Fürther Freimaurer spenden an Hospizverein

v.l.n.r. Eberhard Reitter, Schatzmeister Hospizverein, Dr. Roland Hanke, 1. Vorstand Hospizverein, Dr. Markus Algner, Stiftungsverwalter, Frau Kerstin Mederer-Gößwein, 1. Stellvertreterin Hospizverein, Frank Emmerich, Vorsitzender Stiftungskuratorium, Esko Fritz, Schriftführer Hospizverein. Foto: Wolfgang Klar

In einem Festakt im Logenhaus Fürth haben am Freitagabend rund 80 Gäste die Arbeit des Hospizvereins Fürth gewürdigt. Anlass war die Übergabe einer Spende in Höhe von 3.000 Euro an den Hospizverein Fürth durch die neu geschaffene Stiftung FreimaurerLoge Fürth.

Dr. Roland Hanke, Vorsitzender des Hospizvereins, betonte in seiner Dankesrede die Parallelen von Hospizarbeit und Freimaurerei. Beide stellen in einer lebensbejahenden Weise stets den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns. Dabei soll die Würde des Menschen gewahrt werden – geleitet von Freiheit, Vernunft, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Liebe. „Der Mensch hat in der Regel keine Angst vor dem Tod, er fürchtet sich aber vor dem Sterben“, so Hanke. Hospizarbeit setzt genau dort an. Hoffnung wird dabei nie infrage gestellt, denn in ihr liegt mehr Kraft als in jeder Medizin. Hoffnung stirbt nie.

Sowohl der Bürgermeister der Stadt Fürth, Markus Braun, als auch Franz Forman, stellvertretender Landrat Landkreis Fürth, bezeichneten den Hospizverein als würdigen Empfänger der Spende. Menschen in Würde sterben zu lassen ist ein Ausdruck humanitären Handelns und demnach eng verbunden mit dem Wesen und Wirken der Freimaurerei. Stiftungsverwalter Dr. Markus Algner verwies in seiner Ansprache auf den Kreislauf des Lebens. Dem neugeborenen Kind wird sehr viel Aufmerksamkeit und Fürsorge zuteil. Die Freude wird von der Familie nach außen getragen. Sterben hingegen ist immer noch viel zu häufig einsam und tabubehaftet. Umso wichtiger ist die „Letzte Hilfe“ durch Hospizarbeit einzuschätzen.

Mit der Spende an den Hospizverein Fürth ist die neu gegründete Stiftung Freimaurerloge Fürth erstmals öffentlich in Erscheinung getreten. „Dabei wird mit dieser Stiftung eine lange Stiftertradition der Fürther Freimaurerloge fortgesetzt“, erläutert Frank Emmerich, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. Es wird wohl kaum eine Bürgerin bzw. einen Bürger Fürths geben, welcher nicht unmittelbar Assoziationen mit dem „Nathanstift“ bzw. der „Volksbildungsstätte Berolzheimeranum“ hegt. Was viele jedoch nicht wissen: Diese und auch zahlreiche weitere Stiftungen des frühen 20. Jahrhunderts gehen auf das Wirken von Freimaurern zurück. All diese Stiftungen gingen aufgrund von Inflationen oder Enteignungen durch das NS-Regime 1933 verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich die Brüder der Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ weiterhin karitativ betätigt. So etwa im Rahmen der jährlichen Grillenbergerschen Bescherung bedürftiger Kinder oder der seit 1989 existierenden Drs.-Heinz-u.-Eva-v. Plänckner-Stiftung. Letztere verleiht aus ihren Mitteln seit 1993 den „Preis für vorbildliche Mitmenschlichkeit“.

