Großlogentag 2016 in Darmstadt

Darmstadt

Alle zwei Jahre findet der Großlogentag statt, die Mitgliederversammlung aller Logen der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland. In diesem Jahr wird diese Veranstaltung am 5. und 6. Mai von der Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” mit einem interessanten Rahmenprogramm ausgerichtet.

Der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland gehören rund 270 Logen mit etwa 10.000 Freimaurern an. Der Großlogentag ist die satzungsgemäße Mitgliederversammlung, zu der jede Loge einen Vertreter, in der Regel den Meister vom Stuhl (Vorsitzenden) entsendet. Wie in jedem anderen Verein werden auf solchen Versammlungen Rechenschaftsberichte abgelegt, Wahlen abgehalten und Beschlüsse gefasst. Stimmberechtigt sind die Logen mit jeweils einer Stimme, zu den Veranstaltungen zugelassen sind alle Freimaurer der Mitgliedslogen.

Die Versammlungen finden an wechselnden Orten statt und werden von den Logen vor Ort organisiert. Für dieses Jahr hat sich die Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” als Ausrichter beworben und ein ansprechendes Programm zusammengestellt. Traditionell gliedert sich die mehrtägige Veranstaltung in drei Bereiche: ein Programm für die Ehefrauen, bei den Freimaurern “Schwestern” genannt sowie eingeladene Gäste, die freimaurerischen Bestandteile wie rituelle Zusammenkunft und Mitgliederversammlung für die Brüder sowie einen gesellschaftlichen und kulturellen Teil, der gemeinsam genossen wird.

Das Damen- und Gästeprogramm beinhaltet eine Stadtführung zur Mathildenhöhe und die Künstlerkolonie. Die Mathildenhöhe ist das Zentrum des Darmstädter Jugendstils und ein Gesamtkunstwerk aus Hochzeitsturm, Ausstellungsgebäude, Museum, Künstlerkolonie und Platanenhain. Von 1899 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges setzten in Darmstadt namhafte Künstler wie Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens wesentliche Imulse zur Entwicklung der Moderne. Für den zweiten Tag stehen auf dem Programm der Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Grube Messel und eine Führung durch das Weinheimer Schloss. Die Grube Messel birgt eine unüberschaubare Vielzahl an besonders gut erhaltenen Fossilien. Sensationsfunde wie die Messeler Urpferdchen haben weltweite Berühmtheit erlangt. Das Schloss Weinheim, heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, setzt sich aus Bauteilen verschiedener Epochen zusammen. Die Besucher erfahren Wissenswertes über die Geschichte und Mythen des Schlosses und des ursprünglich als englischen Gartens angelegten Schlossparks.

Parallel dazu halten die Freimaurer eine einführende rituelle Zusammenkunft, die sogenannte Tempelarbeit, im Lehrlingsgrad ab, um sich auf die nachfolgenden Beratungen in brüderlichem Respekt und Toleranz einzustimmen. Die Mitgliederversammlung dient in diesem Jahr unter anderem zu Aussprachen, Wahlen und dem Gedankenaustausch.

Für den ersten Abend ist ein Besuch der Comedy Hall mit dem Besuch des “Kikeriki-Theaters”, einem besonderen Buffet in den Theaterräumen und der Vorstellung “Das Cabinet des Dr. Goggolores” geplant. Das Kikeriki-Theater, ein komödiantisches Theater mit Puppen und Menschen, wurde 1979 von Roland Hotz begründet und entstand aus der Lust am Schreiben, Bauen, Komponieren, Inszenieren und Spielen. Das Theater versteht sich als ein “Volkstheater ohne Heimatmief, sondern mit ehrlich-frischem Stallgeruch”. Im Stück “Das Cabinet des Dr. Goggolores” verschmelzen zwei Klassiker der Filmgeschichte – “Das Cabinet des Dr. Caligari” und “Freaks” – mit zwei klassischen Großmäulern des Kikeriki-Theaters zu einem Mischmasch aus Moritat, Panoptikum und Puppenspiel in einem schaurig-schrägen Schauspiel.

