Das verlorene Wort

Freimaurerei wird von außen oft als etwas Altmodisches, Überlebtes betrachtet. Vielfach flüchten sich Autoren in die Geschichte, um akribisch aufzuzählen, welche großartigen Köpfe früher einmal Freimaurer waren. Zu wenig haben sie sich bislang mit den philosophischen und religionsphilosophischen Grundlagen der Freimaurerei und ihrer Bedeutung für ein modernes aufgeklärtes Bewusstsein befasst.

Klaus-Jürgen Grün beschreibt in diesem Buch, wie sich Freimaurerei zum Träger einer offenen Gesellschaft wandelt und warum die Gegner einer modernen Freimaurerei den Boden der Glaubwürdigkeit eingebüßt haben. Er macht deutlich, warum es großen Mutes und beharrlicher Arbeit an sich selbst bedarf, um nicht eigene Verantwortung für Taten und Versprechen an die Religionen und ihre Götter zu delegieren. Das Buch zeigt, wie in der Freimaurerei die neuzeitlichen Probleme der Bestimmung des Menschen und seine Stellung in Natur und Kosmos sich in einer Philosophie der Praxis auflösen.

Softcover, 19 x 12 cm, 184 Seiten, 12 €. Erschienen im Salier-Verlag. ISBN 978-3-943539-35-6

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Großmeister Leo Müffelmann — Richtungskämpfe in den Jahren 1923 bis 1934

Leo Müffelmann (1881 bis 1934) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Freimaurerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Visionär und Reformer begründete 1930 die Symbolische Großloge von Deutschland, die sich den völkischen und nationalistischen Tendenzen sowie der Anbiederung eines Großteils der deutschen Logen an den aufkeimenden Nationalsozialismus mutig widersetzte.

Völkerverständigung, Humanität und Friedenswillen begleiteten die Haltung Müffelmanns als Freimaurer und als Mensch. Weil er an exponierter Position für eine internationale Freimaurerei und ihre Werte eintrat, kam er – gemeinsam mit anderen Brüdern – nach der Machtergreifung durch die NSDAP in “Schutzhaft” und ins KZ Sonnenburg. Leo Müffelmann stellte mit der Gründung von Logen in Palästina die Weichen dafür, das Licht der deutschen Freimaurerei ins Exil zu bringen, und legte damit auch einen Grundstein für die heutige Freimaurerei in Israel.

Der Autor Karsten Oelckers konnte sich bei den Recherchen für seine sorgfältige quellenkundliche Arbeit, die vor allem die Jahre 1923 bis 1934 betrachtet, auf reichhaltige Originaldokumente beziehen.

17 x 24 Seiten, Softcover, 356 Seiten, 20 €. Erschienen im Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-30-1

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Quellenkundliche Untersuchung zu August Horneffer



Der Lüneburger Autor und Freimaurer Arnold Grunwald untersucht in dieser quellenkundlichen Arbeit die Anpassung vom völkischen Zeitgeist hin zum offenen ansisemitischen und nationalsozialistischen Sprachgebrauch in vielen Logen vor 1935, dem Verbot der Freimaurerei in Deutschland.

August Horneffer (1875 — 1955) wird vielseitig der Vorwurf gemacht, an der Etablierung des nationalsozialistischen Gedankengutes in der Freimaurerei mitverantwortlich zu sein. In seiner Funktion als “Großschriftführer” der “Großen Loge von Preußen” hatte er von 1923 bis 1933 die Schriftleitung der verbandsinternen Zeitschrift “Am rauhen Stein” inne. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde August Horneffer Großmeister der “Großen Loge Royal York zur Freundschaft” und Ehrenmitglied zahlreicher Logen.

Das Buch mit 120 Seiten ist erschienen im Salier Verlag und für 9,00 Euro beim Verlag oder unter der ISBN 978-3-943539-29-5 im Buchhandel erhältlich.

