Was war, was ist, was bleibt – das Zeitlose in der Freimaurerei

(Foto: moritz320 / pixabay)

Festzeichnung des Großredners der Großloge A.F.u.A.M.v.D., Br. Wolfgang Kreis, zum Großlogentreffen 2019 in Mannheim

Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“, lautet das Motto unseres diesjährigen Großlogentreffens. „Es muss sich alles ändern, damit es bleibt, wie es ist“, schrieb Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896–1957), ein italienischer Schriftsteller in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, schrieb Friedrich Schiller (1759–1805) Ende des 18. Jahrhunderts.

Das sind Sprüche, die wir alle mehr oder weniger kennen. Bei genauerer Betrachtung sehen wir schnell, dass diese Aussagen nicht wörtlich genommen werden können. Denn auf den ersten Blick hören sie sich gut an, auf den zweiten ergeben sie aber keinen Sinn. Sie sind also nur im übertragenen Sinn zu gebrauchen.
Vieles, was mit der Zeit ging, ist schnell wieder verschwunden.
Vieles, was nicht mit der Zeit ging, ist geblieben.

Was hat sich in der Freimaurerei mit der Zeit alles verändert, was ging mit der Zeit, was wurde bewusst aufgegeben, was ging schleichend verloren?

Symbole helfen, uns zu erden und zu norden

Es geht mir hier darum, beispielhaft aufzuzeigen, was sich in der Freimaurerei als dauerhaft erwiesen hat — den Kern sozusagen —, das, was Freimaurerei ausmacht, das Herz der Freimaurerei — und um das Außen, die Hülle sozusagen — das, was sich verändert, neu hinzukommt, wieder verschwindet — das Flüchtige, das, was aber gebraucht wird, damit Freimaurerei auf Dauer weiterbestehen kann.

Der Umgang miteinander, die maurerische Gesprächskultur, die Art, wie wir einen Diskurs führen, wird oft von Außenstehenden bewundert, aber diese Art einfach nachmachen oder kopieren, funktioniert nicht. Es muss also mehr dahinter stecken, als nur eine Technik oder eine Methode, die wir gut anwenden können. Meines Erachtens spielt das Ritual hier eine große Rolle, da es uns hilft, unsere Werte einzuüben und uns auch selbst zu reflektieren. Ob im Ablauf des Rituals oder als längerfristige Folge der Wiederholung dieser besonderen Umstände auch und im Besonderen außerhalb der Loge, ist hier eine dauerhafte Veränderung in den Ausführenden und Teilnehmenden möglich.

Das Ritual ist auch ein Leuchtturm oder eine Landmarke in einer aufbrausenden See, in einer sich beschleunigenden Gegenwart, in der wir auch einmal den Überblick verlieren können oder in der wir in einen Sog gezogen werden können, in den wir gar nicht hinein wollten. In unseren unruhigen Zeiten helfen uns die Symbole und symbolischen Handlungen, uns wieder zu erden oder zu norden. Sie helfen uns zu sehen, wo wir mit unseren nicht nur moralischen Ansprüchen im Alltag und im Berufsleben stehen. Manchmal ändern wir dann auch die Richtung, ändern unseren Sinn.

Ohne Bewährung in der Welt ist Freimaurerei nur Zeitvertreib

Interessant wäre einmal eine Untersuchung, ob nicht jede Generation glaubt, dass sie in unruhigen Zeiten lebt, und dass das zum Menschsein oder zum Leben einfach dazugehört.

In der humanitären Freimaurerei geht es darum, dem Menschen die Möglichkeit zu geben, an sich zu arbeiten, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Früher hieß das Selbstvervollkommnung, ein Begriff, den wir heute noch im Ritual verwenden. Zeitgenössischer wäre der Begriff Persönlichkeitsentwicklung, vielleicht auch Unterstützung bei der freien Entfaltung der Persönlichkeit, wie es das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vorsieht, das übrigens vergangene Woche seinen 70. Geburtstag feierte.

