Nienburger Loge sprach über Öffentlichkeitsarbeit

Stefan-Oliver Strate referierte in Nienburg

Stefan-Oliver Strate referierte in Nienburg

Wie viele Logen befasst sich auch die Nienburger Loge “Georg zum silbernen Einhorn” mit der Frage der Öffentlichkeitsarbeit. Dazu hatte man Stefan-Oliver Strate als Referenten eingeladen, der bereits 2013 bei einem Großlogentreffen zu diesem Thema gesprochen hatte.

Der Meister vom Stuhl der Nienburger Loge, Bruder (Dr. med.) Wilhelm C.F. Cohrs, begrüßte den Redner des Abends herzlich zu einem internen Meinungsaustausch, der dem Vortrag folgen sollte.

Stefan-Oliver Strate ist Personalleiter in einem Unternehmen der Chemiebranche. Er ist also „auf dem Laufenden“, wenn es um Ansprüche und Vorstellungen von Menschen geht. Das Anwerben von Mitarbeitern folgt heute anderen Regeln als noch vor 5, 10 oder gar 30 Jahren. Lebenslanges Verweilen in einem einzigen Betrieb hat Seltenheitswert. Strate hat täglichen Umgang mit hoch motivierten jungen Leuten, die, gut ausgebildet, sehr selbstbewusst auftreten.

Solche Menschen gehören auch zur Zielgruppe der Logen. “Wie erreichen wir Menschen, die bereits in jungen Jahren beruflich viel unterwegs sind?”, war die Frage des Abends. Montag bis Mittwoch in Köln, Donnerstag London und Freitag Lissabon. Der Samstag und der Sonntag sind fest für die Familie und die Freunde reserviert. Können und wollen diese Männer wirklich jede Woche in eine Loge kommen?

Welches „Produkt“ bewerben wir und wie tun wir es? Was versprechen wir und was können wir vorleben? Bin ich, ist meine Bruderschaft mental und inhaltlich auf eine Ansprache anderer Menschen vorbereitet? Welche Wirkung erzeugen wir mit unseren Logen und den darin arbeitenden Brüdern nach außen? Zum Beispiel auf Gästeabenden und diversen öffentlichen Auftritten? Viele Themen wurden in der Diskussion angesprochen.

Den Vortrag von Stefan-Oliver Strate empfanden die Nienburger als eine ausgezeichnete Basis für den laufenden Diskussionsprozess.

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Magdeburger Freimaurer feiern und spenden

Scheckübergabe in den Pfeifferschen Stiftungen: v.l. Uwe Dorand, Friederike Höppner, Ernst-Dieter Mehrtens, Sören Wilmerstaedt

Scheckübergabe in den Pfeifferschen Stiftungen: v.l. Uwe Dorand, Friederike Höppner, Ernst-Dieter Mehrtens, Sören Wilmerstaedt

(Magdeburg / sm) Vier Freimaurer-Logen aus Mitteldeutschland feierten ihr Johannisfest im Magdeburger Rathaus, das natürlich unter dem Eindruck der 300-Jahr-Feierlichkeiten stand. Am Schluss kam ein nennenswerter Spendenbetrag für ein Kinderhospiz zusammen.

Bereits zum vierten Mal feiern die Logen „Alexius zur Bestaendigkeit“ aus Bernburg, „Zu den drei Säulen“ aus Dessau, „Fünf Türme am Salzquell“ aus Halle und „Harpokrates“ aus Magdeburg gemeinsam ihr Johannisfest. Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper stellte den Logen das Kaiserin-Adelheid-Foyer im Rathaus für ihr Fest zur Verfügung. Die Feier im Rathaus war etwas Besonderes, denn in die Magdeburger Loge „Harpokrates“ wurde vor 24 Jahren eben in den gleichen Räumlichkeiten das Licht nach der Wende wieder eingebracht. Die Öffnung des Rathauses stellte ein Bekenntnis der Stadt zu den Freimaurern dar und würdigte die Bedeutung Magdeburgs als Freimaurerhochburg vor der „dunklen Zeit“.

