Hamelner Loge hilft Obdachlosen

Der Vorsitzende Reinhard Burdinski überreicht Anja Schmitt den Scheck der Hamelner Bruderschaft

Der Vorsitzende Reinhard Burdinski überreicht Anja Schmitt den Scheck der Hamelner Bruderschaft

Der ungewöhnlich kalte Winter rückt eine Gruppe von Menschen wieder stärker ins Bewusstsein, die nicht warm, wohlig und geschützt in ihren Wohnungen die kalte Jahreszeit überstehen, sondern die teilweise bewusst, teilweise unverschuldet auf der Straße leben.

Die Grundlage des freimaurerischen Lebens ist im Regelfall die Loge, sie ist das Zentrum der geistigen und sozialen Arbeit einer Freimaurerbruderschaft. Die sie prägenden Begriffe von Menschlichkeit und Toleranz geben ihr jedoch die Möglichkeit, Bedrohungen aufzudecken und menschlich verantwortungsvoll zu handeln. So entschloss sich die Bruderschaft ihre diesjährige Sammlung einer Gruppe in ihrer Heimatstadt zu widmen, die oft ein schweres Leben und Schicksal zu bewältigen hat. Vielen sieht man es auf den ersten Blick nicht an, dass sie in Not sind, dass sie keine regelmäßige Mahlzeit, keinen Ort für selbstverständliche Körperpflege und schon gar kein ständiges Dach über dem Kopf haben.

Darum hat die Bruderschaft der Loge „ Zur Königlichen Eiche“ dem Senior-Schläger-Haus eine namhafte Spende zukommen lassen, um dessen Arbeit zu unterstützen. Die freimaurerische Einstellung zu bewusster, wertorientierter Bürgerlichkeit erfordern eine Mitwirkung und Hilfe bei sozial schwächeren Gruppen der Gesellschaft. Initiativen, die vom Staat unabhängig, eine humanere Gesellschaft anstreben, verdienen ideellen Dank und materielle Unterstützung.

Die Meister vom Stuhl Reinhard Burdinski und Martin Bauer überreichten der Vorsitzenden des Senior-Schläger-Hauses, Anja Schmitt, und dem Schatzmeister Dieter Gräfe einen Scheck über 3.000 €, zur Unterstützung der Menschen in Not.

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Philosophischer Abend in der Ulmer Loge

Klaus-Jürgen Grün erklärt die Kunst der Metapher und des Symbols

Klaus-Jürgen Grün erklärt die Kunst der Metapher und des Symbols

Eine besondere Atmosphäre entstand in den Räumlichkeiten der Sparkasse in Ulms Neuer Mitte, als der älteste aktive Verein in Ulm – die „Astraea zu den drei Ulmen“ – zu einem philosophischen Abend lud. Als Gastredner sprach der bekannte Philosoph und Freimaurer Prof. Dr. phil. Klaus-Jürgen Grün.

Die Freimaurerei feiert dieses Jahr weltweit ihr 300-jähriges Jubiläum. Mit dem Thema „die Kunst der Metapher und des Symbols“ lud die Ulmer Loge „Astraea zu den drei Ulmen“ zu einem philosophischen Abend und gab Einblicke in die Gedankenwelt der Freimaurerei. Viele Mythen ranken sich um den weltumspannenden Männerbund. Mit diesen räumte Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün in erfrischender Art auf. Ob Neugierige oder Interessierte, alle Zuschauer waren hingerissen von den lebendigen Ausführungen des Philosophen, die verdeutlichten, welcher Gedanke wirklich hinter der Freimaurerei steckt. Dabei lüftete er das eine oder andere „Geheimnis“ der Symbole und Metaphern, die Freimaurer benutzen um an der Idee einer humanitären Gesellschaft zu arbeiten.

Über 80 Besucher lauschten und diskutierten in

Über 80 Besucher lauschten und diskutierten in "Ulms Neuer Mitte"

