Freimaurer-Wiki sammelt Spenden auf ungewöhnliche Weise

Wer für das Freimaurer-Wiki spendet, bekommt auf Wunsch ein Portrait im Stil eines Ölbildes

Wer für das Freimaurer-Wiki spendet, bekommt auf Wunsch ein Portrait im Stil eines Ölbildes

Jens Rusch, als Künstler, Freimaurer, Menschenfreund gleichermaßen umtriebig, hat für dieses Jahr zur Finanzierung seines Freimaurer-Wikis einen kreativen Weg gefunden: Portraits der Spender als Ölgemälde. Allerdings falsche Ölbilder. Das tut dem Erfolg keinen Abbruch: Fast die kompletten Kosten für das laufende Jahr sind in wenigen Tagen zusammengekommen.

“Meine Erfahrung lehrt mich, daß es ein unterschiedlich Ding ist, ob man einen Gegenwert anbietet, oder lediglich einen hohen Hut aufstellt, um dringend benötigte Spenden zu erbetteln.”, so der Initiator des Freimaurer-Wikis, Jens Rusch. Und so funktioniert es genau: Er bietet im Netzwerk “Facebook” für einen kleinen Sponsoring-Betrag von zunächst lediglich 20.- Euro kleine digitale Portraits an, die wie handgefertigte Ölgemälde auf Leinwand anmuten. Täuschend ähnlich – ein entsprechender Filter und routinierte Nachbearbeitung halten den Aufwand überschaubar. Hinzu kommt die digitale Signatur des Künstlers, auch diese hat für viele seiner Fans einen besonderen Reiz. Die Nachfrage war – und ist – derartig groß, daß bereits am ersten Wochenende der größte Teil der jährlich notwendigen Finanzierung gewährleistet war. Über 1800.- Euro kamen so zusammen, nicht zuletzt auch, weil einige Brüder freiwillig und unaufgefordert deutlich mehr als die genannten 20.- Euro spendeten.

Den Vorwurf, er könne sein eigenes Handwerk “verraten”- denn Jens Rusch ist durchaus in der Lage, ein klassisches Ölgemälde in wochenlanger Arbeit anzufertigen- nimmt er gelassen hin. “Wer vermutet, man könne für 20.- tatsächlich ein gemaltes Portrait erstellen, kennt vermutlich die hochentwickelten digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten noch nicht.” Dennoch bleibt der Zeitaufwand beträchtlich und der Künstler muss erwägen, diese Aktion zeitlich zu begrenzen, oder aus Selbstschutz den Preis für seine digitalen Ölgemälde deutlich anzuheben, wie er schmunzelnd anmerkt.

Das Freimaurer-Wiki betrachtet Jens Rusch als ein Bildungsprojekt, das eine objektive und glaubwürdige Darstellung freimaurerischer Geschichte und der aktuellen Freimaurerei anbietet. Mit twa 5.000 Inhaltsseiten und etwa 24 Millionen Aufrufen seit Bestehen des Projektes im Jahre 2009 ist das Projekt ein umfassendes Nachschlagewerk für Freimaurer und Interessierte.

Wer für das Freimaurer-Wiki spenden und ein digitales Portrait mit dem Charakter eines Ölgemäldes haben möchte, ruft die entsprechende Wiki-Seite auf, kann dort über den Zahlungsdienst PayPal eine Spende übermitteln und muss im Anschluss ein Portraitfoto an Jens Rusch senden.

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Schröders Geist und Mozarts Noten

Zeitlich passend zum 200. Todestages des Freimaurers und bedeutenden Theatermannes Friedrich Ludwig Schröder erscheint ein Buch von Jens Oberheide über die Freunde Schröder und Mozart, deren Werke sich stark gegenseitig beeinflussten.

Der Theaterpionier Friedrich Ludwig Schröder (1744 – 1816) war von 1781 bis 1785 am Wiener Burgtheater engagiert. Zeitgleich wirkte Wolfgang Amadeaus Mozart (1756 – 1791) als freischaffender Musiker in Wien. Beide waren über künstlerische und menschliche Zusammenhänge miteinander verbunden.

