300 Jahre Freimaurerei: Das Jubiläum im Internet

Die Startseite des Jubiläumsauftrittes

Die Startseite des Jubiläumsauftrittes "Freimaurerei 2017"

Das dreihundertste Jubiläum der modernen Freimaurerei am 24. Juni 2017 wirft medial seine Schatten voraus. Die hannoverschen Freimaurerlogen haben zum runden Geburtstag eine Webseite ins Netz gestellt, auf der sie Informationen zur Geschichte und heutigen Situation der Freimaurerei in Deutschland und Hannover sammeln. Dazu kommen die Portraits aller hannoverschen Männer- und Frauenlogen.

Auf der Seite findet man eine Zusammenfassung der Geschichte der Freimaurerei bis 1717, den Vorläufern der heutigen Freimaurerei, und selbstverständlich ab dem offiziellen Gründungsdatum der “modernen Freimaurerei” bis heute, es gibt eine Übersicht der Logen in Hannoer und der in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen.

Die Bauhütten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt arbeiten seit Anfang 2014 zusammen, um Veranstaltungen, Konzerte und andere Projekte gemeinsam zu organisieren. Ein gutes Beispiel ist das Buch “Auf den Spuren der Freimaurer – Ein Spaziergang durch Hannovers Straßen”, in dem sämtliche Biografien der Freimaurer gesammelt sind, die in Hannover durch die Vergabe eines Straßennamens geehrt wurden. Entsprechend finden sich unter „Buchprojekt“ auf der Internetseite Leseproben zu dem Kompendium. Wen die freimaurerische Geschichte interessiert, wird kann sich durch eine umfangreiche Chronologie schmökern. Diverse Servicemenüs mit Veranstaltungskalender runden das Angebot des Internetportals ab.

Wie die Initiatoren melden, soll die Seite soll auch über das Jubiläumsjahr 2017 Bestand haben und weiter gepflegt werden; sie ist über www.freimaurerei-2017.de zu erreichen.

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Jazz-Interpretationen von Lessing-Liedern in Hannover

Lebenslust und Lessinglieder

In der Mitte des 18. Jahrhunderts hat der junge Gotthold Ephraim Lessing sehr lebenslustige, zum Teil listige, derbe oder auch romantische Lieder geschrieben, die in erster Linie von Wein, Weib, Liebe, Scherz und Genuss handeln. Unverblümt, satirisch, frech, manchmal frivol, aufmüpfig. Musiker der freimaurerischen Künstlervereinigung Pegasus e.V. haben den alten Lessing neu entdeckt und interpretieren ihn ebenso neu mit den Formen des Jazz und Swing.

Der Komponist Thomas Bierling begleitet die Sängerin Gabrielle Heidelberger und ihre Band am Klavier, Jens Oberheid übernimmt die Moderation.

Die zwölf hannoverschen Logen veranstalten jährlich einen musikalischen Abend in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Hannover. Das Konzert findet am 20. Oktober 2015 um 19.30 Uhr im Historischen Museum Hannover statt. Der Eintritt beträgt 7,50 €.

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Ausstellung “Freimaurer in der Karikatur” in Nienburg/Weser

Ohne Titel, Jiri Silva

Ohne Titel, Jiri Silva

Im Rahmen ihrer 200-Jahr-Feier hatten die Nienburger Freimaurer einmal mehr zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Am vergangenen Donnerstag, den 01.Oktober 2015 um 19:00 Uhr wurde mit einer Vernissage im Nienburger Quaet-Faslem-Haus die Ausstellung „Freimaurerei in der Karikatur“ eröffnet.

Der Vorsitzende des Museumsvereins Nienburg, Heinrich Sieling, begrüßte die zahlreichen Gäste ebenso wie der Meister vom Stuhl der Nienburger Freimaurerloge, Dr. med. Wilhelm Cohrs. Letzterer freute sich sehr, dass die Ausstellung in der Leinstraße 4 stattfindet, war doch der Erbauer des Hauses, Emanuel Bruno Quaet-Faslem, selbst überzeugter Freimaurer und Mitglied der Nienburger Freimaurerloge „Georg zum silbernen Einhorn“.