Wenn man die Symbolik der Freimaurerei deuten will, kommt man nicht umhin, sich mit ihrer Herkunft zu beschäftigen. Klaus Jürgen Grün weist auf die Traditinen hin, wehrt sich aber gegen die in der Geschichte der Freimaurerei immer wieder vorkommende Vereinnahmung durch Religionen, was Freimaurerei gerade nicht will und wogegen sie sich wehrt. Grün wählt dazu deutliche Worte. „Freimaurerei ist in der christlichen Welt entstanden. Diese Tatsache weckt entgegengesetzte Emotionen. Auf der einen Seite gefällt es manchen Freimaurern nicht, dass in ihrem Ritual Bezüge zur christlichen Liturgie auftreten. Auf der anderen Seite erklären fromme Eiferer die Freimaurerei zu einer christlichen Sekte, in der es besser noch als in den Kirchen gelinge, Menschen die christliche Religion zu indoktrinieren. Beide Seiten, und stehen sie einander auch noch so fern, haben eine entscheidende Gemeinsamkeit: Ihnen mangelt es an der Fähigkeit, den Symbolcharakter freimaurerischer Rituale zu verstehen. Dieser Mangel bei Freimaurern ändert nichts daran, dass ihre Teilnahme am Ritual der Freimaurer alles andere bestätigt als ihre Auffassung beinhaltet. Weder die konfabulierte Alleingültigkeit des Christlichen noch die Angst vor der Vereinnahmung durch dieses sind begründet. Während allerdings die zuletzt Genannten ihre Nähe zur Freimaurerei auch intellektuell nachvollziehen können, gelingt es den zuerst Gemeinten nicht, auch nur für die Länge einer Zigarette aus ihrer christlichen Heilserwartung herauszutreten.“

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Freimaurer in Saarlouis helfen Therapeutischer Schülerhilfe

Roland Waltner, 1. Vorsitzender der Therapeutischen Schülerhilfe beim Landkreis Saarlouis, und Rudolf Schneider, Meister vom Stuhl der Saarlouiser Freimaurerloge La Bonne Harmonie – Zur guten Eintracht (v.l.n.r.) bei der Spendenübergabe im Sitzungssaal des Kreisständehauses (Foto: Landkreis Saarlouis)

Roland Waltner, 1. Vorsitzender der Therapeutischen Schülerhilfe beim Landkreis Saarlouis, und Rudolf Schneider, Meister vom Stuhl der Saarlouiser Freimaurerloge La Bonne Harmonie – Zur guten Eintracht (v.l.n.r.) bei der Spendenübergabe im Sitzungssaal des Kreisständehauses (Foto: Landkreis Saarlouis)

Die Therapeutische Schülerhilfe beim Schulpsychologischen Dienst e.V. in Saarlouis hilft benachteiligten Schülern und erhielt von der örtlichen Loge “La Bonne Harmonie – Zur guten Eintracht” eine finanzielle Unterstützung.

Erheblich schulleistungs- und entwicklungsbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler so zu fördern und zu unterstützen, dass sie wieder an den Leistungsstand ihrer Klasse in der Regelschule herangeführt werden und einen Schulabschluss erreichen können – das ist das Ziel der Therapeutischen Schülerhilfe beim Schulpsychologischen Dienst. Da sich das Angebot vor allem an Kinder aus sozial schwachen Familien richtet, ist der Verein auf Spendengelder zur Finanzierung der Maßnahmen angewiesen.

Im Rahmen eines Schwesternfestes im November 2016 sind 500 Euro für karitative Zwecke gesammelt worden. Das Freimaurerische Hilfswerk mit Sitz in Berlin steuerte einen Betrag von 250 Euro bei, so dass Rudolf Schneider, Vorsitzender der Saarlouiser Freimaurerloge, dem 1. Vorsitzender der Therapeutischen Schülerhilfe beim Landkreis Saarlouis, Roland Waltner, eine Spende von insgesamt 750 Euro übergeben konnte.

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Frankfurter “Burns Supper” wieder ein voller Erfolg

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140 Gäste aus allen Ecken Deutschlands und aus sämtlichen in Deutschland arbeitenden Großlogen folgten der Einladung der Loge “Lessing” in Frankfurt zum traditionellen Burns Supper, das in diesem Jahr zum 6. Mal stattfand. 6000 € Spenden konnten für einen guten Zweck gewonnen werden.

Das Burns Supper erinnert an den schottischen Nationaldichter Robert Burns, der von 1756 bis 1796 lebte und der ein begeisterter Freimaurer war. Traditionell festgelegt sind der Ablauf des Abends und die Menüfolge. Es beginnt mit einer Supppe, dann folgt – der feierliche Einzug des Haggis, des Hauptgerichtes, begleitet von den Klängen des Dudelsacks. An das Essen schließt sich eine Rede auf das unsterbliche Andenken des Dichters an und als Besonderheit tritt beim Burns Supper der Loge Lessing der Dichter höchst selbst auf, verkörpert von Bernd Schmude, dem Vorsitzenden der Loge. Diesmal war der Poet in Begleitung von Gotthold Ephraim Lessing, der „seiner“ Loge mal einen Besuch abstatten wollte.

