Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Droht uns eine Infektionswelle durch Bakterien? Vortrag von Minister Thümler

Tuberkulose-Bakterium Foto: iLexx / elements.invato.com

Im Rahmen eines Salonabend der Hoyaer Loge referiert Björn Thümler, der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, über die Gefahren der nachlassenden Antibiotika-Forschung und ein Projekt der Universitäten Oldenburg und Groningen.

Nach drei Jahren kann die Loge "St. Alban zum Aechten Feuer" wieder eine öffentliche Präsenzveranstaltung machen und startet gleich mit einem Experiment. Obwohl der Salonabend als Präsenzveranstaltung stattfindet, wird die Veranstaltung aus der Erfahrung der digitalen Salonabende mit der gewohnten Technik ins Internet übertragen. Auch dieses Mal können sich also Zuschauer online zuschalten und ihre Fragen stellen.

Viele Antibiotika wirken nicht mehr. Jedes Jahr sterben in der EU Schätzungen zufolge 35.000 Menschen an resistenten Erregern. Oft helfen nur noch ganz wenige Antibiotika gegen bestimmte Bakterien. Die Vereinten Nationen haben Antibiotikaresistenzen als “größte und dringendste globale Gesundheitsgefahr” benannt. Doch viele Pharmakonzerne haben die Antibiotikaforschung und Antibiotikaentwicklung eingestellt. Derzeit sind in Deutschland etwa 80 antibiotische Wirkstoffe zugelassen. Die Zahl erscheint zwar hoch, doch durch die zunehmenden Resistenzen wirken viele der Mittel immer häufiger nicht mehr. Vor allem staatliche Institute versuchen, die Forschungslücke zu schließen und neue Antibiotika zu entwickeln. Doch das ist teuer und aufwendig. Der Medizin droht im Kampf gegen resistente Bakterien die Zeit davonzulaufen.

Antibiotika zählen zu den wichtigsten Waffen im Kampf gegen bakterielle Infektionskrankheiten“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „In den vergangenen Jahren hat der Anteil an antibiotikaresistenten Bakterien zugenommen – mit schweren Folgen. Je mehr Antibiotika ihre Wirkung verlieren, desto stärker stehen die Errungenschaften der modernen Medizin auf dem Spiel. Viele Operationen, vor allem Transplantationen, wären ohne sie fast unmöglich. Deshalb ist es wichtig, genau hinzuschauen, wo genau die Treiber solcher Resistenzen liegen und wo wir eventuell von unseren Nachbarn lernen können.

Minister Björn Thümler

Minister Thümler wird ein vom Land Niedersachsen finanziertes Projekt der Universitäten Oldenburg und Groningen vorstellen und mit Dr. Sven Dubbert über die Gefahren der zunehmenden Antibiotika-Resistenz verschiedener Erreger für unsere Gesundheit sprechen. Fragen aus dem Publikum sind willkommen.

Die Veranstaltung wird im Kulturzentrum Martinskirche durchgeführt, Besucher sind möglich. Es gelten die am Veranstaltungstag gültigen Corona-Regelungen; wir müssen uns vorbehalten, Besucher abzuweisen. Die Veranstaltung soll, sofern die technischen Möglichkeiten dies zulassen, wie gewohnt als virtueller Salonabend ins Internet gestreamt werden. Dazu können Sie sich über den folgenden Button anmelden.

An der Online-Veranstaltung können Sie ganz entspannt teilnehmen: Ihr Mikrofon und Ihre Kamera bleiben aus, Sie hören einfach zu und können bei Bedarf Fragen schriftlich stellen oder sich parallel zur Veranstaltung mit anderen Zuhörern austauschen (Chat).

Vortrag am 27. April 2022 um 18 Uhr live im Kulturzentrum Martinskirche, Kirchstraße 29 in 27318 Hoya. Für die Online-Teilnahme können Sie sich über diesen Link anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine Antwort

  1. Interessant zu diskutieren ist, was für eine Rolle die Fleischindustrie hat: A) mit Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger (mehr Profit) und B) Antibiotika präventiv wegen zu vielen Tieren auf zu engem Raum (mehr Profit). Sind dies Tabu-Themen?

Kommentare sind geschlossen.

Großmeister (Prof. Dr.) Stephan Roth-Kleyer

Die Bruderschaft der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer ist vom russischen Angriff auf die Ukraine entsetzt und tief betroffen. Unseren aus der Ukraine stammenden Brüdern und Schwestern und deren Familien und Freunden sowie allen, die von dem Krieg betroffen sind, gilt unsere vorbehaltlose Solidarität.

Möglichkeiten zur Hilfe und zur Unterstützung der vom Krieg Betroffenen sind aktuell über das Freimaurerische Hilfswerk sowie über die Vereinigten Großlogen von Deutschland gegeben.

Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer

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