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Lortzings Jubel-Kantate

Die Geschichte einer verloren geglaubten Partitur

Leben und Wirken von Albert Lortzing (1801 — 1851), dem bedeutendsten Komponisten der “komischen deutschen Spieloper”, sind vielfach und vielfältig gewürdigt worden. Es gibt jedoch einen kulturhistorisch interessanten Teilaspekt, den bisher noch niemand näher betrachtet hat.

Erstmals steht die “Jubel-Kantate” (LoWV 49), die Lotzing zum 100. Stiftungsfest der Freimaurerloge “Minerva zu den drei Palmen” in Leipzig im Jahr 1841 komponiert hat, und die damals nur einmal und unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgeführt wurde, im Mittelpunkt einer Recherche.

Neben der Betrachtung der Zeitumstände des Entstehens und Verschwindens der Kantate entschlüsselt der Autor die symbolträchtigen freimaurerischen Kantaten-Texte und gibt einen Einblick in Idee und Wirklichkeit der Freimaurerei zu Lortzings Zeiten. Dabei geht er auch auf Lortzings Wegbegleiter, Freunde, Künstlerkollegen und Freimaurerbrüder ein und betrachtet sie in der Verbindung zum Menschen und Musiker Albert Lortzing.

Die Geschichte der glücklichen Wiederentdeckung der “Jubel-Kantate” erreicht mit der öffentlichen (Welt-) Uraufführung 2014 ihren Höhepunkt.

Lortzings Jubel-Kantate

ISBN 978-3-943539-28-8

Hardcover zellophaniert, 14 x 21 cm, 104 Seiten, Preis 14,80 €

Erschienen im Salier Verlag

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Der alte Lessing neu entdeckt

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), einer der bedeutendsten Dichter der Deutschen Aufklärung, war in seiner Jugend auch einer der „Stars“ der sogenannten Rokokolyrik. Diese seinerzeit äußerst populäre literarische Mode kreiste fast ausschließlich um Wein, Weib und Gesang – vergleichbar mit der heutigen Schlagerdichtung. Kaum ein Dichter konnte sich ihr damals entziehen und so finden sich hier Namen wie Wieland, Klopstock und Mörike, ebenso wie Schiller, Herder und Goethe.

Auch das ist Lessing:

Ein Hurenhaus geriet um Mitternacht in Brand.
Schnell sprang, zum Löschen oder Retten,
Ein Dutzend Mönche von den Betten.
Wo waren die? Sie waren — bei der Hand.
Ein Hurenhaus geriet in Brand.”

Lessings Jugendgedichte fanden fast alle Einzug in die Liederbücher des 18. und 19. Jahrhunderts und übertrafen die seiner Zeitgenossen an Popularität noch bei weitem. Ganz offenbar hatte der lebensfrohe Lessing seine helle Freude an den frechen, ironischen und erotischen Stilmöglichkeiten dieser Mode.

Damit diese unbekanntere Seite von Lessings Schaffen nicht in Vergessenheit gerät, hat der Lessingkenner und Autor des Lessing-Mendelssohn-Stückes „Mein lieber Moses…“ Jens Oberheide das Projekt „Lebenslust & Lessinglieder“ initiiert. Unter seiner Leitung entstanden eine Klassik-Edition mit dem Bassbariton Marek Kalbus und dem Pianisten Maxim Böckelmann sowie eine Jazz-Edition mit Gabrielle Heidelberger und Band.

Herausgeber ist PEGASUS – Freimaurerischer Verein für Kunst, Kultur und Kommunikation e.V. Bayreuth, ein kreatives Netzwerk für Künstler und für die Freunde der Schönen Künste. Freimaurerei hat als Symbolbund und Wertegemeinschaft seit nahezu 300 Jahren eine große Anziehungskraft auf Künstler aller Ausdrucksformen und Sparten ausgeübt.

