Künstlergruppe “Pegasus” traf sich in Bielefeld

Br. Cornelius Rinne (2. v. r.) im Kreise von Brüdern seiner Loge „Armin zur Deutschen Treue“ Foto: Oliver Barckhan

Die Mitglieder des freimaurerischen Vereins für Kunst und Kultur "Pegasus" trafen sich anlässlich des 175. Stiftungsfestes der Bielefelder Loge "Armin zur Deutschen Treue".

Bielefeld. Im Märchenschach wird eine Figur wegen ihrer besonderen Fähigkeiten Pegasus genannt. Dieses geflügelte Pferd aus der griechischen Mythologie, das Namensgeber des freimaurerischen Vereins für Kunst, Kultur und Kommunikation ist, hat die Loge „Armin zur Deutschen Treue“ am letzten September-Wochenende 2019 bei ihrem 175-jährigen Logenjubiläum in Bielefeld zu lichten Höhen fliegen lassen: „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“

Ein Wochenende, das sich so leicht, locker und ungezwungen anfühlt, ist schon etwas Besonderes. Die Kombination aus einem Logen-Event und einem PEGASUS-Treffen könnte Schule machen. Es ist ein Glücksfall, dass Br. Cornelius Rinne, Meister von Stuhl der Loge „Armin zur Deutschen Treue“ und Vorsitzender von PEGASUS, diese unvergessliche Zusammenkunft im Doppelpack in seiner Heimatstadt Bielefeld organisieren konnte.

Schon beim Eintreffen der Schwestern und Brüder im Hotel „Bayerisches Landhaus“, gleich hinter dem Ortsschild Bielefeld mit seinen 333-tausend Einwohnern, stand einem das Grinsen im Gesicht: Der Slogan „Bayern First“ auf den Fahnen des Hotels wehte den Gästen entgegen. Jawohl, Bielefeld existiert! Am Nordende eines Quertals des Teutoburger Waldes liegt es. Und es ist überraschend weitläufig.

Trotzdem waren die Veranstaltungsorte schnell erreichbar. Am Freitagabend ging es für die PEGASUS-Mitglieder zur Vernissage ins „Alte Rathaus“. Die Ausstellung „Der Große Baumeister“ zeigte bis Ende Oktober mehr als 30 Werke von elf PEGASUS-Malerinnen und -Malern sowie -Karikaturisten, kuratiert von Bruder Cornelius Rinne. Die Vernissage war ausgezeichnet besucht und die Lichtgebung im prächtigen „Alten Rathaus“ verbreitete eine warme und wohltuende Atmosphäre.

Bei der Tempelarbeit im barrierefreien Souterrain des Logenhauses „Lessinghaus“ am Samstagmittag führte natürlich auch Br. Cornelius Rinne als Meister vom Stuhl der gastgebenden Loge „Armin zur Deutschen Treue“ den Hammer. Goethes Sinnspruch eröffnete die Tempelarbeit:

„Einst hat er sich ein Bild gemacht, erstaunte, wer es sah; Es stand in aller Schönheit Pracht ein junges Mädchen da. Sie schien belebt und weich und warm, war nur von kaltem Stein; Die hohe Brust, der weiße Arm lud zur Umarmung ein.“

Besonders eingeführt wurden der Altgroßmeister Br. Jens Oberheide und Br. Hans-Dieter Bertuch als VGLvD-Großvertreter von Österreich. Br. Cornelius konnte Grußworte von 19 (!) Logen entgegennehmen, die seiner Einladung gefolgt waren. Eine Schweigeminute legten die versammelten Brüder für den verstorbenen PEGASUS-Mitgründer Bruder Rolf Appel sowie für Bruder Dirk Große-Lohheide und den viel zu früh vorausgegangenen Bruder Michael Stössel ein.

Am Sonntagabend verwandelte sich das Lessinghaus dann zur Theaterbühne. Die Aufführung der szenischen Lesung „Mein lieber Moses …“ vom langjährigen PEGASUS-Vorsitzenden Br. Jens Oberheide endete mit einem kräftigen, langen Applaus. Der international renommierte Schauspieler Br. Gehard Fehn aus München schlüpfte in die Rolle Lessings. Seinen Gesprächspartner am Schachbrett, Moses Mendelssohn, verkörperte Florian Wessels vom Bielefelder Theaterprojekt. Die musikalischen Intermezzi spielte Komponist Br. Franck Adrian Holzkamp selbst am schwarzen Flügel. Das Stück hat sich mittlerweile zu einem freimaurerischen Klassiker entwickelt und ist seit seiner Uraufführung in Dessau bereits über 20 Mal in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Bühne gebracht worden. Wer es noch nicht gesehen hat, kann es auf CD hören: „Mein lieber Moses …“ ist als Hörspiel bei Fidelitas Records erschienen.

