Hilfe aus dem Odenwald für Erdbebenopfer in Nepal

Bilck in ein Tal bei Kathmandu

Bilck in ein Tal bei Kathmandu

Am 25. April 2015 begann eine katastrophale Erdbebenserie in Nepal, die weit über 8.000 Todesopfer forderte und Millionen Menschen obdachlos machte. Dieser Tage wird durch viele Medien an die Katastrophe erinnert. Kurz nach den Ereignissen haben auch viele Freimaurer zu helfen versucht, das Freimaurerische Hilfe rief auch über unsere Webseite zu Spenden für Nepal auf, einige Logen haben individuell geholfen, wie beispielsweise die Wetzlarer Loge Wilhelm zu den drei Helmen (wir berichteten). Brüder der Michaelstadter Loge “Zu den drei Sternen”unterstützen eine Helferin vor Ort und schickten den folgenden Bericht.

Zurück in Nepal ist Stefanie Selic aus Olfen, um den Erdbebenopfern die versprochene Hilfe persönlich zu überbringen. Die junge Odenwälderin hatte im letzten Jahr auf ihrer Trekking-Tour zum Mount Everest Basislager am 25. April und 12. Mai die beiden katastrophalen Erdbebengeschehen erlebt. Einige Dörfer wurden komplett zerstört, weshalb die Menschen noch heute in Zelten leben müssen.

Aus der unmittelbaren Begegnung mit der Not und Verzweiflung der Menschen im Himalayastaat Nepal sind Kontakte zu Familien entstanden, die Haus und Hab und Gut verloren haben. Daher entschloss sich Stefanie Selic, persönliche Hilfe zu leisten. Nun ist sie wieder in Nepal und bereitet ihre Expedition in die weit entlegenen Bergdörfer vor. Im Gepäck hat sie 3.000 €, die sie sowohl bei Vorträgen und durch den Verkauf selbstgebastelter Geschenkartikeln auf Märkten als auch von Spendern eingenommen hatte.

Durch die Verbindungen mit dem Nepal-Verein in Frankfurt fand sie in Kathmandu sogleich Aufnahme beim nepalesischen Partnerverein Ganesh New Life Center. Eine besonders hilfreiche Stütze bei der Hilfsaktion ist die Nepalesin Savithri, die als Sprachkundige die erforderlichen Erkundigungen einholt und Kontakte knüpft. Auf diese Weise ergaben sich Kenntnisse über die Situation der Familie Urmila Karki und ihre Nachbarn in dem 12 Stunden entfernte Bergdorf Sanba Danda im Distrikt Ramechhap, in das die Hilfen mit einem Jeep über unwegsame Strecken transportiert werden. Seit den Erdbeben ist dort noch keine einzige Hilfsorganisation tätig gewesen. Den Menschen fehlen Medikamente und vielfach das Allernotwendigste. Inzwischen ist auch Schwester Julia in Kathmandu gelandet und wird die Hilfsaktion begleiten.

In den Bergdörfern warten 85 Familien, an die jeweils ein Nahrungsmittel-Paket im Wert von 20 Euro für einen Monat verteilt wird mit einer Monatsration an Reis, Linsen, Öl, Salz, Gewürzen, Zucker, Tee und Seife für Körperpflege und Wäsche. Die Kosten werden mit rund 2.500 nepalesischen Rupien pro Familie angesetzt, was umgerechnet rund 20 Euro entspricht.

Die Menschen leben noch immer in Zelten. Aufgrund der hohen Kosten ist an den Wiederaufbau der Häuser gegenwärtig nicht zu denken. Es gehe ihnen vielmehr um die Sicherung des Überlebens, teilten die Bewohner am Telefon mit. Vielmehr hätten die Menschen gewünscht, die beim Erdbeben zerstörte Schule so weit wie möglich wieder aufzubauen, damit die Kinder weiter zur Schule gehen können. Daher sei es wünschenswert, nach Möglichkeit die Schulkinder mit einem warmen Pullover, einem Schulheft und Bleistiften auszustatten. Es handelt sich um eine Grundschule mit 300 Kindern, die teilweise auf langen Fußmärschen aus den umliegenden Dörfern kommen. Nach der Prioritätenliste die Schüler mit einem warmen Pullover, Stiften und einem Schreibheft ausgestattet. Wenn noch Geld übrig ist soll weiteres Schulmaterial beschafft werden. Der Direktor der Schule sowie der Vertreter des Village Development Committee wird am Tag der Verteilung anwesend sein und die Helfer unterstützen, schreibt die Odenwälderin in ihrer E-Mail-Nachricht. Es werde eine Liste geben, auf der alle Familien verzeichnet sind, um eine faire Verteilung zu gewährleisten.