Gotthold Ephraim Lessing ist 1771 Freimaurer geworden. Bevor sich Lessing den Ideen dieses Weltbundes der Menschlichkeit zuwandte, hat er in einem seiner frühen Lieder die Freimaurer verspottet. Thomas Bierling hat dieses Spottlied erstmalig vertont, das neben 11 jazzigen und chansonesken Neuvertonungen auf der Jazz&Chanson-Edition zu hören ist.



Die meisten der Gedichte Lessings wurden vertont, rund 125 Lieder entstanden bereits im 18. Jahrhundert, aber auch später bis in die heutige Zeit hinein inspirierten Lessings geistreiche und scharfzüngige Verse immer wieder Komponisten zu neuen Vertonungen. Die Zusammenstellung der Klassik-Edition beinhaltet so Lessingvertonungen aus vier Jahrhunderten, von Zeitgenossen Lessings wie Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven über Sigfrid Karg-Elert bis hin zu Komponisten der Gegenwart wie Siegfried Matthus und Franck Adrian Holzkamp. Einige der Lieder wurden dabei als Handschriften und Autographen im persönlichen Nachlass des bedeutenden Musikforschers und Begründers des Lessing-Museums Georg Richard Kruse (1856-1944) entdeckt, für dieses Programm rekonstruiert und liegen hier nun als Weltersteinspielungen vor.


Der Komponist Thomas Bierling hat die Lessing-Lieder konzeptionell völlig neu aufgefasst, auf faszinierende Weise verjazzt oder als Chansons vertont. Das Ausdrucksmittel Jazz hätte einem kämpferischen Aufklärer wie Lessing sicherlich gut gefallen. Aus der afroamerikanischen Wiege ist diese Musik längst entwachsen und universal mündig geworden. Vor allem so, wie ein französisches Wörterbuch von 1860 es aus dem Begriff „jasm“ ableitet, nämlich als „Energie, Dynamik,Vitalität“. Auch der vitale junge Lessing war drängend, herausfordernd, aufmüpfig, und seine Lieder sind vorwiegend aus diesem Geist geschrieben. Er hat sie übermütig mit Satire, Spott und Lebensfreude gewürzt, er hätte sie sicherlich gern auch mit jazzigen Rhythmen anrichten lassen.Alle Lessing-Lieder dieser CD hat Thomas Bierling komponiert und arrangiert. Gabrielle Heidelberger singt sie in ihrer unnachahmlichen Art, vom Jazz-Quintett mit dem Komponisten am Klavier begleitet. „Jazz“, sagt Leonard Bernstein, „ist Freude am Spiel und deshalb Unterhaltung im besten Sinne.“ Genau das vermitteln Thomas Bierling, Gabrielle Heidelberger und ihre Band.

Die CDs sind erhältlich bei www.fidelitas-records.de.

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Neues Buch für Interessenten



Unter dem Titel “Warum gute Leute Freimaurer werden sollen. Und wie” hat der Autor einen Ratgeber für Menschen vorgelegt, die sich für die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge interessieren. Er ergreift begeistert Partei für die humanitäre Freimaurerei, beschreibt die Vorteile, aber auch die Widersprüche, Grenzen und Nachteile, die zu bedenken sind.

Der Autor Carlos Urban hat mit diesem Buch seinen zweiten freimaurerischen Ratgeber vorgelegt, dieses Mal richtet er sich primär an Interessenten. Die Anzahl derer, die sich für Freimaurerei interessieren, nimmt dank der Öffnung gegenüber der Öffentlichkeit deutlich zu. Viele haben allerdings wenig oder verklärte Informationen. Dieses Buch soll eine Hilfe zur Orientierung sein, bringt aber auch für Freimaurer noch den ein oder anderen hilfreichen Gedanken.

