Neues Handbuch zur Freimaurerei

Reinalter-Freimaurerei

“Freimaurerei. Geheimnisse, Rituale, Symbole”. Unter diesem Titel veröffentlichte Helmut Reinalter als Herausgeber ein Handbuch für die Freimaurerei mit Texten von renommierten Autoren, die als profunde Kenner der Freimaurerei gelten.

Die Autoren sind, neben dem Herausgeber Prof. em. Dr. Dr. h. c. Helmut Reinalter selbst, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün, Prof. em. Dr. Klaus Hammacher, Dr. Walter Hess, Dr. Herbert Kessler, Dr. Klaus Oberhauser, Thomas Richert, Dr. Johannes Rogalla von Bieberstein, Prof. Dr. Alfred Schmidt, Prof. Dr. Jan M. Snoek und Prof. i. R. Dr. Peter Volk. Die Autoren beschäftigen sich mit den Themen Freimaurerische Interna, Organisation, Ritualen und Symbolen, den Ideen und Werten und den geistigen Strömungen der Freimaurerei und widmen auch den Gegner ein eigenes Kapitel.

Streng genommen bringt das Buch dem, der sich intensiv mit Freimaurerei beschäftigt hat, keine Neuigkeiten. Aber es verbindet alle notwendigen Informationen, trennt Mythen und Legenden von Fakten und konzentriert sich auf die belastbaren Informationen. Das ist das eigentliche Verdienst dieses Buches, das jedem Interessierten und Freimaurer als sachliche Informationsquelle zu empfehlen ist. Dies war nach eigener Aussage auch die Aufgabenstellung des “Handbuches zur europäischen Freimaurerei”, das im Rahmen eines Projekts mit dem Schwerpunkt “Freimaurerforschung” am Privatinstitut für Ideengeschichte an der Universität Innsbruck entstanden ist.

Es versteht sich als Nachschlagewerk und Hilfsmittel zur Einführung in die wichtigsten Sachbegriffe der europäischen Freimaurerei. “Das Handbuch”, so der Herausgeber, “strebt keine lückenlose Aufarbeitung des Themas an, sondern möchte eine wissenschaftliche Orientierungshilfe und Grundlagen für weitere Studien bieten. Nach Auffassung des Herausgebers scheint es so, dass die Freimaurerei bei der Auflösung der frühneuzeitlichen Dogmen, in der Aufklärung, in der Säkularisierung und in den bürgerlichen Revolutionen einen gewissen Einfluss hatte, insbesondere bei der Herausbildung der westlichen Demokratien, des modernen Staates und des Parlamentarismus, bei der Verbreitung der Menschenrechte und in ihrem Engagement für Weltfrieden, Humanität, Ethik, Bildung und Toleranz.”

Helmut Reinalter (Hg.): Freimaurerei. Geheimnisse – Rituale – Symbole. Ein Handbuch. 170 Seiten, Broschur. Erschienen im Salier-Verlag zum Preis von 18 €, ISBN 978-3-943539-74-5.

Continue reading...

Als ich König war und Maurer

Johann Wolfgang von Goethe und Rudyard Kipling, gemalt vom Österreicher Oskar Stocker: zwei von neunzig Dichtern, die der Wiener Kulturjournalist Heinz Sichrovsky in einem erstaunlichen 600-Seiten-Buch versammelt hat. Was die Neunzig verbindet? Alle waren Freimaurer!

Johann Wolfgang von Goethe und Rudyard Kipling, gemalt vom Österreicher Oskar Stocker: zwei von neunzig Dichtern, die der Wiener Kulturjournalist Heinz Sichrovsky in einem erstaunlichen 600-Seiten-Buch versammelt hat. Was die Neunzig verbindet? Alle waren Freimaurer!

Heinz Sichrovsky stellt in seinem Buch “Als ich König war und Freimaurer” eine erstaunliche Sammlung von Freimaurerdichtung aus vier Jahrhunderten vor; eine Anthologie mit 90 Portraits des Künstlers Oskar Stocker.