Parallel zu dieser Arbeit an sich selbst sollte aber der nächste Schritt nicht vergessen werden — die Mitarbeit in der Gemeinschaft, auch und insbesondere außerhalb der Bruderschaft. Der Auftrag, uns in der Welt draußen zu bewähren, ist ein dauerhafter Auftrag, den jeder Bruder im Rahmen seiner Möglichkeiten zu erfüllen hat. Ohne diesen Auftrag und seine Erfüllung wäre Freimaurerei nur Zeitvertreib und das Ritual ein Kinderspiel.

Im Ritual ist das Symbol des Tempelbaus etwas Dauerhaftes, wir finden es schon früh darin. Insbesondere bauen wir den Tempel der Humanität. Die Ausgestaltung dieses Tempelbaus war vor 300 Jahren eine andere als heute oder in der Zeit vor und nach den Weltkriegen. Dies können wir deutlich erkennen, wenn wir uns die Zeichnungen unserer Brüder dieser Zeiten ansehen. Bitte seid aber nicht zu kritisch bei der Beurteilung, versucht euch eher in die Zeit zu versetzen, soweit das überhaupt möglich ist, und versucht zu erkennen, was die Brüder damals sagen wollten. Das ist lehrreicher für uns heute, als es heute besser zu wissen.

Symbole sind zeitlos, aber nicht dauerhaft

Was wären nun Beispiele für das Flüchtige, das, was mit der Zeit verschwand oder das, was neu hinzukam?
Der berittene Bote wird heute nur noch selten genutzt und wenn, dann hat er sein Pferd gegen eine viele Pferde starke Karosse ausgetauscht. Das meiste geht heute aber elektronisch. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als zu Sitzungen mit Postkarten eingeladen wurde, eine mühsame Arbeit für den Sekretär. Hier sind wir mit der Zeit gegangen. Auch nutzen wir das Internet und die modernen Medien intensiv, damit zeigen wir auch die modernen Möglichkeiten der Freimaurerei, ohne unseren Kern zu verlieren.

Es gibt auch Symbole, die aus den Ritualen verschwanden. In früheren Zeiten scheint der Bienenstock eine symbolische Bedeutung gehabt zu haben, denn wir können ihn auf vielen alten Bildern und Stichen sehen. Mir ist er als rituelles Symbol nicht bekannt.

In einem lehrreichen Beitrag für unsere Forschungsloge Quatuor Coronati beschreibt unser kürzlich verstorbener Bruder Alfried Lehner die Entwicklung und Entstehung unseres aktuellen Rituals. In dem Beitrag erklärt er auch, warum Symbole, wie z. B. der Spiegel und die Geldstücke, heute hierin nicht mehr zu finden sind.

Symbole sind zeitlos, was sie aber nicht davor schützt, nicht dauerhaft zu sein. Hier hat eine geänderte Intention, was das Ritual betraf, dazu geführt, dass die eben erwähnten Symbole keinen Platz mehr hatten.

Wenn Symbole auch zeitlos sind, so kann sich die Interpretation der Symbole mit der Zeit verändern. Jeder Bruder sollte sich eine eigene Interpretation der Symbole erarbeiten. Hier spielt dann auch der Zeitgeist eine wichtige Rolle.

Wir müssen wissen, was wir eigentlich wollen

Wir haben aber keine vollkommene Wahlfreiheit bei der Interpretation der Symbole. Der Hammer bleibt ein Hammer, er lässt sich nicht in einen Zirkel uminterpretieren. Das wäre eine falschverstandene Interpretation. Der Winkel als Symbol der winkelrechten Lebensführung lässt uns aber die Freiheit zu interpretieren, was eine winkelrechte Lebensführung ist — und hier gibt es wohl sehr unterschiedliche Sichtweisen und Überzeugungen. Ein brüderlicher Austausch zwischen den verschiedenen Generationen in der Loge zu diesem Thema z. B. wäre sehr erleuchtend.

