Warum war König Salomon so weise?

“Der Vorstand einer Loge will den Neubau des Logenhauses besprechen. Man einigt sich auf drei Grundsätze. Erstens: Das neue Logenhaus soll auf den Fundamenten des alten errichtet werden. Zweitens: Es soll für den Neubau soviel Material wie möglich des alten Hauses verwendet werden. Und drittens: Das alte Logenhaus soll so lange weitergenutzt werden, bis das neue fertig ist.”

Natürlich ist Freimaurerei eine durchaus ernste Angelegenheit. Das hält die Brüder allerdings nicht davon ab, nach dem Feierlichkeiten Witze zu erzählen — vorzugsweise über sich selbst. Mit einiger Süffisanz wird am Liebsten über die Witze gelacht, die die Schwächen und die Selbstüberschätzungen der Bruderschaft liebevoll aufs Korn nehmen. Wie schön, wenn eine so alt-ehrwürdige Gemeinschaft neben dem nötigen Ernst über sich selbst lachen kann.

Der Salier-Verlag hat einige der schönsten Witze zusammengetragen. Viele stammen aus dem englischen Sprachraum, wo offensichtlich die Selbstironie ausgeprägter ist als hierzulande. Einige der Witze kennt man auch in Abwandlung anderer Gruppierungen, die meisten sind aber doch typisch freimaurerisch und für einige ist ein wenig Hintergrundwissen notwendig, das nichtfreimaurerischen Lesern vielleicht abgeht. Aber auch “profane” Leser sollten ihren Spaß bei der Lektüre haben.

Noch einer zum Abschluss: Kommt ein Altstuhlmeister zum Psychiater. Dieser fragt ihn: “Wo liegt Ihr Problem? Fangen Sie am Besten ganz von vorne an!” Der Altstuhlmeister beginnt: “Also, am Anfang schuf ich Himmel und Erde …”

Viel Spaß mit dem Büchlein. “Warum war König Salomon so weise?” von Bastian Salier, Salier-Verlag, ISBN 978-3-943539-21-9, 9,99 €.

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Gabrielle Heidelberger und Thomas Bierling präsentieren neue CD

Die Sopranistin Gabrielle Heidelberger und der Pianist und Produzent Thomas Bierling sind in Freimaurerlogen keine Unbekannten, denn sie nehmen mitunter an deren Kulturveranstaltungen teil. Kein Wunder, denn Thomas Bierling ist Mitglieder des Vereins für freimaurerische Kunst und Kultur PEGASUS.

In diesem Zusammenhang soll auf dieser Seite auf ihre neue CD “Multiple Joys” hingewiesen werden, die Heidelberger und Bierling mit großem Aufwand produziert haben. Eines der auf der CD befindlichen Lieder wurde sogar sehr professionell als Videoclip produziert.

Auf dem Album “Multiple Joys” zeigt die Sängerin Gabrielle Heidelberger die komplette Vielfalt ihrer Stimme von Klassik bis hin zu Musical, Pop und Jazz — ganz getreu ihrem Motto “One woman, many voives”. Vom großen Sinfonieorchester über kleine und kleinste Besetzungen nur mit Gitarre bis hin zum A-Cappella-Gesang ist das ganze Spektrum musikalischer Vielfalt vertreten.

Neben der Operette hat Gabrielle Heidelberger auch einige der schönsten Jazz-Standards ausgewählt und verschiedene Titel aus dem Bereich des Musicals. So ist dabei die vielleicht schönste und berührendste Aufnahme von “Somewhere” aus der West Side Story entstanden. Drei der Titel wurden ebenfalls mit der Donau Philharmonie Wien aufgenommen, arrangiert von Peter Lehel, der die Songs auf eine ganz eigene, harmonisch anspruchsvolle Weise neu gestaltet hat.

