Müssen Freimaurer Vamire jagen?

Müssen Freimaurer Vampire jagen? – Unterhaltsame Biografien von Dieter Ney

Wer noch in allerletzter Sekunde ein Weihnachtsgeschenk für Freunde der Freimaurerei oder außergewöhnlicher Biografien sucht, der sollte einen Blick auf das Buch “Müssen Freimaurer Vampire jagen” von Dieter Ney werfen.

Dieter Ney, als Freimaurer und Vorstandsvorsitzender des deutschen freimaurerischen Bildungswerkes Akademie forum masonicum e.V. ausgewiesener Kenner der freimaurerischen Szene, hat sich mit außergewöhnlichen Mitgliedern des Bundes beschäftigt, die weit weniger berühmt sind als die sattsam bekannten Dichter, Denker und Musiker wie beispielsweise Lessing, Goethe, Mozart. Er schildert ihre ganz besonderen, teilweise obskuren, Lebenswege, erzählt vom Gewinnen, vom Bewegen, aber auch vom Scheitern.

Es handelt beispielsweise vom jüdischen Unternehmer Theodor Tobler, von seiner berühmten Schokolade, aber auch von seinem Engagement in einem Prozess, in dem es um das verschwörungstheoretische Pamphlet der Protokolle der Weisen von Zion ging, und vom Pazifisten Henri La Fontaine, der von der Idee überzeugt war, dass das Zugänglichmachen des Weltwissens dem Weltfrieden förderlich sein wird, und eine Art Zettelkasten-Google erschaffen hat.

Es erzählt die abenteuerliche Geschichte des Chevalier d’Éon, eines Spions im Dienste des französischen Königs, der weite Teile seines Lebens als Frau lebte, und von Schriftstellern wie Eduard Douwes Dekker alias Multatuli, dessen antikolonialistischer Roman »Max Havelaar« als wichtigster der niederländischen Sprache gilt, oder Felix Salten, der tragischerweise von seinen beiden größten literarischen Erfolgen (»Bambi, eine Geschichte aus dem Walde« und »Josefine Mutzenbacher«) finanziell nicht profitieren konnte. Es ist die Rede von so verschiedenen Medizinern wie Gerard van Swieten, dem aufgeklärten niederländischen Leibarzt von Maria-Theresia, der aufgrund seines Kampfes gegen den Aberglauben des Vampirismus unfreiwillig zum Vorbild für den Vampirjäger Abraham Van Helsing in Bram Stokers »Dracula« wurde, Joseph-Ignace Guillotin, dem Namensgeber der Guillotine, und Friedrich Küchenmeister, dem Pionier im Kampf um die Etablierung der Verbrennung als Bestattungsmethode.

Dieter Ney belässt es nicht bei der fokussierenden Beschreibung seiner Protagonisten, sondern schildert im unterhaltsamen Plauderton das historische Umfeld und viele Details, die die besonderen Leistungen, Höhen und teilweise Tragödien verständlich machen.

Dieter Ney, “Müssen Freimaurer Vampire jagen?”, Wahre Geschichten über Freimaurer-Persönlichkeiten, editionkeiper, broschiert, 224 Seiten, ISBN 978-3-902901-51-4

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Freimaurerei und katholische Kirche

"Freimaurerei und katholische Kirche" von Richard Mathieu

Im Salier-Verlag ist ein Buch des Theologen Richard Mathieu erschienen, das die Geschichte und und kirchenrechtliche Einordnung des 300-jährigen Streits untersucht, ob ein Katholik Freimaurer werden darf oder nicht.

Diese Frage wird verschiedentlich beantwortet: Einerseits wird vielfach die Position vertreten, das Verhältnis zwischen Kirche und Freimaurerei sei inzwischen restlos unproblematisch, andererseits findet sich oft die Behauptung, dass Freimaurerei und Kirche unter keinen Umständen miteinander vereinbar seien und die Mitgliedschaft automatisch zur Exkommunikation führe.

In diesem Buch versucht der Münchner Theologe Richard Mathieu durch die Auswertung der normativen Vorgaben des katholischen Kirchenrechts in ihrer geschichtlichen Genese und aktuellen Ausprägung tragfähige Antworten auf diese Fragen zu finden. Dabei sind neben dem Codex luris Canonici auch die Erklärungen der Glaubenskongregation und der Deutschen Bischofskonferenz auf ihren Inhalt und ihre Stichhaltigkeit hin überprüft worden.

ISBN 978-943539-43-1
Softcover, 12 x 19 cm, 260 Seiten
12,00 €
www.salierverlag.de
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Das verlorene Wort

Freimaurerei wird von außen oft als etwas Altmodisches, Überlebtes betrachtet. Vielfach flüchten sich Autoren in die Geschichte, um akribisch aufzuzählen, welche großartigen Köpfe früher einmal Freimaurer waren. Zu wenig haben sie sich bislang mit den philosophischen und religionsphilosophischen Grundlagen der Freimaurerei und ihrer Bedeutung für ein modernes aufgeklärtes Bewusstsein befasst.