Am besten, wenn ein guter Komponist, der das Theater versteht und ein gescheiter Poet als wahrer Phoenix zusammenkommen.

Mozart

Das hatte auch zu tun mit vielfältigen Netzwerken, gemeinsamen Freunden und Förderern sowie mit freimaurerischen Geistesverwandtschaften, die einen bisher kaum beachteten Aspekt der Entstehungsgeschichte von Mozart-Opern und deren Rezeption berühren.

Zeitgeschichtlich fällt diese Konstellation in eine kulturelle Aufbruchstimmung. Aus höfischer Tradition und Abhängigkeit kommend, begann im deutschsprachigen Raum die Emanzipation von Literatur, Musik und Theater. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts etablierten sich die öffentlichen Schauspiel- und Opernhäuser stilistisch, thematisch und musikalisch mit einem neuen Selbstverständnis.

Mozart und Schröder haben als wegbereiter maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung. Ihr Wirken steht gegen Ende des “Aufklärungszeitalters” am Beginn einer Epoche, die sich kulturhistorisch auch als “Weimarer Klassik” in der Literatur und als “Wiener Klassik” in der Musik artikuliert.

“Schröders Geist und Mozarts Noten” von Jens Oberheide. Erschienen im Salier-Verlag, Taschenbuch, 12 x 19 cm, 224 Seiten, 14 €, ISBN 978-3-943539-64-4

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Der Lehrer, der Student und die Soldaten

Der Lehrer, der Student und die Soldaten, Drama von Gerd Scherm

Als szenische Lesung trägt die Theater-Company ERATHECO aus Frankfurt das Stück “Der Lehrer, der Student und die Soldaten oder Das gestohlene Leben” des Freimaurers und Autors Gerd Scherm in der Staatlichen Bibliothel Ansbach vor.

Das Stück thematisiert die Ermordung des 19jährigen Robert Limpert 1945 wenige Stunden vor Einmarsch der Amerikaner in Ansbach.  Esgeht um die brutale Nibelungentreue des Kampfkommandanten Oberst Dr. Ernst Meyer. Es geht um die „Persilschein-Praxis“ des Entnazifizierungsoffiziers Frank D. Horvay. Und es geht um die Aneignung von Limperts Widerstands-Biographie durch seinen Lehrer Dr. Bosl, der später in Bayern ein hoch geehrter Historiker wurde. Das Stück lässt die entscheidenden Akteure erneut zusammentreffen.

Schauspieler sind Nadine Buchet, Oscar U. Ehrlich, Marc Ermisch, Detlev Nyga und Marius Schneider, Regie führt Marc Ermisch. Freitag, 5 August 2016 um 19 Uhr in der Staatlichen Bibliothek Ansbach, Reitbahn 5.

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“Mein lieber Moses” jetzt als Hörspiel erschienen

CD und Inlet des Hörspiels

CD und Inlet des Hörspiels "Mein lieber Moses"

Das Erfolgsstück von Jens Oberheide ist nun als Hörspiel erschienen, gesprochen vom Schauspieler Gerhard Fehn als Gotthold Ephraim Lessing und dem Sänger und Sprecher Ferenc Husta als Moses Mendelssohn, musikalisch begleitet von Franck Adrian Holzkamp und versehen mit einem von Jens Oberheide gesprochenen Prolog. Ein Hörgenuss.

Modes Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing haben sich 1754 beim Schachspielen kennengelernt. Sie waren verwandte Seelen, haben ihre idealistischen und aufklärerischen Gedanken ebenso miteinander ausgetauscht, wie ihre menschlichen Befindlichkeiten und die Sorgen und Freuden des Alltags.