Den Buchtitel entlehnte Sichrovsky dem Gedicht „Der Palast“ von Kipling. Gemeinsam mit Goethe und Mathias Claudius hat er sensationelle Freimaurer-Lyrik geschrieben. Viele weitere große Namen und deren Werke werden im Buch verewigt: etwa Lessing, Heine, Puschkin oder Tucholsky; aber auch weniger geläufige Namen wie Blumauer, Schönwiese oder unser Zeitgenosse Gerd Scherm. Insgesamt sind es 124 Texte von 90 Dichtern aus 21 Ländern und vier Jahrhunderten; überwiegend Lyrik.

Der einzige Nicht-Freimaurer ist Friedrich Schiller, schrieb er doch die berühmte ‚Ode an die Freude’ („Alle Menschen werden Brüder“) im Auftrag eines Freimaurers für eine Leipziger Loge; die Beethoven-Melodie ist heute die Europahymne.

Heinz Sichrovsky (Hg.):

Heinz Sichrovsky (Hg.): "Als ich König war und Maurer"

Sichrovsky bei der Buchvorstellung im Wiener Mozarthaus: „Der Freimaurerbund ist im schönen Wortsinn ein Kunst-Produkt. Seine Gründer waren Architekten und Steinbildhauer aus dem englischen und französischen Mittelalter; der Gesang begleitete früh seine Rituale; und seine Stiftermythen beruhen auf großer Literatur. … Tausende literarische Amateure dichteten für den Logengebrauch. Schon aus dem 18. Jahrhundert sind 15.000 Logenlieder überliefert. Aber die Resultate, meist pädagogisch-moralische Appelle oder Trinklieder für das Brudermahl nach der Tempelarbeit, gelangten nur in Glücksfällen über den Status der Gebrauchsliteratur hinaus.“

Zehn Jahre lang hat Sichrovsky diese Glücksfälle gesammelt: freimaurerische Lyrik, aber auch Prosa – diese Werke machen mehr als vier Fünftel des Buches aus; und auf den letzten hundert Seiten freimaurerische Konnotationen in nicht-freimaurerischen Texten. Dazu Sichrovsky: „Die Freimaurerei war immer ein Abbild des Lebens, im Guten wie im weniger oder gar nicht Guten. Deshalb hat das Buch einen Anhang mit nicht-maurerischer Lyrik von Freimaurern zur Weltpolitik. Hier krachen alle Gegensätze der Jahrhunderte aufeinander.“ Schon damals Gegensätze von links und rechts, könnte man heute ergänzen.

Durch das Buch zu blättern ist ein doppelter Kunstgenuss: wegen der Texte UND wegen der Dichterporträts, für jeden der Neunzig eines von Oskar Stocker.

Erschienen im StudienVerlag, Innsbruch, ISBN 978-3-7065-5583-8, 608 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 29,80 €

Continue reading...

Neue CD von Gabrielle Heidelberger

Gabrielle Heidelberger hat eine CD mit Chansons veröffentlicht, als Gast ist auch Ferenc Husta vertreten, die Kompositionen stammen von Thomas Bierling.

Die neue CD von Gabrielle Heidelberger führt zurück in eine Zeit, als Schlager noch Chansons waren. In eine Zeit, als Swing-Musik noch zum Schlager werden konnte.

Die Liedtexte wurden Gabrielle Heidelberger von Ilona Boraud und Yvonne Fendel auf den Leib geschrieben. Sie sind so bunt und vielfältig wie das Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen, Irrungen und Wirrungen, mit Freud und Leid, Optimismus und Resignation, Freude und Trauer. Eine Sammlung von Momentaufnahmen des Alltags eben, mit vielen autobiographischen Bezügen. Denn „mit einem Schlag“ können sich viele Dinge im Leben ändern. Pläne werden plötzlich umgeworfen und man wird wieder daran erinnert, dass das Glück niemals selbstverständlich ist.