Klaus-Jürgen Grün beschreibt in diesem Buch, wie sich Freimaurerei zum Träger einer offenen Gesellschaft wandelt und warum die Gegner einer modernen Freimaurerei den Boden der Glaubwürdigkeit eingebüßt haben. Er macht deutlich, warum es großen Mutes und beharrlicher Arbeit an sich selbst bedarf, um nicht eigene Verantwortung für Taten und Versprechen an die Religionen und ihre Götter zu delegieren. Das Buch zeigt, wie in der Freimaurerei die neuzeitlichen Probleme der Bestimmung des Menschen und seine Stellung in Natur und Kosmos sich in einer Philosophie der Praxis auflösen.

Softcover, 19 x 12 cm, 184 Seiten, 12 €. Erschienen im Salier-Verlag. ISBN 978-3-943539-35-6

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Großmeister Leo Müffelmann — Richtungskämpfe in den Jahren 1923 bis 1934

Leo Müffelmann (1881 bis 1934) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Freimaurerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Visionär und Reformer begründete 1930 die Symbolische Großloge von Deutschland, die sich den völkischen und nationalistischen Tendenzen sowie der Anbiederung eines Großteils der deutschen Logen an den aufkeimenden Nationalsozialismus mutig widersetzte.

Völkerverständigung, Humanität und Friedenswillen begleiteten die Haltung Müffelmanns als Freimaurer und als Mensch. Weil er an exponierter Position für eine internationale Freimaurerei und ihre Werte eintrat, kam er – gemeinsam mit anderen Brüdern – nach der Machtergreifung durch die NSDAP in “Schutzhaft” und ins KZ Sonnenburg. Leo Müffelmann stellte mit der Gründung von Logen in Palästina die Weichen dafür, das Licht der deutschen Freimaurerei ins Exil zu bringen, und legte damit auch einen Grundstein für die heutige Freimaurerei in Israel.

Der Autor Karsten Oelckers konnte sich bei den Recherchen für seine sorgfältige quellenkundliche Arbeit, die vor allem die Jahre 1923 bis 1934 betrachtet, auf reichhaltige Originaldokumente beziehen.

17 x 24 Seiten, Softcover, 356 Seiten, 20 €. Erschienen im Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-30-1

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Quellenkundliche Untersuchung zu August Horneffer



Der Lüneburger Autor und Freimaurer Arnold Grunwald untersucht in dieser quellenkundlichen Arbeit die Anpassung vom völkischen Zeitgeist hin zum offenen ansisemitischen und nationalsozialistischen Sprachgebrauch in vielen Logen vor 1935, dem Verbot der Freimaurerei in Deutschland.

August Horneffer (1875 — 1955) wird vielseitig der Vorwurf gemacht, an der Etablierung des nationalsozialistischen Gedankengutes in der Freimaurerei mitverantwortlich zu sein. In seiner Funktion als “Großschriftführer” der “Großen Loge von Preußen” hatte er von 1923 bis 1933 die Schriftleitung der verbandsinternen Zeitschrift “Am rauhen Stein” inne. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde August Horneffer Großmeister der “Großen Loge Royal York zur Freundschaft” und Ehrenmitglied zahlreicher Logen.

Das Buch mit 120 Seiten ist erschienen im Salier Verlag und für 9,00 Euro beim Verlag oder unter der ISBN 978-3-943539-29-5 im Buchhandel erhältlich.

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Lortzings Jubel-Kantate

Die Geschichte einer verloren geglaubten Partitur

Leben und Wirken von Albert Lortzing (1801 — 1851), dem bedeutendsten Komponisten der “komischen deutschen Spieloper”, sind vielfach und vielfältig gewürdigt worden. Es gibt jedoch einen kulturhistorisch interessanten Teilaspekt, den bisher noch niemand näher betrachtet hat.

Erstmals steht die “Jubel-Kantate” (LoWV 49), die Lotzing zum 100. Stiftungsfest der Freimaurerloge “Minerva zu den drei Palmen” in Leipzig im Jahr 1841 komponiert hat, und die damals nur einmal und unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgeführt wurde, im Mittelpunkt einer Recherche.

Neben der Betrachtung der Zeitumstände des Entstehens und Verschwindens der Kantate entschlüsselt der Autor die symbolträchtigen freimaurerischen Kantaten-Texte und gibt einen Einblick in Idee und Wirklichkeit der Freimaurerei zu Lortzings Zeiten. Dabei geht er auch auf Lortzings Wegbegleiter, Freunde, Künstlerkollegen und Freimaurerbrüder ein und betrachtet sie in der Verbindung zum Menschen und Musiker Albert Lortzing.

Die Geschichte der glücklichen Wiederentdeckung der “Jubel-Kantate” erreicht mit der öffentlichen (Welt-) Uraufführung 2014 ihren Höhepunkt.

