Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Neuer Großmeister und Vorstand gewählt

Internet-Redaktion


Von links nach rechts: Tim Kröger (Großkanzler), Peter Doderer (Zugordneter Großmeister), Stephan Roth-Kleyer (Großmeister), Thomas Wagner (Großschatzmeister), Jens Wolfgramm (Zugeordneter Großmeister).

Die Logen in der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland haben anlässlich ihres Großlogentages 2014 in Wuppertal einen neuen Großmeister und Vorstand sowie zahlreiche andere Funktionsträger gewählt oder in ihren Aufgaben bestätigt. Neuer Großmeister ist der Stephan Roth-Kleyer, seine Stellvertreter als Zugeordnete Großmeister sind Peter Doderer, Arnim Schneider, Karl Deckart und Jens Wolfgramm.

Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, Großmeister

Peter Doderer,
Zug. Großmeister

Karl Deckart,
Zug. Großmeister

Arnim Schneider,
Zug. Großmeister

Jens Wolfgramm,
Zug. Großmeister



Der Großmeister der VGL, Rüdiger Templin, überreicht die höchste Auszeichnung der VGL an den Alt-Großmeister Axel Pohlmann

Nachdem das wohlwollende Grußwort der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Angelika Schwall-Düren, verlesen wurde, begrüßte Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung Vertreter der Logen mit herzlichen Worten und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Der scheidende Großmeister Axel Pohlmann, der die Geschicke der Großloge für vier Jahre geleitet hatte und aus privaten Gründen nicht mehr kandidieren wollte, berichtete über seine Arbeit und dankte allen, die ihn dabei unterstützt haben. Die rund 240 anwesenden Freimaurer bedankten sich für seine Amtsführung mit einem langanhaltenden Beifall und erhoben sich von ihren Plätzen. Der Großmeister der Vereinigten Großlogen, dem Dachverband der Freimaurer in Deutschland, bedankte sich persönlich und überreichte Axel Pohlmann das höchste Ehrenzeichen, das die Freimaurerei in Deutschland zu vergeben hat.

Grußwort des Landes Nordrhein-Westfalen

“Voltaire, Mozart, Goethe und Tucholsky waren Freimaurer. Trotzdem waren die Freimaurer über Jahrhunderte hasserfüllten Gerüchten und grotesken Phantasien über Weltherrschaftsbestrebungen ausgesetzt. Und obwohl ihre Geschichte, ihre Satzungen und ihre Logenvorstände heute bekannte sind, gelten sie mancherorts noch immer als undurchsichtige Gemeinschaft. Vielleicht allein deshalb, weil sie in einer Zeit, in der die Zurschaustellung des Privaten in Sozialen Netzwerken fast schon Norm ist, ausschließlich, nach Lessings Wort, “mit einem Freunde laut denken”? Weil sie trotz verstärkter Transparenz nicht öffentlich übereinander reden? Oder weil ihnen “Arbeit an sich selbst”, dogmenfreie geistige Auseinandersetzung und vorurteilsfreier Umgang miteinander wichtiger sind als permanente Publicity?

In Wahrheit gehört die Freimaurerei zu den nobelsten Teilen der europäischen Geistesgeschichte. Die Vorläufer der Freimaurer zogen im Mittelalter beim Bau der Kathedralen als Steinmetze von Land zu Land und teilten ihr Wissen lediglich untereinander. Sie bildeten eine verschworene Gemeinschaft, die sich auch von Klerikern und Königen nichts sagen ließ. Mit ihren Idealen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz wurden sie zu natürlichen Verbündeten der Aufklärung. Folgerichtig wurden die unangepassten Querdenker im 20. Jahrhundert sowohl von den Nationalsozialisten als auch in der DDR verboten. Heute gehören Freimaurer zu den Kräften, die die positive Entwicklung ihrer Mitglieder fördern, ihre humanistischen Werte in die Gesellschaft einbringen und die Identifikation mit unseren Grundwerten stärken.

Ich wünsche dem Bundeskongress der Großloge A.F.u.A.M. in der Wuppertaler Alten Kongresshalle einen guten Verlauf und den Gästen aus dem In- und Ausland einen angenehmen Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen.”

Dr. Angelika Schwall-Düren,
Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien
des Landes Nordrhein-Westfalen

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