Den Gipfelpunkt erreichte das ereignisreiche Wochenende am Sonntag bei der Matinee in der Oetkerhalle zum 175. Jubiläum der Loge „Armin zur Deutschen Treue“. Den Festvortrag zum Thema „Die Gesellschaft, die Angst – und ich?“ hielt Bruder Ekhart Wycik. Er ist nicht nur PEGASUS-Mitglied, sondern „Armin zur Deutschen Treue“ ist sogar seine Mutterloge, die er gern besucht. Anschließend erlebten die Teilnehmer die Welturaufführung von Br. Franck Adrian Holzkamps Werk „Auf d’Nacht“ (w 270). Das Ensemble der Premiere bildeten: Monica Grion (Viola), Sebastian Sorte (Violine) und Stephanie Kostenbader (Violoncello). Der tosende Applaus und die Standing Ovations ließen einen strahlenden Komponisten zurück, der sich bereits in der Vergangenheit über einige internationale Preise freuen konnte. Aus Holzkamps 75-minütiger Komposition in acht Sätzen ließen sich durchaus Einflüsse von Bruckner, Bruder Sibelius und natürlich Bruder Mozart deutlich heraushören. Es kommt ganz anders daher, als die üblichen, atonal-experimentellen Werke zeitgenössischer Komponisten. „Auf d’Nacht“ ist komponiert im ursprünglichen Wortsinn: Ein modernes Meisterwerk unserer Zeit, das sich durch seine Harmonien sanft anzuschmiegen vermag, in dem beschwingte Rhythmus-Striche über die Saiten tanzen und sich vereinen zu einem verzaubernden Klangteppich, der einen aufhebt und den Zuhörer mitnimmt auf eine fantastische, musikalische, märchenhafte Reise.
Der Schauplatz für das nächste PEGASUS-Treffen im Jahre 2020 wird München sein.

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Besuch aus der “East Lincoln Masonic Lodge” Lincoln/Nebraska

Blick vom Ostmann Turm auf die Stadt Bielefeld mit den Brüdern Dirk und Guido sowie dem Gast Joel in der Mitte.

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, wie es in einem Sprichwort heißt. Sie können auch die Basis sein, wie die Brüder der Bielefelder Loge "Freiherr vom Stein" erleben durften.

Alles begann im Jahre 2017. Die Loge erhielt eine Anfrage nach einem kleinen Gastgeschenk für einen Bruder in den USA, der dort besucht werden sollte. “Wir hatten in unserem Fundus einen Würfel, der auf einer Seite den Namen unserer Loge und auf der gegenüber liegenden Seite Zirkel und Winkel trägt. Der Erfolg war überraschend groß, denn dieses Gastgeschenk erschien im dortigen Newsletter und wurde uns mit einem Dankschreiben übermittelt.”

In diesem Jahr unternahm Joel Green, Meister vom Stuhl der Loge »East Lincoln Lodge #210« aus Lincoln (Nebraska) eine Europareise, die ihn auch nach Bielefeld führte. Er hatte seinen Besuch frühzeitig angekündigt, so dass die Bielefelder Brüder sich darauf vorbereiten konnten. Zunächst wurde das Lessinghaus, Domizil der Loge, besichtigt und die Historie vorgestellt. Anschließend ging es in die Stadt, wo dem Bruder aus den USA vor allem die Industriegeschichte der Stadt mit den gewaltigen Veränderungen insbesondere in der Textilindustrie anschaulich vorgestellt und erläutert wurde. Danach wurde der Ostmann Turm bestiegen, der unter der Obhut des Sozialwerks Bielefelder Freimaurer steht. Der Abschluss fand dann in einem Brauhaus statt mit einem typisch deutschen Essen, das Br. Joel Green in seinem Dankschreiben so kommentierte:“ I had a delicious dinner of haxen and sauerkraut“.

Es war für die Bielefelder Brüdereine erfrischende Begegnung und machte Geschmack auf mehr. In den sich aufheizenden Geschehnissen in der Welt sollte die Bruderkette noch viel intensiver genutzt werden.