Selbst die makabre Seite des Wiener Humors darf nicht fehlen. Zum Beispiel “Die Totengräberin” von Thomas Bierling und Konstantin Schmidt auf den Leib geschrieben. Begleitens wurde ein Musikvideo produziert, das dem ursprünglich wörtlich gemeinten morbiden Text noch einmal eine humoristisch-makabre Bedeutungsebene hinzufügt. Thomas Bierling sagt, es handele sich bei dem Musikvideo um die kürzeste Operette der Welt: drei komplette Akte in sechs Minuten.
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Kammerspiel “Mein lieber Moses”

Das im August 2012 in Dessau mit großem Applaus bedachte Bühnenstück “Mein lieber Moses” kann nun von anderen Logen oder Bühnen gebucht werden. Überdies ist der Text als Druckversion erschienen und kann zum Preis von 5 € beim Salier-Verlag erworben werden.

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Streifzüge durch Hamburg

In den vergangenen 275 Jahren haben sich viele bekannte Persönlichkeiten, die dem Bund der Freimaurer angehörten, auf unterschiedlichsten Betätigungsfeldern positiv für die Entwicklung der Stadt Hamburg eingesetzt. Es waren Bürgermeister, Senatoren, Architekten, Künstler, Schriftsteller, Unternehmer – eben Bürger aus allen Berufsschichten, auf deren Leistungen mit der neuen Dokumentation Streifzüge durch Hamburg – Auf den Spuren bekannter Freimaurer hingewiesen wird. Auf neun Wegbeschreibungen, die im engeren Bereich der Innenstadt real begangen werden können, erfährt der Leser viel über die durch Freimaurer beeinflusste Entwicklung von Hamburg.

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Buch von Prof. Dr. Höhmann über Freimaurerei zum Download

“Freimaurerei. Analysen, Überlegungen, Perspektiven”, so heißt das Buch des aktuellen Vordenkers der deutschen Freimaurerei, Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann aus Köln, der in zahllosen Vorträgen nicht müde wird, die großen Errungenschaften der Freimaurerei, aber auch ihre Defizite und Nachholbedürfnisse aufzuzeigen. Dieses Buch versammelt etliche seiner bemerkenswerten Aufsätze. Verlag und Autor haben sich freundlicherweise entschlossen, dieses Buch neben der Druckausgabe kostenlos zum Download anzubieten

Hans-Hermann Höhmanns neue Publikation stellt einen umfangreichen Sammelband aus Aufsätzen, Artikeln, Reden und Interviews dar, dessen zentralen Themenschwerpunkt der Titel bereits signalisiert: Freimaurerei. Analysen. Überlegungen. Perspektiven. Es ist ein wichtiger Schritt, die zentralen Schriften eines der renommiertesten Freimaurerforscher und vormaligen Vorsitzenden der Forschungsloge „Quatuor Coronati“ in einem Band zu versammeln, der es erstmals erlaubt, das umfangreiche Werk des Autors in chronologischer Kontinuität zu verfolgen. Zwei große Abschnitte gliedern den Band, der insgesamt 26 Beiträge umfasst. Der im Umfang breiter ausgefallene erste Teil widmet sich in aktualisierter und erweiterter Form der neueren Geschichte der Freimaurerei in Deutschland in zwei gründlichen Artikeln, wendet die Methodik der sozialwissenschaftlichen Analyse auf die Freimaurerei an, führt einen Diskurs zum Verhältnis zwischen Freimaurerei, Politik, Kultur und Gesellschaft, um mit Analysen und Überlegungen zum Ritual der Freimaurer abzuschließen.

