Netzwerk gesellschaftspolitisch aktiver Brüder gestartet

© alphaspirit / Adobe Stock

Das neue Netzwerk "Gesellschaftpolitisch aktiver Logen und Brüder" hat sich nach eigenen Angaben erfolgreich in Mannheim gegründet.

Mannheim (fr). Im Rahmen ihres 32. Stiftungsfestes hat die Mannheimer Loge “Kurpfalz” in Zusammenarbeit mit der ebenfalls in Mannheim beheimateten Loge “Carl zur Eintracht” und im Verbund der Rhein-Neckar-Logen die erste Arbeitstagung des neu gegründeten Netzwerks “Gesellschaftspolitisch aktive Logen und Brüder” durchgeführt. 40 interessierte Brüder nahmen daran teil.

Die anspruchsvollen Ziele des Netzwerks sind die Zusammenführung von Logen und Brüdern, die an der aktiven Teilhabe am öffentlichen Leben interessiert sind, weiter die Entwicklung neuer Konzepte zur gegenseitigen Information, die Entwicklung neuer interner und öffentlicher Diskussionsformen unter Einsatz interaktiver elektronischer Kommunikationsmittel sowie die Organisation eines überregionalen Redner-Austausches zwischen den Logen.

Am 26. Oktober 2019 um 19 Uhr wird der bekannte Politikwissenschaftler Prof. Herfried Münkler im Mannheimer “Marchivum” in einem öffentlichen Vortrag über den “Verfall der Weltordnung und die Folgen für den europäischen Frieden” sprechen. Dieser Vortrag kann auch live verfolgt werden, dazu ist eine Anmeldung unter der Mailadresse info@freimaurerloge-kurpfalz.de erforderlich.

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Zusammenarbeit gesellschaftspolitisch aktiver Logen

Foto: Gerd Altmann / Pixabay

Die Mannheimer Loge "Kurpfalz" veranstaltet ein Sommertreffen und möchte die "gesellschaftspolitisch aktiven Logen" zur Zusammenarbeit und einem Netzwerk anregen.

Kaum war wochenlang Mannheim im Zusammenhang mit dem Großlogentreffen 2019 Schwerpunkt der Berichterstattung, macht schon wieder eine Mannheimer Loge von sich reden.

Die Loge “Kurpfalz” veranstaltet im Rahmen ihres Sommer-Johannisfestes 2019, in Zusammenarbeit mit der Mannheimer Loge “Carl zur Eintracht” und im Verbund der Rhein-Neckar-Logen neben der Tempelarbeit in I und ihrem festlichen Empfang die 1. Arbeitstagung “Zukünftige Zusammenarbeit gesellschaftspolitisch aktiver Logen — Neue Inhalte, neue Formen”.

Ziele der ersten Arbeitstagung sind der Aufbau eines Netzwerkes interessierter Brüder, Präsentation bestehender und Entwicklung neuer Konzepte der Teilhabe am öffentlichen Leben, neue Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit sowie Nutzung neuer Tehcnologien bei der logenübergreifenden Kommunikation.

Das Treffen findet statt am Samstag, den 6. Juli 2019 und besteht aus drei Elementen: Der Tempelarbeit in I von 11 bis 13 Uhr, der Arbeitstagung von 16 bis 18 Uhr und dem Festlichen Empfang ab 19 Uhr. Details zu den Veranstaltungsorten sind unter der Mailadresse info@freimaurerloge.kurpfalz.de zu erfragen, Anmeldungen sind erbeten.

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Besuch eines Kinderdorfes in Peru

Dr. Ranko Pavlovic (im HIntergrund) besucht das Kinderdorf in Peru

Dr. Ranko Pavlovic (im HIntergrund) besucht das Kinderdorf in Peru

Im September 2017 überreichte die Darmstädter Loge “Johannes der Evangelist zur Eintracht” in Kooperation mit dem Rotary-Club Darmstadt und dem Freimaurerischen Hilfswerk der Geschäftsführerin der westfälischen Kinderdörfer einen Spendenscheck (wir berichteten). Ein befreundeter Freimaurer besuchte eines der Kinderdörfer in Peru und schilderte seine positiven Eindrücke.

von Dr. Ranko Pavlovic (leicht gekürzt)

“Am 2. Dezember 2017 hatte ich Gelegenheit, das Kinderdorf Westfalia in Lima, Peru, dank der Koordination von Ferdinand Rosenbauer, zu besuchen.