Der Kulturbeigeordnete der Stadt Magdeburg, Prof. Matthias Puhle überbrachte die Grüße der Landeshauptstadt und gratulierte den Freimaurern zu ihrem 300. Geburtstag. In seinem Grußwort hob er die Bedeutung der Freimaurerei in Magdeburg im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert hervor. Der Magdeburger Meister vom Stuhl versicherte im Anschluss, dass die Magdeburger Freimaurer auf einem guten Weg sind, wieder ein wichtiger Bestandteil der Magdeburger Bürgergesellschaft zu werden. Denn es genügt in der heutigen Zeit bei weitem nicht, nur im verschlossenen Tempel Freimaurer zu sein, sondern man muss sich auch den Menschen öffnen und die guten Ideen der Freimaurer in die Welt tragen.

Als Ausdruck ihrer sozialen Arbeit unterstützen die Freimaurer Magdeburger Projekte wie das Konservatorium der Landeshauptstadt. Passend dazu wurde die Veranstaltung durch Musikschüler des Konservatoriums begleitet. Das Blockflötentrio „TriAngeli“ erfreute die Teilnehmer mit Stücken eines weiteren Jubilars der Stadt, Georg Philipp Telemann. So wurde seines 250. Todestages am 25. Juni würdig gedacht.

Während des Johannisfestes sammelten die Freimaurer dieses Mal für ein anderes Projekt: Das Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg soll in diesem Jahr mit einer Spende bedacht werden. So kamen mit Unterstützung des Freimaurerischen Hilfswerks Deutschland 1.500,00 € zusammen. Wenige Tage später übergaben die Freimaurer die Spende in Höhe von 1.500,00 € an die Mitarbeiterinnen des Kinderhospizes.

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Ausstellung “Mon cher Conte” in Stadthagen

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(cr) Bis zum 9. Juli findet in der Stadthagener Zehntscheune eine Ausstellung mit Werken des Bielefelder Künstlers Cornelius Rinne statt.

Der Pegasus-Künstler Cornelius Rinne (61) geht mit dieser Ausstellung nicht den typischen Weg einer Einzelausstellung, sondern erarbeitet, neben dem Erstellen der Exponate, ein künstlerisches Gesamtkonzept. Die einzelnen Exponate treten in eine Beziehung zueinander und laden so zu einer Reise durch die Entwicklung der organisierten Freimaurerei in Deutschland ein. Hierbei steht nicht die historische Nachbereitung im Mittelpunkt, sondern der gefühlvolle Blick auf die Erlebnisse innerhalb der Freimaurerei und die emotionale Beziehung des aus Stadthagen stammenden Künstlers zu Schaumburg-Lippe.

Rinne sagte zur Ausstellung und seinem Konzept: „Am liebsten hätte ich noch den Geschmack von Steinhuder Aal-Brötchen, Zungenragout und Fleischgrütze in die Ausstellung einfließen lassen.“ Was aber auffällig ist, der Künstler schafft und spielt mit Symbolen, so tauchen in der Ausstellung ausser dem Porträt von Graf Albrecht Wolgang 4 weitere Porträts namhafter Freimaurer aus dem 18. Jahrhundert auf, die alle auch etwas mit Schaumburg-Lippe zu tun haben und die auch untereinander bekannt waren. Diese Porträts stehen so auch als Symbol für eine Lebensart, die sich in den letzten 300 Jahren stark weiterentwickelt hat.

Wie vieldeutig ein Symbol seien kann zeigt das auch gezeigte Vergissmeinnicht. Freimaurerei war in der NSZeit verboten. Somit konnte man sich auch nicht zu erkennen geben vermisste aber den starken Zusammenhalt unter Brüdern. Ausweg war es sich beim Winterhilfswerk, einer Einrichtung der Nazis, ein hölzernes Vergissmeinnicht zu kaufen und dieses am Revers zu tragen. So konnte in der sogenannten dunklen Zeit der Zusammenhalt
erhalten werden. Unterdessen tragen deutsche Freimaurer dieses Zeichen um ihren Zusammenhalt, gerade auch mit den damals verfolgten Freimauren, zu demonstrieren. unterdessen findet das Symbol aber auch eine allgemeine Nutzung als Zeichen für an Alzheimer erkrankte Personen.

