Fürther Freimaurer spenden an Hospizverein

v.l.n.r. Eberhard Reitter, Schatzmeister Hospizverein, Dr. Roland Hanke, 1. Vorstand Hospizverein, Dr. Markus Algner, Stiftungsverwalter, Frau Kerstin Mederer-Gößwein, 1. Stellvertreterin Hospizverein, Frank Emmerich, Vorsitzender Stiftungskuratorium, Esko Fritz, Schriftführer Hospizverein. Foto: Wolfgang Klar

In einem Festakt im Logenhaus Fürth haben am Freitagabend rund 80 Gäste die Arbeit des Hospizvereins Fürth gewürdigt. Anlass war die Übergabe einer Spende in Höhe von 3.000 Euro an den Hospizverein Fürth durch die neu geschaffene Stiftung FreimaurerLoge Fürth.

Dr. Roland Hanke, Vorsitzender des Hospizvereins, betonte in seiner Dankesrede die Parallelen von Hospizarbeit und Freimaurerei. Beide stellen in einer lebensbejahenden Weise stets den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns. Dabei soll die Würde des Menschen gewahrt werden – geleitet von Freiheit, Vernunft, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Liebe. „Der Mensch hat in der Regel keine Angst vor dem Tod, er fürchtet sich aber vor dem Sterben“, so Hanke. Hospizarbeit setzt genau dort an. Hoffnung wird dabei nie infrage gestellt, denn in ihr liegt mehr Kraft als in jeder Medizin. Hoffnung stirbt nie.

Sowohl der Bürgermeister der Stadt Fürth, Markus Braun, als auch Franz Forman, stellvertretender Landrat Landkreis Fürth, bezeichneten den Hospizverein als würdigen Empfänger der Spende. Menschen in Würde sterben zu lassen ist ein Ausdruck humanitären Handelns und demnach eng verbunden mit dem Wesen und Wirken der Freimaurerei. Stiftungsverwalter Dr. Markus Algner verwies in seiner Ansprache auf den Kreislauf des Lebens. Dem neugeborenen Kind wird sehr viel Aufmerksamkeit und Fürsorge zuteil. Die Freude wird von der Familie nach außen getragen. Sterben hingegen ist immer noch viel zu häufig einsam und tabubehaftet. Umso wichtiger ist die „Letzte Hilfe“ durch Hospizarbeit einzuschätzen.

Mit der Spende an den Hospizverein Fürth ist die neu gegründete Stiftung Freimaurerloge Fürth erstmals öffentlich in Erscheinung getreten. „Dabei wird mit dieser Stiftung eine lange Stiftertradition der Fürther Freimaurerloge fortgesetzt“, erläutert Frank Emmerich, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. Es wird wohl kaum eine Bürgerin bzw. einen Bürger Fürths geben, welcher nicht unmittelbar Assoziationen mit dem „Nathanstift“ bzw. der „Volksbildungsstätte Berolzheimeranum“ hegt. Was viele jedoch nicht wissen: Diese und auch zahlreiche weitere Stiftungen des frühen 20. Jahrhunderts gehen auf das Wirken von Freimaurern zurück. All diese Stiftungen gingen aufgrund von Inflationen oder Enteignungen durch das NS-Regime 1933 verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich die Brüder der Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ weiterhin karitativ betätigt. So etwa im Rahmen der jährlichen Grillenbergerschen Bescherung bedürftiger Kinder oder der seit 1989 existierenden Drs.-Heinz-u.-Eva-v. Plänckner-Stiftung. Letztere verleiht aus ihren Mitteln seit 1993 den „Preis für vorbildliche Mitmenschlichkeit“.

Der Zweck der neu gegründeten Stiftung ist breit gefächert und umfasst die Bereiche Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Bildung und Erziehung, Heimatpflege und Heimatkunde, Völkerverständigung und allgemein mildtätige Zwecke. Die Stiftung steht als sog. „nicht rechtsfähige Stiftung“ unter Verwaltung der Loge. Die Stiftung Freimaurerloge ist gemeinnützig anerkannt. Hierdurch ergibt sich steuerlich begünstigt die Möglichkeit, Spenden und Zustiftungen zu leisten. Ein siebenköpfiges Kuratorium überwacht und kontrolliert den Stiftungsträger und bestimmt die zu fördernden Einrichtungen bzw. Organisationen. Das Kuratorium ist ebenso ehrenamtlich tätig wie der von der Loge ernannte Stiftungsverwalter. Mit Blick in die Zukunft wurde die Möglichkeit geschaffen, dass sich weitere Stiftungen unter der neuen Stiftung etablieren. Die Stiftung Freimaurerloge fungiert dabei als Dach und bietet Interessenten die Option, Vermögen oder Immobilien auf die Stiftung unter Vorbehalt des lebenslangen Nießbrauchs zu übertragen. Auf diese Weise kann so dauerhaft unter eigenem Namen über das eigene Leben hinweg Gutes für die Gesellschaft geleistet werden“, so Emmerich.