„Die Welt verändert sich dramatisch – und wir?“, um diese Frage beantworten zu können, müssen wir auch wissen, was wir wollen.

Br. Viktor Frankl (1905–1997), Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, beschäftigte sich viel mit Sinnfragen. Er meinte dazu: „Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muß, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll, und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.“

Wolfgang Kreis

Wolfgang Kreis

Wolfgang Kreis ist seit 2014 Großredner der Großloge A.F.u.A.M.v.D. und Co-Moderator des Collegium Masonicum in Saarbrücken. Er wurde 2008 in den Bruderbund aufgenommen und ist Altstuhlmeister der Loge „Bruderkette zur Stärke und Schönheit“ in Saarbrücken.

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Großartiger Großlogentag in Bamberg

Der Raue Stein und der Spitzhammer waren in Bamberg nur symbolisch notwendig, denn die gesamte Veranstaltung war vollkommen, auch dank der guten Vorbereitung durch die Bamberger Brüder.

Nachdem wir bereits über die wichtigsten Ergebnisse des Großlogentages in Bamberg berichtet haben, folgt nun ein kleiner Abriss rundum gelungenen der Gesamtveranstaltung.

Wie so oft bei den Großlogentagen und -treffen, die immer um den Himmelfahrtstag herum stattfinden, war auch 2018 in Bamberg wieder einmal das sprichtwörtliche “Großmeisterwetter”. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen trafen sich am Vorabend rund 400 Brüder, Partnerinnen und Gäste in einem Bamburger Traditionslokal, um sich in Saal und Biergarten entspannt auf die anstehenden Tage vorzubereiten. Selbst ein heftiger abendlicher Gewitterschauer konnte die gute Laune nicht trüben. Zu dem Abend hatten die Bamberger Loge “Zur Verbrüderung an der Regnitz” und der Distrikt Bayern alle Teilnehmen eingeladen. Im Verlaufe der Veranstaltung wurde unter den Anwesenden für eine gemeinnützige Einrichtung gesammelt, wobei annähernd 2.000 € zusammenkamen.

Begleitend hatten die Bamberger Brüder ein beeindruckendes Programm zusammengestellt: Nächtliche Führungen “Geister, Sagen und Legenden” oder “Prunk, Pracht und Puder”, ein exklusives Live-Konzert mit der “Capella Antiqua Bambergensis”, die Uraufführung der “Utopia” von Stefan Otteni und Remsi Al Khalisi im E.T.A.-Hoffmann-Theater, “Freimaurer-Mitternachtsblues”, eine “Drei-Flüsse-Kreuzfahrt auf Regnitz, Main und Main-Donau-Kanal”, Geselliger Abend im Ziegelsaal oder abschließend ein Whisky-Tasting. Hier war für jeden Geschmack etwas dabei und so wundert es nicht, dass es insgesamt eine große Menge an Anmeldungen gab und die Bamberger Brüder kurzfristig andere Räumlichkeiten aufttreiben mussten, um dem Ansturm gerecht zu werden. Das alles haben sie mit großer Flexibilität und Umsicht reibungslos bewältigt, ebenso wie die beliebten Führungen im aufwändig restaurierten Bamberger Logenhaus. Und da, wie es heißt, das Glück mit den Tüchtigen sei, spielte auch das Wetter großartig mit. Zumindest meistens.

Die Großlogenversammlung an den folgenden Tagen soll an dieser Stelle wegen der internen Besprechungen nicht Thema sein, einige programmatische Auszüge wurden im Bericht vom 14. Mai bereits veröffentlicht, ebenso die wesentlichen Wahlergebnisse. Über die rituelle Zusammenkunft am Schluss des Großlogentages soll aber dennoch berichtet werden, soweit es die Diskretion dieser Veranstaltung zulässt.