Das Burns Supper ist ein Fest der Freundschaft und der Lebensfreude, es dient aber immer auch dem Zweck, Geld für ein wohltätiges Projekt aus der Region zu sammeln. In diesem Jahrwurde der Verein Flüsterpost e.V, ausgewählt, der sich um die Kinder krebskranker Eltern kümmert. „Bei Flüsterpost e.V. in Mainz finden Betroffene und Interessierte seit 2003 Beratung und Informationen zu Fragen wie “Darf ich mit (meinen) Kindern über (m)eine Krebserkrankung sprechen und worauf kann ich dabei achten?” oder „Was ist Krebs?“, „Ist Krebs ansteckend?“, „Was kann man dagegen tun?“ “ Muss Mama/Papa/Opa/Oma sterben?”. Erwachsene, Kinder und Jugendliche können in Begleitung sozialpädagogischer Fachkräfte über Gespräche sowie Spiel-, Kreativ-, Erlebnis- und Musikpädagogik ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck verleihen. Über diese Wege können Ängste und Sprachlosigkeit überwunden und Mut gefunden werden, sich gegenseitig mehr zuzutrauen und zu vertrauen.

Das Burns Supper der Loge wurde wie stets von Rolf Keil moderiert, am Ende des Abends stand ein ein Erlös von 4.900. Die Loge Lessing stockte diesen Betrag um 1.100 € auf.

Über die Arbeit des Vereins „Flüsterpost e.V.“ kann man sich auf dessen Website informieren. Spenden an Flüsterpost e.V. sind direkt möglich, und zwar über diese Spendenseite.

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Neujahrsempfang mit Vortrag zum Thema “Sprache”

Der Festreddner Prof. Dr. med. Bernhard L. Bauer als Festredner auf dem Neujahrsempfang der Nienburger Loge

Der Festreddner Prof. Dr. med. Bernhard L. Bauer als Festredner auf dem Neujahrsempfang der Nienburger Loge "Georg zum Silbernen Einhorn"

Ende Januar konnte der amtierende Vorsitzende der Nienburger Freimaurerloge “Georg zum Silbernen Einhorn”, Dr. med. Wilhelm C.F. Cohrs, zahlreiche Gäste zum traditionellen Neujahrsempfang der Bruderschaft begrüßen.

Neben dem stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer und dem stellvertretenden Landrat und Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) hieß der Hausherr weitere Landtagsabgeordnete, Kommunalvertreter sowie Vertreter von Serviceclubs, Vereinen und Verbänden aus Stadt und Landkreis Nienburg, Gäste aus befreundeten Logen in Stadthagen, Hannover, Hoya, Celle und Einbeck und die Presse herzlich willkommen. Distriktmeister Rainer Koch repräsentierte die 31 Logen der Alten Freien und Angenommenen Maurer in Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt.

Er ließ das vergangene Jahr aus Sicht der Nienburger Loge Revue passieren. Neben den regelmäßigen Treffen der Brüder wurden auch öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. So kam man gerne dem Wunsch der Geschichtswerkstatt aus Achim nach, sich hier vor Ort über die Loge und den ersten Meister vom Stuhl im Jahr 1815, den aus Achim stammenden Amtmann Dr. Theodor Olbers zu informieren. Am Wettbewerb der Gymnasien haben sich 2016 vier Gymnasien mit herausragenden Facharbeiten beteiligt. Im derzeit laufenden Wettbewerb für 2017 sind alle fünf Gymnasien des Landkreises Nienburg vertreten. Die Prämierung soll im März stattfinden. Cohrs hob hervor, dass es eine Freude sei, so viele verschiedene Themen in den bemerkenswerten Arbeiten begutachten zu können. Die Loge sieht in der Art der Arbeiten ein gutes Zeichen, daß sich junge Menschen kritisch und sachlich, aber auch in gut verständlicher Sprache mit vielen Themen auseinandersetzen. Das mache Mut, positiv in die Zukunft zu sehen.