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Lichteinbringung in Traben-Trarbach

Lichteinbringung im Blauen Gewölbe

Das „Blaue Gewölbe“ in Trarbach war als Ort der Lichteinbringung gut gewählt, denn es kamen 77 Brüder aus 30 Logen und 4 Ländern. Das erfreute alle Brüder der neu gegründeten Loge „Zum königlichen Berg“ 1090 in Traben-Trarbach.

Am 02. November 2019 erfolgte die feierliche rituelle Lichteinbringung in Anwesenheit des Großmeisters der A.F.u.A.M. Brd. Stephan Roth-Kleyer. Das Amt des Stuhlmeisters der neuen Loge übernahm Brd. Dayfdd Bullock.

Der Redner ging auf seiner Zeichnung auf die „Rückkehr des Lichtes“ ein. Denn schon von 1915 bis Mitte der 30er Jahre gab es eine „Freimaurerische Vereinigung“ in Traben-Trarbach. Am 11. Januar 2019 fand die Gründungsversammlung der Loge „Zum königlichen Berg“ statt.

Das Bijou zeigt die Ruine Grevenburg, die auf dem Berge steht, unter dem sich der Tempel befindet.
Viele Grußbotschaften wurden ausgerichtet, viele Geschenke überreicht und gute Wünsche überbracht.
Für die Schwestern gab es ein interessantes Programm.

Bei der „Weißen Tafel“ im Anschluss zur Lichteinbringung hatte die Brüder und Schwestern die Gelegenheit, sich kennenzulernen und es wurden viele interessante Gespräche geführt. Den Abschluss des Tages bildete eine Weinprobe. Am Sonntag wurden die noch anwesenden Brüder und Schwestern nach einem langen Brunch verabschiedet.

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“Der Zauberberg” im Osnabrücker Lortzinghaus

Robert Brand, Bodo Dannhöfer, Alexander Trettin, Evangelos Tzavaras (v.l.n.r.)

Wortgewand, dramatisch und ideenreich! So haben es die Zuschauer am vergangenen Samstag im Osnabrücker Lortzinghaus erleben dürfen. Frei nach Motiven von Thomas Mann haben vier Freimaurerbrüder eine Lesung der ganz besonderen Art dargeboten. Dabei war Ihnen gerade der Inhalt rund um den Freimaurer Settembrini natürlich nah.

Eindrucksvoll haben die Vier aber auch Gegenpositionen beleuchtet, das Ganze mit visuellen und akustischen Raffinessen abgerundet und so das Publikum schnell in ihren Bann gezogen. Emotionale Dialoge zwischen dem Humanisten und Aufklärer Ludovico Settembrini (Bodo Dannhöfer) und dem zum Katholizismus konvertierten Leo Naphta (Alexander Trettin) haben den Hauptprotagonisten Hans Castorp (Evangelos Tzavarras) wie Salven aus Maschinengewehren befeuert. Die anspruchsvollen und fast 100 Jahre alten Bildungstexte wurden von den Darstellern komplett neu eingekleidet und ausstaffiert. Hilfreich war auch die Navigation durch den Abend durch Hofrat Behrens (Robert Brand) sowohl für Castorp als auch die Zuschauer. Beeindruckend die Gesangseinlage des 82-jährigen Brand, der Peter Vox „Haus am See“ a capella präsentierte. Alexander Trettin hatte speziell für diese Lesung ein eigenes Musikstück komponierte, das zum Denken anregte, aber auch Fragen unbeantwortet ließ. „Falsch, falsch, falsch“ war Kernaussage und Frage zugleich: „Ich bin so falsch! Was mach ich falsch?“

Die anschließende Diskussion machte deutlich, hier kamen auch anwesende Nichtfreimaurer voll und ganz auf ihren Geschmack.

„Wir freuen uns über die große Resonanz, die wir an diesem Abend erzielen konnten und die vielen kulturinteressierten Osnabrücker, die den Weg ins Logenhaus gefunden haben“, bekräftigt Reinhold Menninghaus, Meister vom Stuhl der Osnabrücker Freimaurerloge. „Das Lortzinghaus an der Katharinenkirche soll als öffentliches, kulturelles Kleinod an Abenden wie diesen auch künftig allen Kulturinteressierten seine Pforten öffnen“, so Menninghaus weiter.

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Ist unser Friede in Gefahr?