Das Zwei-Personen-Stück “Mein lieber Moses” führt Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing zum fiktiven Gedankenaustausch beim Schach zusammen. Dabei plaudern sie über alles, ws sie bewegt. Über Gott und die Welt, über Philosophie, Wissenschaft und Gesellschaft, über Freimaurerei und die Kunst, recht zu leben. Das ist mal “so dahingeredet”, mal frühlich und satirisch und mal mit ernsthaftem Tiefgang. In den Mund gelegt wurden ihnen fast durchgehend Oriinalzitate, die nicht immer im direkten Dialog und Zusammenhang entstanden sind. Sie stammen aus Briefen, Aufsätzen, Anekdoten und Aphorismen, aus Dramen und Fabeln, Poesie und Prosa.

Manche Gedanken bleiben fragend stehen. Wer sie weiterdenken mag,m möge ide sensible Musikbegleitung als eine Gedankenbrücke zwischen den Stücken dienen.

Herausgegeben von Jens Oberheide und Peter Doderer, erschienen bei Fidelitats Records zum Preis von 15,95 €. ISBN 978-3-94-425600-9

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Lustspiel über Freimaurer neu aufgelegt

Lustspiel in drei Aufzügen von Friedrich Ludwig Schröder

Lustspiel in drei Aufzügen von Friedrich Ludwig Schröder

Friedrich Ludwig Schröder war ein bedeutender Theatermann und Freimaurer des 18. Jahrhunderts. Bis heute verdankt ihm die Freimaurerei viele Einflüsse. Im Jahr 1784 schrieb er ein Lustspiel mit dem Titel die “Die Freimaurer”, das nun von Jens Oberheide überarbeitet und kommentiert wurde.

Dieses Lustspiel wurde am Wiener Burgtheater aufgeführt und war sehr erfolgreich. Zur Premiere kamen mehr als 1.000 Zuschauer, das Stück musste zehn Mal wiederholt werden. Dieser große Erfolg ist wohl weniger auf die Qualität des Stückes zurückzuführen, sondern mehr auf die Neugier des Publikums. Der Widerspruch aus Neugierde und Verschwiegenheit ist es auch, was den Kern dieses dennch unterhaltsamen Stückes ausmacht.

Jens Oberheide kommt das Verdienst zu, dieses Werk in einer kommentierten und sprachlich überarbeiteten Fassung neu aufgelegt zu haben. Es erzählt von dem Wunsche mehrerer Männer, aus unterschiedlichen Gründen dem Freimaurerbund anzugehören, teils aus innerer Berufung, teils aus Geltungssuch und um die Neugier der Angebeteten zu befriedigen, die auf diesem Wege endlich das Geheimnis der Freimaurer zu entdecken glauben. Die Damen sind neugierig, die Geltungssüchtigen erfolglos, die Feinde der Freimaurer feige, die Männer reinen Herzens standhaft und auch in amouröser Hinsicht siegreich. Die Geschichte ist einfach, das Ende vorhersehbar.

Es jedoch für ein minder wertvolles Stück aus der Feder Schröders zu halten, wäre zu kurz gegriffen. Man muss sich die Theaterlandschaft des 18. Jahrhunderts vor Augen führen, in der Theater weit weniger Kunstbetrieb als heute war, sondern der Unterhaltung und der Kommunikation diente und von allen Schichten der Gesellschaft besucht wurde. Hieran wird Schröder, der Reformer des Theaters wie der Freimaurer, gedacht und das Stück entsprechend geschrieben haben. Der vorgenannte Erfolg gibt ihm recht.

Insofern ist die verdienstvolle Neuauflage ein Stück Zeitgeschichte. Für Freunde der blumigeren Sprache klassischer Werke ist durch die aus Sicht des Herausgebers notwendige Überarbeitung “nach aktuellen Sprachverständnis” vielleicht etwas verloren gegangen, möglicherweise ist diese Bearbeitung zum besseren Verständnis tatsächlich notwendig. Als ein kurzweiliger Blick in die Welt Friedrich Ludwig Schröders ist dieses Buch durchaus empfehlenswert, für Schröder-Fans beinahe ein Muss. Vor der kurzweiligen Lektüre empfiehlt sich dem Schröder-Laien zum besseren Verständnis das Lesen des Nachwortes aus der Feder von Jens Oberheide.