Stefanie Selic denkt bereits weiter und will die Menschen in den zerstörten Dörfern Nepals nicht nur einmalig unterstützen. Vielmehr will sie versuchen, nach ihrer Rückkehr aus Nepal „am Ball“ zu bleiben, um am Wiederaufbau der Schule und der Versorgung mit Nahrungsmitteln mitzuwirken bis sich die Situation in der Region wieder normalisiert, sei es durch Unterstützung durch die Regierung oder das Wirken einer Hilfsorganisation vor Ort.

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Benefizkonzert zur Förderung der Schülerbetreuung in Frankfurt

Benefizkonzert Trio Enescu

Es ist kaum zu glauben, dass allein In Frankfurt täglich 20.000 Kinder ohne Frühstück in die Schule gehen. Und auch die Hausaufgabenbetreuung befindet sich in einem bedauernswerten Zustand. Die Frankfurter Loge will zusammen mit dem Verein “Die Arche” diesen Missstand lindern. Ein Benfizkonzert soll Spendengelder bringen.

Der Verein “Die Arche” bietet Schülern ein warmes Mittagessen, Hilfe bei den Hausaufgaben, Lernförderung, Freizeitangebote und Frühbetreuung. Die Kooperation mit den Lehrern vor Ort hat einen positiven Einfluss auf das Lernverhalten und die Entwicklung der Kinder. Zu den Zielen gehören das Vermitteln von Selbstwertgefühl, das Wecken von Potentialen der Kinder, soziale Kompetenzen, Selbstverantwortung, Integration u.a., alles in allem soll die Chancengleichheit verbessert werden.

Das Benefizkonzert im Logenhaus, so hofft die veranstaltende Loge “Zur Einigkeit in Frankfurt” mit ihrer Stiftung “Wohltätigkeitsanstalt Zur Einigkeit”, soll den Verein bei seinen Aufgaben mit notwendigen Mitteln unterstützen und ausstatten.

Das “Trio Enescu”, bestehend aus Gabriele Gylthe-Hein (Klavier), Edvardas Armonas (Violoncello) und Alina Armonas-Tambrea (Violine) spielt Werke von Edvard Grieg (Andante con moto, c-moll), Fanny Mendelssohn-Hensel (Klaviertrio op. 11) und Anton Arensky (Klaviertrio d-moll, op. 32).

Das Trio Enescu wurde von den drei Musikern Alina Armonas-Tambrea (Violine), Edvardas Armonas (Violoncello) und Gabriele Gylyte-Hein (Klavier) in dem Jahr gegründet, in dem sich das Geburtsjahr des legendären Violinisten und Komponisten George Enescu zum 130. Mal jährte. Vom ersten Auftritt an fand das Ensemble höchstes Lob bei Publikum und Presse. Mit ihrem sensiblen Zusammenspiel und einem tief verwurzelten musikalischen Verständnis entwickelten sie eine starke gemeinsame Ausdruckskraft, mit der sie ihrem Publikum die Musik unterschiedlicher Stilepochen nahe bringen.

Das Benefizkonzert findet am 20. April 2016 um 20 Uhr im Haus der Freimaurerloge Zur Einigkeit in der Kaiserstraße 37, Frankfurt / Main statt. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintrittspreis beträgt 20 Euro.

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Besuch aus Nepal in der Wetzlarer Freimaurerloge

Sonam Sherpa und Dr. Walter-Staaden

Sonam Sherpa und Dr. Walter-Staaden

Der Meister vom Stuhl der Wetzlarer Loge, (Dr.) Walter Staaden, engagiert sich schon seit vielen Jahren in Nepal. Nach dem Erdbeben im April und Mai 2015 war sein engster Mitarbeiter aus Nepal Mitte Dezember 2015 zu Gast bei der Wetzlarer Loge. Er wollte sich für die Hilfe aus Deutschland bedanken.

