Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Ein Besuch im Eutiner Schlossgarten wird wieder möglich

Internet-Redaktion
Die Beschränkungen in der Corona-Pandemie werden nach vielen Wochen gelockert und es sind bedingt wieder Reisen möglich. Warum nicht einmal einen der freimaurerischen Gärten besuchen? Unter anderem den Eutiner Schlossgarten mit sachkundiger Führung durch Eutiner Brüder?

Zwar ist Schlossgarten Eutin ist nicht der Einzige mit diesem Anspruch. Andere freimaurerische Gärten wie Louisenlund (Schleswig), Hinübersche Gärten (Hannover), Jaegerpris (Seeland/DK) und die von Fürst Pückler angelegten Gärten haben ebenfalls einen freimaurerischen Zusammenhang. Dieser ist jedoch kaum irgendwo besser zu erkennen und für das freimaurerisch geübte Auge so offensichtlich wie in Eutin.

Der fürstliche Schlossgarten wurde als Barockgarten ab ca. 1716 im Auftrag des Fürstbischofs Adolph Friedrich Fürst von Holstein-Gottorf durch den Architekten Johann Christian Löwen, genannt Lewon, zu einem barocken Prachtgarten umgebaut. Bereits ab 1720 war der Garten in Fürstenkreisen berühmt und so besuchten viele Würdenträger Eutin, um den Garten zu bewundern.

Eine neue Mode setzte sich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts durch, der „englische Garten“. Auch in Eutin begann ein Umbau des Gartens. Angeregt und erste Planungen erfolgten durch den Fürstbischof Friedrich August, selbst Bruder der Loge „Zu den drei Schwertern“ in Dresden. Die Durchführung und Vollendung oblag dann seinem Nachfolger Peter-Friedrich-Ludwig (alle Fürsten haben den Nachnamen: “Prinz/Fürst von Holstein-Gottorf /jüngere Linie).

Der Schlossgarten wurde durch Daniel Rahstedt, beginnend 1786, umgebaut in einen englischen Garten. Hierbei flossen Gedanken der Aufklärung in das Baukonzept. Der Lebensweg eines Menschen sollte im Garten auffindbar sein. Das freimaurerische Gedankengut dieser Jahre beflügelte die Ideen und so entstand ein Garten mit dem verborgenem Weg eines Freimaurers durch die drei Grade Lehrling, Geselle und Meister.

1994 veröffentlichte die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein eine exzellente wissenschaftliche Ausarbeitung über den Eutiner Schlossgarten. Etwa zeitgleich begannen die Erforschungen durch den seinerzeitigen Meister vom Stuhl der Loge „Zum goldenen Apfel“ in Eutin, Peter Pflug. Noch zu Lebzeiten beauftragte er Jochen Helfferich, die Forschungen weiterzuführen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Nach dessen Tod übernahm Hans-Peter Kirscht diese Aufgabe.

Zusammen mit Dieter Orzelak begannen öffentliche Führungen zu einem festen Termin. Von April bis Oktober gibt es jeden 3. Samstag eines Monats um 10:00 Uhr eine “Schlossgartenführung unter freimaurerischen Gesichtspunkten”. Sie werden unabhängig von der städtischen Tourist-Information oder der Stiftung Schloss angeboten. Die Führungen sind kostenlos, lediglich wird am Ende eine Spende erbeten. Die Rundgänge sind inzwischen eine feste Institution mit Teilnehmerzahlen 2 bis 30 Personen. Die Führungen werden in der Presse angekündigt und in loser Folge gibt es redaktionelle Beiträge. Auch andere Medien, wie z.B. die Illustrierte „Landlust“ und weitere berichteten schon bebildert über den freimaurerischen Garten. In den vergangenen Jahren haben bereits viele Logen aus der Umgebung Ihren Sommerausflug nach Eutin unternommen. Dafür bietet die Loge ein komplettes Programm mit Mittagessen, Schlossgartenführung und Schifffahrt über den großen Eutiner See an. Auch haben schon Freiwillige Feuerwehren, Hausfrauenbünde, Vereine vieler Richtungen und Ausrichter von Familienfeiern dieses Angebot wahrgenommen.

Die Führungen durch den Garten sind eine gute Öffentlichkeitsarbeit für die Freimaurerei. Wir können hierbei viele Vorurteile beseitigen und ein klareres Bild von unserer angeblichen “Geheimgesellschaft” zeichnen.

Es ist derzeit dringend anzuraten, sich vor der Reise über mögliche Beschränkungen zu informieren. Über das folgende Formular kann ein Kontakt über die Redaktion hergestellt werden.

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