Der Zweck der neu gegründeten Stiftung ist breit gefächert und umfasst die Bereiche Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Bildung und Erziehung, Heimatpflege und Heimatkunde, Völkerverständigung und allgemein mildtätige Zwecke. Die Stiftung steht als sog. „nicht rechtsfähige Stiftung“ unter Verwaltung der Loge. Die Stiftung Freimaurerloge ist gemeinnützig anerkannt. Hierdurch ergibt sich steuerlich begünstigt die Möglichkeit, Spenden und Zustiftungen zu leisten. Ein siebenköpfiges Kuratorium überwacht und kontrolliert den Stiftungsträger und bestimmt die zu fördernden Einrichtungen bzw. Organisationen. Das Kuratorium ist ebenso ehrenamtlich tätig wie der von der Loge ernannte Stiftungsverwalter. Mit Blick in die Zukunft wurde die Möglichkeit geschaffen, dass sich weitere Stiftungen unter der neuen Stiftung etablieren. Die Stiftung Freimaurerloge fungiert dabei als Dach und bietet Interessenten die Option, Vermögen oder Immobilien auf die Stiftung unter Vorbehalt des lebenslangen Nießbrauchs zu übertragen. Auf diese Weise kann so dauerhaft unter eigenem Namen über das eigene Leben hinweg Gutes für die Gesellschaft geleistet werden“, so Emmerich.

Continue reading...

Jahrestagung der Forschungsloge QC in Kempten

Dominique Freymond von der Großloge der Schweiz und Thomas Forwe, Meister der Forschungsloge unterzeichnen die Freundschaftscharta

Die Kemptener Freimaurerloge „zum hohen Licht“ war Gastgeber für die Jahrestagung der deutsche freimaurerische Forschungsloge „Quatuor Coronati“. Mitglieder aus dem ganzen deutschsprachigen Raum kamen nach Kempten.

Kempten. (me) Die Freimaurerei mit ihrer 300jährigen Tradition versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt.

Die Forschungsloge hat rund 1.600 Mitglieder und ist der bedeutendste Träger freimaurerischer Forschung in Deutschland. Ihre Hauptaufgabe ist die Zusammenführung von Freimaurern um die Geschichte, Brauchtum, soziale Struktur und gesellschaftliche Stellung des Freimaurerbundes erforschen.

In Kempten wurde neben dem gesellschaftlichen Rahmenprogramm ein Ritual zelebriert, das bereits die Loge von Wolfgang Amadeus Mozart in Wien für ihre Zusammenkünfte verwendete. Weitere Programmpunkte waren Vorträge von Dominique Freymond: Freimaurerei in den „bandes dessinés“/im Comic sowie von Gerald Huber: Zur Geschichte der Freimaurerei in Bayern – Wahrheit oder trügerischer Schein?

Einen besonderen Höhepunkt stellte die Unterzeichnung einer Freundschaftscharta zwischen der deutschen Forschungsloge Quatuor Coronati und der Schweizer Großloge „Alpina“ dar, in der eine weitere vertiefte Zusammenarbeit vereinbart wurde.

Der Meister vom Stuhl der Loge zum Hohen Licht in Kempten Dr. Jürgen Rogalla zeigte sich sichtlich erfreut über die Ehre, dass die Kemptener Loge die Jahreskonferenz ausrichten durfte und das Lob für die gute Organisation, das vom Meister der Forschungsloge Thomas Forwe ausgesprochen wurde.

Continue reading...

Traunsteiner Freimaurer unterstützen örtliches Brauchtum

"Landsknecht" beim Georgiritt am 22.04.2019 in Traunstein

Die Traunsteiger Loge "Zu den drey Huegeln an der Traun" spendete neben den sonst karitativen Anlässen an zwie örtliche Vereine, um die regionale Verbundenheit der Freimaurer zu fördern.

Traunstein (er). Neben karitativen Spenden hat die Traunsteiner Loge „Zu den drey Huegeln an der Traun“ i.O. Traunstein in Oberbayern auch Zuwendungen an besonders traditionelle gemeinnützige Vereine in Traunstein geleistet, um die Verbundenheit mit der Einwohnerschaft auszudrücken.

Die Bruderschaft der Loge hat sich für die Unterstützung des örtlichen Brauchtums ausgesprochen und 900,- € an den St. Georgs-Verein e.V. Traunstein gespendet. Anlass war ein Spendenaufruf des Vereins, um die alten abgenutzten Landsknechtsuniformen durch neue zu ersetzen, deren handwerkliche Anfertigung aufwändig ist. Der St. Georgs-Verein mit ca. 600 Mitgliedern aus allen Gesellschaftsschichten ist ein Traditionsverein, der den überregional bekannten Georgiritt jährlich am Ostermontag durchführt und seit 2016 anerkanntes „Immaterielles Kulturerbe“ der UNESCO ist.