Es ist ein Beben, das das Dach der Welt erschüttert wie noch nie. Von Erdstößen der Stärke 7,8 und zahlreichen Nachbeben sind in Nepal im April und Mai 2015 insgesamt 8 Millionen Menschen betroffen; mehr als 9.000 Menschen sterben, rund 22.300 werden verletzt. Durch die Beben wird die Hauptstadt Kathmandu um 1,5 Meter nach Süden verschoben und um einen Meter angehoben. Auch der kulturelle Schaden ist immens, das Erbe der Menschheit wird ebenfalls erschüttert: Viele Stätten des UNESCO-Welterbes in Kahtmandu, Patan und Bhaktapur stürzen ein. Seine Schönheit ist alles, was Nepal hat: Wird sich die Einnahmequelle Tourismus 2016 erholen?

Dr. Walter Staaden, Meister vom Stuhl der Wetzlarer Freimaurerloge ist gleichzeitig Gründungsmitglied und amtierender Sprecher des Vorstands der Himalayan Care Foundation (HCF). Schon seit vielen Jahren engagiert er sich mit Projekten zur humanitären Hilfe in unterentwickelten Regionen des Himalayas, insbesondere in Nepal. Dort werden unter seiner Leitung Schulen, Krankenhäuser und Unterkünfte errichtet und betrieben. Derzeit hauptsächlich in der nepalesischen Region Solukhumbu, die ca. 35 Flugminuten von Kathmandu im Bergland liegt.

Vor Ort ist Sonam Sherpa, in Garma in der Solukhumbu-Region geboren, sein wichtigster Mitarbeiter. Er vertritt dort als nepalesischer Repräsentant die HCF und arbeitet in Abstimmung mit dem Vorstand der Foundation an den Projekten mit.

Auch die von der Himalayan Care Foundation errichteten und betriebenen Gebäude sind von dem schweren Erdbeben betroffen gewesen. Zum Glück sind keine Bewohner, meist Kinder mit und ohne Behinderung, zu Schaden gekommen. Gleichwohl war die Lage mehr als schwierig und die Menschen auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Zerstörtes Schulgebäude der Himalayan Care Foundation

Zerstörtes Schulgebäude der Himalayan Care Foundation

Dr. Walter Staaden, Meister vom Stuhl der Wetzlarer Freimaurerloge ist gleichzeitig Gründungsmitglied und amtierender Sprecher des Vorstands der Himalayan Care Foundation (HCF). Schon seit vielen Jahren engagiert er sich mit Projekten zur humanitären Hilfe in unterentwickelten Regionen des Himalayas, insbesondere in Nepal. Dort werden unter seiner Leitung Schulen, Krankenhäuser und Unterkünfte errichtet und betrieben. Derzeit hauptsächlich in der nepalesischen Region Solukhumbu, die ca. 35 Flugminuten von Kathmandu im Bergland liegt.

Auch die von der Himalayan Care Foundation errichteten und betriebenen Gebäude sind von dem schweren Erdbeben betroffen gewesen. Zum Glück sind keine Bewohner, meist Kinder mit und ohne Behinderung, zu Schaden gekommen. Gleichwohl war die Lage mehr als schwierig und die Menschen auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Vor Ort ist Sonam Sherpa, in Garma in der Solukhumbu-Region geboren, sein wichtigster Mitarbeiter. Er vertritt dort als nepalesischer Repräsentant die HCF und arbeitet in Abstimmung mit dem Vorstand der Foundation an den Projekten mit. Sonam Sherpa kam Mitte Dezember 2015 für rd. 10 Tage nach Deutschland, um sich für die Unterstützung bei den Spendern persönlich zu bedanken. Anhand einer PowerPoint-Präsentation berichtete er in bewegenden Worten und Bildern von dem Zustand kurz nach dem Erdbeben und dem Beginn des Wiederaufbaus.

Erschwerend kommt in Nepal die dort herrschende Korruption hinzu sowie die Wirtschaftsblockade, die von Indien ausgeht. Als Beispiel nannte Sonam Sherpa die 2-tägige Wartezeit auf eine Flasche Gas. Hatte diese bis vor kurzem noch 40 $ gekostet, so verdoppelte sich ihr Preis aufgrund der vorstehend genannten Problematik innerhalb kürzester Zeit. Für einen einfachen Nepalesi nahezu unbezahlbar.

Für die Brüder der Wetzlarer Loge war es beeindruckend zu erfahren, wie sich Sonam Sherpa, obwohl er selbst eine junge Familie mit 2 kleinen Töchtern hat, um die Erdbebenopfer in „seiner“ Region kümmerte.

