Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ vergibt Preis für vorbildliche Mit-Menschlichkeit

Seit 20 Jahren vergibt die Fürther Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ den „Preis für vorbildliche Mit-Menschlichkeit“ an Personen aus Stadt oder Landkreis Fürth, die sich durch überdurchschnittliches humanitäres Engagement ausgezeichnet haben.
Dieses Jahr beschlossen die Logenbrüder, den mit 3000 € dotierten Preis an Frau Karin Schaepe aus der Stadt Stein für ihr langjähriges Engagement in der Initiative „Hilfe für Tschernobylkinder“ zu vergeben. Das Preisgeld stammt aus der logeneigenen Dres.-Heinz-und-Eva-v.-Plänckner-Stiftung und dem Freimaurerischen Hilfswerk. Die Verleihung erfolgte am 8. November 2013 im Fürther Logenhaus durch M.v.St. Br. Frank Emmerich und Stiftungsverwalter Br. (Dr.) Markus Algner. Die Laudatio hielt der 2. zug. M., Br. Wolfgang Klar. 115 Besucher wohnten der Verleihung bei. Neben den Logenbrüdern waren auch Vertreter des Öffentlichen Lebens, die Gasteltern der Tschernobylkinder, und die ehemaligen Preisträger geladen.

Karin Schaepe aus Stein organisiert seit 1993 vierwöchige Erholungsaufenthalte für Kinder aus Belarus, wo nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 70 % des radioaktiven Niederschlags niederging. Die Blutwerte der Kinder verbessern sich in dieser Zeit um ca. 80 % und die Besserung hält auch nach Rückkehr der Kinder noch drei bis vier Monate an. Die Unterbringung der Kinder erfolgt bei Gasteltern in Franken. Dieses Jahr waren 108 Kinder in 83 Gastfamilien zur Erholung.

Br. Klar stellte in seiner Laudatio deutlich heraus, dass die Preisträgerin mit ihrer Arbeit genau das realisiert, was der Freimaurerbund fordert: Nie der Not und dem Elend den Rücken zu kehren und Freundschaft zwischen Menschen zu stiften, die sonst einander ein Leben lang fremd geblieben wären.

Stuhlmeister Br. Frank Emmerich überreichte ihr die Urkunde und das Abzeichen, das alle bisherigen Preisträger erhalten haben: Ein freimaurerisches Vergissmeinnicht mit Edelsteinen umrahmt. Stiftungsverwalter Br. (Dr.) Markus Algner übergab Karin Schaepe den Scheck über 3000 € und dankte dem Freimaurerischen Hilfswerk für die finanzielle Unterstützung. Der Preisträgerin wurde für Ihre Dankesrede der Platz des M.v.St. angeboten, denn so wie der Meister die Loge erleuchtet, erleuchte sie die Augen und Herzen der Tschernobylkinder.

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