Die Loge hat weitere 1.000,- € an den Turnverein Traunstein 1864 e. V. gespendet im Zuge des Abrisses und Neubaus der Turnhalle. Dieser im Jahre 1864 gegründete Verein ist einer der größten und ältesten in der Stadt.

“Mit diesen Spenden werden wir Freimaurer als Teil der Gesellschaft in Traunstein und Umgebung wahrgenommen”, teilt der Meister vom Stuhl der Loge mit.

Continue reading...

Münchner Kolloquium spricht über Kultur und Identität

Teilnehmer des 8. Münchner Kolloquiums der Loge "In Treue fest"

Beim 8. Münchner Kolloquium sprach man über Identität und Kultur als Auslaufmodelle und über das Bild des Eigenen und des Fremden.

(München / hjbj) Es ist eine schwierige Frage ob die eigene Identität bzw. Kultur Voraussetzung für die Entstehung kultureller Vielfalt ist. Umso mehr, wenn man – wie es in Deutschland öfter der Fall ist – konfrontativ und einseitig das Eigene ablehnend mit den Begriffen Identität und Kultur umgeht.

Im Laufe des Kolloquiums konnte erfahren werden, dass es selbst der Wissenschaft nicht eindeutig gelingt, die Konzepte über die richtige Auslegung und Verwendung der Begriffe Identität und Kultur ausreichend zu definieren. Die Schwierigkeiten bei deren Definitionen liegen auch darin, dass jede wissenschaftliche Richtung mit unterschiedlichen theoretischen Konstrukten arbeitet. Dennoch ist ein ausgewogener interdisziplinärer gegenseitiger Austausch von Begriffen und Ideen nicht zu verdammen. Aus diesen Gründen ist, nämlich anhand von Darstellungen von Thesen, Hypothesen, Analysen und sogar mit dem Einbezug persönlicher Erfahrungen Antworten auf die Fragen zu finden, was Identität und Kultur sei.

Zu Anfang stellte Dr. Hernán J. Benítez Jump in seinem Vortrag „Persönliche und kollektive Identität aus der Sicht eines Ethnologen. Zwischen Ich-Bezogenheit und kultureller Gruppenzugehörigkeit in einer GesellschaftDefinitionen zu den Fragestellungen Gruppen- und kollektive Identität, ethnische Identität, zum Bild des Eigenen und des Fremden, Kulturund Interkulturelle Kommunikation. Im Rahmen dieser Fragestellungen brachte er eigene Erfahrungen ein, die er als ehemaliger Peruaner und Kanadier, als jetziger deutscher Staatsbürger und als Ethnologe mit dem beruflichem Forschungsschwerpunkt Nordafrika und Vorderem Orient bisher gewonnen hat.

Professor Dr. Harald Schöndorf SJ, Professor für Erkenntnislehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München, referierte in seinem Vortrag „Gibt es überhaupt eine undifferenzierte kulturelle oder nationale Identität?“ über die Themen personale „Identität“, über Bildung als Verstärkung des Wissens um differenzierte Identität und die Identifizierung mit dem Größeren und Mächtigeren als Verstärkung des Selbstwertgefühls sowie den totalitären Missbrauch der Identität.

Der dritte Vortragende Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann fokussierte in seinem Vortrag: „Institutionelle und kulturelle Voraussetzungen der ‚offenen‘ Gesellschaft – die Sicht eines Freimaurers“ überwiegend auf die Frage, was eine „Offene Gesellschaft“ sei und auf die Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, um diese verwirklichen zu können.

Dr.phil. Jörg Noller, Ludwig-Maximilians-Universität, Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft, setzte sich in seinem Vortrag: „Kultur der Identität: Jenseits von Essentialismus und Relativismus“ mit den Fragen des kritischen Begriffes kultureller Identität, Essentialismus, Relativismus und Konstruktivismus, Identität der Kultur – Kultur der Identität sowie Sprache als kulturelle Lebensform auseinander.