Freimaurer gelten allgemein als besonders verschwiegen, doch ganz ohne öffentliche Beachtung halten es die Logenbrüder offensichtlich auch nicht aus. Das kann man u.a. an der Vielzahl der Webseiten und der zunehmenden Pressearbeit erkennen. Michael Rother, Kurator dieser besonderen Ausstellung und selbst bekennender Freimaurer seit 30 Jahren, sagte in seiner Ansprache: „Freimaurerei ist an sich nicht komisch. Grundsätzlich kann sich aber ein Cartoon über alles im Leben lustig machen.“

Auf Rothers Initiative hin wurden durch den freimaurerischen Künstlerverein PEGASUS 90 bekannte deutsche Karikaturisten angesprochen von denen 54 – darunter auch Freimaurer – ihre Bilder mit Motiven über die sogenannte Königliche Kunst geliefert haben. Das Ergebnis ist einmalig vielfältig, bunt und ungewohnt heiter, erwartet man doch eher dunkle und geheimnisvolle Bildinterpretationen zum Thema Freimaurerei. Mal schlicht, mal knallig bunt, auch kindlich-komisch interpretieren die Künstler auf ihre ganz eigene Art das gestellte Thema.

Auch die Frauen werden in einigen Darstellungen in diesen verschworenen Männerbund einbezogen. Gut so, denn es gibt mittlerweile mehrere Frauenlogen in Deutschland.

Den Betrachter erwarten mit über 70 Exponaten die unterschiedlichsten Motive, die allesamt (fast) selbsterklärend sind. Auch 3 Einmachgläser kommen zum „Einsatz“. „Und sollten Sie sich jetzt fragen,“ so Rother, „lohnt sich das eigentlich? Sind Karikaturen überhaupt Kunst? Dann versichere ich Ihnen: aber klar! Der Unterschied ist ganz einfach: Der bildende Künstler schneidet gelegentlich ein Ohr ab. Der Karikaturist nicht“.

In der Ausstellung präsentieren sich eine ganze Reihe auch sehr bekannter Künstlerinnen und Künstler auf dieser Premiere für Nienburg.

Die Ausstellung ist bis zum 29.11.2015 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums im Quaet-Faslem-Haus zu sehen.

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Ausverkauftes Haus bei Vox Jubalis

Chor Vox Jubalis im Osnabrücker Lortzing- Haus

Wie auf dieser Seite angekündigt war der Chor “Vox Jubalis” am 14. Juni 2015 im Rahmen des “Jahreskonzert — Fest der Stimmen” zu Gast bei der Loge “Zum Goldenen Rade” im Osnabrücker Lortzing-Haus. Vor ausverkauftem Haus wusste der Chor sein Publikum zu begeistern.

“Vox Jubalis”, von Freimaurern gegründet, zunächst nur aus Logenbrüdern bestehend und anfangs vorwiegend Logenlieder singend, ist mittlerweile ein gemischter Chor mit einem umfangreichen Repertoire. So umfangreich, dass es für einen, die Pause eingeschlossenen, fast dreistündigen Konzertabend einschließlich der Zugaben und einschließlich einer kurzen Wartezeit für die Glocken der dem Lortzing-Haus benachbarten Katharinenkirche reichte.

Auf dem umfangreichen Programm standen Werke von Giacomo Carissimi, Spirituals wie “Nobody knows the trouble” und “Go down Moses”, das wenig bekannte Requiem von Andrew Lloyd Webber, “Die Meere” von Johannes Brahms, weiter Werke von Giacomo Puccini, Sergei Rachmaninow, Guiseppe Verdi, Franz Liszt, Giovanni Battista Pergelosi. Der zweite Teil begann mit mehreren afrikanischen Liedern der Zulu sowie dem bekannten “The lion sleeps tonight”, sehr zur Erheiterung des Publikums unterhaltsam präsentiert. Klassischer ging es weiter mit Stücken von Guiseppe Verdi, Franz Lehar, Ernesto Lecuona, Augustin Lara, dem “Gefangenenchor aus Verdis “Nabucco”, abgeschlossen wurde mit der Ode “An die Freude” von Ludwig van Beethoven.

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Berücksichtigt man, dass es sich um einen Laienchor handelt, der — trotz aller Unterstützung der Herforder Loge “Zur roten Erde” — nur sporadisch in voller Besetzung üben kann, kann man dem Initiator und Chorleiter Jordan Hristoskov nur ein großes Lob aussprechen. Und auch wenn die Stärke der Chorgesang ist, so wussten doch auch die Solisten über weite Strecken zu überzeugen.