Es ist nicht immer einfach, im nüchternen Ambiente von großen Kongress-Sälen einer Festarbeit zu ausreichendem Charme zu verhelfen. Dies ist jedoch gut gelungen, nicht zuletzt aufgrund der guten Stimmung, für die insbesondere die Bamberger Loge mit ihrer ausgezeichneten Organisation der gesamten Veranstaltung Sorge getragen hat.

Bekannt ist, dass Freimaurer in ihren Zusammenkünften einen sogenannten Arbeitsteppich verwendet, auf denen die bedeutsamen Symbole abgebildet sind. Wenige wissen, dass in der Frühzeit der Freimaurerei die Motive der Arbeitstafel aufgezeichnet wurden, damit sie bei einer Störung der Logenarbeit schnellstens abgewischt werden konnten. An diesen alten Brauch hat man sich in Bamberg erinnert und die Arbeitstafel aufgezeichnet, während der Altgroßmeister sie der Bruderschaft erklärte, wie er es zwei Tage vorher auch dem Bamberger Oberbürgermeister bei der Begrüßung des Großlogenrates im Bamberger Rathaus getan hatte.

"Freimaurerei ist die Idee des sinnvollen Bauens und Gestaltens von Zeit und Raum. Manches von dieser Idee steckt im Arbeitsteppich. Einmal erinnert uns das an die symbolträchtige Welt der mittelalterlichen Bauhütten, und zum anderen meint das 'sinnvolle Bauen und Gestalten' eine Umsetzung auf unser eigenes Leben, unser persönliches Umfeld, aber auch auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Sinnvoll bauen und gestalten heißt: Das Ideale denken, aber auch das Machbare des Idealen tun. Jeder kann und muss die Symbolik für sich selbst frei auslegen. Es gibt keine Festlegung. Es gibt nur ein festes Fundament und eine synonyme Zuversicht. Dazwischen liegt der individuelle Bauplan unseres Lebens."

Br. Jens Oberheide

Die abschließende Festarbeit dient bei einem Großlogentag nicht nur der Kontemplation und dem gemeinschaftlichen Ausklang, sondern hat auch einen wichtigen praktischen Charakter. Zwar sind durch die Wahlen des neuen Vorstandes und weiterer Positionen die vereinsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, für die Freimaurer gelten diese Ämter jedoch erst durch eine feierliche Einsetzung als wirksam. Und so wurden bei der Festarbeit die Funktionsträger, die sogenannten Beamten, in diesem Falle Großbeamten, in ihre gewählten Ämter eingesetzt oder durch den Großmeister Berufungen ausgesprochen. Zudem werden Ehrengäste aus anderen Großlogen, national wie internation, begrüßt und damit die Weltbruderkette der Freimaurerei bekräftigt.

Nach den programmatischen Sätzen nach der vereinsrechtlichen Wahl wurde von der Bruderschaft die Ansprache des wiedergewählten und eingesetzten Großmeisters Br. Stephan Roth-Kleyer mit Spannung erwartet. Und die hatte es durchaus in sich. “Meine Brüder, es ist keine Frage, dass wir der ‘herrlichen Unverbindlichkeit der Freimaurerei’, wie sie sich uns heute und auch schon vorher leider oftmals zeigte und darstellte, entschieden und endgültig eine deutliche Absage erteilen, erteilen müssen.”

"Wenn wir Freimaurer im 21. Jahrhundert noch von unserer Gesellschaft bemerkt werden wollen, müssen wir im täglichen Wirken, jeder an seinem Platz, Fragen stellen, Alternativen und neue Konturen aufzeigen, und so zu einer gesellschaftlichen Kraft werden. Dabei müssen wir uns stets auf unser geistiges Fundament besinnen: Freiheit für alle Menschen, Toleranz als Billigung und Missbilligung der Gegensätze, Humanität, Güte, Menschenfreundlichkeit und Mitmenschlichkeit als Substanz un Methode des täglichen Lebens."