Friedrich Ludwig Schröder, “Die Freimaurer — Ein Lustspiel in drei Aufzügen”. Herausgegeben, bearbeitet und mit einem Nachwort versehen von Jens Oberheide. Erschienen im Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-66-0, 60 Seiten, Broschur, 9,00 €

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Gespräch mit einem Freimaurer

Im Gespräch mit einem Freimaurer

Gotthold Ephraim Lessing veröffentliche im Jahr 1779 sein Werk “Ernst & Falk — Gespräche für Freimäurer”. Heute streitet man, ob die Sprache Lessings angestaubt oder besonders schön ist. Wie auch immer: Der Freimaurer Gabriel Pracht entwickelte ein zeitgemäßes unterhaltsames Gespräch zwischen Caroline und Paul. Die Sprache ist anders, aber auch hier wird in einem lockeren Gespräch über Freimaurerei aufgeklärt und auch das “Laut Denken mit dem Freunde”, das Lessing als so wichtig erachtete, ist unverkennbar.

Im August 2015 erschien dieses Gespräch in vier Teilen auf dieser Website und erlebte einen großen Zuspruch. Jetzt ist der Text als Buch erschienen und gibt die Gespräche zwischen Caroline und Pail wieder, die in der Mittagspause am Arbeitsplatz, im Café, in der Kneipe und im Bistro geführt werden. Es geht um Symbole, um Vorurteile, um den Grad der Verschwiegenheit und den Grad der Öffetlichkeit von Logen und m die Frage nach den Gründen, um Arkandisziplin, Persönlichkeiten und vieles mehr. Auf unterhaltsame Weise kann man im Rahmen von vier Gesprächen viel über Freimaurerei erfahren. Erfrischende, moderne Gespräche, die das Buchcover gar nicht erwarten lässt.

Gabriel Pracht, Im Gespräch mit einem Freimaurer. 58 Seiten, 148 x 210 mm, Taschenbuch. Erschienen bei Bookondemand zum Preis von 10,00 €, ISBN: 978-3-86460-435-5

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Das verlorene Symbol der Freimaurer

Mark Verroneyet: Das verlorene Symbol der Freimaurer

Freimaurerei hat eine lange nachweisbare und eine noch längere mutmaßliche Geschichte und wird begleitet von unzähligen Nebenwegen und Spekulationen. Wer sich auf die Spurensuche nach Symbolen macht, die im Zusammenhang mit der Freimaurerei stehen oder zu stehen scheinen, kann sich schnell im Geflecht verlieren.

Neben vielen anderen, zum großen Teil heute nicht mehr gebräuchlichen Symbolen und Pictogrammen findet man auf älteren Abbildungen hin und wieder einen Kreis mit einem Punkt, gestreift von zwei parallelen Linien.

Mark Verroneyet hat sich in seinem Buch „Das verlorene Symbol der Freimaurer“ auf die Suche nach möglichen Ursprüngen und Bedeutungen gemacht. Angenehm hervorzuheben ist, dass der Autor nicht trocken dokumentiert, sondern die Leser auf unterhaltsame Weise auf seine Reise und die einzelnen Phasen seiner Recherche mitnimmt. Auf der Reise passiert der Autor viele Stationen, u.a. Bibel, Koran, Talmud, Psychologie, Ägyptologie, Mathematik, Alchemie, Okkultismus, Mystizismus. Im Allgemeinen die üblichen Verdächtigen der esoterischen Symantik. Wer es mag findet spannende Spekulationen und zweifelsohne interessante Anregungen.

Das Buch erhebt sicherlich keinen wissenschaftlichen Anspruch. Wer aber Interesse an Symbolik und deren Deutung sowie esoterischen Streifzügen hat, wird an diesem Buch vermutlich seine Freude haben.

Mark Verroneyet: Das verlorene Symbol der Freimaurer; 12,5 x 20, Paperback, 100 Seiten. Erschienen in der Edition Königliche Kunst, ISBN 9783942051767 zum Preis von 14,95 €

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