Den Abschluss des Großlogentages bildet das Galadinner im Ballsaal des Maritim Konfernzhotels Darmstadt. Die “Bayer & Baier Band” ist eine professionelle Band mit internationaler Erfahrung und einem umfangreichen und außergewöhnlichen musikalischen Repertoire. Die Musik umfasst einen Mix aus Evergreens, Oldies und Discohits aus den Siebzigern bis heute.

Anmeldungen müssen bis zum 18. März 2016 über die Kanzlei der Großloge erfolgen. Rückfragen beantwortet gern die Kanzlei der Großloge. Das detaillierte Programm findet sich im Terminteil unter Mai.

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Zum Tode von Kurt Masur

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie am 6. Dezember 2012 im Dresdner Albertinum (Foto: Martin Morgenstern)

Kurt Masur am Pult der Dresdner Philharmonie am 6. Dezember 2012 im Dresdner Albertinum (Foto: Martin Morgenstern)

Kurt Masur, Preisträger der Kulturpreises der Deutschen Freimaurer im Jahre 2012, verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren in Greenwich (Connecticut). Der Zugeordnete Großmeister Peter Doderer erinnert sich an denkwürdige Begegnungen mit dem großen Menschen und Dirigenten. "Die erste Begegnung mit Kurt Masur fand 2008 im Leipziger Gewandhaus statt und unser letztes persönliches Zusammentreffen sollte auch in Leipzig stattfinden. Im Oktober 2014 diskutierten in der überfüllten Leipziger Peterskirche der Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Peter Maffay und Kurt Masur über das Thema "Die Kraft der Musik". Anlaß dazu war der genau auf diesen Tag fallende  fünfundzwanzigste Jahrestag der großen Demonstrationen in Leipzig. Hier, bei dieser Veranstaltung, war zu spüren, was sich schlecht mit Worten beschreiben läßt: Kurt Masur war Lepzig und Leipzig war Kurt Masur. Die Verehrung der Leipziger für " ihren Gewandhauskapellmeister " dem sie einen großen Anteil an der friedlich verlaufenden Demonstration im Jahre 1989  zuschrieben , war überall zu spüren . Mitmenschlichkeit, Herzenswärme, die tief empfundene Liebe zu Menschen und Musik, und dieses seine Gesprächspartner auch spüren zu lassen, war Kurt Masur auf eine einmalige Art gegeben. Schon von seiner Erkrankung gezeichnet, wird allen Gästen und Besuchern, die an der Verleihung des Kulturpreises 2012 unserer Großloge an Maestro Kurt Masur im Leipziger Gewandhaus teilgenommen haben,  die Art und Weise, in der sich Kurt Masur nach der Verleihung bei Altgroßmeister Axel Pohlmann und den Brüdern bedankt hat, unvergessen bleiben. Als wir  im vergangenen Jahr nach der Veranstaltung in der Kirche noch im kleinen Kreis gegessen haben, kam er noch einmal auf die Verleihung des Kulturpreises zu sprechen. Diese Auszeichnung bedeute ihm sehr, sehr viel. Inzwischen habe er auch in Erfahrung bringen können das sein Vater Freimaurer gewesen sei. Das habe er zwar vermutet, aber nicht gewußt. Und seine Frau Tomoko Masur sagte: "Meinem Mann stehen das Gedankengut und die Ideen der Freimaurer genau so nah wie die Musik ". Wir trauern um einen großen Menschenfreund, unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Tomoko Masur und seiner Familie."
Der damalige Großmeister Axel Pohlmann und Prof. Kurt Masur bei der Preisvergabe (Foto: Hartwig Kloevekorn)