Br. Stephan Roth-Kleyer

Im Hinblick auf die Probleme in Umwelt, Politik und Gesellschaft ermunterte er die Bruderschaft, dass auch “in den kommenden Jahrzehnten Freimaurer gebraucht werden, die starke Persönlichkeiten sind, die Widerstand leisten.” Es brauche Freimaurer, die nicht zurückweichen vor der Auseinandersetzung mit UNmenschlichkeit oder vor der Größe der bedrängenden Konflikte.

"Meine Brüder, vergesst die Kernbotschaft nicht: Freimaurerei muss gelebt werden. Ihr alle, jeder einzelne von uns ist Botschafter in Sachen Freimaurerei. Jeder von uns ist Visitenkarte der Freimaurerei im Allgemeinen und seiner Loge im Besonderen. Vergesst das nie. Seid dessen stets eingedenk."

Br. Stephan Roth-kleyer

Mit diesen Worten im Gepäck beendeten die Brüder einen in jeder Hinsicht gelungenen Großlogentag 2018 in Bamberg. Viele werden wiederkommen.

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Hans-Joachim Wolf tödlich verunglückt

Hans-Joachim Wolf Foto: Hans-Dieter Bertuch

Hans-Joachim Wolf Foto: Hans-Dieter Bertuch

Hans-Joachim Wolf, Groß-Gabenpfleger der Großloge und ein engagierter Freimaurer, ist am 4. Januar durch einen tragischen Unfall im französischen Rouvres-sur-Aube, seinem Zweitwohnsitz, ums Leben gekommen.

Am 5. Januar 2018 meldeten mehrere Zeitungen, dass seit dem Vortag ein Deutscher in der Folge des heftigen Sturmtiefes “Eleanor” vermisst werde. Erst einige Tage später wurde es traurige Gewissheit, dass es sich dabei um Hans-Joachim Wolf, 70-jähriger Designer und Unternehmer aus Sternenfels, handelte.

Er wollte, so berichtete das Mühlacker Tagblatt, auf seinem am Flüsschen Aube gelegenen Grundstück eine Schleuse am Mühlkanal öffnen, stürzte dabei ins Wasser und wurde von der Strömung mitgerissen. Eine unmittelbar eingeleitete Suchaktion mit Tauchern und Hubschrauber konnte ihm nicht mehr helfen.

Hans-Jochen Wolf war in seinem Wohnort Sternenfels nicht nur ein geschätzter Bürger und erfolgreicher Unternehmer, er war auch als Freimaurer sehr aktiv. 1996 wurde er in den Bund aufgenommen, bekleidete in seiner Loge mehrere Ämter, wie das des Stuhlmeisters und Altstuhlmeisters, kümmerte sich um Beziehungen zu ausländischen Logen und war Großrepräsentant der Großloge von Monaco in Deutschland.

Für die Großloge war er als Groß-Gabenpfleger für karitative Aufgaben zuständig und setzte sich zudem in den letzten Jahren intensiv für den Bestand des Freimaurer-Museums in Bayreuth ein, wo er deutliche Akzente setzte. In seinem privaten wie freimaurerischem Umfeld war er Organisator und Mitgestalter zahlreicher örtlicher wie bundesweiter Veranstaltungen.

Er wird auch in der Freimaurerei mit seiner anpackenden und freundlichen Art eine Lücke hinterlassen.

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Religion – Quelle des Friedens oder der Auseinandersetzung?

Monopterus-Tempel im Englischen Garten, München

Monopterus-Tempel im Englischen Garten, München

Freimaurerei befindet sich bei aller diskreten Abgeschlossenheit auch in einer Schnittstelle zur Gesellschaft. Aus diesem Grund veranstaltet die Münchener Loge “In Treue fest” der Öffentlichkeit zugängliche Kolloquien zu Themen, die eine besonders relevante Bedeutung für unsere Gesellschaft haben.