Eine Ausführliche Wiedergabe des Gesagten und des Referierten würde natürlich den Rahmen dieses Kurzberichtes völlig sprengen. Hier sei  als wichtige Antwort zu dem im Titel des Kolloquiums gestellte Frage, ob Identität und Kultur rückständige Auslaufmodelle in einer globalisierten Gesellschaft seien und ob die Wahrung der eigenen Identität und Kultur die Voraussetzung für die Entstehung kultureller Vielfalt sei?“ eine Antwort gegeben: Ja, die Wahrung der eigenen Identität und Kultur ist Voraussetzung für die Entstehung kultureller Vielfalt. Zum Problem bei der Suche nach einer kohärenten Antwort zu den Fragen was ist Identität, bzw. was ist Kultur, führt die Tatsache vor Augen, dass die Debatten über die Perzeption von Identität und Kultur den Kulturwissenschaften natürlich nicht allein gehören. Vor allem im Bereich des öffentlich-politischen Diskurses sind die Auffassungen völlig verschieden wenn nicht sogar chaotisch. Im öffentlich-politischen Kontext wird meistens mit den Begriffen Kultur und Identität des Öfteren balanciert und zwar je nach Couleur der Parteien und Interessenslagen und zwar ohne nicht einmal versuchsweise zu definieren, was unter kulturelle Identität zu verstehen sei. Also im Grunde überhaupt ohne zu wissen, worüber eigentlich diskutiert wird.

Das diesjährige Kolloquium mit dem Thema „Identität und Kultur“, das die ehrwürdige Bauhütte „In Treue fest“ am Samstag, den 19. Januar veranstaltet hat, war ein außerordentlicher Erfolg. Nicht nur wegen der hohen Anzahl der über hundert Teilnehmer, sondern auch wegen der sehr interessanten Vorträge und der regen Diskussionsbeiträgen, die zu dem o.g. Thema gehalten wurden. Wie aus den vielen E-Mails, die dem Veranstalter erreichten, zu entnehmen ist, wollen mehrere Logen die Themen Identität und Kultur in deren ehrwürdigen Bauhütten aufgreifen und diese zur Diskussion stellen.

Distrikmeister Hannes Brach begrüßte die Anwesenden in Namen des Distrikts von Bayern und las die Grußworte des Großmeisters Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer vor. Der Großloge danken wir für die großzügige Unterstützung. Insgesamt waren Teilnehmer aus München, Haar, Augsburg, Starnberg, Traunstein, Kempten, Nürnberg, Lindau, Erlangen, Ulm, Hamburg, Bonn, Düsseldorf, Bad Homburg, Plauen, Lörrach, Bremen, Oxford (GB), Österreich (Wien), Griechenland (Athen) sowie aus drei femininen Bauhütten (München, Augsburg und Düsseldorf) und aus einer Gemischten Loge (München) anwesend. Die Hälfte der Zuhörer waren keine Freimaurer.

Im Rahmen der Dokumentationen der Loge „In Treue fest“ erscheint demnächst das 8. Heft mit den Beiträgen des Kolloquiums „Identität und Kultur“, das zu einer Schutzgebühr von EUR 5,00 zuzüglich Versandkosten beim Sekretär der Loge In Treue fest bestellt werden kann (sekretaer@loge-in-treue-fest.de).

Continue reading...

8. Freimaurer-Kolloquium in München

Am 19. Januar veranstaltet die Münchner Loge "In Treue fest" zum achten Mal das auch für Nichtfreimaurer offene Freimaurer-Kolloquium mit hochkarätigen Themen und Referenten.

Die Brüder der Münchner Loge haben sich die Aufgabe gestellt, jeweils zum Anfang des Jahres ein Kolloquium zu Themen zu veranstalten, die eine besonders relevante Bedeutung für die Gesellschaft beinhalten, aber nach Meinung der Initiatoren nicht ausreichend Beachtung finden. Bisher haben sich die Kolloquien mit den Themen Bewusstsein, Gerechtigkeit, Würde, Ethik, Wahrheit, Freiheit und Religion auseinandergesetzt.

Die Themenstellung für 2019 ist umfangreich: “Sind Identität und Kultur rückständige Auslaufmodelle in einer globalisierten Gesellschaft oder ist die Wahrung der eigenen Identität und Kultur die Voraussetzung für die Entstehung kultureller Vielfalt? — Das Bild des Eigenen und des Fremden: Eine Untersuchung der Spannungsfelder zwischen Altem und Neuem, zwischen Erhalten und Verwerfen.”