Die Aufforderung von Cornelius Rinne für die Ausstellung lautet daher: „Lassen Sie sich auf die Symbole ein, finden Sie Ihre eigene Haltung zu ihnen, gleichen Sie dann diese Haltung mit der anderer Menschen ab. So werden Sie zu Ihrem eigenen Verständnis finden und sind der Einstellung, die als das freimaurerische Geheimnis bezeichnet wird, auf der Spur.“

Spannend ist sicher auch, dass die gezeigten Bilder in unterschiedliche Arbeitsweisen entstanden sind. Neben Acryl-Gemälden werden auch Zeichnungen, Fotografien und digital erzeugte Grafiken ausgestellt.

Rinne ist Vorsitzender der freimaurerischen Künstlergruppe “Pegasus”.

Die Freimaurerei ist in der glücklichen Lage, im Laufe ihrer fast 300-jährigen Geschichte auf eine Vielzahl künstlerisch tätiger Brüder blicken zu können. Mit gewissem Stolz wird jeder Freimaurer darauf verweisen, dass herausragende Männer wie Goethe und Lessing, Mozart und Liszt, Rückert, Alphonse Mucha, George Kenning, und Tucholsky und viele andere mehr einst der Bruderschaft angehörten.

Dabei wird oft übersehen, daß auch heute viele künstlerisch tätige Brüder in der Kette stehen deren Schaffen vom freimaurerischen Geist geprägt ist. Sie wirken in allen Sparten der Kunst, aber auch in benachbarten Sparten wie z.B. Design, Journalismus, Kochkunst…, eben allem was Kunst, Kultur und Kommunikation ausmacht. Es sind Brüder, die durch ihr Tun in der Öffentlichkeit von den Idealen des Bundes künden, Brüder, die in der Lage sind, in der Sprache unserer Zeit zu den Menschen zu sprechen. Im Bereich Künstler können sie einige der in Pegasus organisierten Brüder kennen lernen. Pegasus ist im deutschsprachigen Raum der einzige kulturell arbeitende Verein, der sich allen Sparten von Kunst, Kultur und Kommunikation verschrieben hat und außerdem hierbei schaffende und interessierte Menschen zueinander führt.

Historische Zehntscheune Stadthagen, Eberhard-von-Breitenbach-Platz 1, 31665 Stadthagen. Die Öffnungszeiten sind Freitags von 15:00 – 18:00 Uhr und Samstags und Sonntags von 11:00 – 18:00 Uhr.

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Podiumsgespräch mit Angela Kane und Prof. Dr. Klaus Töpfer

v.l. Dr. Ekkehard Griep, Angela Kane, Andreas Franke, Prof. Dr. Klaus Töpfer

v.l. Dr. Ekkehard Griep, Angela Kane, Andreas Franke, Prof. Dr. Klaus Töpfer

Am 31. März 2017 fand auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. bei hannover ein spannendes Podiumsgespräch zur Lage der UNO statt, das tiefe Einblicke in die Welt der Vereinten Nationen zuließ und Antworten zu geben versuchte, welche prioritären Aufgaben sich dem neuen UN-Generalsekretär António Guterres stellen.

(wh) Dies sei vor allem eine deutliche Entbürokratisierung und eine strafferes Management, allerdings sei der Wille zur Veränderung bei den Mitgliedsstaaten der UNO nicht erkennbar, so der übereinstimmende Tenor der Podiumsteilnehmer. Auch sei die UNO auf die zunehmende Digitalisierung der Staaten in keiner Weise vorbereitet, was große Probleme bereiten werde.