Das Kinderdorf wurde 1983 von den Eltern der jetzigen Leiterin, Frau Liselotte Schrader-Woyke, gegründet. Derzeit werden dort 139 Kinder versorgt. Seit diesem Jahr hat das Kinderdorf eine staatliche Anerkennung zur Grundschulausbildung der eigenen Kinder erhalten.

Angestrebt wird ein möglichst frühes Aufnahmealter, bevorzugt vor dem fünften bis sechsten Lebensjahr. Die Kinder werden überwiegend vom Familienministerium, der Staatsanwaltschaft oder anderen offiziellen Staatsorganen dem Kinderdorf angetragen. Es sind Straßenkinder, zuletzt auch zwei Babys, die auf der Müllhalde gefunden wurden. Die Kinder werden bis zum Abschluss einer Berufsausbildung bzw. eines Studiums betreut und sind verpflichtet, danach als Adoptivfamilie bedürftige Kinder des Kinderdorfes anzunehmen und selbst wieder bis zur Integration ins Leben zu versorgen. Ehemalige bleiben zeitlebens dem Kinderdorf verbunden und unterstützen es nach Kräften. Die Kinderdorfgemeinschaft wird von der Leiterin und dem ihr zugeordneten Gremium, dem auch ehemalige Kinder der Einrichtung angehören, betreut. Zum Team gehören Psychologen, Sozialpädagogen und viele Praktikanten, insbesondere aus Deutschland, die dort ihr Soziales Jahr leisten.

Der Tages- wie auch der Jahresablauf ist klar strukturiert mit Bezug zu den Jahreszeiten und dem Kirchenjahr. Einbezogen sind vielfältige sportliche Aktivitäten, unter Einbeziehung des Kinderspielplatzes für die Kleinen. Mitarbeit zum Erhalt der Einrichtung und Mitarbeit im Gemüseanbau und bei der Versorgung von Haustieren, wie Ziegen, Hühner und unter anderem auch Schweinen sind in das Tagesprogramm integriert. Kunsthandwerkliche Tätigkeiten gehören zum Erziehungsprogramm.

Projektbeschreibungen aus früheren Spendenaufrufen, u. a. des Rotary-Club Darmstadt-Kranichstein, wie Solar- und Wasserversorgunganlagen sowie Versorgungsgebäude und Sportanlagen wurden vor Ort bestätigt.

Die Leiterin führt einen unermüdlichen Kampf mit der ausufernden staatlichen Bürokratie. Die gestrandeten Kinder  sind in der Regel namenlos, ohne Geburtsurkunde, amtlich nicht existent. Soziale Ausgrenzung und Ablehnung behindert die Integration der Kinder in weiterführende Bildungseinrichtungen. Peru ist ein Land, das reich an Bodenschätzen ist, mit einer reichen Elite, die sich der Not und dem Elend der eigenen Bevölkerung vielfach verschließt und durch Gestaltung der statistischen Präsentation der UNESCO-Auflage zur Armutsbekämpfung nur mit geringen Fortschritten zu genügen versucht. Der enorme Handlungsbedarf auf staatlicher Ebene kann nur mühsam durch Spenden kompensiert werden. Das Einzelschicksal der Kinder ist aber in der konkreten Notlage auf jede persönliche Spende angewiesen.

Ich war von der wertvollen, von Nächstenliebe und Fachkenntnis geprägten Arbeit im Kinderdorf sehr beeindruckt und weiß, dass die diesjährige Spende der Darmstädter Loge „Johannis der Evangelist zur Eintracht“ dort der großen Kinderdorffamilie hilft zu überleben. Überzeugend war mein Eindruck, einem Kinderdorf begegnet zu sein, das als große Familie in bedrohlicher Umwelt die Herausforderungen des Überlebenskampfes liebevoll meistert.”

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