Prof. Dr. Herfried Münkler Foto: Stefan Röhl

Die Mannheimer Logen "Kurpfalz" und "Carl zur Eintracht" gestalten die Abschlussveranstaltung der Unterzeichner der "Mannheimer Erklärung" am 26. Oktober 2019, die auch im Internet verfolgt werden kann.

Mannheimer Freimaurerlogen haben die »Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt« unterzeichnet. Dadurch sind sie Mitglieder eines Bündnisses von Vereinigungen, die sich im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt engagieren. Die Bündnispartner wollen im Sinne einer freiwilligen Partnerschaft zusammenwirken, um die Kräfte zur Gestaltung eines gleichberechtigten Miteinanders zu verbinden. Das Bündnis veranstaltet jedes Jahr etliche »einander.Aktionstage«, dabei kommt es zu vielen interessanten Begegnungen. In diesem Rahmen gestalten die Mannheimer Logen KURPFALZ und CARL ZUR EINTRACHT im Jahr 2019 gemeinsam mit der Stadt Mannheim die Abschlussveranstaltung, welche am 26. Oktober 2019 stattfindet.

Die freimaurerischen Beweggründe für die Partnerschaft im Bündnis entstehen aus der freimaurerischen Metapher vom »Bau am Tempel der Humanität«, wie sie schon seit Jahrhunderten besteht. Diese Metapher begreifen wir im Sinne einer gesellschaftlichen Mitverantwortung. Wir wollen einen sozialpolitischen Raum mitgestalten, in welchem Unrecht, Not und Elend gemildert werden.

Die Logen konnten als Hauptredner des Abends Prof. Herfried Münkler gewinnen. Der im Oktober 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin emeritierte Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte zählt im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs zu den wirkungsmächtigsten Stimmen. Vor allem bekannt ist er für die Analyse des »Großen Ganzen« der Weltpolitik. Professor Münkler befasst sich damit, wie die Weltpolitik mit den Veränderungsprozessen gesellschaftlicher Ordnung auf nationaler Ebene zusammenhängt.

Prof. Münkler ist Autor zahlreicher bemerkenswerter Werke, u. a. »Kriegssplitter – Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert«, »Imperien« und »Die neuen Kriege«. Er ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) und gehörte zu den Experten, die an dem vom Auswärtigen Amt durchgeführten Projekt »Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken« teilnahmen. Prof Münkler hat zahlreiche renommierte Preise erhalten. Viele seiner Bücher wurden auf der »Liste der Sachbücher des Monats« empfohlen.

Der Votrag findet am 26. Oktober 2019 ab 19 Uhr im Mannheimer “Marchivum” statt. Die Veranstaltung kann live über die Internetseite www.humanitas-mannheim.de gestreamt werden.

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70 Jahre Loge „Ver Sacrum“ – Bilanz und Auftrag

Foto: Doris Oberfrank-List / Adobe Stock

Die Loge „Ver Sacrum“ – vor siebzig Jahren als Deputationsloge der Loge „Zum Ewigen Dom“ entstanden – wollte von Anfang an junge und jung gebliebene Menschen als Brüder und Freunde in einer zukunftsorientierten Freimaurerei miteinander verbinden.

Köln. Vertreter einer einerseits durch Krieg, Niederlage und Naziherrschaft desillusionierten, andererseits dennoch hoffnungsfrohen Generation fanden sich in ihr zusammen.

Die Idee des Aufbruchs fand ihren Ausdruck auch im gewählten lateinischen Logennamen, der auf eine altrömische Legende zurückgeht: Eine Stadt wird von tödlichem Un­heil bedroht. Um verschont zu werden, versprechen die Einwohner, den Göttern die nächste Generation junger Menschen zu opfern. Die Götter verzichten auf dieses Opfer, verpflichten aber die Jugend der Stadt zum Aufbruch aus den alten Mauern und zur Errichtung einer neuen Siedlung.

Wie viele Gestaltungsvorschläge für die neue Loge geht auch der Name „Ver Sacrum“ auf den großen Anreger der Bauhütte, Br. Rudolf Jar­don zurück, der sich bei der Namenswahl vermutlich auch an der gleichnamigen Zeitschrift der Wiener Sezession orientierte, einer Vereinigung von Künstlern, die – wie die junge Loge – eigene und zugleich neue Wege gehen wollte. Auch die Gestaltung des Logenbijous durch Br. Jakob Bachem weist mit ihrem eleganten Jugendstildesign auf den Wiener Anstoß hin.

Die Loge „Ver Sacrum“ hat versucht, den mit ihrem Namen formulierten Auftrag zu erfüllen. Ihre überzeugende humanistische Konzeption und der stete Wechsel in der Logenführung, den das Hausgesetz vorsieht, vermittelte der Loge immer wieder neue Impulse für die Gestaltung ihrer Arbeit.  

