Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Mehr Menschlichkeit im Alltag

Internet-Redaktion

Die Freimaurer feiern im Herbst „275 Jahre Freimaurer in Deutschland“ und starten anlässlich ihres Jubiläums die Initiative „Mehr Menschlichkeit im Alltag – eine Ressource im Überfluss?“. Die traditionell als geheimnisvoll und verschlossen geltende Bruderschaft der Freimaurer setzt sich seit 1737, dem Gründungjahr der ersten Loge „Absalom zu den drei Nesseln“, für Humanität, Freiheit und Brüderlichkeit unter den Mitmenschen ein – meistens ohne dass die Überschrift Freimaurerei darüber steht. Jetzt möchten die Freimaurer mit den Bürgerinnen und Bürgern in einen offenen Dialog treten über das Thema Menschlichkeit. Im Herbst 2012 wenden sich die Freimaurer mit vielen Veranstaltungen in Hamburg, der Gründungsstadt der Freimaurerei in Deutschland, an die Öffentlichkeit und möchten die Bürgerinnen und Bürger bundesweit dazu einladen.

Ole von Beust unterstützt die Initiative: “Die Initiative erinnert mich an das „Seid nett zueinander!“, das Axel Cäsar Springer im Nachkriegsdeutschland populär machte – für mich ein Evergreen. Menschlichkeit ist das, was uns verbindet, selbst wenn uns andere Ansichten mal trennen. Wir können uns im Alltag daran erinnern und versuchen, etwas mehr Menschlichkeit zu leben. „In Zeiten einer Finanzkrise, einer Konkurrenz um immer knapper werdende Ressourcen, radikalen und fremdenfeindlichen Tendenzen, einem Überangebot an Konsum- und Unterhaltung in der wohlhabenden Welt, scheint die wichtigste „Ressource Menschlichkeit“ knapper zu werden, obwohl sie die einzige ist, die im Überfluss vorhanden ist – angelegt in jeder Bürgerin und jedem Bürger überall in Europa, auf der ganzen Welt.“

[sws_pullquote_right]Schon ein Lächeln oder eine Umarmung kann hilfreich sein. [/sws_pullquote_right] Bernd-Dieter Hessling, Meister vom Stuhl der Jubiläumsloge “Absalom zu den drei Nesseln”, führt aus: „Die Mitglieder der Freimaurerlogen tauschen sich in brüderlichen Gesprächen aus und arbeiten nicht nur bei rituellen Zusammenkünften am Rauen Stein, der die eigene Unvollkommenheit symbolisiert. Freimaurer bauen gemeinsam am „Tempel der Humanität“, dem wichtigsten Bauwerk seit es Menschen gibt und in dem jeder ein ganz individueller Baustein ist mit seinem ganz persönlichen Beitrag. Die Sehnsucht nach Menschlichkeit ist dort am größten, wo unter unmenschlichen Verhältnissen gelitten wird. Wir dürfen hierbei den Fokus nicht reduzieren auf unmenschliche politische Systeme! Unser ganz persönlicher Alltag bietet genügend Gelegenheiten, der Humanität dadurch einen Wert zu verleihen, indem wir sie selbst praktizieren. Menschlichkeit kann aus einer fairen Verhalten oder aus dem Eintreten für Mitmenschen bestehen. Aber schon ein Lächeln oder eine Umarmung kann hilfreich sein.“

 

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