Die Brüder und ihre Schwestern

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Wenn es um Freimaurer geht, taucht wie selbstverständlich die Frage auf, wie das denn mit den Frauen ist und warum sie nicht Mitglieder der Logen werden können. Und diese Frage ist, nach Meinung des Autors, berechtigt.

Im 21. Jahrhundert dürfe man mehr erwarten, als dass die Hälfte der Weltbevölkerung von einem sich humanistisch nennenden Bund ausgeschlossen wird. Seit vielen Jahren gibt es auch in Deutschland Frauenlogen, die in ihrer eigenen Großloge organisiert sind, ebenso gemischte Logen.

Die weiblichen Logenmitglieder nennen sich “Schwestern”, doch damit beginnt die Begriffsverwirrung, denn in Deutschland werden als “Schwestern” traditionell die Ehefrauen bzw. Partnerinnen der Logenbrüder bezeichnet. Vor allem im karitativen Engagement, bei Festivitäten und im organisatorischen Bereich wurden und werden sie häufig mit einbezogen, sind aber dennoch keine Freimaurerinnen.

Wie hat sich im Laufe der Zeit dieses Verhältnis verändert, welche Strukturen bildeten sich heraus und wie wirkte der Zeitgeist auf die Einstellungen gegenüber der “Frauenfrage”?

In seinem Buch “Die Brüder und ihre Schwestern” unternimmt Guntram B. Seidler einen historischen Streifzug und untersetzt seine Aussagen mit zeitgenössischen Aussagen.

Guntram B. Seidler, “Die Brüder und ihre Schwestern. Frauen und Freimaurerei — ein historischer Streifzug”, erschienen im Salier-Verlag. Softcover, 244 Seiten, Preis 15 €, ISBN 978-3-943539-76-9

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Logen und Freimaurer in Erfurt

Lutz Hausberg: Logen und Freimaurer in Erfurt

Lutz Hausberg: Logen und Freimaurer in Erfurt

Lutz Hausberg: Logen und Freimaurer in Erfurt. Hardcover 16,5 x 23 cm, 162 Seiten, erschienen 2017 im Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-82-0

Lutz Hausberg hat in seinem profunden Buch erstmals die komplette freimaurerische Geschichte der Stadt Erfurt von den Anfaängen im Jahre 1741 bis in die heutige Zeit aufgearbeitet. Nicht nur für regionalgeschichtlich Interessierte ist dieses Buch eine wahre Fundgrube an spannenden Fakten, Hintergründen und Geschichten.

Der erste Freimaurer in Erfurt war Freiherr Gustav Adolf von Gotter auf Schloß Molsdorf. Über die Jahre und Jahrhunderte bestanden in der Folgezeit verschiedene Logen, die von den Nationalsozialisten 1935 in die Selbstauflösung getrieben wurden. Nach dem Ende des Krieges folgten in Erfurt die Besatzung durch die Armee der Sowjetunion und zuletzt das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik. All diese Regime standen der Freimaurerei ablehnend gegenüber und Logengründungen waren verboten. Das änderte sich erst mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990.

Was zunächst als Aufarbeitung der Geschichte nur einer Loge begann, entwickelt sich schon bald zu einem größeren Projekt. Der Autor hat mit großer Akribie, Ausdauer und auch etwas Glück die Geschichte verschiedener Logen in Erfurt aufarbeiten können, beginnend 1741 und vorläufig endend im Jahre 2013. Neben der älteren wurde auch die jüngere Geschichte aufgearbeitet und niedergeschrieben. Schon hier zeigte sich, wovor Historiker warnen: die Zeugnisse der jüngeren Geschichte werden aufgrund der Digitalisierung spärlich werden, auch der Autor berichtet bereits von seinen Schwierigkeiten. Ein Hinweis für viele Logen, ihr Treiben auch für die Nachwelt zu dokumentieren.

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Salzburger Hofmusik präsentiert Freimaurerlieder

"Salzburger Hofmusik" mit ihrem Dirigenten Wolfgang Brunner

Am 15. September 2017 präsentierte das Barockorchester „Salzburger Hofmusik“ zum 25-jährigen Bestehen des Ensembles auf historischen Instrumenten unter ihrem Dirigenten Wolfgang Brunner ihre neueste CD in einem Festkonzert.

Auf dem Programm standen sämtliche erhaltenen Freimaurerkompositionen Mozarts (mit Ausnahme der „Zauberflöte“). Die Besetzung der Instrumentalisten war solistisch, klein und durchsichtig gehalten, denn in den österreichischen Logen zur Zeit Mozarts waren die Räumlichkeiten auch eher beengt. Der Klang wird freilich dadurch direkter und klarer, der Text leichter verständlich. In höchst abwechslungsreichen Besetzungen von oratorienhaften Kantaten über Lieder  mit Männerchor bis hin zu Bassetthorntrios erlebten die Konzertbesucher eine selten zu hörende Seite Mozarts.

