Brüderliche Hilfsaktion für Flüchtlinge

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Etliche Freimaurer setzen sich humanitär für Flüchtlinge ein. Besonders deutlich wird die Not in den Lagern in Griechenland. Ein Bruder einer süddeutschen Loge mit jahrelangen Kontakten nach Griechenland nutzte seine beruflichen und privaten Kontakte und gründete ein privates Hilfsnetzwerk. Er wirbt angesichts der humanitären Notlage um weitere Unterstützung von Logen und Einzelpersonen. Hier sein Bericht.

“Seit einigen Tagen bin ich von einer meinen Griechenland-Reisen wieder zu Hause. Und nein: Es war wieder keine Urlaubsreise. Doch ich will weiter vorn beginnen.

Von einem Freund hörte ich im September 2015 von den Zuständen in den Flüchtlingscamps in Europa und den Bedingungen, unter denen Flüchtlinge unterwegs waren. Ich sprach mit Berufskollegen, Kunden, Lieferanten und Freunden über die Situation. Daraus ergab sich eine private Initiative von Freiwilligen, die dort hilft, wo Hilfe gebraucht wird; eine “Bruderschaft” von Menschen guten Willens. Weil mein Ingenieurbüro gewissermaßen die Keimzelle dieser Initiative war, bekam sie den Namen “The Protec Bros.”

Schnell konnten wir ein gut funktionierendes Netzwerk aufbauen, an dem sich auch andere Gruppen von Freiwilligen, viele Freunde, aber auch einige meiner Kunden und Lieferanten aktiv beteiligen. Meine Kunden sind im Wesentlichen Schokoladehersteller. So konnten wir als Sofortmaßnahmen, beginnend mit einem Hilfstransport nach Kroatien im Oktober 2015 bis heute fast 2 Tonnen Schokolade als hochenergetische Nahrungsergänzung zu den Menschen an verschiedenen Brennpunkten bringen. Das bereits erwähnte Netzwerk ermöglichte unseren Teams, immer wieder dringend benötigte Dinge an die Orte des Geschehens entlang der sogenannten Balkan-Route und in Nordfrankreich zu bringen.

Nachdem jetzt die Grenzen geschlossen sind und die Menschen – unter größtenteils unwürdigen Bedingungen – in den Camps festsitzen, haben wir den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Ernährung gesetzt. So konnten wir dabei helfen, die von Freiwilligen aufgebaute und weitestgehend von Geflüchteten betriebene Küche im “EKO-Camp” bei Polikastro in Nordgriechenland so zu erweitern, dass jeden Tag mehr als 2.000 Essen zubereitet werden konnten und alle Menschen ausreichend versorgt wurden. Glücklicherweise war unter den Geflüchteten ein Koch aus Syrien, der mit seinen Gerichten aus der Heimat ein wenig “Wohlfühlen” erreichen konnte – so gut man sich in so einem Camp wohl fühlen kann. Des Weiteren organisierten wir für dieses Camp die Versorgung der Kleinkinder und Mütter mit Milch, Babynahrung, Windeln, Hygieneartikeln etc.

Am 13. Juni 2016 wurde von offizieller Seite entschieden, dieses Camp zu schließen. Die Menschen wurden mit Bussen in ein Militärcamp in der Nähe von Thessaloniki gebracht. Die Bedingungen sind dort in jeder Beziehung deutlich schlechter als im jetzt aufgelösten EKO-Camp. Sauberkeit, Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygiene etc. sind völlig unzureichend. Wir möchten die dort gestrandeten Menschen weiterhin so gut wie möglich unterstützen. Wir möchten helfen, dass auch im neuen Camp die Versorgung mit ausreichend Lebensmitteln von guter Qualität sichergestellt wird. Auch wollen wir uns wieder mit den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Mütter beschäftigen.

Alles, was in Griechenland zu beschaffen ist, kaufen wir dort. Dennoch gibt es gelegentlich größere Mengen an Waren, die hier in Deutschland gespendet werden. Dann müssen wir einen Transport organisieren und finanzieren. Die Problematik vor Ort wird in letzer Zeit in den Medien nur noch selten thematisiert. Das hat direkte Auswirkungen auf die Bereitschaft, für humanitäre Projekte zu spenden. Der Bedarf ist aber nicht in gleichem Maße wie die abnehmende Berichterstattung geringer geworden – im Gegenteil.

Ich wende mich an euch, die Bruderschaft wie auch alle anderen hilfsbereiten Menschen, mit der dringenden Bitte, uns bei unseren humanitären Aktivitäten vor Ort mit Geldspenden zu unterstützen. Jeder kleine wie größere Betrag ist herzlich willkommen und ermöglicht uns, den in den Camps festsitzenden Menschen – davon sind ca. 40% Kinder, Säuglinge oder im Camp Geborene – das Leben ein bisschen zu erleichtern. Möglicherweise möchte sogar jemand vor Ort aktiv werden, besonders Medizinerinnen und Mediziner werden dringend benötigt, oder möchte Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial spenden; dann nehmt bitte mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auch über Hilfsangebote von Lkw-Besitzern oder Spediteuren, die für uns Hilfsgüter kostenlos transportieren möchten.

Mehr Informationen über unsere Arbeit gibt es auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/theprotecbros. Für interessierte Gruppen bin ich gerne bereit, von der Situation der Geflüchteten zu berichten.

Kontaktaufnahme bitte über die E-Mail-Adresse theprotecbros@posteo.eu

Spenden erreichen uns über

The Protec Bros
IBAN DE23 7016 9509 0000 8205 63
BIC: GENODEF1PEI

oder

PayPal: theprotecbros@posteo.eu