Die innere Arbeit der Loge wurde und wird durch eine kreative Pflege des freimaureri­schen Rituals geprägt. Das von Br. Rudolf Jardon bereits vor Gründung der damaligen „Vereinigten Großloge von Deutschland“ auf der Grundlage bestehender Ritu­ale (vornehmlich des Rituals der Großloge „Zur Sonne“ in Bayreuth) erarbeitete Ritual des Lehrlings-, Gesellen- und Meistergrades vermittelt auf überzeugende Weise, was ein freimau­rerischen Ritual zu leisten vermag:

  • Ruhe und Nachdenklichkeit zu fördern,
  • ethische Erziehung durch Symbole und rituelle Handlungen zu bewirken,
  • Entwicklung und Veränderung durch gemeinsamen Mitvollzug der Initia¬tion neuer Brüder und anderer „Übergangsriten“ (Beförderungen in den Gesellen- und Erhebungen in den Meistergrad) erfahrbar zu machen,
  • Impulse zur Auseinandersetzung mit menschlichen Grenzerfahrungen wie insbesondere dem Tod zu vermitteln.

Zu den Grundlagen der Loge „Ver Sacrum“ gehört auch die im Hausgesetz festgelegte Be­schränkung der Mitgliedschaft auf die alten symbolischen Grade Lehrling, Geselle und Meis­ter. Diese Entscheidung, auf der „Freimaurerischen Ordnung“ der Großloge beruhend und im Gestaltungsrecht der Loge als dem zentralen Ort der freimaurerischen Initiation begründet, behindert in keiner Weise den brüderlichen Einklang mit Brüdern und Logen, die mehrgliedrige freimaurerische Systeme bearbeiten. Die Konzentration auf die freimaureri­schen Grundgrade ist im Verständnis der „Ver Sacrum“-Brüder positiv, nicht negativ oder ab­grenzend bestimmt:

Sie ist Ausdruck der Überzeugung,

  • dass die im Lehrlings-, Gesellen- und Meistergrad thematisierten und symbolisch-drama¬tisch ausgestalteten Grundbefindlichkeiten des Menschen vom Leben bis zum Tode den symbolischen Reichtum des Bundes bestimmen,
  • dass das auf menschliche Grenzerfahrungen ausgerichtete archaische Ritualgut der drei freimaurerischen Basisgrade unverändert aktuell ist und nicht in Konflikt zu sich wandelnden Geschichtsbildern und Glaubensvorstellun¬gen geraten können,
  • dass es das „System der drei Grade“ erlaubt, ein kreatives, symbolisch und emotional verzweigtes Ritualerleben in konzentrierte, beständig wiederkehrende Formen zu fassen,
  • dass die für alle Brüder gleiche Initiationsgrundlage vom Lehrling über den Gesellen zum Meister die Homogenität der Logengruppe bewahrt und vor Konflikten schützt,
  • dass das auf den drei Basis-Graden beruhende Logensystem jederzeit als Modell für eine Ordnung gelten kann, die gemäß demokratischer und pluralistischer Maßstäbe „in der profanen Welt“, d.h. im Leben der Gesellschaft, reproduziert werden könnte.

Die praktizierte Ernsthaftigkeit des Ritualvollzugs schloss auch Gespräche im Tempel ein. Br. Rudolf Jardon führte eine Form der Tempelarbeit ein, die er damals „Collegium Masonicum“ nannte und bei der nach der Öffnung der Loge die rituelle Logenordnung aufgehoben wurde, um in fester gedanklicher Ordnung und besonnener Sprache Themen zu erörtern, die meist den rituellen Kontexten der Freimaurerei entnommen waren. Diese Praxis, jetzt „Freimaurerische Werkstatt“ genannt, wird bis heute weitergeführt.

Die rituelle Öffnung der Loge korrespondierte mit der Öffnung der von den Brüdern – oft in Anwesenheit von Gästen und Suchenden – vorgenommenen thematischen Öffnung der Gesprä­che für Fragen zum Zeitgeschehen und seinen materiellen, ideellen und gesellschaftlichen Grundlagen. So gab es bereits in den sechziger Jahren eine Vortragsreihe „Humanität und Unmenschlichkeit in Deutschland“, im Rahmen derer Fragen wie „Gastarbeiter oder Fremdarbeiter? – Zur Integration von Ausländern in Deutschland“, „Umweltschutz als politische Aufgabe“ und „Notstand im deutschen Gesundheitswesen“ behandelt wurden. Landtagspräsident Wilhelm Lenz, Bundesinnenminister Gerhard Baum, Staatssekretärin Katharina Focke, Bundesjustizminister Wolfgang Stammberger sowie der hessische Justizminister Johannes Strelitz (die beiden letzteren Freimaurer) sprachen über Grundfragen von Politik und freier Gesellschaft.