Die Zugabe bildete eine Melodie, die jeder Österreicher kennt – wenn auch mit anderen Text: die österreichische Bundeshymne aus der Feder  Paul Wranitzkys wurde ursprünglich als Freimaurerlied gesungen. Der originale Text Lasst uns mit geschlungnen Händen war im Programmheft abgedruckt, so dass die 480 Konzertbesucher den Abend mit einem gemeinsamen Gesang beenden konnten.

Auf der vorgestellten CD sind — mit Ausnahme der “Zauberflöte” — Mozarts sämtliche masonische Kompositionen enthalten. Ein umfangreiches Booklet führt in die einzelnen Stücke ein, enthält sämtliche Texte und stellt zudem die Sänger Jan Kobow (Tenor), Maximilian Kiener (Tenor) und David Steffens (Bass) sowie das Orchester “Salzburger Hofmusik” und den Dirigenten Wolfgang Brunner detaillierter vor. Es gibt verschiedene Einspielungen freimaurerischer Musiken, diese steht den besten von ihnen in nichts nach und ist ganz sicher eine Empfehlung. Der Musikfreund findet ausgezeichnet eingespielte und interpretierte Stücke Mozarts in außerordentlicher musikalischer Qualität. Kurz: ein Hörgenuss.

Freimaurermusiken

Wolfgang Amadé Mozart, Die Freimaurermusiken. Jan Kobow, Maximilian Kiener, David Steffens, Salzburger Hofmusik unter Wolfgang Brunner. — “Laut verkünde unsre Freude / Zerfließet heut / Ihr unsre neuen Leiter / Kanonisches Adagio / Adagio /Paul Angerer Fantasie zu KV 440b / Dir, Seele des Weltalls / Maurerische Trauermusik / Lobgesang auf die feierliche Johannesloge / Lied zur Gesellenreise / Die ihr des unermesslichen Weltalls Schöpfer ehrt / Die Maurerfreude / Anonym: Oh heil’ges Band

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Mit der Kelle vom Winkel zum Zirkel

"Mit der Kelle vom Winkel zum Zirkel" – Texte und Fotografien von Frank Dörr

In seinem Buch “Mit der Kelle vom Winkel zum Zirkel” beschäftigt sich der Fotograf mit der Symbolik der Freimaurer und schafft so einen oft anderen und ungewöhnlichen Blick auf die Dinge.

“Die Philosophie der Freimaurer liefert keine vorgefertigten Antworten”, heißt es im Vorwort des Bildbandes von Frank Dörr. Gewöhnung kann aber doch zu Denkschablonen führen und darum ist das Buch einerseits erfrischend für Freimaurer, die einmal ihre Gewohnheiten überprüfen möchten wie auch für Einsteiger in die Thematik, die sich der Symbolik von anderer Seite nähern wollen.

Auf der linken Seite präsentiert der Autor jeweils einen kurzen Text, auf der rechten Seite stellt er dem ein Bild gegenüber. Beispielsweise “‘Schau in Dich’ ist der Sinnspruch des Lehrlings. Es gilt, das eigene Selbst zu erforschen, die eigene Dualität aus Licht und Schatten kennen zu lernen, als Basis für die Arbeit am rauen Stein. Der Blick des Lehrlings richtet sich nach innen.” Der Freimaurer hat üblicherweise sofort Symbole im Kopf, die er aus der einschlägigen Literatur kennt oder aus der Verwendung in den rituellen Zusammenkünften.

Und ist nun erstaunt, dem Text gegenüber das Bild eines Kleinkindes zu finden, ein Kind mit großen Augen, eine Hälfte in das Dunkel des Raumes eintauchend, die andere Hälfte sanft vom Licht beschienen. Es ergibt sich vielleicht nicht zwingend ein neuer Zugang zum Symbol, aber doch eine andere Betrachtungsweise. Das ist auch für den Interessenten spannend, denn oft genug gibt es in der freimaurerischen Literatur eingetretene Trampelpfade der Erläuterung, so kann sich jeder seine eigenen Wege suchen, und das Suchen ist ja eine der Aufgaben jeder persönlichen Entwicklung.