Nach einem Grußwort des Vorsitzenden der DGVN Herrn Detlef Dzembritzki und unter der Moderation des freien Journalisten Herrn Andreas Franke diskutierten Frau Angela Kane, Herr Prof. Dr. Klaus Töpfer und Herr Dr. Ekkehard Griep über Möglichkeiten, die zahlreichen Krisen und Konflikte in der Welt mit Hilfe und durch die Unterstützung der Vereinten Nationen einzudämmen. Die Welt ist im Umbruch und in der internationalen Politik scheinen sich bisherige Konstanten aufzulösen, nicht erst seit der Wahl des neuen Präsidenten in den USA. Wo sind die Vereinten Nationen, deren Mitglieder sich in Artikel 1 der UN-Charta zur Wahrung von Frieden und Sicherheit bekannt haben?

So berichtete Frau Kane, bis 2015 Untergeneralsekretärin und Leiterin der Chemiewaffen-Untersuchung in Syrien 2014, zunächst über ihre belastenden Erfahrungen im Krisen- und Kriegsgebiet in Syrien und sie bedauerte, dass seitens der Bundesrepublik Deutschland personell und materiell mit Ausnahme der sog. Blauhelmmissionen die Arbeit der UNO und ihrer zahlreichen Unterorganisationen nicht ausreichend unterstützt und publik gemacht würden. Prof. Dr. Klaus Töpfer, ebenfalls wie Frau Kane Preisträger der Dag-Hammersköld-Ehrenmedaille der DGVN und lange Jahre als Executive Direktor für die UNO in Nairobi tätig, stellte in den Mittelpunkt seines Statements die absolute Krise des Multilateralismus, er erinnerte an den Krieg im Iran, der auf einer Lüge basierend eine ganze Region in Mitleidenschaft gezogen hat, er erinnerte an die divergierenden Ethnien auf dem Balkan und stellte die Forderung nach 2% Ausgaben der Bruttosozialproduktes der BRD für Rüstungsausgaben in Frage, wo doch nur 0,7% für soziales Engagement in den Entwicklungsländer ausgegeben würde. Lösungen konnten für die drängenden Fragen der Zeit nicht angeboten werden, aber es wäre schon viel gewonnen, wenn die Tätigkeiten der Vereinten Nationen nicht nur durch die einzelnen Staaten gefördert und unterstützt werden würden, sondern noch viel mehr durch die Menschen in den Mitgliedsstaaten, die häufig über die Existenz und Berechtigung der UNO nur bescheidene Kenntnisse hätten. Dies gelte auch für die Bürger der Bundesrepublik Deutschland, und die Diskutanten richteten einen Appell an das Auditorium, Flagge zu zeigen und die Arbeit der UNO und ihrer Unterorganisationen personell und materiell zu fördern, wo sich die Gelegenheit dazu biete.

Neben zahlreichen Freimaurern aus dem Großraum Hannover nahmen etwa 70 Gäste an der Veranstaltung in Paolos Landhaus am Golfpark in Hannover-Langenhagen teil, darunter auch der Distriktmeister des Distriktes Niedersachsen / Sachsen-Anhalt, Rainer Koch.

Die musikalische Umrahmung des Abends hatte István Szentpali, Violine, übernommen, der am Flügel von Frau Claudia Rinaldi begleitet wurde, und bei einem anschließenden von Paolo Bragana gezauberten kalt-warmen Büffet und manchem Glas Wein wurde dann noch bis spät nach Mitternacht in kleinen Gruppen eifrig diskutiert und versucht, die Welt zu retten, was aber wohl nicht immer gelang. In dem Bewusstsein jedoch, einem spannenden Abend beigewohnt zu haben, gingen die Besucher auseinander.

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Rauer Stein und Ringparabel

Prof. Klaus-Jürgen Grün

Prof. Klaus-Jürgen Grün

Er ist einer der profiliertesten deutschen Freimaurer: Klaus-Jürgen Grün. Bis 2016 stand er der freimaurerischen Forschungsloge Quatuor Coronati vor. Seit 1991 ist der Mitglied der Frankfurter Freimaurerloge „Zur Einigkeit“. Mit meinungsstarken Beiträgen tritt er für eine konsequent humanitäre Freimaurerei in der Nachfolge der Aufklärung ein.