Neben vielen Freunden und Bekannten sowie Logenbrüdern und nicht zuletzt Unternehmen aus der Wetzlarer Region, so spendete auch das Freimaurerische Hilfswerk einen namhaften Betrag, um die Arbeit des HCF in der Erdbebenregion zu unterstützen. Und dies ist nötig. So kostet die Errichtung des Waisenhauses rd. 70.000 €. Der Bau der Schule in Nele ca. 40.000 € sowie weiterer Schulprojekte, die insgesamt ebenfalls mit rd. 40.000 € veranschlagt werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.himalayancare.org/de

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Dr. Kristina Schröder sprach in Wiesbadener Loge zur Flüchtlingspolitik

Der MvSt. der Loge, Dieter Börgers, bedankt sich bei Frau Dr. Kristina Schröder

Der MvSt. der Loge, Dieter Börgers, bedankt sich bei Frau Dr. Kristina Schröder

Frau Dr. Kristina Schröder, Mitglied des Bundestages und ehemalige Familienministerin, sprach in der Wiesbadener Loge “Plato zur Beständigen Einheit” im Rahmen einer öffentlichen Vortragsveranstaltung zur aktuellen Lage der Flüchtlingspolitik.

Der Großmeister Stephan Roth-Kleyer führte nach der Begrüßung durch Stuhlmeister Dieter Börgers in das Thema „Flüchtlingskrisen“ ein, zugleich begrüßte er nachdrücklich diese Veranstaltung als Beispiel für die wünschenswerte „Öffnung nach außen“ innerhalb der deutschen Freimaurerei.

Das „unglaublich bewegende Thema“ führe – konsequent zu Ende gedacht – zur Frage: wie ist Integration, wie ist vor allem kulturelle Integration möglich? Ja ist sie überhaupt möglich? Die Erfahrung zeigt, dass der Wille und die Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache sowie die Anerkennung der geschlechtlichen Gleichberechtigung in Migrationsfamilien sich noch nach zwei Generation als fast unüberwindliche Hemmnisse auf dem Weg zur Integration erweisen.

2015 sind mindestens 1 Million Asylanten in die Bundesrepublik gekommen, überwiegend alleinstehende Männer. Eine Obergrenze ist erreicht, der Flüchtlingsstrom muss eingedämmt werden, so Frau Schröder. Dem Zuzug von Familien solle Vorrang eingeräumt, Integrationswilligkeit verbindlich nachgewiesen werden. Doch die Sicherung der europäischen Außengrenzen, wie sie die Bundesregierung fordert, sei kaum zu realisieren. Die Türkei spielt in diesem Prozess eine entscheidende Rolle, doch sie stellt Gegenforderungen, finanzielle wie politische.

Was also ist in dieser Situation wünschenswert, was davon machbar? Wie können muslimische Rollenbilder, Antisemitismus und Aggressionstrieb überwunden werden? Die Referentin nannte Möglichkeiten wie individuelle Integrationsvereinbarungen, Steuerung der Migrantensiedlung, Residenzpflicht, konkrete Gesetzgebung und deren strikte Befolgung und Stärkung der Staatsmacht.

In der nachfolgenden Diskussion wurden wünschenswerte Möglichkeiten aus den Reihen der Zuhörer aufgegriffen und erläutert, dazu gehörten Grenzsicherung, Verbesserung der Situation in den Aufnahmeeinrichtungen durch sinnvolle Beschäftigungsprogramme, Beschleunigung der Verfahren, bessere Abstimmung der Gremien, Schaffung von Transitzonen, Bessere Integration freiwilliger Hilfsangebote, standardisierter Islamunterricht u.a.m.

An der Veranstaltung nahmen u.a. Gäste teil, die zum Thema einen besonderen Bezug haben, so der Kommandeur des Hessischen Landeskommandos der Bundeswehr, Herr Brigadegeneral Eckart Klink, der Präsident der Hessischen Polizeiakademie, Herr Gert Fischer oder auch die Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit in Wiesbaden, Fr. Dr. Carola Voelkel.

Der Abend wurde verbunden mit einer Sammlung für die „Deutsch-Intensiv-Klasse“ der Wiesbadener Diltheyschule, wo zurzeit Flüchtlingskinder intensiv auf eine Integration in normale Klassen vorbereitet werden. Die verantwortliche Klassenlehrerin und die stellvertretende Schulleiterin freuten sich sehr über das Engagement und waren begeistert von ihrem Aufenthalt bei den Freimaurern.