Bereits zum siebten Mal veranstaltet die Loge ein Kolloquium, in diesem Jahre zum Thema “Religion – Quelle des Friedens oder Auseinandersetzung?” und stellt darin die “Frage nach dem Glauben zwischen dem Wunschprinzip der Menschenliebe und dem Realitätsprinzip konflektiver Handlungen”.

“Das Ziel der Vorträge und Diskussionen liegt in dem Bemühen”, schreibt die Loge in ihren Leitgedanken zur Reihe ihrer Kolloquien, “das Bewusstsein in der Bevölkerung für eine tief greifende Erfassung und ein besseres Verständnis gesellschaftlicher Erscheinungen zu wecken und zu fördern. Dies soll zur Bildung einer eigenen bzw. eigenständigen Meinung im Sinne ethischer Werte, der Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Brüderlichkeit verhelfen.”

Die Liste der Referenten verspricht ein durchaus hochkarätiges Programm. Nach den Grußworten des Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer und dem Distriktmeister des Distriktes Bayern, Hannes Brach leitet Dr. phil. Dipl.sc.pol.Univ. Hernán K. Benitez, gleichzeitig der Vorsitzende der gastgebenden Loge, das Kolloquium mit einem Vortrag zur Frage “Was ist Religion? Versuch einer Deutung.” ein. Es folgt Prof. Dr. Harald Schöndorf, Professor für Erkenntnislehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München mit seinem Vortrag “Führt Religion als Glaubensüberzeugung zur Intoleranz?”

Bezug auf das Verhältnis zwischen Religion und Freimaurerei nimmt zunächst Prof. Dr. Hans-Hermann Höhmann, Honorar-Professor für Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln mit seinen Ausführungen zu “Freimaurerei und Religion – eine schwierige Beziehung?”, gefolgt vom Vortrag “Religiöse Wahrheiten und unbedingte Toleranz: 300 Jahre Konflikt zwischen Katholischer Kirche und Freimaurerei” von Dr. Klaus Kottmann, Offizialsrat und Generalvikariat für Kanonisches Recht im Erzbistum Hamburg.

Als Imam und Theologe der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR-Glaubensgemeinschaft in Deutschland spricht Malik Usman Naveed als Schlussredner über den “Begriff des Friedens im Heiligen Buch des Korans”.

Anschließend gibt es die Möglichkeit einer Diskussion.

Die bisherigen Kolloquien beschäftigten sich mit den Themen Bewusstsein, Gerechtigkeit, Würde, Ethik, Freiheit und Wahrheit. Die Veranstaltungen sind “bewusst für eine breitere Öffentlichkeit geplant (also auch für Gäste, Suchende und Freunde u.a.); es soll so der Begegnung von Freimaurern und Nicht-Freimaurern dienen, um durch das Gespräch für Verständnis in der gegenseitigen Wahrnehmung zu werben”, so die Veranstalter.

fm-colloquium

7. Münchner Freimaurer-Kolloquium am 20. Januar 2018 ab 13 Uhr zum Thema “Religion, Quelle des Friedens oder der Auseinandersetzung?” Der Glaube zwischen dem Wunschprinzip der Menschenliebe und dem Realitätsprinzip konfliktiver Handlungen. Eine Analyse soziokultureller und glaubensbedingter Vorstellungen.

Eine Veranstaltung der Münchner Loge “in Treue Fest” und der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland als Mitveranstalter im LOgenhaus der Bruderhilfe, Schwanthalerstraße 60 (5. Stock) in München.

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300 Jahre Menschlichkeit weltweit

Im Sprengel-Museum in Hannover treffen sich über 260 Teilnehmer und Mitwirkende zum offiziellen Festakt der deutschen Freimaurerei anlässlich des 300. Bestehens der sogenannten modernen Freimaurerei. Ein Podcast aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “HUMANITÄT”.