Der damalige Großmeister Axel Pohlmann und Prof. Kurt Masur bei der Preisvergabe (Foto: Hartwig Kloevekorn)

Professor Dr. h.c. Kurt Masur erhielt den Kulturpreis Deutscher Freimaurer 2012 in Würdigung seines musikalischen Lebenswerks, seines persönlichen Engagements als Bürger und seiner Verdienste um die Völker verbindende Wirkung der Musik als einem überzeugten Bürger seiner Stadt und seines Landes und als Weltbürger. Er wirkte nicht nur als musikalischer Leiter der bedeutendsten Orchester, sondern auch als moralische Autorität, als ein Mann, der sich selbst als "Sendbote des Humanismus" verstand. In diesem Sinne entspricht Kurt Masur freimaurerischer Geisteshaltung, wir fühlen uns mit ihm verwandt.
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Zu den Terroranschlägen vom 13. November in Paris

Flag of France. Close Up.

Die Großloge der Alten Freien und Angenommen Maurer von Deutschland trauert um die Opfer der Terroranschläge vom 13. November in Paris

Vor wenigen Tagen wurden sechs Ziele in Paris mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln im Zentrum von Paris gezielt und berechnend angegriffen. Es waren dies das „Stade des France“ während eines Fußballspiels und die Diskothek „Bataclan“ sowie vier weitere zentral gelegene und gut besuchte Orte. 132 Tote und zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte sind zu beklagen.

Dies ist eine der schrecklichsten Nächte, die Europa seit langer Zeit erleben musste.

Wir sind in höchstem Maße schockiert. Diese durch nichts zu rechtfertigenden unmenschlichen Taten gelten nicht nur den Einwohnern in Paris, gelten nicht alleine den Franzosen: Sie gelten uns allen, und sie treffen uns alle, die wir der Demokratie verpflichtet sind. Das Ziel dieser Anschläge ist unsere Freiheit. Terroranschläge gelten damit auch den Grundprinzipien der Freimaurerei: Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit sowie der Freiheit des Einzelnen und der Demokratie im Allgemeinen.

Unsere freie und tolerante Gesellschaft ist uns ein sehr hohes Gut. Dieses gilt es zu verteidigen. Uns zu wehren, das heißt in erster Linie unsere Freiheit, unsere Würde, und unser Menschenbild zu bewahren.

Unsere Gedanken, unsere Sympathien, unsere Hoffnungen sind bei unseren französischen Nachbarn. Wir fühlen und teilen ihren Schmerz, ihre Trauer und ihre Angst.

Vive la France!

Stephan Roth-Kleyer
Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

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Zum Tode Helmut Schmidts

Altbundeskanzler Helmut Schmidt bei der Verleihung der Stresemann-Medaille der Freimaurer im Jahre 2015. Foto: Andreas Keuchel

Altbundeskanzler Helmut Schmidt bei der Verleihung der Stresemann-Medaille der Freimaurer im Jahre 2015. Foto: Andreas Keuchel

Die Großloge der Alten Freien und Angenommen Maurer von Deutschland trauert um den Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

Ob bei seinem  Handeln während der großen Sturmflut in Hamburg, seinem Krisenmanagement in der Zeit des RAF-Terrors, seinem Wirken um die deutsch-französische Zusammenarbeit als strategisch denkender, überzeugter Europäer, seiner herausragenden Rolle in der transatlantischen Kommunikation, seinem Einsatz um Frieden und Menschenrechte, seinem Engagement im Dienste der Europäischen Währungsunion, seinem Verdienst um die Frage eines gerechten sozialen Ausgleichs und dem Zusammenleben der Generationen sowie seinem Verständnis zwischen den Altersgruppen — stets standen nicht Vorschriften oder Regeln, sondern Humanität und die Menschen im Mittelpunkt seines Handelns.

Großmeister Stephan Roth-Kleyer trägt sich in das Kondolenzbuch ein.