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Großlogentag 2016 in Darmstadt

Darmstadt

Alle zwei Jahre findet der Großlogentag statt, die Mitgliederversammlung aller Logen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. In diesem Jahr wird diese Veranstaltung am 5. und 6. Mai von der Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” mit einem interessanten Rahmenprogramm ausgerichtet.

Der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland gehören rund 270 Logen mit etwa 10.000 Freimaurern an. Der Großlogentag ist die satzungsgemäße Mitgliederversammlung, zu der jede Loge einen Vertreter, in der Regel den Meister vom Stuhl (Vorsitzenden) entsendet. Wie in jedem anderen Verein werden auf solchen Versammlungen Rechenschaftsberichte abgelegt, Wahlen abgehalten und Beschlüsse gefasst. Stimmberechtigt sind die Logen mit jeweils einer Stimme, zu den Veranstaltungen zugelassen sind alle Freimaurer der Mitgliedslogen.

Die Versammlungen finden an wechselnden Orten statt und werden von den Logen vor Ort organisiert. Für dieses Jahr hat sich die Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” als Ausrichter beworben und ein ansprechendes Programm zusammengestellt. Traditionell gliedert sich die mehrtägige Veranstaltung in drei Bereiche: ein Programm für die Ehefrauen, bei den Freimaurern “Schwestern” genannt sowie eingeladene Gäste, die freimaurerischen Bestandteile wie rituelle Zusammenkunft und Mitgliederversammlung für die Brüder sowie einen gesellschaftlichen und kulturellen Teil, der gemeinsam genossen wird.

Das Damen- und Gästeprogramm beinhaltet eine Stadtführung zur Mathildenhöhe und die Künstlerkolonie. Die Mathildenhöhe ist das Zentrum des Darmstädter Jugendstils und ein Gesamtkunstwerk aus Hochzeitsturm, Ausstellungsgebäude, Museum, Künstlerkolonie und Platanenhain. Von 1899 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges setzten in Darmstadt namhafte Künstler wie Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens wesentliche Imulse zur Entwicklung der Moderne. Für den zweiten Tag stehen auf dem Programm der Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Grube Messel und eine Führung durch das Weinheimer Schloss. Die Grube Messel birgt eine unüberschaubare Vielzahl an besonders gut erhaltenen Fossilien. Sensationsfunde wie die Messeler Urpferdchen haben weltweite Berühmtheit erlangt. Das Schloss Weinheim, heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, setzt sich aus Bauteilen verschiedener Epochen zusammen. Die Besucher erfahren Wissenswertes über die Geschichte und Mythen des Schlosses und des ursprünglich als englischen Gartens angelegten Schlossparks.

Parallel dazu halten die Freimaurer eine einführende rituelle Zusammenkunft, die sogenannte Tempelarbeit, im Lehrlingsgrad ab, um sich auf die nachfolgenden Beratungen in brüderlichem Respekt und Toleranz einzustimmen. Die Mitgliederversammlung dient in diesem Jahr unter anderem zu Aussprachen, Wahlen und dem Gedankenaustausch.

Für den ersten Abend ist ein Besuch der Comedy Hall mit dem Besuch des “Kikeriki-Theaters”, einem besonderen Buffet in den Theaterräumen und der Vorstellung “Das Cabinet des Dr. Goggolores” geplant. Das Kikeriki-Theater, ein komödiantisches Theater mit Puppen und Menschen, wurde 1979 von Roland Hotz begründet und entstand aus der Lust am Schreiben, Bauen, Komponieren, Inszenieren und Spielen. Das Theater versteht sich als ein “Volkstheater ohne Heimatmief, sondern mit ehrlich-frischem Stallgeruch”. Im Stück “Das Cabinet des Dr. Goggolores” verschmelzen zwei Klassiker der Filmgeschichte – “Das Cabinet des Dr. Caligari” und “Freaks” – mit zwei klassischen Großmäulern des Kikeriki-Theaters zu einem Mischmasch aus Moritat, Panoptikum und Puppenspiel in einem schaurig-schrägen Schauspiel.