”Das Jahr 2017 hat für uns zwei besonders hervorzuhebende Höhepunkte”, so Dr. Cohrs, ”Zum einen 500 Jahre Luther mit der Reformation und der Begründung unserer gemeinsamen Sprache. Das ist für die Loge Anlass, die Sprache zum Leitthema dieses Jahres zu machen. In den freimaurerischen Ritualen ist erkennbar, welche Bedeutung Wort, Sprache und Form als Träger der Kommunikation und Möglichkeit der Wiedererkennung hat. Zum anderen jährt sich 2017 die Gründung der ersten Großloge in London zum 300. Mal. Weltweit wird dieses besondere Ereignis von den Freimaurern gewürdigt werden. Das Symbolhafte der Sprache der Freimaurerei weltweit erweitert das Thema Verständigung und Kommunikation im Geiste einer Weltbruderkette über Sprachbarrieren und über geistige Grenzen hinweg.“

Man könne sich dabei auch mit „Fremden“, uns nicht bekannten Menschen, auseinandersetzen. Das bedeute, die Menschen mit respektvoller Distanz zu betrachten, um sie ganz wahrnehmen zu können. Dadurch ergeben sich möglicherweise viele positive, neue Eindrücke und Erfahrungen. Cohrs betonte, dass diese tolerante Haltung aus den freimaurerischen Grundsätzen Toleranz, Brüderlichkeit und Humanität entstehe.

”Wenn jeder mit seinen Möglichkeiten seinen Anteil zur Gemeinschaft beiträgt”, so Cohrs, ”dann wird auch in Zukunft ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft zu gestalten sein. Freimaurer suchen das Gemeinsame und nicht das Trennende. Gehen wir an die Arbeit.”

Als Festredner wurde Professor Dr. med. Bernhard L. Bauer herzlich begrüßt. Er sprach zum Thema „Alltagsbeobachtungen zur Sprachentwicklung im 21. Jahrhundert“.

Prof. Dr. med. Bauer beschäftigte sich in seinem Vortrag aus verschiedenen Blickwinkeln damit, dass unser „Ich“ in der Auseinandersetzung mit unserer physischen Körperlichkeit und in der Kommunikation in einem pluralistischen Umfeld immer wieder neu zu hinterfragen und zu bestätigen ist. „Genau dazu ist Sprache unerlässlich“, so der Redner. „ Sprache ist vor und im Denken. Ja, Sprache ist selbst dann, wenn wir schweigen. In unseren Träumen, in all unserer Gestik und Mimik ist die Sprache; selbst die Musik „spricht“ zu uns“.

Weiter verwies er, mit Beispielen unterlegt, auf die vielfach unseren Alltag bereits bestimmenden Anglizismen, die zunehmend unsere Alltagssprache unterwandern und zuweilen skurril sind. So meint „Public Viewing“ im englischen u.a. die Aufbahrung einer Leiche. Beispiele aus der Jugendsprache beschäftigten sich mit ihrer Entstehung und ihrer Wandlung. So spricht man heute schon von der Handy-Daumen-Konversation, wo die Aneinanderreihung von Kürzeln und Smileys ganze Sätze und Worte ersetzen. „Wird dies die Sprache der Zukunft?“, stellte Prof. Bauer in den Raum und ging der Frage nach, ob es sich dabei um eine Sprache oder um einen Jargon handelt. „Nicht zuletzt über Facebook, Twitter & Co. verändert sich unsere Alltagssprache zunehmend, leider nicht immer zum Positiven, da oft eine Sprache verwendet wird, die nicht den Dialog sucht („Deutschland geht es schlecht“), sondern eine populistische Hasssprache ist.

Abschließend widmete sich Prof. Dr. Bauer dem Begriff des Humanismus, der, historisch gesehen und aus seiner Sicht, einen Ausdruck menschlicher Verhaltensweisen darstellt und einen Kausalzusammenhang mit politisch-philosophischen und religiösen Erscheinungen zeigt, in denen sich die psychischen, sozialen und ethisch- emotionalen Bedürfnisse der Menschen widerspiegeln. „1717, als die moderne Freimaurerei in England entstand, wurde ein erneuter Versuch unternommen, vor dem Hintergrund der Aufklärung den Begriff Humanität positiv durch menschlichere Verhaltensweisen zu interpretieren und zu belegen“, so Prof. Bauer. „Vor 300 Jahren wurden die Logen zu Übungsstätten eines humanitären Umgangs miteinander, wobei jetzt die Sprache eine wesentliche Rolle spielte aber nicht die Religion, die Rasse oder die Herkunft. Freimaurer fühlen sich bis heute dem Wort verpflichtet, was in ihren freimaurerischen Ritualen zum Ausdruck kommt. Die Ritualsprache der Freimaurerei, bietet ein kontemplatives Erlebnis und die beständige Wiederholung der Abläufe kann dabei positiv auf uns wirken.“