Das Swing-Duett „Leading Light“ singt Gabrielle Heidelberger gemeinsam mit Ferenc Husta, dem langjährigen Bass der „Wise Guys“. Alle Kompositionen und Arrangements dieser Produktion stammen von Thomas Bierling. Neben seiner Vorliebe für grenzüberschreitende Jazz-Projekte pflegt er eine heute eher ungewöhnliche Leidenschaft für gehobene Unterhaltungsmusik im Stile des „Easy Listening“.

Die CD ist erhältlich zum Preis von 15,95 zzgl. Versand bei Gabrielle Heidelberger bzw. Fidelitas-Records und im einschlägigen Handel.

Continue reading...

Schon wieder Zauberflöte? Aber ja: und lesenswert!

Ekhart Wycik,

Schon wieder ein Buch über die Zauberflöte, die beliebte Oper von Mozart und Schikaneder? Ja, warum denn nicht? Diese Oper ist unergründlich vielschichtig, und wenn jemand sie gleichermaßen kenntnisreich wie unterhaltsam präsentiert und dabei auch noch neue Blickwinkel erlaubt? Dann hat es seine Berechtigung.

Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, das geben sogar Mozart-Kritiker zu, ist genial. Vielleicht manchmal etwas zuckersüß, ein bisschen viel Entlehnungen aus dem Volksliedgut. Und das Libretto von Schikaneder? Gilt gerne als vollkommener Müll, von Mozarts grandiosen Einfällen gerade mal so zusammengehalten. Freimaurer wissen, dass das Libretto weit mehr ist und reklamieren die Zauberflöte als Freimaureroper. Nichts von alledem lässt der Autor Ekhart Wycik so gelten. Jedenfalls nicht einfach so. Und erklärt deshalb erst einmal dem geneigten Leser, was Freimaurerei ist und wie man sie im Zusammenhang mit der Zauberflöte, insbesondere der Geschichte des Entstehens, verstehen muss, um einen tieferen Zugang zu finden.

Zum Entstehen der Oper gehört aber auch das Ansinnen der beiden Schöpfer der Zauberflöte. Den Schwärmern gilt bis heute die Vorstellung, dass diese Oper nur in dem unbedingten Willen entstanden sei, dem Volke etwas zur Unterhaltung und den Wissenden zur Erbauung zu liefern, die Weltgeschichte zu beinflussen und die Menschheit mit Tugenden zu versorgen. Davon mag etwas mitgeschwungen sein, aber zunächst einmal waren beide, insbesondere Schikaneder wird es nachgesagt, Entertainer des damaligen Kulturbetriebes, die das Theater an der Wieden ebenso füllen wollten wie ihre Kassen. Das ist nicht unredlich, und vielleicht ist es einer der wichtigen Gründe der ungebrochenen Beliebtheit dieses Opernwerkes.

Ich empfehle dir Bey deiner arbeit nicht einzig und allein für das musikalische, sondern auch für das ohnmusikalische Publikum zu denken ... Vergiss also das so genannte populare nicht, das auch die langen Ohren kitzelt.

Leopold Mozart 1780

Schikaneders Libretto als Schund oder Machwerk abzutun, wie dies in der Vergangenheit oft geschah, ist sicherlich falsch. Zweifellos hat Emanuel Schikaneder gut geklaut, und zweifellos hat er für sein Publikum geschrieben, aber schon mehrere verständige Historiker haben auf verschiedene Ebenen in seinem Werk hingewiesen, die interessante Deutungen erlauben. Wycik geht darauf nicht weiter ein, sondern verteidigt das Libretto in erster Linie als gute Theaterkunst, die mit lyrischer Dichtung schon aus ihrer Funktion heraus nicht zu messen ist. “Operntexte sind Gebrauchsware!”, verteidigt er das Libretto und weist letztlich darauf hin, dass eines dem Librettisten Recht gibt und den Kritikern Unrecht: der bis heute anhaltende Erfolg.