Klaus-Jürgen Grün spricht am 20. April 2017 um 20 Uhr als Gast der Osnabrücker Freimaurerloge Zum Goldenen Rade im Lortzinghaus zum Thema „ Rauer Stein und Ringparabel – Warum ist Freimaurerei ein symbolischer Bund?“. Dieser Vortrag steht für den Besuch der Öffentlichkeit frei.

Grün entwickelt seine Gedanken im Ausgang von der Praxis der Aufklärung, die Wahrheit alter Dogmen in Metaphern zu betreiben. Insbesondere das religiöse Bewusstsein habe sich gegen die Auslegung von Glaubensinhalten in bloßen Metaphern gesperrt, sagt Grün zu seinem Vortrag. Seiner Ansicht nach gewinnt die Freimaurerei auf dem Hintergrund der Texte von Gotthold Ephraim Lessing die Rolle einer künstlerischen Praxis, die „den Menschen daran gewöhnt, dass seine heiligsten Werte vorwiegend Symbolcharakter haben“.Diese Einübungspraxis schleift religiöse Alleinvertretungsansprüche ab. Dieser Zug der Freimaurerei gewinnt nach den Worten Grüns auf dem aktuellen Hintergrund neuer religiöser Fundamentalismen eine unerwartete Aktualität.

Klaus-Jürgen Grün ist außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main. Er betreibt ein philosophisches Kolleg für Führungskräfte und ist als Vortragsredner aktiv. Mehrfach hat er die Anliegen der Freimaurerei in den Medien vertreten. Grün studierte Philosophie, Mathematik und Geschichte in Frankfurt. Sein philosophischer Lehrer Alfred Schmidt war selbst ein profilierter Freimaurer. Zu den wichtigen Publikationen Grüns im Themenfeld der Freimaurerei gehören die Bücher „Philosophie der Freimaurerei – eine interkulturelle Perspektive“ und „Menschenähnlichkeit: Zum Unterschied zwischen humanitärer Freimaurerei und Religion“.

20. April 2017 um 20 Uhr im Lortzing-Haus der Osnabrücker Freimaurerloge “Zum Goldenen Rade”, An der Katharinenkirche 3. Der Vortrag ist öffentlich, Eintritt wird nicht erhoben.

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Vielfältiges Jubiläumsprogramm in Celle

Das Celler Schloss (Foto: Fotolia)

Das Celler Schloss (Foto: Fotolia)

Ritualarbeit nach historischem Ritual, Eigeninszenierung eines Theaterstückes, Tafel mit Gästen und Spendenübergaben – die Celler Freimaurer haben sich zum 300-jährigen Jubiläum etwas einfallen lassen.

Zunächst zur internen Veranstaltung. Nach dem ältesten bekannten englischen Ritual von 1730 wird um 10.45 Uhr beginnend eine Arbeit im Lehrlingsgrad durchgeführt. Dieses Ritual ist einer sogenannten Verräterschrift entnommen, die die einzige schriftliche Überlieferung aus dieser Zeit darstellt. Für die danach in Deutschland entstandenen Logen waren es die einzigen Quellen, nach denen sie ihre Zusammenkünfte ausrichten konnten. Schirmherr der Veranstaltung ist der niedersächsische Distriktmeister Rainer Koch, die Festzeichnung hält Jürgen Gansäuer, ehemaliger Landtagspräsident.

Ebenfalls im Rittersaal des Celler Schlosses führen Brüder der Celler Loge “Zum hellleuchtenden Stern” um 16 Uhr eine szenische Lesung nach eigener Idee durch. Im ersten Akt diskutieren Goethe und Schiller über die Entstehungsgeschichte der Freimaurerei in England und die Motive der “Alten Pflichten” sowie über weitere Themen ihrer Zeit. Im zweiten Akt trifft der Politiker und Freimaurer Gustav Stresemann auf Johann Wolfgang von Goethe. Der realpolitischen Verantwortung Stresemanns stellt Goethe freimaurerische Ideale gegenüber. In einem Zwiegespräch des dritten Aktes zwischen einem erfahrenen Bruder und einem an der Freimaurerei Interessierten wird das Gedankengebäude der Freimaurerei ebenso dargestellt wie das aktuelle Logenleben.