Ein anspruchsvoller und zugleich humorvoller Vortrag, der von den anwesenden Gästen mit viel Beifall bedacht wurde. Dr. med. Wilhelm Cohrs, überreichte dem Festredner eine Spende der Nienburger Loge von 500 Euro für die weitere Arbeit von ARCHEMED – Ärzte für Kinder in Not e.V. Prof. Dr. med. Bauer ist Mitglied der Loge „Zum hellleuchtenden Stern“ in Celle. Er ist seit 60 Jahren Arzt und Neurochirurg und u.a. als Entwicklungshelfer in Afrika für „ARCHEMED – Ärzte für Kinder in Not e.V.“ tätig. Als international anerkannter Hirnchirurg wurde er auf vielfältige Weise mit der Sprache konfrontiert. Prof. Dr. Bauer wurden viele Auszeichnungen und Ehrungen zuteil, u.a. wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Bei einem Büffet und angeregten Gesprächen blieben Gäste und Gastgeber noch für einige Stunden im Nienburger Logenhaus.

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Geschichte zum Anfassen in Wesel

Vortrag über die Weseler Loge

Anlässlich des 300-jährigen Bestehens der modernen Freimaurerei veranstalteten die Weseler Freimaurer einen Informationsabend mit wissenschaftlichem Hintergrund, der auch für die Brüder einige Überraschungen über die Geschichte der eigenen Loge brachte.

Basis des Vortrages waren Auszüge aus der Masterarbeit von Alexander Lex, B.A Student der Universität in Paderborn, der sich der Geschichte der 1775 von preußischen Offizieren gegründeten Weseler Loge „Zum goldenen Schwerdt“ im Hinblick auf verschiedene Schwerpunkte zu nähern versuchte:

  1. Freimaurertum als Abwehrfront gegen den aufkommenden Antisemitismus um 1880;
  2. die Haltung der der preußischen Großloge „Zu den drei Weltkugeln“ angehörende Weseler Loge gegenüber der dezidiert kosmopolitischen und judenfreundlichen Haltung der Leipziger „Bauhütte“ (eine der damaligen größten Freimaurerzeitschriften);
  3. das Verhalten im Spannungsfeld von Standhaftigkeit und opportunistischer Anbiederung nach der Machtergreifung zur Zeit des Nationalsozialismus.

Die annähend vierzig Zuhörer folgten interessiert den Ausführungen der Referenten Herrn Lex und Herrn Dr. Ronald Schneider, der in seiner Funktion als Historiker und Komoderator durch den Abend führte, im Anschluss an den Vortrag die Diskussion begleitete und den interessierten Gästen als auch den Brüdern erklärend zur Verfügung stand. Auch für die Weseler Brüder war es sehr spannend, die Geschichte der eigenen Loge aus der wissenschaftlichen, neutralen Sicht eines Forschers zu verfolgen und Erkenntnisse über den damalige Stand der Loge im öffentlichen Leben zu erfahren.

Die Veranstaltung wurde gerade bei den Gästen dieses Abends sehr gut angenommen. Die Vielzahl der sich anschließenden Fragen zur Logengeschichte als auch zu Freimaurerei bestärkte die Initiatoren des Abends darin, den Bruderbund wieder mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Die genannteMasterarbeit wird und wurde durch Professor Dr. Dietmar Klenke (Lehrstuhl für Neueste Geschichte) am Historischen Institut der Universität Paderborn betreut.

Es sollte die sozioökonomische Färbung der Weseler Freimaurerei im 19. und 20. Jahrhundert anhand einer quantitativen Analyse dahingehend betrachtet werden, dass den Zuhörern das personelle Profil der Weseler Freimaurer einerseits und die Sozialstruktur der Weseler Bevölkerung andererseits vergleichend gegenüber gestellt wurde. Die Leitfrage stellt hier auf eine mögliche soziale Exklusivität der Weseler Freimaurer bzw. auf ein gegebenenfalls „‚elitäres“ Selbstverständnis ab.

Ermöglicht, unterstützt und begleitet wurde diese Forschungs- und Publikationsarbeit auch durch die Kölner Stiftung zur Förderung der Masonische Forschung, begründet 1993 von Hannelie und Prof. Adolf Schmitt, als auch durch die Arbeit der Brüder der Loge „Zum goldenen Schwerdt“.