Und so geht es weiter in dem wissens- und facettenreichen und gleichzeitig äußerst unterhaltsamen Buch von Ekhart Wycik: Er bricht mit der Bruchtheorie der Zauberflöte, begeistert sich an den fantastischen musikalischen Einfällen des Komponisten und bringt eine Fülle von Erklärungen zur Musiktheorie, zur Entstehungsgeschichte, zum berühmten Wiener Vorstadttehater “An der Wieden”, über die Zeit der Aufklärung, über Symbole und zahllose Fakten, die zum wirklichen Verstehen der Oper wichtig sind.

Die Zauberflöte – ein Machwerk? Das wird dieser kunstreich gearbeiteten Oper nun wirklich nicht gerecht. Wer es sich bei einem so komplexen Werk so einfach macht, hat sich selbst und nicht der Oper das Urteil gesprochen.

Ekhart Wycik

Ekhart Wycik scheint es gelungen zu sein, das Unmögliche möglich zu machen: Als international arbeitender Dirigent, als Musiker und als Mensch hat er sich akribisch und umfänglich mit der sogenannten Freimaureroper auseinandergesetzt. Und es ist ihm gelungen, im Sinne von Mozart und Schikaneder die Zauberflöte dem Einsteiger zu erläutern und schmackhaft zu machen, dem sich schon wissend Wähnenden gleichermaßen noch weitere Versatzstücke an Denkansätzen zu liefern oder alte Fehler zu korrigieren. Spannend, sachkundig, und augenzwinkernd bringt er Leserinnen und Lesern ein Stück europäischer (und freimaurerischer?) Musikgeschichte näher – auch denen, die sich sonst weniger mit klassischer Musik beschäftigen.

Ja, noch ein weiteres Buch in der schier unendlichen Flut von Werken über die berühmteste Oper, die bis heute auch die erfolgreichste und beliebteste ist. Dieses Buch erklärt erfreulich leicht lesbar, warum es so ist.

Ekhart Wycik, “Zauberflöte”, mit Illustrationen von Cornelius Rinne, Salier-Verlag, ISBN: 978-3-943539-61-5, Hardcover, 180 Seiten, Format: 22 x 23,5 cm, Preis: 24,00 EUR
Continue reading...

Weihnachten mal anders

ferenc_digipak_weiss_forweb

Hier kommt Weihnachtsstimmung im Acapella-Gewand: Ferenc Husta, der ehemalige Bassist der Wise Guys, hat einige stimmgewaltige Szene-Größen um sich versammelt, um zu beweisen, dass eine CD zum Fest der Liebe nicht immer klassisch daher kommen muss.

Für das neue Werk hat er sich mit Uwe Baltrusch, langjähriger Freund und Ex-Produzent seiner alten Formation, zusammen getan, der auch für die Produktion des einzigen jemals mit einem Echo prämierten Acapella-Albums „Zwei Welten“ von den Wise Guys verantwortlich zeichnet. Baltrusch war schon lange klar: „Ferenc, eigentlich musst du mal wieder was machen. Nicht nur wegen dir, auch deine Fans fragen doch immer wieder nach.“ Schließlich hatte Ferenc selber in der vergangenen Zeit wiederholt festgestellt, dass ihm die Musik fehlt. Nur ob es wieder dieselbe Richtung werden sollte, war zuerst fraglich. Doch Baltrusch, dem Ferenc in musikalischer Hinsicht schon seit 16 Jahren blind vertraut, konnte mit seiner Idee überzeugen und so begann die spannende Suche nach Mitstreitern, die allesamt aus der Acapella-Welt kommen und gemeinsam eine nicht so typische Weihnachts-CD aufnehmen sollten. Gefunden haben sich hierbei Bands der unterschiedlichsten Stilrichtungen wie The Crystalairs, Fünf vor der Ehe, Medlz, 6 Zylinder, La Le Lu oder Van Canto.