Großmeister Stephan Roth-Kleyer trägt sich in das Kondolenzbuch ein.

Am 26. Januar diesen Jahres konnten wir dem Menschen und Politiker Helmut Schmidt mit dem Gustav-Stresemann-Preis der Großloge der Alten Freien und Angenommen Maurer von Deutschland unsere Anerkennung und unseren tief empfundenen Respekt für seine Leistungen aussprechen. Die Großloge zollt mit dem Gustav Stresemann Preis Menschen Anerkennung, die im Sinne des großen Staatsmannes Gustav Stresemann wirken bzw. gewirkt haben.

Nunmehr müssen wir von dem Altbundeskanzler Helmut Schmidt Abschied nehmen. In unseren Herzen aber bleiben wir ihm verbunden. In stiller Trauer und großer Dankbarkeit,

Stephan Roth-Kleyer
Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

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Freimaurer vergeben Stresemann-Preis an Helmut Schmidt



Foto: Andreas Keuchel

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Logenhaus in Hamburgs Welckerstraße verliehen die Freimaurer der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.) am 26. Januar 2015 den Stresemann-Preis und die dazugehörige Medaille an den Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Der Preis wurde erstmals verliehen und würdigt die Lebensleistung eines Menschen.

Sie sind derjenige, dem dieser Preis von der Idee her zugedacht ist. Wir möchten mit dem Gustav-Stresemann-Preis Menschen Anerkennung zollen, die im Sinne des großen Staatsmannes wirken bzw. gewirkt haben.

Der Großmeister Br. Roth-Kleyer klärte in seiner Begrüßung die Anwesenden darüber auf, dass der Namensgeber Gustav Stresemann Freimaurer war. Als Motiv für seinen Logenbeitritt gab er an, dass es schon lange sein Wunsch gewesen sei, “in eine engere Beziehung zu einem Kreis gleichgesinnter Menschen zu gelangen, die in unserer an Materialismus, Hast und Unruhe sich zermürbenden Zeit sich das Reich allgemeinen Menschentums, innerer Besinnung und Geistigkeit zu erhalten suchen.”



Bundeskanzer a.D. Helmut Schmidt, Großmeister Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, Foto Andreas Keuchel

“Mancher Anstoß”, so der Großmeister weiter, “zu politischen und gesellschaftlichen Reformen ist vom Freimaurerbund ausgegangen. Die Freimaurer richten ihr Leben, Denken und Handeln nach fünf Grundpfeilern aus, die zum Großteil bereits dem Zeitalter der Aufklärung entstammen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität.”

Br. Roth-Kleyer wies darauf hin, dass auch Helmut Schmidt sich in seinem bedeutenden Wirken diesen Grundpfeilern verpflichtet fühlt und erinnerte an die große Sturmflut in Hamburg, das Krisenmanagement in der Zeit des RAF-Terrors, dem Wirken um die deutsch-französische Zusammenarbeit als überzeugter Europäer, die Rolle in der transatlantischen Kommunikation und viele andere Themen, bei denen für den Politiker Schmidt das Wohl der Mitmenschen im Vordergrund stand.



Der Laudator, Alt-Großmeister Jens Oberheide, Foto: Andreas Keuchel

Die Laudatio hielt der Alt-Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Br. Jens Oberheide. Auch er ging zunächst einmal auf den Namensgeber Gustav Stresemann ein und verglich einen Satz des einen Staatsmannes mit dem Wirken des nun ausgezeichnetet Staatsmannes: “Der wird der Menschheit am meisten dienen, der […] das ihm seelisch und geistig Gegebene zur höchsten Bedeutung entwickelt und damit, über die Grenzen des eigenen Volks hinauswachsend, der Menschheit etwas zu geben vermag, wie es die Großen aller Nationen getan haben.”