Insofern ist es stimmig, wie die Einleitung des Buches abschließt: “Das Buch soll einladen, sich der Gedankenwelt der Freimaurer auf eine neue, auf eine visuelle Art zu nähern.” Dabei erschließt sich dieser andere Weg dem Freimaurer wahrscheinlich anders, der die Gedankenwelt kennt, vermutlich leichter. Für den im tatsächlichen Sinne “Suchenden” könnte dies Buch eine spannendere Beschäftigung mit der Thematik bewirken als manche masonische Fachlektüre.

Frank Dörr, “Mit der Kelle vom Winkel zum Zirkel – Symbole der Freimaurer”, Hardcover, 76 Seiten, Format 21 x 21 cm, erschienen im Salier-Verlag zum Preis von 16 €, ISBN 978-3-943539-60-8.

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Freimaurer und berufliche Sonntagsschulen

Helmut Klemm - Mitwirkung deutscher Freimaurer beim Aufbau beruflicher Sonntagsschulen

Wenig bekannt bisher war die intensive Beschäftigung von Logen und einzelnen Freimaurern mit der Schaffung beruflicher Bildungseinrichtingen bereits ab dem 18. bis hinein ins 20. Jahrhundert. Eine Dissertation von Helmut Klemm, nunmehr Dr. phil., schließt auf bemerkenswerte Weise diese Lücke.

Unter dem sperrigen Titel “Die Mitwirkung deutscher Freimaurer beim Aufbau beruflicher Sonntagsschulen im Spannungsfeld zwischen Aufklärung und industrieller Revolution. Gezeigt an Beispielen in Preußen, Sachsen und Thüringen.” legte Helmut Klemm seine Dissertation vor.

Auf über 500 Seiten beschäftigt er sich mit einem Thema, das auch von großen Teilen der freimaurerischen Öffentlichkeit in diesem Umfang nicht wahrgenommen wurde. “Im Sinne der auferlegten Verschwiegenheit legten sie [die Freimaurer] die Leitung und den Betrieb der Schulen überwiegend in die Hände öffentlicher, von Freimaurerlogen geschaffener Vereine; ganz nach dem Motto: ‘Tue Gutes und rede nicht darüber!’ Infolgedessen ordnete die historische berufspädagogische Forschung nur einige wenige Sonntagsschulen ihren wahren Stiftern zu.”, so der Autor.

Wer eine sperrige wissenschaftliche Lektüre erwartet hat, darf sich auf angenehmste Weise getäuscht sehen. Neben allen notwendigen wissenschaftlichen Erkenntnissen führt der Autor den geneigten Leser behutsam in alle Themenbereiche ein.

So beschäftigen sich die ersten gut 70 Seiten beispielsweise ausschließlich mit einer sachlichen und auch für den Nichtfreimaurer gut verständlichen Einführung in die Entstehungsgeschichte, die Struktur und die Besonderheiten der Freimaurerlogen. In der Folge beleuchtet Helmut Klemm den wirtschaftlichen und politischen Wandel in den wichtigen europäischen Ländern England, Frankreich und im zaristischen Russland, um sich dann über Preußen und Sachsen seinem eigentlichen geografischen Untersuchungsgebiet zu nähern. Diese interessanten Erläuterungen sind notwendig, um sich an die Anfänge und Notwendigkeit der beruflichen Bildung heranzutasten und um zu verstehen, warum gerade die Freimaurer dieser Zeit sich mit dem ihnen eigentlich fremden Thema so intensiv und folgenreich beschäftigten. Erst nach weit über 200 Seiten einleitenden Textes beschäftigt sich Klemm mit dem eigentlichen Anliegen seiner Arbeit, den Freimaurern als Stiftern von beruflichen Bildungseinrichtungen.

“Die vorgelegte Arbeit geht der Frage nach, wer zu den Akteuren dieser Entwicklung zu zählen ist und welche politisch-weltanschaulichen Vorstellungen diese Aktivitäten getragen haben. Viele Einzelfälle – zum Beispiel in Altenburg – haben gezeigt, dass hier immer wieder Freimaurer als Loge oder als Einzelpersonen am Aufbau dieser Schulen beteiligt waren. Im Zentrum steht deshalb die Frage, ob es sich hier um Einzelereignisse und Zufälligkeiten handelt oder ob die Mitwirkung der Freimaurer ein verbreitetes Phänomen darstellt.”, bemerkt der Autor in seiner Zusammenfassung. Diese Frage war berechtigt, denn zu Beginn der Arbeit an dem Werk hatte er “keinerlei Berührung mit der Freimaurerei”. Aber er wurde fündig und berichtet ausführlich über das Freimaurerinstitut in Dresden (1773), das Philantropin in Schnepfenthal (1784), das Schulinstitut der Großen Landesloge der Freimaurer in Berlin, die Sonntagsschulen in Gotha (1805), Leipzig (1816), Dresden (1817), Freiberg (1818), Zittau (1819), Annaberg (1823), Polytechnikum Dresden (1828), Bautzen (1827) Duisburg (1832), Chemnitz (1829), die Kunst- und Handwerkerschule zu Altenburg (1824), die Baugewerkenschule zu Dresden (1837), Handwerkerschule in Dresden. Und angesichts der schwierigen Quellenlage vermutet der Autor noch weitere Schulgründungen, die durch Logen, einzelne Freimaurer oder deren Mitwirkung ins Leben gerufen wurden.

