Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Seminar zum Thema “On the level — Gleichheit”

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Die Akademie forum masonicum e.V. lädt ein zum öffentlichen Seminar mit dem Thema “On the level. Ideal und Wirklichkeit des freimaurerischen Leitbegriffs der Gleichheit” am 25. Juni 2016 in Bonn. Referenten sind Prof. Dieter A. Binder, Historiker an der Universität Graz und an der Andrássy Universität Budapest, Mitherausgeber des Internationalen Freimaurerlexikons, Publizist im Bereich der Freimaurergeschichte sowie Dieter L. Ney, M.A., Philosoph und Religionswissenschaftler.

Als Grundideale der Freimaurerei werden gewöhnlich Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität genannt. Dabei hat sich diese Liste erst historisch entwickelt, der eine oder andere Begriff in ihr wird in der Anfangszeit der Bruderschaft sogar keine Bedeutung gehabt haben. So findet sich der Begriff der Gleichheit in den berühmten Andersonschen Konstitutionen — die einen Grundlagentext der institutionellen Freimaurerei bilden — an keiner Stelle. Im rituellen Gebrauch aber findet sich das Symbol der Winkel-, Setz- oder Wasserwaage, das üblicherweise als Symbol der Gleichheit der Brüder interpretiert wird. Ebenso kennt die Freimaurerei die Redeweise „on the level“ als Ausdruck dafür, dass sich die Mitglieder als Brüder bzw. Schwestern gleicher Würde begegnen sollen.

Tatsächlich aber stellt sich die Frage, wie das Ideal der Gleichheit im Inneren der Loge (die drei aufeinander aufbauenden Grade, die Sonderstellung der Beamten und nicht zuletzt die Hochgradsysteme) sowie im äußeren Verhältnis (Unterscheidung Freimaurer / Profane) zu verstehen ist. In historischer Perspektive lässt sich nicht bestreiten, dass zu den unterschiedlichen Zeiten bestimmte soziale Schichten innerhalb der Freimaurerei sowohl zahlenmäßig wie auch hinsichtlich ihrer Bedeutung dominierten (zu denken ist dabei insbesondere an die wesentliche Bedeutung, die der Mitgliedschaft von Adeligen für den Erfolg der Freimaurerei in den Anfängen der englischen Großloge zukam). Das traditionelle Rekrutierungsverfahren (Mitgliedschaft nur auf Einladung von Mitgliedern) und das Wahlverfahren der Kugelung (Ablehnung des Kandidaten schon bei einer geringen Zahl von Gegenstimmen und großer Binnendruck zu Konsensentscheidungen) lassen eher an eine elitistische Vereinigung denken, die gerade einen allgemeinen Zugang zur Mitgliedschaft bewusst prozedural ausschließt. Im rituellen Geschehen kann man darüber hinaus geradezu von einer Inszenierung der Unterschiede sprechen: Unterschiede in der rituellen Einkleidung, der Anrede und den Positionen innerhalb der symbolischen Ordnung des freimaurerischen Tempels.

Auch wenn die Inszenierung von Rängen je nach freimaurerischem System unterschiedlich ausgeprägt ist, gehören die unterschiedlichen Ränge unbestritten zu den geliebten oder ungeliebten Merkmalen der Freimaurerei.

Das Seminar der Akademie forum masonicum wird sich in gewohnter Weise dem Thema auf zweierlei Weise annähern: In kulturgeschichtlicher Perspektive soll die Entwicklung des Gleichheitsbegriffes aufgezeigt werden, die auch den Hintergrund für den freimaurerischen Begriff der Gleichheit bildet. In einem historischen Teil wird der spezifisch freimaurerische Begriff in den Blick genommen.

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