In einer Vortragsreihe „Freimaurerei von außen gesehen“ sollte – so hieß es in der Ankündigung – „von der üblichen freimaurerischen Selbstbestätigung abgegangen und kritischen Beobachtern außerhalb unseres Bundes (Vertretern von Wissenschaft, Presse, kulturellem Leben, Kirchen usw.) das Wort gegeben werden.“

Wie in Köln als historisch katholisch geprägter, allerdings auch bürgerlich-liberaler Stadt kaum anders vorstellbar, wurde in Vorträgen und Diskussionen wiederholt das Verhältnis zwischen Katholischer Kirche und Freimaurerei aufgegriffen. Prominente katholische Referenten, die wir bald unsere Freunde nennen durften, waren die Professoren Herbert Vorgrimler und Karl Hoheisel sowie Pater Alois Kehl, unser Wegbegleiter und Freund durch viele Jahrzehnte hindurch.

Mit der Öffnung zur Zeit verband sich stets auch die Öffnung zur Kultur: Künstler musizier­ten im Tempel, im Bankettsaal fanden Konzerte junger Sänger und Instrumentalisten statt, Brüder und Schwestern besuchten gemeinsam Opern und Schauspiele.

Viele gute brüderliche Erfahrungen hat die Loge „Ver Sacrum“ mit ihren zahlreichen Kon­takten zu anderen Logen im In- und Ausland gemacht. Gewiss, nicht alle davon hatten Bestand, einige sind inzwischen abgerissen, andere, die unterbrochen waren, wurden wiederangeknüpft.

Was jeden Bruder unserer Loge als Form gelungener Freimaurerei erfreut, ist die seit vielen Jahren praktizierte Zusammenarbeit mit der Kölner Frauenloge „Sci Viam“. Hier hat sich eine völlig entspannte Gemeinsamkeit entwickelt, die Modellcharakter für ein inspirierendes Miteinander „männlicher“ und „weiblicher“ Freimaurerei in Deutschland hat, weil sie Offenheit füreinander und Lernen voneinander mit dem gleichzeitigen Einhalten vernünftiger Grenzen verbindet.

Dass Arbeit und Bruderkreis der Loge „Ver Sacrum“ innerhalb der deutschen Freimaurerei beachtliche Resonanz fanden, zeigt die Berufung vieler „Ver Sacrum“-Brüder in Distriktslogen- und Großlogenämter sowie in Leitungsfunktionen bei der Forschungsloge „Quatuor Coronati“.

Auch den karitativen Verpflichtungen der Freimaurerei hat sich die Loge „Ver Sacrum“ gestellt, und zwar mit der aus brüderlicher und schwesterlicher Spendenbereitschaft hervorge­gangenen „Habicht-Schultheis-Stiftung“. Die gemeinnützige Stiftung hat sowohl Brüdern in materieller Bedrängnis geholfen als auch mannigfaltige Unterstützung gewährt, wenn es galt, außerhalb der Loge Not zu lindern, Jugendlichen in ihrer Entwicklung beizustehen, Obdachlosen zu helfen und Projekte in der Dritten Welt, zuletzt vor allem in Afrika, zu fördern.

Die Bruderschaft der Loge „Ver Sacrum“ – so lautet die Bilanz, die wir heute ziehen dürfen – hat auf vielfältige Weise versucht, der unverzichtbaren Einheit der drei Säulen des frei­maurerischen Tempels – Weisheit, Stärke und Schönheit – gerecht zu werden:

  • Weisheit als wertbezogener Vernunft, intellektueller Klarheit und Redlichkeit der geistigen Vermittlung;
  • Stärke als Tatkraft, als das konstruktive Vermögen, Ideen auch umzusetzen und
  • Schönheit als Gestaltungsprinzip, das ausgehend vom Ästhetischen, von der apollini-sche Dimension, hinüber reicht in Lebenskunst und Lebenskultur, worin sich ja Freimaurerei – wenn sie gelingt – als „Königliche Kunst“ vollendet.