Als herausragender Beitrag dieses ersten Teils muss Europas verlorener Friede, die national-völkische Orientierung innerhalb der deutschen Freimaurerei gelten. Der Autor räumt mit der mythologisierenden „Erinnerungskultur“ der Logen auf, die sich gerne rückblickend als Opfer und Verfolgte des nationalsozialistischen Unrechtsregimes sehen, sich die Namen Tucholsky und Ossietzky auf die Fahnen schreiben, um zu vergessen, dass es innerhalb der Bruderschaften bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer zunehmenden „völkischen“ Ausrichtung der Freimaurerei kam, die in ihrer extremen Form auch in unkritische Unterstützung Hitlers mündete. Nicht der Gedanke an „Rettung“ scheint allzu oft die Triebfeder der völkischen Ausrichtung gewesen zu sein, auch die Freimaurerei konnte sich der zunehmenden Ideologisierung eines erheblichen Teils der Nation nicht entziehen. Dass diese Tendenzen zu einem Ausschluss der Juden aus den Logen in einigen Bruderschaften führte und der Gedanke der Brüderlichkeit auf europäischer Ebene, auf der Suche nach einer friedvollen Lösung, vernachlässigt wurde, ist nicht nur ein trauriger historischer Aspekt, sondern auch Gegenstand einer unvollkommenen Wahrnehmung. Die noch nicht adäquate Aufarbeitung dieses unrühmlichen Kapitels mahnt deutlich an ausstehende Aufgaben und es zeugt gerade von der freimaurerischen Verantwortung, wenn von „Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz“ nicht leichtfertig gesprochen wird. Aber, resümiert der Verfasser, „es geht nicht um Schuldzuweisungen, es geht darum zu wissen, wie es war, es geht um den Abschied von Legenden, es geht um eine sorgfältig differenzierte Aufarbeitung der Fakten. Es geht für den Freimaurer-Bürger von heute aber auch um die historisch begründete Einsicht, wie nötig es für die Lebensfähigkeit einer Demokratie ist, die breite Mitte der Gesellschaft vor dem Vordringen extremer Vorstellungen zu bewahren.“ (S. 85)

Im folgenden Kapitel Deutsche Freimaurerei nach 1945 – Wiederaufbau zwischen Neuorientierung und alten Strukturen greift Höhmann das Thema noch einmal auf, indem er detailliert aufzeigt, wie die Freimaurerei ihrer Verantwortung im Zuge des Nationalsozialismus nicht gerecht wurde. Er analysiert in historischen Entwicklungslinien die Bemühungen, eine geeinte Freimaurerei im Nachkriegsdeutschland zu schaffen. Er nennt Chancen, interne und externe Einflussnahmen, vergebliche Bemühungen, die bis heute zu einem schwachen Konstrukt führen, nicht ohne Perspektiven nach vorne aufzuzeigen. Einziger Wermutstropfen: Partiell verknappt erscheinen einige Argumentationslinien und historische Analysen mit der Tendenz, der Individualität und Selbstbehauptung der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zu wenig eigene Stimme zu verleihen, womit wir wieder beim Diskurs wären, der an dieser Stelle einer sorgsamen Pflege bedarf.

Einen anderen wissenschaftlichen Ansatz leisten die zwei Beiträge zu sozialwissenschaftlichen Analysen zur Freimaurerei. In ihnen erscheint klar die Notwendigkeit, in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Freimaurerei die „Innenperspektive“ zu verlassen und auch unbeschadet verlassen zu können, um durch Forschungsmethoden aus der Sozialforschung ein helleres Licht auf die Freimaurerei zu werfen. „Freimaurerei hat zuviel Substanz, als dass sie historische Wahrheiten nicht ertragen könnte.“ (S. 86) In seinem Beitrag Habitus, soziales Feld greift der Autor auf den französischen Soziologen Pierre Bourdieu zurück, um mit dessen Instrumenten den „Selbstentwurf“ oder besser „die Ontologie der Freimaurer“ zu analysieren: „Die moderne Sozialwissenschaft ist – so gesehen – ein Spitzhammer am ‚Rauhen Stein‘ der Freimaurerei.“ (S. 131)