Sämtliche Darbietungen wurden mit viel, teilweise stürmischem, Applaus belohnt. Mit viel Beifall wurden zwei Zugaben gefordert, und es wäre vermutlich noch zu einer dritten gekommen, wenn nicht der Meister vom Stuhl, Ludger Steinkamp, den Abend charmant und humorvoll mit den Worten beendet hätte, auch das schönste Konzert fände einmal ein Ende, und überdies gäbe es heute noch einen weiteren Termin: den Tatort in sechs Minuten.

Der Osnabrücker Loge darf man bescheinigen, mit diesem “Jahreskonzert” ein echtes “Fest der Stimmen” veranstaltet zu haben, wie es der Titel versprochen hat.

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Loge trifft Lions



Kontakte zu den Nienburger Lionsfreunden gab es eigentlich schon immer – sie waren nur etwas seltener geworden in den letzten Jahren. Der Stuhlmeister, Br. Rüdiger Schöne, konnte jetzt eine Einladung des amtierenden Präsidenten des Lions Clubs Nienburg, Alexander Eggers, entgegennehmen.

Das für diesen Abend geplante Boule-Spiel fiel dem extrem schlechten Wetter zum Opfer, was sich aber nicht als Nachteil erwies. Lionsfreund Heinrich Sieling stellte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Museumsvereins Nienburg das unmittelbar neben den Boulebahnen liegende Lapidarium des Museums zur Verfügung. Hier begrüßte Lionspräsident Eggers seine Lionsfreunde und die Vertreter der Loge sehr herzlich.

Das Museum war ursprünglich das Wohnhaus des Baumeisters und Senators Emanuel Bruno Quaet-Faslem (1785 – 1851), der ebenfalls Mitglied der Nienburger Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ war und für einige Jahre Räume in seinem Haus und den Garten der Loge zur Verfügung stellte.

Der Lionspräsident bat Br. Schöne um einen kurzen Einblick in die Ziele der Freimaurerei im Allgemeinen und in die fast 200 jährige Nienburger Logengeschichte im Besonderen. Dem kam Br. Schöne gern nach und den kurzen Erläuterungen folgten zahlreiche Fragen, auf die die Logenbrüder natürlich gern Antworten gaben. Bei der anschließenden Vesper wurden noch viele –auch kritische- Fragen zur Freimaurerei gestellt. Daraus ergaben sich in kleineren und größeren Gruppen etliche Gesprächsthemen, die den Abend schnell vergehen ließen.

Lionsfreunde und Freimaurer trennten sich mit der einmütigen Feststellung: „Das war ein lohnender und angenehmer Abend“. Also sollen weitere Meetings folgen.

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Loge in Nienburg lud zum Gespräch



Fachwerkzeile in Nienburg/Weser (Bildnachweis: Uschi Dreiucker / pixelio.de)

Vor dem Hintergrund von jüngsten Presseveröffentlichungen über die Freimaurerei und dem ZDF-Dreiteiler „Terra X – Geheimbünde“ hat die Loge in Nienburg der Öffentlichkeit ein Gesprächsangebot gemacht. Die Nienburger Logenbrüder wollen wieder mehr in der Öffentlichkeit präsent sein.

Mit einer neuen Gesprächsreihe zu aktuellen Themen mit freimaurerischem Bezug sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger in das Logenhaus eingeladen werden. Die Auftaktveranstaltung war am 16. März 2014 und es konnten zehn profane Gäste (m/w), darunter auch sehr junge Leute, begrüßt werden.

Altstuhlmeister Detlef Schulten las zu Beginn mit Logenbruder Dietrich Harms aus Lessings „Ernst und Falk“ und eröffnete dann die Gesprächsrunde mit der Aufforderung „Laut denken mit dem Freunde“.

Die Gäste nutzten die Möglichkeit, viele Fragen zur Freimaurerei zu stellen. Wo kommt sie her? Welche Ziele verfolgt sie? Kann ein einzelner Mensch durch positives Verhalten und mit humanitären Gedanken in der Gemeinschaft etwas Gutes bewirken?