Dass die Loge „Ver Sacrum“ mit Stolz, Freude und Bereitschaft zu weiterem Aufbruch auf die ersten siebzig Jahre ihres Bestehens zurückblickt, bedeutet nun freilich nicht, dass die Bruderschaft in jeder Phase ihres Bestehens den von ihren Gründern definierten anspruchsvollen Maßstäben vollständig hätte genügen können. Nicht alle Blütenträume konnten reifen. Von den Problemen, die für die Entwicklung vieler Gruppen in modernen (oder „postmodernen“) Gesellschaften kennzeichnend sind – abnehmende Bindungsbereitschaft der Menschen insbesondere -, blieb auch die Loge „Ver Sacrum“ nicht verschont. Auch wäre es unrealistisch anzunehmen, dass nicht auch Gruppen und ihre Leiter ihre „Durchhänger“ hätten. So gilt das Symbol des „rauhen Steins“ nicht nur für den einzelnen Maurer, sondern auch für freimaurerische Gemeinschaften, und die delphische Aufforderung „erkenne dich selbst“ ist gleichermaßen ein individueller wie ein gruppenspezifischer Appell. Doch das Ausmaß an gelungener Freimaurerei seit Gründung der Loge und die Wirkungskraft des in der Vergangenheit erarbeiteten Logenprofils erwiesen sich stets als gutes Fundament für zukünftiges Wirken, vor allem, weil sie für jene Identität bürgen, aus der heraus die Loge sich entwickelt hat und weiter entwickeln kann. Dass wir unserem Bund heute einen weiteren „freien Mann von gutem Ruf“ als Bruder zuführen konnten, ist ein überzeugender Ausdruck dafür!

Freimaurerei als Gemeinschaft brüderlich verbundener Menschen, Freimaurerei als System ethischer Werte und Überzeugungen, Freimaurerei als Symbolbund: Dies zusammen macht Reichtum und Wesen der freimaurerischen Überlieferung aus und umschreibt auch das Funda­ment der Loge „Ver Sacrum“.

Die Brüder wissen, dass es dabei nicht um eine flächendeckende Programmatik geht oder gar um politischen Aktionismus. Die Radikalität des Freimaurers, so es denn eine gibt, ist eine stille Radikalität der Redlichkeit in die Tiefe der eigenen Seele.

Die Brüder wissen auch, dass Freimaurerei von ihren Inhalten lebt und nicht von Gruppeninteressen und obsolet gewordenen Verhaltensregeln, nicht von den Strukturen einer überholten, dysfunktionalen „Zweiten Freimaurerei“, die die eigentliche Freimaurerei des humanitären Denkens und Handelns, auf die allein es ankommt, überlagert und in den Hintergrund drängt.

Nein, meine Brüder, eine solche Freimaurerei wollen die Brüder der Loge „Ver Sacrum“ nicht!  

Doch eine Freimaurerei im eigentlichen Sinne, eine Freimaurerei der humanistischen Werte und Überzeugungen, eine Freimaurerei des freien Gedankens und des offenen Wortes, schließlich eine Freimaurerei der humanitären Praxis – für eine solche Freimaurerei wollen wir uns einsetzen und dabei helfen, sie lebendig zu halten und hineinwirken zu lassen in die Gegenwart – engagiert und ehrlich, ohne Kleinmut, aber auch ohne Überheblichkeit.

Hierin sehen wir unseren Auftrag, den Auftrag einer Loge, die sich die Geschichte eines Frühlings zum Gründungsmythos gewählt hat, zum Mythos, den die Legende als „heiligen Frühling“, als „Ver Sacrum“ überliefert hat. Und wenn „Frühling“ dabei den ständigen Ansporn zum Aufbruch meint, den Schwung auch, den man bei der Arbeit braucht, um durchzuhalten, sowie eine gehörige Portion rheinischer Heiterkeit, die immer hilft, um falschem Tiefsinn zu entgehen, dann mag das „heilig“ für die Ernsthaftigkeit und die verantwortungsbewusste Rückgebundenheit dieses Auftrags stehen.

Wir wollen unseren Beitrag zum Ringen um eine bessere Welt leisten, denn unsere Überzeugungen und Symbole fordern uns dazu auf. Dazu kommen muss freilich stets jener „unentmutigte Starrsinn“, der – so der Schriftsteller Siegfried Lenz anlässlich der Verleihung des Literaturpreises deutscher Freimaurer an ihn – „auch angesichts großer Wirkungslosigkeit nicht auf­hört, seine Fragen an die Welt zu stellen. Die alten Symbole Winkelmaß, Wasserwaage und Senkblei“ – so schloss Siegfried Lenz damals seine Dankesrede, und so schließe ich heute auch – „zeugen von der Beharrlichkeit ei­ner Hoffnung, die sich durch nichts widerlegt sehen will: Vor der etablierten Ungerechtigkeit nach Gerechtigkeit zu verlangen, in Zeiten der Ungleichheit Gleichheit zu fordern, angesichts tätiger Feindseligkeit geduldig zur Brüderlichkeit zu überreden.“

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Premiere des Mobilen Forums der Gesellen in Osnabrück

Logenhaus in Osnabrück

Einmal mehr war in diesem Herbst das Osnabrücker Lortzinghaus Ausrichtungsort eines mobilen Forums. Nachdem das Logenhaus schon 2018 Schauplatz für das erste Mobile Forum der Meister war, durften in diesem Jahr nun die Brüder Gesellen auf ihre Kosten kommen.