Lortzings Jubel-Kantate

ISBN 978-3-943539-28-8

Hardcover zellophaniert, 14 x 21 cm, 104 Seiten, Preis 14,80 €

Erschienen im Salier Verlag

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Der alte Lessing neu entdeckt

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), einer der bedeutendsten Dichter der Deutschen Aufklärung, war in seiner Jugend auch einer der „Stars“ der sogenannten Rokokolyrik. Diese seinerzeit äußerst populäre literarische Mode kreiste fast ausschließlich um Wein, Weib und Gesang – vergleichbar mit der heutigen Schlagerdichtung. Kaum ein Dichter konnte sich ihr damals entziehen und so finden sich hier Namen wie Wieland, Klopstock und Mörike, ebenso wie Schiller, Herder und Goethe.

Auch das ist Lessing:

Ein Hurenhaus geriet um Mitternacht in Brand.
Schnell sprang, zum Löschen oder Retten,
Ein Dutzend Mönche von den Betten.
Wo waren die? Sie waren — bei der Hand.
Ein Hurenhaus geriet in Brand.”

Lessings Jugendgedichte fanden fast alle Einzug in die Liederbücher des 18. und 19. Jahrhunderts und übertrafen die seiner Zeitgenossen an Popularität noch bei weitem. Ganz offenbar hatte der lebensfrohe Lessing seine helle Freude an den frechen, ironischen und erotischen Stilmöglichkeiten dieser Mode.

Damit diese unbekanntere Seite von Lessings Schaffen nicht in Vergessenheit gerät, hat der Lessingkenner und Autor des Lessing-Mendelssohn-Stückes „Mein lieber Moses…“ Jens Oberheide das Projekt „Lebenslust & Lessinglieder“ initiiert. Unter seiner Leitung entstanden eine Klassik-Edition mit dem Bassbariton Marek Kalbus und dem Pianisten Maxim Böckelmann sowie eine Jazz-Edition mit Gabrielle Heidelberger und Band.

Herausgeber ist PEGASUS – Freimaurerischer Verein für Kunst, Kultur und Kommunikation e.V. Bayreuth, ein kreatives Netzwerk für Künstler und für die Freunde der Schönen Künste. Freimaurerei hat als Symbolbund und Wertegemeinschaft seit nahezu 300 Jahren eine große Anziehungskraft auf Künstler aller Ausdrucksformen und Sparten ausgeübt.

Gotthold Ephraim Lessing ist 1771 Freimaurer geworden. Bevor sich Lessing den Ideen dieses Weltbundes der Menschlichkeit zuwandte, hat er in einem seiner frühen Lieder die Freimaurer verspottet. Thomas Bierling hat dieses Spottlied erstmalig vertont, das neben 11 jazzigen und chansonesken Neuvertonungen auf der Jazz&Chanson-Edition zu hören ist.



Die meisten der Gedichte Lessings wurden vertont, rund 125 Lieder entstanden bereits im 18. Jahrhundert, aber auch später bis in die heutige Zeit hinein inspirierten Lessings geistreiche und scharfzüngige Verse immer wieder Komponisten zu neuen Vertonungen. Die Zusammenstellung der Klassik-Edition beinhaltet so Lessingvertonungen aus vier Jahrhunderten, von Zeitgenossen Lessings wie Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven über Sigfrid Karg-Elert bis hin zu Komponisten der Gegenwart wie Siegfried Matthus und Franck Adrian Holzkamp. Einige der Lieder wurden dabei als Handschriften und Autographen im persönlichen Nachlass des bedeutenden Musikforschers und Begründers des Lessing-Museums Georg Richard Kruse (1856-1944) entdeckt, für dieses Programm rekonstruiert und liegen hier nun als Weltersteinspielungen vor.


Der Komponist Thomas Bierling hat die Lessing-Lieder konzeptionell völlig neu aufgefasst, auf faszinierende Weise verjazzt oder als Chansons vertont. Das Ausdrucksmittel Jazz hätte einem kämpferischen Aufklärer wie Lessing sicherlich gut gefallen. Aus der afroamerikanischen Wiege ist diese Musik längst entwachsen und universal mündig geworden. Vor allem so, wie ein französisches Wörterbuch von 1860 es aus dem Begriff „jasm“ ableitet, nämlich als „Energie, Dynamik,Vitalität“. Auch der vitale junge Lessing war drängend, herausfordernd, aufmüpfig, und seine Lieder sind vorwiegend aus diesem Geist geschrieben. Er hat sie übermütig mit Satire, Spott und Lebensfreude gewürzt, er hätte sie sicherlich gern auch mit jazzigen Rhythmen anrichten lassen.Alle Lessing-Lieder dieser CD hat Thomas Bierling komponiert und arrangiert. Gabrielle Heidelberger singt sie in ihrer unnachahmlichen Art, vom Jazz-Quintett mit dem Komponisten am Klavier begleitet. „Jazz“, sagt Leonard Bernstein, „ist Freude am Spiel und deshalb Unterhaltung im besten Sinne.“ Genau das vermitteln Thomas Bierling, Gabrielle Heidelberger und ihre Band.

Die CDs sind erhältlich bei www.fidelitas-records.de.

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