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Bielefelder Freimaurer spenden für Kinderhospiz

Werner Brockgreitens (Sekretär der Perfektionsloge Leibniz), Birgit Kirchner (Spendenbeauftragte der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel) und Horst-E. Lingnau (Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „sapere aude“) v.l.n.r..

Werner Brockgreitens (Sekretär der Perfektionsloge Leibniz), Birgit Kirchner (Spendenbeauftragte der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel) und Horst-E. Lingnau (Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „sapere aude“) v.l.n.r..

Der Humanität verpflichtet. So fühlen sich die Mitglieder der „Perfektionsloge Leibniz“ und der Freimaurerloge „sapere aude“, beide in Bielefeld von der Idee angetan, schwerkranken Kindern mit Ihren Eltern und Geschwistern einen Hort zum Durchatmen zu schaffen.

In Bethel wird für die Kinder und Jugendlichen ein Ort zum Leben bereitgestellt. Zehn speziell eingerichtete Zimmer mit allen notwendigen Versorgungseinheiten und dem liebevollen und speziell ausgebildeten Personal stehen zur Verfügung. Auch die begleitenden Eltern und gesunden Geschwister bekommen im gleichen Gebäudekomplex eine temporäre Heimat. Manche bleiben nur zum Wochenende und andere melden sich für einen längeren Urlaub. Dies seit fast 5 Jahren seit der Gründung der Einrichtung, berichtet Birgit Kirchner, die aus den Händen von Werner Brockgreitens und Horst-E. Lingnau eine Spende von 1.300 € entgegennahm.

Obwohl es Regelungen mit den Krankenkassen für den „Raum zum Leben“ für die schwerkranken Kinder und Jugendlichen gibt, sind die Träger und Betreiber immer noch und immer wieder auf Spenden angewiesen. Interessierte können den Eindruck am 14. April 2018 bei einem Tag der offenen Tür am Remterweg 55 in Bielefeld vertiefen.

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Bielefelder Loge schließt Partnerschaft mit Loge in Serbien

Partnerschaftsurkunde der beiden Logen

Partnerschaftsurkunde der beiden Logen

Die Bielefelder Loge “Freiherr vom Stein” und die Loge “Alma Mons” in Novi Sad, Serbien, haben eine Partnerschaft vereinbart.

(Bielefeld/ag) Die Partnerschaft der Loge “Freiherr vom Stein” mit “Alma Mons” in Novi Sad kam eigentlich unspektakulär mit der Aufnahme eines Bruders in der Bielfelder Loge zustande. Der künftige Bruder K. L. war in den 1990er Jahren aus dem damaligen Jugoslawien geflohen, als ihn die Einberufung in die jugoslawische Armee erreichte und er somit in den Bürgerkrieg hineingezogen werden sollte. In Bielefeld fand er Kontakt zur Loge “Freiherr vom Stein” und wurde dort aufgenommen. Als sich in Novi Sad die Loge “Alma Mons” formierte, war er mit Freimaurern aus Bielefeld bei der Lichteinbringung dabei. Heute ist er Ehrenmitglied bei Alma Mons.

Es blieb nicht bei diesem ersten Kontakt. Die wiederholten Besuche in Novi Sad führten zu dem Wunsch, die Verbindung auf ein solides Fundament zu stellen. Die Idee einer Partnerschaft war geboren. Nach vielen Vorbereitungen konnte nun anlässlich des Johannisfestes der Loge Freiherr vom Stein am 24. Juni 2017 die offizielle Partnerschaft beschlossen und die Partnerschaftsurkunde durch die beiden Meister der Logen Alma Mons und Freiherr vom Stein in einer Zeremonie während der Tempelarbeit unterschrieben werden. Die Genehmigungen der beiden Großlogen waren im Vorhinein eingeholt worden und konnten nunmehr von den Großmeistern der Vereinigte Großlogen von Deutschland, Großmeister Christoph Bosbach, und der
regulären Großloge von Serbien A.F.&A.M., Großmeister Ranko Vujačić, ebenfalls unterschrieben werden.

Mit einer Fahrt in die Umgebung Novi Sads erhielten die Brüder einen Eindruck von der Landschaft und den Städte der Region Vojvodina. Aber damit endete auch der so ereignisreiche Aufenthalt in Serbien. Viele schöne Erinnerungen werden verbleiben.

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