Ein besonders hervorzuhebender Mitstreiter ist ein anderes Ex-Mitglied der Wise Guys, Clemens Tewinkel, der damit das erste Mal seit seinem Ausstieg wieder auf einer CD zu hören ist – dieses Mal vom Klavier begleitet. Damit ist dann auch das zweite und letzte Instrument nach Van Cantos Schlagzeug benannt, das auf der CD zu hören sein wird, ohne sich jemals in den Vordergrund zu drängen.

Mit all diesen grandiosen Gästen ist ein bunter Reigen von Liedern entstanden, in dem man alles findet vom Klassiker („Stille Nacht“) über gefühlvolle Balladen („Du wirst vermisst“) bis hin zu stilistisch völlig neuen Interpretationen bekannter Traditionals („Deck the halls“). Jeweils gesungen vom “beliebtesten Acappella-Bass des Universums”, wie Ferenc spontan von den Medlz getauft wurde.

Abgerundet wird die Mischung durch eine exzellente Auswahl einiger, kurzer Gedichte, die zwischen den Liedern eingewoben wurden und so für noch mehr Abwechslung sorgen. Auch hier sind die unterschiedlichsten Autoren vertreten, von amüsant bis besinnlich, ­­­­­­­­denn „normal“ machen ja schon die anderen.

Ferenc Husta, “Weihnachten mal anders”, 19 Titel zum Thema Weihnachten als Download oder als CD. Hörproben gibt es auf der Seite www.husta.de. Preis 9,99 (MP3) bzw. 14,50 (CD).

Continue reading...

„Tu es! – Die Welt braucht dich“

„Tu es! - Die Welt braucht dich“ von Gerhard Scheucher

„Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es.“ – Getreu diesem von Erich Kästner formulierten Motto präsentiert der Sachbuchautor und Strategieberater Gerhard Scheucher in seinem neuen Buch ein nachdrückliches Plädoyer für gesellschaftliches Engagement und Zivilcourage. Nur durch Einmischung und Mitwirken ehrenamtlicher Aktivisten sei eine gerechtere und mithin bessere Welt, in die die Menschen einbezogen und nicht aus ihr ausgegrenzt werden, zu erreichen.

Der bei Wien lebende und in der Bonner Loge Kosmos aktive Freimaurer Scheucher zeigt anhand autobiographischer Beispiele und der Entwicklung großer Organisationen auf, wie der Einzelne zum Kristallisationspunkt werden beziehungsweise sich in vorhandene Strukturen einbringen und so auch in der profanen Welt am Bau des Tempels der Humanität mitwirken kann. Manche Initiative, betont der Autor, habe einst als Zusammenschluss weniger scheinbar idealistischer Utopisten begonnen und stehe heute als einflussreiche und schlagkräftige Vereinigung da.

So gibt es in „Tu es! – Die Welt braucht dich“ zahlreiche konkrete Empfehlungen, wie Mitglieder der Zivilgesellschaft dazu beitragen können, wesentliche und dringend notwendige Veränderungen herbeizuführen, die den Weg in eine Zukunft ebnen, in der es Lebensraum und Auskommen für alle ebenso gibt, wie Teilhabe am kulturellen Geschehen.

'Die Gesellschaft“ sind wir. Wer nicht hilft, wo Hilfe gebraucht wird, wer sich nicht darauf einlässt, Verantwortung zu übernehmen, wo es nötig ist, sieht weg. Die Kultur des Wegsehens ist der Nährboden für eine Kultur des Wegdenkens.

Gerhard Scheucher

Es brauche eigenverantwortliche Initiativen von Frauen und Männern, Jungen und Alten, um der fortschreitenden Entsolidarisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken. Nur so, mahnt Scheucher, der 2003 für das Buch „Der Echtzeitmensch“ mit dem Bruno-Kreisky-Preis ausgezeichnet wurde, könne bedenklichen Entwicklungen der Boden entzogen, könnten Zerfallsprozesse gestoppt und in eine bessere Richtung umgekehrt werden.