Dieser Forschungsansatz erweist sich als notwendiger und zukunftsweisender Schritt für eine gehaltvolle Freimaurerforschung. An diesem Beitrag wird besonders einsichtig, warum es wichtig ist, innerhalb der Freimaurerforschung keine Selbstbeschränkung zu üben, sondern dass eine Kooperation mit externen Freimaurerforschern eine Bereicherung für alle Beteiligten darstellen kann, auch um Substanz- und Vermittlungsprobleme besser zu verstehen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Hans-Hermann Höhmann öffnet mit diesem Ansatz ein weites Feld für neue Denkansätze. Erfreulich ist der Beitrag zur ästhetischen Dimension der Freimaurerei, greift er doch ein Thema auf, welches gerne als „visuelle Randbemerkung“ ein Schattendasein fristet, die visuellen und ästhetischen Komponenten der freimaurerischen Kunst und Tempelausstattungen, die eine stärkere Beachtung verdient haben.

Im zweiten Abschnitt des Buches, tituliert als Begleiter der Zeit, folgt, beginnend mit dem Jahr 1971, eine Sammlung von Artikeln und Reden, die chronologisch gestaffelt bis in das Jahr 2010 reicht. Erfreulicherweise befinden sich darunter zwei Erstveröffentlichungen: Enthusiasmus und Verantwortung – zum 230. Stiftungsfest der Loge »Anna Amalia zu den drei Rosen« in Weimar (1994) sowie Toleranz als politisches Prinzip und persönliche Tugend – die Sicht eines Freimaurers (2000).

Die Lektüre der älteren Beiträge seit 1971 erlaubt es dem Leser, sich noch einmal die Problemfelder und Fragen zu vergegenwärtigen und zu prüfen, ob die Analysen. Überlegungen. Perspektivender Artikel bis heute Bestand haben – im Lichte der vorgestellten Artikel des Bandes fällt die Beurteilung leicht.

Das konsequente Bewusstmachen von Problemstellungen der Freimaurerei, historischen und zukünftigen, ist ein „heilender Schmerz“, aber es handelt sich um kein bloßes Finger-in-die-Wunde-Legen. Die kompromisslose Formulierung von Fragen, das „laute Denken“ ist auch ein Aufzeigen von Perspektiven, ein überaus gelungener und durchaus spannender Brückenschlag. Nicht zuletzt zeigt das Buch den aktuellen Stand der Freimauerforschung in Deutschland, einen historisch-analytischen Rückblick und einen perspektivischen Ausblick auf die Zukunft des Bundes – auf fundiertes Material gegründet und mit präzisen Fragen an die anstehenden Aufgaben formuliert.

Rezensent: Alexander Klein, Karlstadt,
veröffentlicht in: Quatuor Coronati. Jahrbuch für Freimaurerforschung,
Nr. 48 / 2011, S. 262-265.

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Das Labyrinth — die Fortsetzung der Zauberflöte

Was geschieht, nachdem sich der letzte Vorhang in der Zauberflöte gesenkt hat? Regiert Sarastro weiter? Sind Tamino und Pamina glücklich? Was treiben Papageno und Papagena? Wie heißt eigentlich die Königin der Nacht? Wer sind die drei Damen? Und was wurde aus Monostatos? Der Autor und Freimaurer Gerd Scherm hat sich in seinem Opernlibretto »Das Labyrinth – Der Zauberflöte zweyter Theil« damit beschäftigt.

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Ausgerechnet Schuberts Schwanengesang!

Armin Kolarczyk, Bariton am Badischen Staatstheater Karlsruhe und Mitglied der Logen “Leopold zur Treue” in Karlsruhe und “Herder” in Bremen, stellt unter dem neuen Klassik Label Fidelitas seine Debüt-CD vor.Aber ausgerechnet Schuberts Schwanengesang? Dieses Repertoire gibt es auf dem Schallplattenmarkt mannigfach. Was ist der Reiz, noch eine Einspielung vorzulegen? Gibt es Neues, mehr noch: ist die Aufnahme eine Bereicherung, eine Entdeckung für das Publikum, für den Zuhörer?

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