Je mehr Menschen sich mit gutem Verhalten und humanitären Gedanken in ihrem Umfeld bewegen, umso größer sollte auch die Chance sein, das Miteinander in der Gesellschaft stetig zu verbessern. So der allgemeine Konsens der Teilnehmer. Auch die oft gestellte Frage, ob Frauen in Logen arbeiten können, wurde mit Hinweis auf die bestehenden 23 Frauenlogen beantwortet.

Im Ergebnis füllten vier der anwesenden männlichen Gäste die vorbereiteten Gästekarten aus. Sie wurden zu vertiefenden Gesprächen eingeladen.

Diese Auftaktveranstaltung wird als gelungen erachtet, weshalb man schon auf der Suche nach dem nächsten Termin und einem geeigneten Thema ist.

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Haben Freimaurer eine Zukunft?



Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann referiert vor zahlreichen Zuhörern in der Loge in Nienburg/Weser

Die Loge „Georg zum silbernen Einhorn“ hatte zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Der Redner der Großloge, Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann, Köln, spannte in seinem Festvortrag „Freimaurerei: Herkunft und Zukunft“ vor über 80 geladenen Gästen einen weiten Bogen über fast 300 Jahre Entwicklung der Freimaurerei.

Prof. Höhmann betonte u.a., dass der Freimaurerbund ein „Produkt der Moderne“ ist. Ein Freundschaftsbund, der über alle weltanschaulichen, politischen, nationalen und sozialen Grenzen hinweg Menschen miteinander verbindet, die sich nach Herkunft und Interessenlage sonst wohl nicht begegnet wären.

Auch Lessings Feststellung „Freimaurerei war immer“, ließ Höhmann nicht unerwähnt und machte Ausführungen zu dem oft zitierten „maurerischen Geheimnis“ ebenso, wie zu dem immer noch nicht problemfreien Verhältnis zur katholischen Kirche. Der hier schon früh einsetzende Widerstand der katholischen Kirche konnte aber die rasche Ausbreitung der Freimaurerei nicht verhindern, zumal die päpstlichen Verurteilungen nicht in allen Bistümern veröffentlicht wurden und viele hochrangige katholische Geistliche dem Freimaurerbund angehört haben.

Als Prof. Höhmann das freundschaftliche Verhältnis der Freimaurer zur evangelischen Kirche erwähnte, sprach er den anwesenden Superintendenten Martin Lechler direkt an, der neben Bürgermeister Henning Onkes und weiteren Honoratioren aus Stadt und Landkreis Nienburg in der ersten Reihe saß.

Der Festredner führte schließlich zahlreiche Belege dafür an, dass die Freimaurerei eine Zukunft hat. Das erfordere aber große Anstrengungen im öffentlichen Auftreten der Logenmitglieder. Was in der Öffentlichkeit kursiere sei nicht immer geeignet, die unzähligen „Gruselgeschichten“ ad absurdum zu führen, angefangen von „unheimlichen Ritualen“ bis zu dem Vorurteil, die Logen seien „Machovereine“. Der kürzlich ausgestrahlte ZDF-Dreiteiler Terra X „Geheimbünde“ wurde beispielhaft erwähnt.

„Wir haben mittlerweile neben den Brüdern auch viele Schwestern in unseren Reihen“, sagte Höhmann, der für seinen Vortrag starken Beifall erhielt.

Stuhlmeister Rüdiger Schöne, mahnte angesichts der unablässigen negativen Schlagzeilen und der zunehmenden Gewalt, dass insbesondere die Freimaurer in ihren Anstrengungen zur „Schaffung einer besseren und gewaltfreien Welt“ nicht nachlassen dürfen. Darüber hinaus wies er aber auch darauf hin, dass jeder als Einzelperson Verantwortung trage für ein menschliches und würdiges Leben; dies besonders für jene Menschen, die Hilfe suchend zu uns kommen. Schöne informierte, dass die Nienburger Freimaurer in 2015 das 200. Stiftungsfest öffentlich feiern werden und sprach Einladungen für alle Gäste aus.

Der Empfang wurde musikalisch umrahmt von Ralf Winkelmann auf der Konzertgitarre.

Ein in Eigenregie erstelltes Büffet wurde gern in Anspruch genommen von den Gästen, die noch lange zu angeregten Gesprächen im Logenhaus verweilten.

Die anwesenden Pressevertreter haben in den lokalen Medien ausführlich über den Empfang in der Loge berichtet.

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