Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.)

Zehn Jahre “La Campagne” in Bremen

Internet-Redaktion

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In Bremen-Hemelingen gibt es ein Haus, in dem Drogenabhängige „leben“. Seit 10 Jahren sorgen zehn Brüder der Freimaurerloge “Herder” dafür, dass die Bewohner des Hauses La Campagne eine warme Mahlzeit bekommen.

Es ist die letzte Station dieser Menschen. In diesem Haus wird werktags von einer Aushilfskraft für die Bewohner etwas gekocht. An Wochenenden ist allerdings niemand da, um zu kochen, die Bewohner bleiben folglich ohne eine Mahlzeit. Sie können sich in der vorhandenen Küche zwar etwas zubereiten, aber außer Nudeln und Tütensuppen gibt es kaum etwas und auch nicht jeder ist dazu in der Lage.

Ein Bruder der Loge Herder hatte während einer ehrenamtlichen Tätigkeit von den Zuständen in dem Hause erfahren und beschloss, etwas zu unternehmen. Er suchte und fand im Jahre 2006 Brüder, die bereit waren, dort im Hause am ersten und dritten Sonntag jeden Monats für die Bewohner eine Mittagsmahlzeit zu kochen und auszugeben. Jeweils zwei Brüder (und ihre Frauen) wenden an einem Sonntag rund 5 Stunden ihrer Freizeit auf. Das Essen für ca. 25 Personen will eingekauft, vorbereitet und gekocht sein.

Es fanden sich immer zwei Brüder zusammen, die ein „Kochteam“ bildeten und die bereiten nun zu Hause, unter Mithilfe ihrer Ehefrauen, jeweils eine Mahlzeit vor. Diese besteht aus einem Hauptgericht und Nachtisch. Das heißt z.B. 6 kg Kartoffeln schälen, 4-5 kg Gemüse putzen, 3-4 kg Fleisch zubereiten (40 Frikadellen drehen), braten und Soße zubereiten. Als Nachtisch gibt es Sahnejoghurt mit Kirschen.

Zu Weihnachten wird etwas aufwändiger gekocht. Dann wird der Tisch etwas dekoriert und als Menü gibt es gebratene Entenkeulen, Rotkohl, Rosenkohl, Klöße, Salzkartoffeln und Soße. Nun noch den Nachtisch: Vanille-Eis mit heißen Kirschen.

Mit den vorbereiteten Essen fährt das jeweilige Team zu dem Haus, stellt dort die Mahlzeit fertig und gibt das Essen auf Tellern aus. Alles wird zu Hause vorbereitet, in Töpfen und Pfannen dorthin gefahren und um ca. 13:00 Uhr geht dann der Ruf durch das Haus: “Essen ist fertig!“ Dieses wird von den etwa 25 Bewohnern mit großer Freude angenommen. Stets bedanken sich die Bewohner sehr für das Essen. Nun noch Töpfe und Geschirr reinigen, alles wieder zusammenpacken und wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause. Diesen Service führen die Brüder durchgehend durch das ganze Jahr durch.

Zu Anfang ging es etwas rustikal zu beim Essen. Es wurde geraucht und getrunken. Doch dies hat sich geändert. Die Brüder hatten zur Bedingung gemacht, dass während der Mahlzeit der Speiseraum rauchfrei bleibt, was auch nach einer kleinen Diskussion akzeptiert und angenommen wurde. Inzwischen hat sich auch das Verhalten der Bewohner verändert.

Durch eine Spende der Großloge ist es möglich geworden, die Geschirr- und Besteckbestände zu ergänzen und auch im Speise- und Aufenthaltsraum für eine neue Möblierung zu sorgen. In der Recyclingbörse, einem Kaufhaus für gebrauchte Möbel, konnte die Bruderschaft sehr gut erhaltene Sofas und Stühle erwerben und damit die Umgebung etwas freundlicher gestalten. Die Bewohner des Hauses nehmen mit Freude und Dankbarkeit die Veränderungen wahr.

Jetzt, nach 10 Jahren, ist die Koch-Gruppe geschrumpft, sodass die Brüder nur noch einmal im Monat das Essen anbieten können. Trotzdem können sie mit einem überschaubaren Aufwand für diese Menschen etwas Gutes tun.

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