Nicht-Handeln ist für ihn keine Option. Aufgrund seiner Praxisnähe kann sich kaum jemand der Schlüssigkeit seiner Argumentation entziehen. So sind dem Buch „Tu es! Die Welt braucht dich“ zahlreiche Leser zu wünschen, denn es ist in einer unsicherer gewordenen Welt ausgesprochen ermutigende Lektüre, die genau zur richtigen Zeit erscheint.

“Tu es! Die Welt braucht dich.”, Wieser Verlag GmbH, ISBN 978-3-99029-223-5, Dezember 2016, 218 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 19,80 Euro

Continue reading...

Reisetagebuch für Freimaurer

Das persönliche Reisetagebuch mit Begleitheft

In der Zarastrum-Manufaktur ist ein Reisetagebuch für Freimaurer mit viel Platz für Notizen und Reisetipps erschienen. Es soll Brüder auf ihren Reisen in andere Städte und andere Logen begleiten.

Für Außenstehende sei gesagt, dass Reisen für Freimaurer eine besondere Bedeutung haben, wobei damit im maurerischen Sprachgebrauch insbesondere Besucher anderer Logen gemeint sind. So gilt bereits der besuch einer anderen Loge im gleichen Hause oder der fleichen Stadt bereits als eine “Reise”. Die freimaurerischen Reisen dienen dem Austausch unter Brüdern, dem Kennenlernen anderer Sicht- und Handlungsweisen, gegebenfalls anderer Rituale und Gebräuche. Auch bei Freimaurern soll Reisen bilden. Der Lehrling darf, der Geselle muss, der Meister soll reisen.

Bislang gibt es nur für die Gesellen Reiseausweise, die allerdings nur dem Nachweis der durchgeführten Reisen dienen. Das Reisetagebuch will mehr: Es soll den Bruder animieren, etwas weitere Reisen zu unternehmen, die Kultur und Sehenswürdigkeiten einer anderen Stadt zu betrachten, seinen Horizint zu erweitern. Durch das gewünschte Dokumentieren in einem Reisebuch soll jeder Besuch ein festgehaltenes Erlebnis werden und damit etwas Besonderes. Aber auch die besuchte Loge soll sich aufgewertet fühlen und den besuchenden Bruder nicht als alltäglichen Besucher, sondern als willkommenen Gast aufnehmen, dem man beim Erkunden der Stadt Hilfestellung leistet. Wer dies einmal erlebt hat, weiß es zu schätzen; so ist Bruderkette gedacht und so soll man sie erleben. Der Autor dieser Zeilen bedankt sich noch heute bei den Brüdern aus Paderborn. Aber das nur am Rande.

Das persönliche Reisetagebuch

Mit 35 Euro erscheint das Büchlein auf den ersten Blick üppig bepreist. Man bekommt in einer opulenten Versandbox sorgfältig verpackt ein Buch im handlichen DIN A 6-Format mit 128 Seiten, eingeschlagen in feines blaues Kunstleder mit Goldprägung und Fadenheftung. Das Buch enthält 91 Tagebuchseiten, eine Kurzeinführung und Tipps für verschiedene deutsche Städte sowie Randinformationen über Großlogen, Freimaurermuseen, einen Kalender, Protokollseiten für bereiste Logen und Sticker für Reiseziele. Dem Tagebuch liegt eine ebenfalls handliche Broschüre mit Vorschlägen für Reiseziele und Informationen über Sehenswürdigkeiten bei. Vom Preis jedes Paketes gehen automatisch 5 € als Spende für das Freimaurermuseum in Bayreuth ab.

“Mein persönliches Reisetagebuch”, 128 Seiten DIN A 6, Fadenheftung, Hardcover mit blauem Kunstledereinband und Goldprägung. Erhältlich für 35 € bei der Zarastrum Manufaktur, attraktive Sonderkonditionen bei Bestellungen über 10 Exemplare

Continue reading...