Von Gerwin Spalink und Thorsten Westhoff

Osnabrück. Unter der Leitung des Distriktmeisters Dr. Alexander Trettin und dem Distriktbeamten Matthias Schönfeld lud der Distrikt Niedersachsen / Sachsen Anhalt am 28. September dieses Jahres in die Bauhütte der Loge „Zum Goldenen Rade“ zum ersten mobilen Forum der Gesellen ein.

Dabei stand das Gesellenritual mit all seinen Facetten im Vordergrund. Um neben dem rituellen Teil auch eine rege und intensive Diskussionsbasis zu schaffen, war die Teilnehmerzahl begrenzt. Die teilnehmenden 21 Brüder, die nicht nur aus Osnabrück kamen, sondern auch aus den Bauhütten „Zur Morgenröthe in der Geest“ aus Wildeshausen und „Albrecht Wolfgang“ aus Stadthagen anreisten, bildeten somit eine hervorragende Gruppengröße, um mit den Distriktbeamten intensiv arbeiten zu können.

Der Samstag begann mit einem Auftaktreferat von Matthias Schönfeld, Distriktverantwortlicher für die Mobilen Foren mit dem Thema: „Symbolik des Gesellengrades“. Nach einer kurzen Kaffeepause konnte anschließend der rituelle Teil, die Instruktionsloge, beginnen. Die Erläuterungen zum Gesellenritual boten auch den erfahreneren Ritualbeamten viele neue Eindrücke. „Instruktionslogen bieten in jedem Ritual eine hervorragende Möglichkeit, sich mit Worten und Symbolen noch intensiver zu beschäftigen“, so Dr. Alexander Trettin. „Gerade für unsere jungen Brüder, die sich auf ihre Reisen begeben, haben wir so ein gutes Rüstzeug mitgegeben“, war sich auch der Meister vom Stuhl der Loge „Zum Goldenen Rade“, Reinhold Menninghaus, sicher.

Nach einer würdigen und gelungenen Arbeit stieg Distriktmeister Dr. Alexander Trettin im Anschluss seines Vortrags „Ethik im Gesellengrad“ in einen sehr lebhaften und intensiven Diskurs mit den Teilnehmern ein. Die Bedeutung eben dieser „Ethik“ wurde durch die intensiven Beiträge der Teilnehmer hervorgehoben und Dr. Alexander Trettin war begeistert über die rege Diskussion und die unterschiedlichsten persönlichen Empfindungen der Brüder. Ein tiefergehendes Verständnis für die Maurerei — und vor allem den zweiten Grad — war somit gewiss.

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Künstlergruppe “Pegasus” traf sich in Bielefeld

Br. Cornelius Rinne (2. v. r.) im Kreise von Brüdern seiner Loge „Armin zur Deutschen Treue“ Foto: Oliver Barckhan

Die Mitglieder des freimaurerischen Vereins für Kunst und Kultur "Pegasus" trafen sich anlässlich des 175. Stiftungsfestes der Bielefelder Loge "Armin zur Deutschen Treue".

Bielefeld. Im Märchenschach wird eine Figur wegen ihrer besonderen Fähigkeiten Pegasus genannt. Dieses geflügelte Pferd aus der griechischen Mythologie, das Namensgeber des freimaurerischen Vereins für Kunst, Kultur und Kommunikation ist, hat die Loge „Armin zur Deutschen Treue“ am letzten September-Wochenende 2019 bei ihrem 175-jährigen Logenjubiläum in Bielefeld zu lichten Höhen fliegen lassen: „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“

Ein Wochenende, das sich so leicht, locker und ungezwungen anfühlt, ist schon etwas Besonderes. Die Kombination aus einem Logen-Event und einem PEGASUS-Treffen könnte Schule machen. Es ist ein Glücksfall, dass Br. Cornelius Rinne, Meister von Stuhl der Loge „Armin zur Deutschen Treue“ und Vorsitzender von PEGASUS, diese unvergessliche Zusammenkunft im Doppelpack in seiner Heimatstadt Bielefeld organisieren konnte.

Schon beim Eintreffen der Schwestern und Brüder im Hotel „Bayerisches Landhaus“, gleich hinter dem Ortsschild Bielefeld mit seinen 333-tausend Einwohnern, stand einem das Grinsen im Gesicht: Der Slogan „Bayern First“ auf den Fahnen des Hotels wehte den Gästen entgegen. Jawohl, Bielefeld existiert! Am Nordende eines Quertals des Teutoburger Waldes liegt es. Und es ist überraschend weitläufig.