Der Autor geht kurz auf die Geschichte der Freimaurerei ein, auf die Unterschiede der Lehrarten sowie auf den organisatorischen Hintergrund. Deutlich mehr Raum nehmen jedoch Themen ein wie warum die Freimaurerei deutlich mehr Mitglieder benötigt oder die Beschreibung des Wesens der Freimaurerei. Er geht auf die Symbolwelt und die Rituale ein, ohne Wesentliches zu verraten, auf den ethischen Bund, den Freundschaftsbund, die Initiationsgemeinschaft.

Großen Raum nehmen die Gründe ein, die nach seiner Meinung für eine Mitgliedschaft sprechen: Wertevermittlung, informelle (nicht berufliche!) Netzwerke, berufliche und gesellschaftliche Vorteile durch Persönlichkeitsverbesserung, Wissens- und Meinungsbildung, die Streitkultur, Geselligkeit, Freundschaften, aber auch Selbsterfahrung, Religiosität und Spiritualität.

In einem Teil des Buches lässt er zahlreiche Freimaurer zu Wort kommen, die er um eine kurze Begründung gebeten hat, warum sie Brüder geworden sind und welche Folgen dies gehabt hat. Er schreibt über die Erwartungshaltung der Interessenten und darüber, was Logen ihnen zu bieten haben – und was nicht.

“Dies ist ein Plädoyer für die Mitgliedschaft in einer humanistischen Loge, keine Werbeschrift”, schreibt der Autor, weshalb er auch bestehenden Widersprüchen in der Freimaurerei Raum gibt und Interessenten mehrfach darauf hinweist, dass sie in einer Loge nur das vorfinden können, was sie sich durch eigenes Zutun erwerben.

Schlussendlich beschreibt er den Weg von der ersten Informationsbeschaffung, über den ersten Kontakt, Gästeabende oder ähnliche Formen des Kennenlernens, die Bürgschaft bis hin zur Aufnahme.

Das Buch ist ab Mitte April 2014 lieferbar und kann beim Autor unter www.carlos-urban.de direkt bestellt werden oder im Buchhandel unter ISBN 9783735792433.

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Aufarbeitung der “völkischen Freimaurerei”

Logen betonen immer wieder das Verbot durch die Nationalsozialisten und ihre Opferrolle. Sie tun sich aber schwer mit der Tatsache, dass nicht wenige Freimaurer mindestens kollaboriert haben. Der Sozialwissenschaftler und Freimaurer Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann bemüht sich um eine Aufarbeitung. Unter dem Titel “Identität und Gedächtnis. Die “völkische Freimaurerei” in Deutschland und wie man sich nach 1945 an sie erinnerte” legt er im Salier-Verlag ein bemerkenswertes Buch vor.

Deutsche Freimaurer tun sich schwer mit dem Kampf des Gedächtnisses gegen das Vergessen. Dies zeigt ihr Umgang mit der eigenen und mit deutscher Geschichte. Sie neigen dazu, unbequeme Wahrheiten über die Vergangenheit zu verdrängen und die Sicht auf die Realität des Gewesenen mit selbstgemachten historischen Kulissen zu verstellen. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in Bezug auf die 1920er und die frühen 1930er Jahre, im Hinblick auf die Zusammenhänge zwischen Freimaurerei, Nationalismus und Nationalsozialismus.

Höhmann — Ehrenvorsitzender der Freimaurerischen Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati und Redner der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland — als sozialwissenschaftlichem Autor und engagiertem Freimaurer hat das kollektive Wegschauen seit langem bedrückt, und empfand es zunehmend als peinlich, unbequeme historische Wahrheiten immer nur von Wissenschaftlern beschrieben und analytisch erörtert zu sehen, die nicht dem Freimaurerbund angehören. Deshalb legt er mit dieser Schrift eine erweiterte Fassung seiner bisherigen Arbeiten zur völkischen Vergangenheit der deutschen Freimaurerei in den Jahren von 1918 bis 1935 und zur freimaurerischen Erinnerungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg vor.

Das Buch ist zum Preis von 9,00 € direkt erhältlich beim Salier-Verlag oder im Buchhandel unter der ISBN 978-3-943539-25-7.

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