Bei einer anschließenden Tafel für geladene Gäste werden insgesamt drei Spenden übergeben. Zur Anschaffung von kindgerechten Instrumenten erhält die CJD Musikschule Celle (www.cjd-musikschule-celle.de) eine Spende von € 2.000. Zur Anschaffung eines Operationsmikroskop für das Neurochirugische Team in Eritrea/Afrika wird die Loge € 5.500,– (4000 Loge, 1500 Freimaurerisches Hilfswerk) übergeben. Für Patenschaften von Kindern und deren Familien in Uganda/Afrika sowie für die Ausbildung von Optikern (ebenfalls in Uganda/Afrika) übergeben wir den Organisationen “Celebrate Hope Ministries” und ‘Augenweide Vision Aid Project’ ebenfalls € 5.500,– (4000 Loge, 1500 Freimaurerisches Hilfswerk).

Die Festveranstaltung findet am 20. Mai 2017 im Rittersaal des Celler Schlosses statt. Anmeldungen und konkrete Informationen bitte über die Mailadresse oder über die Internetseite.

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Logen vergeben Preisgelder für Facharbeiten

Preisträgerinnen des Wettbewerbs der Logen in Nienburg und Hoya

Preisträgerinnen des Wettbewerbs der Logen in Nienburg und Hoya

(Nienburg/Hoya) Insgesamt 47 Schülerinnen und Schüler der Kreis Nienburger Gymnasien haben mit 31 Facharbeiten an dem zum dritten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb teilgenommen. Neben der Nienburger Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ beteiligte sich erstmals auch die Loge „St. Alban zum Aechten Feuer“ in Hoya.

Die Themen, mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beworben haben, reichen von Heinrich Albert Oppermanns Traum von einer neuen Welt über die Thematik der Klimaflüchtlinge bis zur Bewertung des Einsatzes von antibiotisch wirkenden Pflanzen in der Medizin. Die allesamt sehr anspruchsvollen Themen erforderten für deren Ausarbeitung, dass sich die Schülerinnen und Schüler spezielle Kenntnisse anzueignen hatten, die deutlich über die im Unterricht vermittelten Lehrstoffe hinausgingen.

„ Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dabei mit Begeisterung und überdurchschnittlichem Engagement zu Werke gegangen. Das war den Arbeiten unschwer zu entnehmen. Die Freude an einem selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten spiegelt sich hier eindrucksvoll wider“, so Dr. med. Wilhelm Cohrs, Vorsitzender der Nienburger Loge und Sprecher der Jury. „Die Jury hat sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht. Wir wollten in jedem Fall die Arbeit, die sich diese jungen Menschen gemacht haben, wertschätzen. Ich hoffe, dass uns das gelungen ist“. Die vierköpfige Jury aus Mitgliedern der beiden Logen hat bei der Bewertung etwas andere als nur rein schulische Maßstäbe zu Grunde gelegt. Punkten konnten Arbeiten, die neben einem guten Aufbau, einer klaren und logischen Struktur, vor allem auf die Bedeutung für die Gesellschaft und für den Leser hinweisen.

„Als ein Bund mit ausgeprägter humanistischer Zielsetzung wollen wir bei jungen Menschen besonders auch kritisches Denken und die Auseinandersetzung mit negativen Umgangsformen für unser Zusammenleben fördern“, sagte Dr. Cohrs. Dafür öffnen sich die Freimaurerlogen auch stärker als in der Vergangenheit, denn sie wollen ihre wesentlichen Ziele, wie Toleranz und humanitäres Miteinander einer breiten Öffentlichkeit und eben auch jungen Menschen näher bringen.

Für die Erstplatzierten gab es jeweils 300 Euro und eine Urkunde. Die weiteren Preisträger erhielten Urkunden und Bücher. Insgesamt wurden 15 Arbeiten prämiert. Bei Kaffee und Kuchen wurden noch viele Gespräche geführt und Fragen zur Freimaurerei an die anwesenden Logenmitglieder gestellt.

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