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Podcast zum Thema “Freimaurer werden”

(Foto: fotolia/blackzheep)

(Foto: fotolia/blackzheep)

Die Großloge möchten den Wünschen aus der Bruderschaft nachkommen und ausgewählte Texte als Podcasts zur Verfügung stellen. Dafür konnten zwei renommierte Radiosprecher gewonnen werden.

Den Anfang macht Hasso Henke, der viele Jahre bei einem norddeutschen Sender als Redakteur und Sprecher tätig war. Sein Podcast beschäftigt sich mit der Frage, warum man Freimaurer werden könnte. Der Text ist dem Buch “Warum gute Leute Freimaurer werden sollen. Und wie” entnommen. Die Großloge wird für einen bestimmten Zeitraum mehrere Podcast anbieten und prüfen, wie die Akzeptanz dieses ergänzenden Mediums ist.

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Update: Auf mehrfachen Wunsch wurde ein Funktion eingerichtet, die auch den Download der Audiodatei ermöglicht.

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Zentraler Festakt 300 Jahre Freimaurerei in Hannover

Gruppenbild beim Zentralen Festakt der Vereinigten Großloge 2017 in Hannover

Gruppenbild beim Zentralen Festakt der Vereinigten Großloge 2017 in Hannover

Die Vereinigten Großlogen von Deutschland als Dachverband der deutschen Freimaurer luden am 1. September zum “Zentralen Festakt aus Anlass der 300-Jahr-Feier” unter dem Motto “Freimaurer — Menschlichkeit weltweit” in das Sprengel-Museum nach Hannover ein.

Viele Logen haben den 300. Jahrestag der sogenannten modernen Freimaurerei zum Anlass für eigene Veranstaltungen genommen. So gab und gibt es zahlreiche Informationsveranstaltungen, zum Teil gemeinsam mit Museen organisierte Ausstellungen, Kulturveranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen, die Verleihung des Kulturpreises an Uwe Tellkamp, Podiumsgespräche, einen Empfang des Hamburger Senats mit der vielbeachteten Rede von Prof. Dr. Norbert Lammert, Radio- und Fernsehberichte und viele offene und gut besuchte Logenhäuser.

Zum 1. September, dem Beginn des neuen Logenjahres, veranstalteten die Vereinigten Großlogen nun einen offiziellen zentralen Festakt, gemeinsam organisiert durch alle hannoverschen Logen verschiedener Lehrarten, die, abgesehen von den Frauenlogen, durch die Vereinigten Großlogen in Deutschland repräsentiert werden. Mehrere hundert Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter Stefan Schostok, Oberbürgermeister von Hannover, Rolf Wernstedt, ehemaliger niedersächsischer Kultusminister und Präsident des Niedersächsischen Landtages sowie verschiedene Großmeister aus verschiedenen Ländern.

Am Vortag durften sich die Großmeisterin und die Großmeister der verschiedenen Großlogen in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen

Am Vortag durften sich die Großmeisterin und die Großmeister der verschiedenen Großlogen in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen

Durch das umfangreiche Programm führte der bekannte Moderator Max Schautzer. Moderieren allerdings wäre zuwenig gesagt: Kenntnisreich, unterhaltsam und intelligent waren seine Zwischenmoderationen hörenswerte eigene Beiträge, die den eigentlichen Redebeiträgen in nichts nachstanden. Der Großmeister der Vereinigten Großlogen, Christoph Bosbach, begrüßte die Anwesenden gut gelaunt und verlas ein zu Beginn ein Grußwort des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeyer, der den Freimaurern ihre wichtige Rolle in der Entwicklung der Gesellschaften bescheinigte. Eine hochbeachtete Rede hielt der frühere Kultusminister und Präsident des Niedersächsischen Landtages, Rolf Wernstedt. Die Beiträge der Redner lesen Sie in Kürze auf dieser Seite.

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