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Berliner Loge “Victoria” spendet Erlöse aus Weihnachtsmarkt

Einige der vielen fleißigen Helfer

Einige der vielen fleißigen Helfer

Brüder der Loge Victoria i. Or. Berlin haben auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt im historischen böhmischen Dorf in Berlin-Neukölln fleißig Glühwein verkauft, um die Einnahmen einem karitativen Zweck zukommen zu lassen.

Viele Berliner und Berlin-Besucher von Jung bis Alt und Nah bis Fern nutzten das Wochenende für einen Spaziergang vorbei an über 100 Ständen von Vereinen, Organisationen und Verbänden, die diesen berlinweit einzigartigen Weihnachtsmarkt unterstützen. Die Einnahmen der Loge wurden zusammen mit einem Zuschuss des Freimaurerischen Hilfswerks (FHW) parallel an zwei Organisationen gespendet, über die die Loge Victoria auch an ihrem Stand informierte.

Übergabe der Spende an die Berliner Obdachlosenhilfe am 6. Dezember 2016

Übergabe der Spende an die Berliner Obdachlosenhilfe am 6. Dezember 2016

Einen Teil der Einnahmen in Höhe von 5.000 Euro hat die Loge „Victoria“ in Form von Sachspenden an die Obdachlosenhilfe e.V. übergeben – darunter 52 Schlafsäcke und 30 Paar Winterstiefel.

Die Mitglieder und Helfer der Berliner Obdachlosenhilfe leben den Wert der Humanität durch die direkte Unterstützung der Bedürftigen auf den Straßen Berlins. Alle diese Menschen leben einen anderen Alltag als die meisten Bewohner dieser Stadt. Verschiedenste Gründe haben dafür gesorgt, dass sie ihr Leben auf der Straße verbringen, um Spenden bitten oder ihren Lebensunterhalt mit Pfandflaschen aufbessern.

Und die Zahl der Obdachlosen wächst rasant. Trotz Schnee und Eis leben nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe 40.000 Menschen in Deutschland auf der Straße. Allein in Berlin sind die Zahlen zuletzt sprunghaft gestiegen. Die wenigsten von ihnen haben sich bewusst für ein solches Leben entschieden. Und doch werden sie oft in besonderem Maße vorverurteilt, verjagt, ausgegrenzt, angegriffen und verletzt. Viel zu selten nimmt sich jemand Zeit für sie, redet mit ihnen, kümmert sich um sie – so wie die Berliner Obdachlosenhilfe e.V.

Übergabe der Spende an die Björn Schulz STIFTUNG am 9. Dezember 2016

Übergabe der Spende an die Björn Schulz STIFTUNG am 9. Dezember 2016

Der andere Teil der Einnahmen in Höhe von 1.000 Euro ging an das Kinder Palliative Care Team (KinderPaCT Berlin) der Björn Schulz STIFTUNG. Das Kinder Palliative Care Team ist durch die Zusammenführung der Palliative Care Teams der Björn Schulz STIFTUNG und der Klinik für Kinderonkologie der Charité entstanden. Im Team sind Kinderärztinnen und Kinderärzte mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, Kinderkrankenschwestern mit Palliative Care Weiterbildung und psychosoziale Mitarbeiter tätig. Seit dem 1. April 2013 bietet die Björn Schulz STIFTUNG gemeinsam mit der CHARITE die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an.

Die Björn Schulz Stiftung ist benannt nach einem kleinen Jungen, der 1982 mit nur sieben Jahren an Leukämie verstarb. Der kleine Björn war drei Jahre alt als er erkrankte. Sein Tod war der Impuls für seine Eltern, gemeinsam mit anderen Betroffenen, im Jahr 1983 den Verein Kinderhilfe zu gründen. Anfang der 1990er Jahre wurde deutlich, dass die Arbeit für eine bessere medizinische Versorgung und die Begleitung der Familien ein größeres Netzwerk benötigen würde. So ging 1996 die Björn Schulz Stiftung aus der Kinderhilfe hervor.

Die Björn Schulz Stiftung bietet Hilfe für krebs- und chronisch kranke sowie für schwerst- und unheilbar kranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und deren Familien. So ermöglicht die Stiftung, dass die Familien die noch verbleibende Lebenszeit gemeinsam mit ihren Kindern voller Geborgenheit verbringen können.

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