern aus anderen Obödienzen, die im Saarbrücker Logenhaus ihre Heimat gefunden haben – auch diese Konstellation ist der besonderen Grenzlage Saarbrückens geschuldet.

Rund 100 Gäste kamen zum Tag des Offenen Logenhauses am 22.09, den Großmeister Stephan Roth-Kleyer eröffnete,  viele nicht nur aus reiner Neugier, sondern aus echtem Interesse an der Königlichen Kunst. Das bestätigte auch der Gästeabend der Bruderkette zur Stärke und Schönheit freitags drauf: Reger Zuspruch, viele neue Gesichter, Brüder und Gäste waren etwa gleich stark vertreten. Öffentlichkeitsarbeit und freimaurerisches Geheimnis lassen sich wunderbar in Einklang bringen, wenn Maurer nicht mehr und nicht weniger tun, als auch Profanen gegenüber maurerisch zu handeln.

Links: Br. Albert Augustin, MvSt. der Loge "Bruderkette zur Stärke und Schönheit", rechts Großmeister Br. Stephan Roth-Kleyer
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Einfach mal Gemeinschaft pflegen

Martin Marx (rechts) begrüßt die ersten Besucher des Sommerfestes im Wetzlarer Logenhaus. Foto: Klimaschewski

Gut dreißig Gäste, Freunde, Schwestern und Brüder folgten einer Einladung der Loge "Wilhelm zu den drei Helmen" in das Klubhaus am Rande der Altstadt zum Sommerfest in Wetzlar.

Wetzlar (mf). Aufgrund der wechselhaften Witterung entschlossen sich die Anwesenden spontan dazu, die Feier in den großen Saal zu verlegen und sie nicht wie geplant im neugestalteten Logengarten stattfinden zu lassen. Martin Marx begrüßte als Meister vom Stuhl der Wetzlarer Freimaurerloge alle Anwesenden herzlich, bevor auf das Wohl einer Familie angestoßen wurde, die aufgrund ihres Hochzeitstages spontan zu einem Umtrunk eingeladen hatte. Anschließend dankte Marx den vielen fleißigen Händen, die beim Auf- und Abbau immer wieder mit anpacken, dafür sorgen, dass ein vielfältiges Buffet bereitsteht und Grillgut zubereitet werden kann.

Die Kraft der spätsommerlichen Sonne, deren Strahlen sich einen Weg durch die aufklarende Wolkenschicht bahnten, sorgte dann zur Freude der Festteilnehmer doch noch dafür, dass einige Bierzeltgarnituren im Garten besetzt wurden und die Grillmeister bei ihrer Arbeit Gesellschaft hatten.

Mit vielen guten Gesprächen und in heiterer Stimmung feierten Alt und Jung gemeinsam bis in die Abendstunden und taten, was die Wetzlarer Loge früher über Jahre auszeichnete, als man sich noch jeden Sonntagmittag zum gemeinsamen Essen, Spielen und Kaffeetrinken mit den Familien im Logensaal versammelte: Einfach mal Gemeinschaft pflegen.

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