Der Autor Dr. phil. Helmut Klemm lockert alle Kapitel mit interessanten Nebeninformationen und Zitaten auf, umfassende Fußnoten erläutern viele ergänzende Begriffe, sodass das Werk ungeachtet der umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnisse auch als informativ-unterhaltsame Lektüre genossen werden kann. Das mag damit zusammenhängen, dass der Autor, Jahrgang 1942, keinen ganz geradlinigen beruflichen Werdegang hatte, der ihm eine sachbezogene und schnörkellose Sprache bewahrt haben mag. Mit 14 Jahren machte er zunächst eine handwerkliche Ausbildung, studierte dann am Päd. Institut Karl-Marx-Stadt und schloss als Lehrer für Mathematik und Polytechnik ab. Es folge eine Abendstudium zum Dipl.-Ing. zum Konstrukteur für Verarbeitungsmaschinen. Durch die Wirren des Endes der DDR lag sein Schwerpunkt in der Tätigkeit als Berufsschullehrer.

Ein empfehlenswertes Buch, einziger Wermutstropfen ist der stolze Preis von 139,80 €.

Helmut Klemm, “Die Mitwirkung deutscher Freimaurer beim Aufbau beruflicher Sonntagsschulen im Spannungsfeld zwischen Aufklärung und industrieller Revolution, gezeigt an Beispielen in Preußen, Sachsen und Thüringen”, erschienen im Verlag Dr. Kovac, 532 Seiten, 139,80 €, ISBN 978-3-8300-9512-5

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Sponsoren für Bildband über Freimaurer gesucht

Tempel im Logenhaus der Provinzialloge von Yorkshire West Riding, Bradford, England, 2015. Foto: Juliane Herrmann

Tempel im Logenhaus der Provinzialloge von Yorkshire West Riding, Bradford, England, 2015. Foto: Juliane Herrmann

Mehr als fünf Jahre war die Fotografin Juliane Herrmann in Europa und Teilen der Welt unterwegs, um Logenhäuser und Freimaurer zu fotgrafieren. Jetzt sucht sie nach Sponsoren, damit das Buch im Herbst erscheinen kann.

“Mein Fotobuch gibt einen komplexen Einblick in eine Welt, die noch nie zuvor so umfangreich fotografiert wurde”, schreibt die Fotografin auf der Seite der Crowdfunding-Plattform “Kickstarter”. Ihr Anliegen ist es nach eigenen Angaben, auf die Existenz der Freimaurer und ihre Wertvorstellungen hinzuweisen, Vorurteile auszuräumen. In ihren auf Kickstarter und ihrer Website erschienenen Fotos zeigt sie Innenansichten von sogenannten Freimaurertempeln, einem Teil der Versammlungsräume, sie zeigt zumeist ältere Herren in freimaurerischer Bekleidung, mehr oder minder gediegene Räumlichkeiten, aber auch Motive aus Nebenräumen und den unspektakulären Alltag der Freimaurer bei Aufbauarbeiten oder dem Putzen des Hauses.

Niederländischer Freimaurer, Mitglied bei „De Vriendschap“ in Den Haag und „Concord“ in Rotterdam, Niederlande, 2013. Foto: Juliane Herrmann

Niederländischer Freimaurer, Mitglied bei „De Vriendschap“ in Den Haag und „Concord“ in Rotterdam, Niederlande, 2013. Foto: Juliane Herrmann

Ob es Juliane Herrmann tatsächlich gelingt, Vorurteile abzubauen, bleibt abzuwarten. Denn natürlich haben es ihr als Fotografin vor allen Dingen die visuell ansprechenden Motive angetan, die beeindruckenden Freimaurertempel, die aber in dieser Form eher die Ausnahme als die Regel sind. Und vielleicht ihrer Vorstellung entsprechend zeigt Frau Herrmann eine Freimaurerei, die gerade dabei ist, diese Bilder abzulegen: zumindest in Deutschland wird Freimaurerei sichtbar jünger, dynamischer und zunehmend nach außen als nach innen gekehrt. Ebenso muss ein Versuch misslingen, die Freimaurerei darzustellen, denn die Freimaurerei gibt sie nicht. Aber eben diese Frage versucht sie in Ihrem Buch zu beantworten: die Frage nach kulturellen Unterschieden, dem Typisches der besuchten Länder.