Die Vorträge und Referenten versprechen ein hochinteressantes Programm, zu dem sich im Übrigen auch Nichtfreimaurer anmelden können. Das Münchner Kolloquium versteht sich als offene Veranstaltung.

Einlass

Begrüßung durch den MvSt. der Loge „In Treue fest“, Br. Hernán J. Benítez Jump

Grußworte des Großmeisters der Großloge A.F.u.A.M. von Deutschland Br. Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer und des Distriktmeisters von Bayern Br. Hannes Brach

Einleitung: Dr.phil. Dipl.sc.pol.Univ. Hernán J. Benítez Jump M.A., Kultur- und Politikwissenschaftler, MvSt der Loge „In Treue fest“

Vortrag: „Persönliche und kollektive Identität aus der Sicht eines Ethnologen und Politologen. Zwischen Ich-Bezogenheit und Gruppenzugehörigkeit in einer Gesellschaft“

Prof. Dr. Harald Schöndorf SJ, Professor für Erkenntnislehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München.

Vortrag: „Gibt es überhaupt eine undifferenzierte kulturelle oder nationale Identität?“

Br. Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann, Hon.-Prof. für Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln, Redner der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland.

Vortrag: „Institutionelle und kulturelle Voraussetzungen der ‚offenen‘ Gesellschaft – die Sicht eines Freimaurers“

Kaffeeepause

Dr.phil. Jörg Noller, Ludwig- Maximilians- Universität, Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft

Vortrag: „Kultur der Identität: Jenseits von Essentialismus und Relativismus“

Prof. Dr. Matthias Laubscher, Ludwig- Maximilians- Universität, Fakultät für Kulturwissenschaften, Institut für Ethnologie

Vortrag: „Die Begriffe der Identität und Kultur im kulturwissenschaftlichen Konzept“

Allgemeine Diskussion

Ende der Veranstaltung

Das Kolloquium findet statt am 19. Januar um 14 Uhr (Einlass ab 13 Uhr) im Logenhaus der Bruderhilfe, Schwanthalerstraße 60 (5. Stock), München. Anmeldungen bitte unter mvst@loge-in-treue-fest.de

Continue reading...

Erlanger Freimaurer vergeben Preis für humanitäres Engagement

Zugeordneter Stuhlmeister Winfried Gerum-Nees, die Preisträgerin Frau Maria Yeddes, Bürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuss

Die Freimaurerloge Libanon zu den 3 Cedern verlieh am Sonntag, dem 25. November, ihren diesjährigen Förderpreis für humanitäres Engagement. Dieses Jahr erhielt den Preis Frau Maria Yeddes vom Verein Grünes S.O.f.A.

(Erlangen / ms) Winfried Gerum-Nees, zugeordneter Stuhlmeister der Loge wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Erlanger Freimaurer seit dem Jahr 2000 den Preis für humanitäres Engagement vergeben und sich immer wieder freuen, verdienten Personen eine Unterstützung in ihrer ehrenamtlichen Aufgabe zu geben und sie damit auch zu ehren.

Altstuhlmeister Wilhelm Glökler stellte kurz die nach innen und außen gerichtete Arbeit der Freimaurer dar, die sie, die Freimaurer zu besseren Menschen machen soll und deren Wirken in der Welt, um auch außerhalb der Loge eine Verbesserung zu bewirken.

Bürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuss hielt die Laudatio für die Preisträgerin und lenkte den Blick auf den Giebel des Logenhauses mit der Inschrift “Wahrheit, Recht und Menschenliebe“. Diese Worte seinen nicht nur Inschrift, sondern würden in dieser Loge auch gelebt. Mit Freude würdigte Frau Dr. Preuss auch diesmal die Preisträgerin, die sie auch im Rahmen ihrer Arbeit im Sozialreferat trifft und kennt.

Kurzfassung der Laudatio: Frau Yeddes arbeitet seit vielen Jahren selbstlos und unermüdlich und zielgerichtet für die Alleinerziehenden in unserer Stadt. Als Alleinerziehende stellen sich Dinge des Lebens schwierig dar. Das Armutsrisiko ist groß, der Lebensstandard ist im Vergleich mit Anderen oft niedrig. Auch die organisatorischen Dinge können große Hürden sein, wie z.B. bei bestimmten Berufsgruppen mit Arbeitszeiten in der Nacht oder am Wochenende. Wer kann hierbei helfen, wer hört zu, wer hat einen Rat zu geben, wer hat eine Lösung z.B. für die Betreuung der Kinder?