Den Abschluss des Großlogentages bildet das Galadinner im Ballsaal des Maritim Konfernzhotels Darmstadt. Die “Bayer & Baier Band” ist eine professionelle Band mit internationaler Erfahrung und einem umfangreichen und außergewöhnlichen musikalischen Repertoire. Die Musik umfasst einen Mix aus Evergreens, Oldies und Discohits aus den Siebzigern bis heute.

Anmeldungen müssen bis zum 18. März 2016 über die Kanzlei der Großloge erfolgen. Rückfragen beantwortet gern die Kanzlei der Großloge. Das detaillierte Programm findet sich im Terminteil unter Mai.

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Liederzyklus von Franz Schubert in der Frankfurter Loge “Zur Einigkeit”

Aufführung des Liederzyklus von Franz Schubert in der Frankfurter Loge

Aufführung des Liederzyklus von Franz Schubert in der Frankfurter Loge "Zur Einigkeit"

Am 25. November 2015 fand im Tempel der Loge “Zur Einigkeit” in Frankfurt am Main im Rahmen eines Gästeabends mit Schwestern, Freimaurerinnen und Freunden eine Aufführung des Liederzyklus “Die Winterreise” von Franz Schubert statt.

Franz Schuber komponierte den Liederzyklus “Winterreise” ein Jahr vor seinem Tod. Der Zyklus aus 24 Liedern für Singstimme und Klavier wurde vorgetragen von Peter Schüler (Bariton) und Dr. Stefan Schwarzacher (Klavier). Die emotionsgeladene Aufführung begeisterte die Zuhörer in hohem Maße, nicht nur am Ende durch das wohl bekannteste Lied des Zyklus “Der Leiermann”.

Die vorwiegend für Brüder, Partner, Gäste und Freunde gedachte Veranstaltung hatte eine gute Resonanz und erbrachte ein namhaftes Spendenaufkommen zugunsten der aus dem Kreis der Brüder jüngst initiierten Initiative zur Unterstützung von Sprachunterricht für Flüchtlinge.

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Frankfurter Lessing-Loge spendet erneut Bucherlöse

v.l. Rolf Keil, Katrin Winter

v.l. Rolf Keil, Katrin Winter

Der Gründer der Frankfurter Loge “Lessing” hinterließ viele Aufzeichnungen, die zu einem Buch zusammengefasst und den Brüdern zum Kauf angeboten wurden. Über 5.000 Euro Erlös konnten dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Frankfurt als Spende übergeben werden.

Die Loge Lessing wurde 1945 von dem Frankfurter Kinderarzt Emil Selter gegründet. Selter hatte sich um die Wiedergründung der Freimaurerei in Deutschland einen Namen gemacht und mit großer Tatkraft für die Loge Lessing und den Gedanken der Freimaurer gearbeitet.

Rolf Keil, Altstuhlmeister der Loge Lessing, hat die Schriften Selters aufgearbeitet und sie den Brüder aller Logen in Deutschland zum Verkauf angeboten. Bereits im letzten Jahr kamen dadurch 2500 € zusammen. „Dieses Jahr konnte ich den Erlös mehr als verdoppeln, „freut sich Rolf Keil. Lisa Criseo-Brack und Katrin Winter, Koordinatorinnen des Ambulanten Kinder- und Jugendhospiz freuten sich sehr über diese großzügige Spende. 

Der Hospizdienst begleitet Kinder und Jugendliche, die lebensverkürzend erkrankt sind. Qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die gesamte Familie. Ziel ist es, die Lebensqualität der Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Die Kernaufgabe liegt in der alltagspraktischen Unterstützung und Entlastung, der Förderung der Selbsthilfe sowie der Schaffung von Gesprächsangeboten.

“Es war klar,” erklärt Rolf Keil, “dass der Erlös allein wohltätigen Zwecken zugute kommen sollte. Der Ambulante Kinderhospizdienst ist der ideale Adressat der Aktion, denn Bruder Emil Selter war Kinderarzt, ein schweres Schicksal nahm ihm seinen Sohn, der mit nur 8 Jahren starb. Ich bin davon überzeugt, dass er die Verwendung der Einnahmen für diesen Zweck gebilligt hätte.”

Im Frankfurter Dienst werden 27 Familien begleitet. Es sind 62 ehrenamtliche Helfer in der Begleitung, der Öffentlichkeitsarbeit und im Büro im Einsatz. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch Spenden. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Frankfurt/Rhein-Main ist einer von 21 Diensten des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. mit Sitz in Olpe (NRW).

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