Aber vielleicht ist es die Mischung und der, wie sie anmerkt, gelegentlich humorvolle Umgang mit der Freimaurerei, der dem Buch einen besonderen Reiz geben könnte. Es kommt darauf an, wie das Bildmaterial kombiniert und mit welchen erläuternden Texten es ergänzt wird. Ob es ein gelungenes Buch wird, kann man erst beurteilen, wenn es vorliegt. Einen Versuch jedenfalls ist es sicher wert. Und damit dieser Versuch gelingt, hat die Fotografin diese Kampagne gestartet, um für eine Veröffentlichung benötigte 15.000 € zu sammeln. Zum Zeitpunkt dieses Artikels waren knapp 8.000 € zugesagt, und noch sind 14 Tage Zeit. Wir sind gespannt.

Was ist “Crowdfunding”?

Der Begriff ist recht jung und bezeichnet den Versuch, ein Projekt durch eine Gruppe unterschiedlichster Menschen zu finanzieren. Dafür wurden im Internet verschiedene Plattformen  – wie in diesem Falle die Seite “Kickstarter” – gegründet, in denen Menschen ihr Projekt vorstellen, den Finanzbedarf erläutern und die Gegenleistung, die der “Investor” bekommt. Beim vorgestellten Crowdfunding kann man bereits ab 8 € teilnehmen und bekommt eine Postkarte, für 40 € erhält man nach Erscheinen ein signiertes Buch. In verschiedenen Schritten bis zu 2.000 € erhält man unterschiedliche, fest umrissene Gegenleistungen. Im Grunde ist es in diesem Fall ähnlich der Subskription im Buchhandel.

Das Buch soll im Format 16,8 x 24 cm erscheinen, über 300 Seiten haben und 160 Farbfotografien enthalten. Die Sprache ist Englisch mit einem Einleger in deutscher Sprache. Der Preis soll 40 € betragen. Auf der Crowdfunding-Seite finden Sie eine Auswahl von Bildern und ausführliche Erläuterungen, weiter unten in deutscher Übersetzung.

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Hans-Hermann Höhmann: Freimaurerei in Deutschland

Hans-Hermann Höhmann: Freimaurerei in Deutschland

Unter dem Titel “Freimaurerei in Deutschland, Aspekte der Vergangenheit – Aufgaben für die Zukunft” ist ein weiteres Buch von Hans-Hermann Höhmann im Salier-Verlag erschienen.

(bs) Mit einer Studie zur historischen Entwicklung der Freimaurerei in Deutschland und zu den Aufgaben, die sich dem Bund in der Zukunft stellen, setzt Hans-Hermann Höhmann seine Publikationen über den “Bruderbund der Menschlichkeit” fort. Kernanliegen seiner Analyse im Jubiläumsjahr der Weltfreimaurerei 2017 ist es herauszuarbeiten, wie sehr Herkunft und Zukunft zusammengehören: Einerseite beeinflusst die vergangenheit auf nachhaltige Weise die Freimaurerei der Gegenwart, andererseits lassen sich die zukünftigen Aufgaben des Freimaurerbundes nur bestimmen, wenn bekannt ist, auf welche herkunft sich die angestrebte Weiterentwicklung bezieht. Dem Autor ist für die Zukunft der Freimaurerei vor allem an einer Orientierung des Bundes an den Traditionen von Humanismus und Aufklärung gelegen. Ihm gelingt es, diese Traditionen in der vergangenheit der deutschen Freimaurerei aufzuspüren und zu zeigen, mit welchen anderen, davon abweichenden Traditionslinien es die Freimaurerei in Deutschland zu tun hatte. Daraus entwickelt er schließlich ein klares Konzept für eine “Humanistische Freimaurerei”. Neben den Prinzipien der Freimaurerei werden vom Autor auch die politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Gegenwart behandelt, mit denen sich der Bruderbund auf absehbare Zeit auseinanderzusetzen hat.

Hans-Hermann Höhmann: “Freimaurerei in Deutschland, Aspekte der Vergangenheit – Aufgaben für die Zukunft”. Taschenbuch 12 x 19 cm, 180 Seiten, erschienen im Salier-Verlag zum Preis von 12,00 Euro, ISBN 978-3-943539-81-3

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