Mozart am Montag

© Nomad_Soul / Adobe Stock

Unter dem verheißungsvollen Motto "Mozart am Montag" veranstaltete am 21. Oktober 2019 die Freimaurerloge „Roland“ in Hamburg einen Konzertabend im Goethe-Saal des Logenhauses Welckerstraße.

Eingeladen war ebenfalls die Öffentlichkeit, was sich erfreulich am guten Besuch niederschlug – kaum ein Stuhl blieb im Goethe-Saal unbesetzt.

Die russische Meisterpianistin Alina Kabanova, mehrfach mit international renommierten Preisen ausgezeichnet, spielte an diesem Abend die zwei Mozart-Klaviersonaten in D-Dur KV 570 und A-Dur KV 331, wobei die A-Dur-Sonate vor allem im 3. Satz beim Publikum wegen des besonderen Bekanntheitsgrades besonders stürmischen Beifall auslöste.

Bevor aber die hinreißende Veranstaltung begann, begrüßte der Meister vom Stuhl Axel Kienast das erwartungsfrohe Publikum und stellte neben der Konzertierenden den Moderator des Abends vor – Altgroßmeister Jens Oberheide, der seine Kompetenz unter dem Aspekt „Freimaurerei und Musik“ mehrfach in Publikationen sowie als Buchautor unter Beweis gestellt hat. In spannungsreicher Wechselfolge des Programms zwischen den beiden Mozart-Sonaten am Konzertflügel und dem Referat des Moderators über die Wesensverwandschaft von Musik und Freimaurerei konnte das aufmerksame Auditorium an diesem eindrucksvollen Kulturabend teilhaben.

Beides – Musik und Freimaurerei – dringt nur nachhaltig in die Empfindungstiefe des Menschen durch eigenes Erleben! Das Studium von Noten und Partituren und andererseits seriöses Aufklärungsmaterial über Freimaurerei mögen als Information für ein besseres Verständnis dienlich sein, reichen aber keineswegs an die Teilhabe durch eigenes Hören der Musik bzw. durch die innere Erlebniswelt als Freimaurerbruder heran.

Eine wohldurchdachte Pause zwischen den zwei Klaviersonaten förderte an der Getränkebar im Logenhaus-Foyer das angeregte Gespräch unter den Zuhörern, die über die aufschlussreiche Moderation von Altgroßmeister Jens Oberheide und die konzertante Darbietung der Pianistin Alina Kabanova einen lebhaften Gedankenaustausch pflegten.

Als Facit dieser geglückten öffentlichen Veranstaltung der Loge „Roland“ lässt sich feststellen, dass die vorbildliche Logen-Initiative über den Hörgenuss hinaus einem guten sozialen Zweck diente, nämlich der Förderung des Musikunterrichts für Kinder in Hamburg mit einem ansehnlichen Spendenbetrag, der sich an diesem eintrittsfreien Abend ergab. Die begeisterten Besucher zeigten sich pekuniär großzügig als Dank für eine wunderbare Veranstaltung.

Continue reading...

Ausstellung des Künstlers H.J. Gottschalk in Hamburg

Unter dem Brecht-Titel "Man siehet die im Lichte — die im Dunkeln sieht man nicht" zeigt die Hamburger Loge Roland Werke des Künstlers H.J. Gottschalk.

Der Künstler H.J.Gottschalk, ein Schüler von Oskar Kokoschka, stellt ab dem 20. März 2019 seine Werke in der Hamburger Loge “Roland” aus. Neben seiner Vielzahl an Werken über Landschaften, Hamburg, die Elbe befasst sich der Künstler parallel mit einem völlig anderen Sujet, mit den Zeitgenossen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Es geht um Gewalt, Verzweiflung, Angst und Hoffnungslosigkeit in all ihren Facetten. 30 Werke sind über die Zeit entstanden, die nun als Gesamtwerk ab dem 20.März im Logenhaus zu sehen sind.

Thematisch verbunden und als Empfänger einer Spende des Roland ist die Yagmur-Stiftung, die von Michael Lezius ins Leben gerufen worden ist, um auf die Schicksale von Kindern aufmerksam zu machen, die von Amts wegen in Pflegefamilien übergeben wurden und unter mysteriösen Gründen/Umständen zu Tode kamen. Das Schicksal der kleinen Yagmur steht da stellvertretend für andere Kinder, die heute nicht mehr leben, aber unter anderen Umständen am Leben sein könnten. Es geht um das Verhalten der zuständigen Behörden, was sollten zuständige Richter berücksichtigen, wenn sie Kinder aus prekären Verhältnissen an Pflegefamilien vermitteln ? Wie sollten die Kinder selbst in die Entscheidungsprozesse über ihr Leben eingebunden sein ? All dies sind Fragen, die die Yagmur-Stiftung über Forschungsprojekte und politisches Lobbying  zu ihrem Stiftungsauftrag erklärt hat und jährlich einen Preis für ein Projekt auslobt, welches einen direkten Zusammenhang zum Stiftungszweck hat.

Helge Adolphsen, Hauptpastor a.D. der St.-Michaeliskirche „Michel“, ist Mitglied im Vorstand der Yagmur-Striftung und wird im Rahmen der Vernissageeröffnung am Mittwoch, dem 20.März 2019 (ab 19 Uhr) über die Stiftung berichten.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Dr. Torsten Kiel, MvS ROLAND Begrüßungsworte an die Gäste richten; Thomas Stuwe, Distriktsmeister und assoziiert mit der Friedrich-Schröder-Kunderstiftung eine Laudatio auf den Künstler halten. Und Harald Winter, Vorsitzender der Roland-Stiftung, wird eine Zuwendung an die Yagmur-Stiftung überreichen.

Vernissage am 20. März um 19 Uhr im Logenhaus in der Welckerstraße 8, Hamburg. Um Anmeldung unter gaeste@loge-roland.de wird gebeten.

Continue reading...