Die Antwort ist Frau Yeddes mit ihrem Verein, die mit ihrer Einrichtung einen Platz geschaffen hat, an dem alleinerziehende Mütter und Väter Unterstützung, ein offenes Ohr, Zeit für sich selber, Ansprache, Ausflüge, Kaffee und Kuchen, und guten Rat, der hier nicht teuer ist, bekommen. Oder, um aus dem Leitbild des Vereins zu zitieren: Selbsthilfe stärken, kinderfreundliches Umfeld schaffen, Eigeninitiative ermöglichen, Potentiale erkennen, das Miteinander von Generationen, Nationalitäten, Kulturen und Initiativen fördern.

Das Grüne S.O.f.A ist für Alleinerziehende nicht nur ein Ort, wo man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf einem gemütlichen Sofa niederlassen, ausruhen, unterhalten und erholen kann, sondern ein Ort, wo Starthilfe, Lebensmut und ganz praktische Hilfen im Alltag angeboten werden.

Winfried Gerum-Nees überreichte einer strahlenden Preisträgerin den Preis, der für Frau Yeddes und ihren Verein ein weiteres Stück des Weges ermöglichen soll. Der diesjährige Preis war mit 5.000 € dotiert, unterstützt durch die Großloge.

Die musikalische Begleitung des Festaktes durch Alexander Saal und Miriam Winkelmann, mit u.a. Stücken von Bette Midler und Billie Holliday, gab der Veranstaltung einen wunderbaren Rahmen. Zum Abschluss, in entspannter Atmosphäre bei Sekt und Häppchen, ergaben sich zahlreiche Gespräche zur Arbeit der Preisträgerin und zu den Freimaurern. Eine schöne und gelungene Veranstaltung nahm damit ihren Ausklang.

Continue reading...

Eine rasante Reiserevue im Fürther Logenhaus

Die Schauspielerin und Sängerin Alexandra Völkl (Foto: Matthias Schäfer

Die Schauspielerin und Sängerin Alexandra Völkl (Foto: Matthias Schäfer

Eine rasante Reise-Revue unter dem Titel „Du hast den Farbfilm vergessen!“ präsentieren Alexandra Völkl (Schauspiel und Gesang) und Budde Thiem (Piano) im Fürther Logenhaus.

In 80 Tagen um die Welt? – Das war gestern! Völlig unbeeinflusst von Staumeldungen oder Bahnstreiks, ganz ohne moderne GPS-Technik und atmungsaktive Multifunktionskleidung verspricht die Reise-Revue binnen weniger Augenblicke Expeditionen und Ausflüge auf die höchsten Gipfel, in die tiefsten Täler, an einsame Strände und in pulsierende Metropolen. Im Reisegepäck führen die beiden Künstler charmante Chansons sowie bewegende Tatsachenberichte rund um Reiselust und Reisefrust, Fernweh und Heimweh.

Prominente Mitreisende sind unter anderem Hildegard Knef, Kurt Tucholsky, Georg Kreisler, Cissy Kraner, Helmut Qualtinger, Helen Vita, Joachim Ringelnatz, Friedrich Hollaender, Ludwig Thoma und Nina Hagen. “Ein musikalischer Kurzurlaub für alle, die reif für die Insel sind – und eine Präventivmaßnahme für alle, die nicht urlaubsreif werden wollen!”, so empfiehlt der Veranstalter, der Logenhaus-Bauverein, das Programm.

Die Sängerin und Schauspielerin Alexandra Völkl hat sich von Kopf bis Fuß den Schlagermelodien der 1920er-1940er Jahre verschrieben. Budde Thiem ist Jazzpianist, Begleiter, Komponist, Arrangeur und Musikpädagoge. Der Kulturpreisträger der Stadt Fürth war musikalischer Leiter am Czurda-Theater und am Schauspielhaus Nürnberg.

Eintritt:  15,-. Kartenreservierung: Familie Organ im Logenhaus (LHS), Tel.: 0911 / 77 01 20. Veranstalter: „Logenhaus-Bauverein“  der Freimaurerloge Fürth.

Continue reading...