Trotzdem waren die Veranstaltungsorte schnell erreichbar. Am Freitagabend ging es für die PEGASUS-Mitglieder zur Vernissage ins „Alte Rathaus“. Die Ausstellung „Der Große Baumeister“ zeigte bis Ende Oktober mehr als 30 Werke von elf PEGASUS-Malerinnen und -Malern sowie -Karikaturisten, kuratiert von Bruder Cornelius Rinne. Die Vernissage war ausgezeichnet besucht und die Lichtgebung im prächtigen „Alten Rathaus“ verbreitete eine warme und wohltuende Atmosphäre.

Bei der Tempelarbeit im barrierefreien Souterrain des Logenhauses „Lessinghaus“ am Samstagmittag führte natürlich auch Br. Cornelius Rinne als Meister vom Stuhl der gastgebenden Loge „Armin zur Deutschen Treue“ den Hammer. Goethes Sinnspruch eröffnete die Tempelarbeit:

„Einst hat er sich ein Bild gemacht, erstaunte, wer es sah; Es stand in aller Schönheit Pracht ein junges Mädchen da. Sie schien belebt und weich und warm, war nur von kaltem Stein; Die hohe Brust, der weiße Arm lud zur Umarmung ein.“

Besonders eingeführt wurden der Altgroßmeister Br. Jens Oberheide und Br. Hans-Dieter Bertuch als VGLvD-Großvertreter von Österreich. Br. Cornelius konnte Grußworte von 19 (!) Logen entgegennehmen, die seiner Einladung gefolgt waren. Eine Schweigeminute legten die versammelten Brüder für den verstorbenen PEGASUS-Mitgründer Bruder Rolf Appel sowie für Bruder Dirk Große-Lohheide und den viel zu früh vorausgegangenen Bruder Michael Stössel ein.

Am Sonntagabend verwandelte sich das Lessinghaus dann zur Theaterbühne. Die Aufführung der szenischen Lesung „Mein lieber Moses …“ vom langjährigen PEGASUS-Vorsitzenden Br. Jens Oberheide endete mit einem kräftigen, langen Applaus. Der international renommierte Schauspieler Br. Gehard Fehn aus München schlüpfte in die Rolle Lessings. Seinen Gesprächspartner am Schachbrett, Moses Mendelssohn, verkörperte Florian Wessels vom Bielefelder Theaterprojekt. Die musikalischen Intermezzi spielte Komponist Br. Franck Adrian Holzkamp selbst am schwarzen Flügel. Das Stück hat sich mittlerweile zu einem freimaurerischen Klassiker entwickelt und ist seit seiner Uraufführung in Dessau bereits über 20 Mal in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Bühne gebracht worden. Wer es noch nicht gesehen hat, kann es auf CD hören: „Mein lieber Moses …“ ist als Hörspiel bei Fidelitas Records erschienen.

Den Gipfelpunkt erreichte das ereignisreiche Wochenende am Sonntag bei der Matinee in der Oetkerhalle zum 175. Jubiläum der Loge „Armin zur Deutschen Treue“. Den Festvortrag zum Thema „Die Gesellschaft, die Angst – und ich?“ hielt Bruder Ekhart Wycik. Er ist nicht nur PEGASUS-Mitglied, sondern „Armin zur Deutschen Treue“ ist sogar seine Mutterloge, die er gern besucht. Anschließend erlebten die Teilnehmer die Welturaufführung von Br. Franck Adrian Holzkamps Werk „Auf d’Nacht“ (w 270). Das Ensemble der Premiere bildeten: Monica Grion (Viola), Sebastian Sorte (Violine) und Stephanie Kostenbader (Violoncello). Der tosende Applaus und die Standing Ovations ließen einen strahlenden Komponisten zurück, der sich bereits in der Vergangenheit über einige internationale Preise freuen konnte. Aus Holzkamps 75-minütiger Komposition in acht Sätzen ließen sich durchaus Einflüsse von Bruckner, Bruder Sibelius und natürlich Bruder Mozart deutlich heraushören. Es kommt ganz anders daher, als die üblichen, atonal-experimentellen Werke zeitgenössischer Komponisten. „Auf d’Nacht“ ist komponiert im ursprünglichen Wortsinn: Ein modernes Meisterwerk unserer Zeit, das sich durch seine Harmonien sanft anzuschmiegen vermag, in dem beschwingte Rhythmus-Striche über die Saiten tanzen und sich vereinen zu einem verzaubernden Klangteppich, der einen aufhebt und den Zuhörer mitnimmt auf eine fantastische, musikalische, märchenhafte Reise.
Der Schauplatz für das nächste PEGASUS-Treffen im Jahre 2020 wird München sein.

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