Weil Freimaurerei vom Menschen ausgeht und zum Menschen zurückführt, haben wir eine besondere Affinität für diese Sichtweise. Für das etwa, was Helmut Schmidt mit “Pflicht zur Menschlichkeit” meint. Diese Pflicht in eine Balance von Geist und Tat zu bringen, ist bei uns Freimaurern eine Lebensaufgabe für jeden.



Foto: Andreas Keuchel

Helmut Schmidt, dessen Rede mit stehenden Ovationen erwartet wurde, begrüßte die Anwesenden mit den launigen Worten “Nun setzt euch mal hin”, bevor er sich für den Preis bedankte. Auch er erinnerte an Stresemann und dessen fortgesetzte Bemühungen für ein einiges und friedliches Europa und stellte fest, dass Stresemann den heutigen Zustand sich kaum hätte erträumen können, auch wenn die Situation nicht frei von Besorgnissen sei.

Er ging ein auf die Aufgabe der Freimaurerei in einem einigen Europa. “Wenn ich es richtig verstehe”, führte er aus, “so stellen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität die Grundideale der Freimaurerei dar. Diese Grundwerte sind notwendig. Ohne sie kann Europa nicht wirklich zusammenhalten.”

Aber er verband Lob auch mit wohlwollender Kritik: “Freimaurerei hat prinzipiell keinen Unterschied gemacht hinsichtlich der Nationalität oder der Hautfarbe. Wohl aber hat sie sich durch eine weit ausgedehnte Geheimhaltung ihrer Aktivitäten selbst in ihrer Reichweite eingegrenzt. Ich habe deshalb vor eineinhalb Jahrzehnten schon einmal an die Freimaurer appelliert, ihre begrüßenswerten Gründungen, ihre Spenden, ihre Aktivitäten öffentlich zu machen.”

Es hat sich seitdem einiges getan bei den Freimaurern. Tun Sie auch in Zukunft Gutes, tragen Sie zum Gemeinwohl bei — aber reden Sie darüber!

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Gustav-Stresemann-Preis für Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt



Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D.; Foto: Werner Bartsch

Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland verleiht dem früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt am Montag, 26. Januar im Rahmen einer Feierstunde um 16:00 Uhr in Hamburg den Gustav-Stresemann-Preis. Die Großloge erinnert mit der Preisverleihung an den Staatsmann und Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann und würdigt mit der erstmaligen Verleihung die Lebensleistung von Helmut Schmidt. Die Laudatio auf Helmut Schmidt wird der Publizist und Autor Jens Oberheide halten. Helmut Schmidt, geboren 1918, war von 1974 – 1982 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1983 ist er Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Politikern in Deutschland. Seine Bücher wurden zu Bestsellern.

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Stellungnahme zu den Attentaten in Frankreich



Die Freimaurer in Deutschland möchten den Angehörigen der Opfer und allen Franzosen ihr herzliches Mitgefühl aussprechen. Eure Brüder und Schwestern sind traurig über Euren menschlichen Verlust.

Wir Freimaurer sind erschüttert über den Angriff auf das Symbol der Presse- und Meinungsfreiheit. Wir gedenken der Opfer in Dankbarkeit für ihr rastloses Engagement und ihre Lebensleistung im Namen der Humanität. Wir werden Euch niemals vergessen.

Auch für uns Freimaurer gilt, was Bundespräsident Joachim Gauck gesagt hat. Wir sind “weder ohnmächtig noch hilflos.” Von Terroristen lassen wir uns unsere Lebensweise nicht verändern. Wir wissen, dass die friedlichen Muslime nichts mit dem Terror gemein haben. Wir Freimaurer stehen in brüderlicher Verbundenheit als bloße Menschen zusammen, gleich welcher Herkunft oder Geburt, gleich welcher Berufs- oder Glaubensrichtung.

Franzosen, wir stehen fest an Eurer Seite. Wir sind Charlie!

Rüdiger Templin, Großmeister der Vereinigten Großlogen von Deutschland

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